Europas Staaten: Norwegen

Das Land Norwegen liegt im Nordeuropa im Westen der skandinavischen Halbinsel, Reisen nach Norwegen sind genau das Richtige für Naturliebhaber. Mit den anderen nordischen Ländern Dänemark, Schweden, Island sowie Finnland ist es eng verbunden. Seine Haupstadt ist Oslo, eine der schönsten und saubersten Städte weltweit. Die Stadt liegt am Ende des Oslofjords und hat vielen Sehenswürdigkeiten. Hier steht auch das Königliche Schloß, denn noch heute ist Norwegen eine konstitutionelle Monarchie. Außerdem imposant die Festung Akershus, sowie die Skispunganlage Holmenkollen, das Parlament Storting und das Rathaus im Hafen.

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Flagge von Norwegen

Außerdem hat die Stadt zahlreiche Museen zu bieten wie das Fram-Museum, Schifffahrtsmuseum und das Kon-Tiki-Museum auf der Halbinsel Bygdøy. Am bekanntesten ist aber dort das beliebte Wikingerschiffmuseum, wo man noch originale Wikingerschiff besichtigen kann. Einen Besuch abstatten sollte man auch dem Munch-Museum und der Nationalgalerie sowie dem Norsk Folkemuseum.

Bekannt ist Norwegen aber insbesondere auch durch seine Fjorde, die das Land auf der gesamten zum Meer gewandten Westseite einfurchen. Der größte der Fjorde ist der Sognefjord, er wird gerne auch der König der Fjorde genannt. Weitere Fjorde sind der Geirangerfjord, Hardangerfjord, Oslofjord, Trondheimfjord und der Trollfjord. Die Fjorde werden wegen ihrer eindrucksvollen Natur und Erscheinung gerne von Kreuzfahrtschiffen und den Hurtigruten angelaufen.

oslofjord
Boot im Oslofjord (c)

Norwegen ist ein Land, in dem die Natur noch viel Platz hat, denn es ist außerhalb der Städte wie Bergen, Trondheim und Stavanger sehr dünn besiedelt. Reisende, die Ruhe suchen, sind in Norwegen gut aufgehoben. Angler und Wanderer kommen voll auf ihre Kosten. Aber auch die Städte haben viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, das Hanseviertel Bryggen in Bergen gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. die Währung des Landes ist die Norwegische Krone, Amtssprache ist Norwegisch (aufgeteilt in Bokmål und Nynorsk).

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Stabkirche in Norwegen (c)

Ebenfalls sehenswert auf Reisen nach Norwegen sind die vielen, eigentümlich Stabkirchen aus Holz, die man in Norwegen findet und die oft noch Elemente der Wikingerzeit beinhalten und mit dem christlichen Glauben verbinden. die meisten Norweger sind heute evangelisch-lutherischer Konfession. Obwohl Norwegen schon seit einigen Jahren ein Land für Auswanderer geworden ist, u.a. wegen seiner guten wirtschaftlichen Situation, ist der Ausländernateil gering. die meisten kommen aus Polen, Schweden und Deutschen oder sind Flüchtlinge aus Entwicklungsländern. Gerade hier engagiert sich Norwegen seit einigen Jahren verstärkt.

Die Wirtschaft Norwegens profitiert nach wie vor von der Gewinnung von Erdöl in der Nordsee, daneben sind Tourismus, Fischfang und IT nenennswert. Neben Sommertourismus bietet Norwegen auch gute Möglichkeiten für den Wintersport, was die guten Ergebnisse norwegischer Wintersportler beweisen.

Kurz & Knapp

Offizieller Name: Kongeriket Norge, deutsch: Königreich Norwegen

Landschaftsformen

Norwegen ist ein bergiges Land und geprägt vom Skandinavischen Gebirge Skanden. 40 % des Landes liegen höher als 600 m, 20 % höher als 900 m über dem Meeresspiegel. Es gibt auch die sog. Hochfjell-Gebiete wie die Hardangervidda, die sich weitflächig auf 1.000 – 2.000 m über dem Meeresspiegel befindet. Die höchsten Berge sind der Glittertind und der Galdhöpingen mit Höhen von 2.470 bzw. 2.469 m.

