Warum bei Koalitionen die Flaggenkunde an Bedeutung gewinnt

In der komplexer gewordenen politischen Landschaft werden neuerdings die Flaggen verschiedener Staaten zur Darstellung von Regierungskoalitionen bemüht.

Die erste Variante war dabei die Jamaika-Koalition:

In Deutschland bedeutet das eine Regierungskoalition aus CDU (schwarz), FDP (gelb) und den Grünen (grün). Dieses Bündnis mag für viele Menschen einen gewissen Charme haben, in einigen Bundesländern wie Schleswig-Holstein wurde diese Kombination auch schon in Regierungsverantwortung realisiert.

Man sollte sich als Wähler allerdings darüber im Klaren sein, dass dies kein Wunschbündnis ist, wählt man zum Beispiel grün um Jamaika zu ermöglichen, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass man seine Stimme letztlich ungewollt Grün-Rot-Rot geschenkt hat.

zimbabwe koalition

Manchmal reicht es aber nicht für Jamaika, dann benötigt man noch einen weiteren Partner. Nimmt man dann zur Erreichung einer Regierungsmehrheit die SPD (rot) oder ggf. die Linkspartei hinzu, hat man die Zimbabwe-Koalition.

kenia koalition

Hat die Große Koalition (GroKo) an Größe verloren, muss sie die Grünen mit in das Regierungsboot nehmen. Dies symbolisiert die Kenia-Koalition, die leider auf die Liberalen verzichtet.

angola koalition

Kombiniert sich die Große Koalition mit den Liberalen, dann kann man die Angola-Koalition bilden. Man könnte hier auch von einer Deutschland-Koalition sprechen, allerdings ist die deutsche Flagge unten nicht gelb sondern gold.

bahamas koalition

Seitens der AfD wurde auch schon die Bahamas-Koalition thematisiert, welche die CDU, die FDP und die AfD beinhalten würde.

Das sind nur einige Koalitionen, die immer mal wieder in den Medien mit Flaggensymbolik erwähnt werden.

Was man von den einzelnen Varianten hält, sei einmal dahingestellt. Es wird auf jeden Fall klar, dass das Bilden einer Mehrheit bzw. Regierung mit der zunehmenden Zersplitterung der Parlamente auf Landes- und Bundesebene nicht einfacher wird.

Während früher die klassischen Koalitionen CDU und FDP (schwarz-Geld) oder SPD und Grüne (rot-grün) ebenso wie die Großen Koalitionen mit zwei Koalitionspartnern auskam, werden jetzt drei oder mehr benötigt.