Westlich davon liegt der größte Gletscher Kontinentaleuropas, der Jostedalsbre. Die Fjorde (ehemalige Flusstäler) sind das bekannteste Landschaftsbild Norwegens, dass man in seinem Norwegen Urlaub entdecken wird. Sie reichen, wie z.B. der Sognefjord 1300m unter den Meeresspiegel und ziehen sich bis 200km ins Landesinnere. Dort ist ein verhältnismäßig mildes Klima. An der Strandflate, der Küstenplattform bilden sich Inseln und Schären, wie z.B. zwischen Stavanger und Bergen. Zwischen Oslofjord und Mjösasee (Jaeren) sowie am Trondheimsfjord liegen die wenigen günstigen Ackerböden des Landes.

Geografie

Norwegen gehört zusammen mit Schweden, Finnland, Dänemark und Island zu den nordischen Ländern Europas. Es erstreckt sich weitläufig über die gesamte Länge Westskandinaviens. Von Lindesnes im äußersten Süden und Nordkap liegen über 1.800 km Luftlinie. In Straßenkilometern wäre die Strecke sogar 2520km lang. Die Ost-West-Ausdehnung ist deutlich schmaler. Sie beträgt an der schmalsten Stelle 6,3 km, an der dicksten 430 km. Wenn man die schönen Landschaften Norwegens durchfährt, meint man auf einer Rundreise USA unterwegs zu sein. Ähnlichkeiten bestehen auch zu Neuengland und Boston.

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Urlaub im Blockhaus ist typisch für Skandinavien (c)

Norwegen hat gemeinsame Grenzen mit Schweden (1.620 km), Finnland (725 km) und Russland (196 km). Die Küstenlinie ist im geraden Verlauf ca. 2.650 km lang. Folgt man aber den Fjorden und weit verzweigten Buchten, erreicht man bereits 21.465 km Küstenlänge (mit Inseln sogar 57.258 km!).

Svalbard (61.229 qkm) im Nordpolarmeer ist mit der Hauptinsel Spitzbergen und der Bäreninsel, genauso wie Jan Mayen (Wetterstation im Europäischen Nordmeer) ein norwegisches Außengebiet. Die Bouvet-Insel (60 qkm) und die Peter-I.-Insel im Südpolarmeer gelten als abhängige Gebiete Norwegens. Norwegen beansprucht ferner das Königin-Maud-Land in der Antarktis.

Klima

Die Küste ist durch den Golfstrom beeinflusst und hat relativ mildes Klima. Diese ist trotz der beachtlichen Nordlage ganzjährig eisfrei. Bergen (Westküste) hat z.B. im Januar noch eine Durchschnittstemperatur von 1,5 °C (Jahresmittel 7,8 °C).

Von der Küste weg nach Osten wird es bergiger und kälter. Geilo, der bekannte Wintersportort hat nur noch eine Jahresdurchschnittstemperatur von 1,1 °C. In Röros weiter im Osten sind es sogar nur noch 0,3 °C).

An der Küsten herrscht reichlich Niederschlag. In Bergen z.B. 2260 mm im Jahr. Im Landesinneren sind es teilweise weniger als 1000 mm im Jahr. In Oslo sind es rund 1100 mm.

Erstaunlich ist, dass der nördliche Landesteil die Extremtemperaturen hat. In Kirkenes zeigte das Thermometer im Juli 2000 über 30 °C und im Januar wurden in der Finnmark minus 37,6 °C gemessen.

Flora

Weite Flächen Norwegen sind bewaldet. Kiefern, Fichten und Birken sind die Hauptbaumarten. Fjellbirke und Kiefer sind auf Höhenlage über 1000m noch anzutreffen. Sie reichen fast bis zur Barentssee.

Im äußersten Süden sind Laub- und Mischwälder anzutreffen. Ähnlich wie in Mitteleuropa. Im feuchten Westen und in den Höhenlagen sind Moorgebiete anzutreffen.

Jenseits des Waldes beginnt die Tundra.

Fauna

Bären, Wölfe und der Luchs sind selten geworden. Häufiger vertreten sind Rotwild, Füchse, Dachse, Lemminge, Marder und Biber. Natürlich auch der für Skandinavien typische Elch. Die Rentiere sind in den Fjellbereichen zuhause. Norwegens Küstengewässer sind fischreich. Es gibt, bedingt durch den Golfstrom und dessen Planktonreichtum, große Dorsch- und Heringsschwärme. In den Binnenseen und Flüssen leben Lachse und Forellen, die auch in Aquakultur gezüchtet werden.

An der Küste können auch Wale beobachtet werden.

Verwaltungsgliederung

Die Provinzen (Fylke) Norwegens sind:

  1. Östfold
    2. Akershus
    3. Oslo
    4. Hedmark
    5. Oppland
    6. Buskerud
    7. Vestfold
    8. Telemark
    9. Aust- Agder
    10. Vest- Agder
    11. Rogaland
    12. Hordaland
    14. Sogn og Fjordane
    15. Möre og Romsdal
    16. Sör- Trondelag
    17. Nord- Trondelag
    18. Nordland
    19. Troms
    20. Finnmark
    21. Svalbard
    22. Jan Mayen

 

Geografie

Norwegen gehört zusammen mit Schweden, Finnland, Dänemark und Island zu den nordischen Ländern Europas. Norwegen erstreckt sich weitläufig über die gesamte Länge Westskandinaviens.

Von Lindesnes im äußersten Süden und Nordkap liegen über 1.800 km Luftlinie. In Straßenkilometern wäre die Strecke sogar 2.520 km lang. Die Ost-West-Ausdehnung ist deutlich schmaler. Sie beträgt an der schmalsten Stelle 6.3 km, an der dicksten 430 km.

Norwegen hat gemeinsame Grenzen mit Schweden (1.620 km), Finnland (725 km) und Russland (196 km). Die Küstenlinie ist im geraden Verlauf ca. 2.650 km lang. Folgt man aber den Fjorden und weit verzweigten Buchten erreicht man bereits 21.465 km Küstenlänge (mit Inseln sogar 57.258 km!).

Svalbard (61.229 qkm) im Nordpolarmeer ist mit der Hauptinsel Spitzbergen und der Bäreninsel, genauso wie Jan Mayen (Wetterstation im Europ. Nordmeer) ein norwegisches Außengebiet. Die Bouvet-Insel (60 qkm) und die Peter-I.-Insel im Südpolarmeer bei der Antarktis gelten als abhängige Gebiete Norwegens.

Norwegen beansprucht ferner das Königin-Maud-Land in der Antarktis.

 

Tourismus in Norwegen

Norwegen bietet eine beeindruckende Natur und aufregende Landschaft für den Besucher, also ideal für den Tourismus. Insbesondere die Fjorde sind weltweit bekannt und ein beliebtes Reiseziel. Sowohl für Besucher mit dem PKW, Wohnmobil und Kreuzfahrt-Touristen.

Jedes Jahr kommen tausende Besucher nach Norwegen. Sie starten ihren Urlaub meist in Deutschland, den USA, Großbritannien, Dänemark und Schweden. Eine besondere Attraktion ist sicherlich das Nordkap, das auch von den Postschiffen der Hurtigruten angefahren wird. Auch der Geirangerfjord gilt als eine Haupt-Attraktion. Genauso wie Lysefjord, Trollfjord, Sognefjord und Hardangerfjord, um nur einige exemplarische Highlights zu nennen.

Auch für Wintersportler hat Norwegen viele attraktive Skigebiete zu bieten. Besucht wird auch gerne der ehemalige Olympia-Ort Lillehammer. Der Telemark gilt als besonders reizvoll. Auch eine Fahrt mit der Flam-Bahn ist eine Attraktion und ein Erlebnis. Im Norden von Dombås liegt der Hochgebirgspark Dovrefjell, (mit dem 2.286 m hohen Snøhetta). Hier kann der Besucher im Sommer wandern, im Winter Ski fahren. Außerdem findet man hier noch frei lebende Moschusochsen. Den größten Vogelfelsen Norwegens (rund 2,5 Mio. Vögel) findet man auf der Insel Røst (Lofoten). Einige Vögel brüten auch auf der nahe von Ålesund (Norwegens Venedig) gelegenen Vogelinsel Runde.

Aber auch die Städte Norwegens haben einiges zu bieten. Oslo mit der Museumsinsel Bygdø oder das Parlament, Festung Akershus, dem königlichen Schloss und dem Rathaus.

In Eidsvoll kann man das Herrenhaus besichtigen, wo 1814 die erste Verfassung ratifiziert wurde. Trondheim lockt mit dem Dom und den Speicherhäusern. Bergen bietet die alten Handelshäuser der Hanse in Bryggen (früher Tyske Bryggen) und die Marienkirche als Attraktion.

 

Könighaus Norwegen

Die Entstehung:

1905 Da Norwegen eigene Konsulate im Ausland errichten will kommt es zum Streit mit den Schweden, die Norwegen weiter als Vasallenstaat betrachteten und in Streitfragen das letzte Wort haben wollen. Am 07.06.1905 beschließt das norwegische Parlament (Storting) das Ende der Union mit Schweden.

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Das Königliche Schloss in Oslo (c)

Am 13.08.1905 spricht sich eine deutliche Mehrheit der Norweger für die Unabhängigkeit aus. Die Norweger stimmen darauf in einer weiteren Volksabstimmung zur zukünftigen Staatsform mit einer deutlichen Mehrheit für ein Königshaus. Am 26.10.1905 verzichtet König Oscar II von Schweden und Norwegen auf den norwegischen Thron mit Zustimmung des schwedischen Reichstages.

Am 27.11.1905 wird Prinz Carl von Dänemark aus dem schleswiger Adelsgeschlecht als Haakon VII König von Norwegen, und schwörte vor dem Parlament (Storting) den Eid auf die Verfassung. Sein Sohn Alexander erhält den neuen Namen Olav. Am 22.06.1906 werden er und seine Frau gekrönt.

Seitdem ist natürlich viel passiert im norwegischen Königshaus, wobei es dort schon ruhiger zugeht als bei den Briten.

 

Flora und Fauna

Jenseits des Waldes beginnt die Tundra. Bären, Wölfe und der Luchs sind selten noch vorzufinden. Häufiger vertreten sind Rotwild, Füchse, Dachse, Lemminge, Marder und Biber. Natürlich auch, der für Skandinavien typische Elch. Auch Rentiere sind in den Fjellbereichen zuhause.

Weite Flächen Norwegen sind bewaldet. Kiefern, Fichten und Birken sind die Hauptbaumarten. Fjellbirke und Kiefer sind auf Höhenlage über 1.000 m noch anzutreffen. Sie reichen fast bis zur Barentssee.

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Flusslandschaft in Norwegen

Im äußersten Süden sind Laub- und Mischwälder anzutreffen. Ähnlich wie in Mitteleuropa. Im feuchten Westen und in den Höhenlagen sind Moorgebiete anzutreffen.

An den Küsten finden sich sehr fischreiche Gewässer. Es gibt, bedingt durch den Golfstrom und dessen Planktonreichtum, reiche Dorsch- und Heringsschwärme.

In den Binnenseen und Flüssen leben Lachse und Forellen, die auch in Aquakultur gezüchtet werden. An der Küste können Wale beobachtet werden.

 

Klima in Norwegen

An der Küste herrscht durch den Golfstrom relativ mildes Klima. Dies Küstenstädte sind trotz der nördlichen Lage ganzjährig eisfrei. Bergen (Westküste) hat z.B. im Januar noch eine Durchschnittstemperatur von 1,5 °C (Jahresmittel 7,8 °C).

Von der Küste weg nach Osten wird es bergiger und kälter. Geilo, der bekannte Wintersportort hat nur noch eine Jahresdurchschnittstemperatur von 1,1 °C. In Röros weiter im Osten sind es sogar nur noch 0,3 °C.

An den Küsten gibt es reichlich Niederschlag. In Bergen z.B. über 2.200 mm im Jahr. Im Landesinneren sind es teilweise weniger als 1.000 mm im Jahr. In Oslo sind es rund 1.100 mm. Erstaunlich ist, dass der nördliche Landesteil die Extremtemperaturen hat. In Kirkenes zeigte das Thermometer im Juli 2000 über 30 °C und im Januar wurden in der Finnmark minus 37,6 °C gemessen.

 

Urlaub in Norwegen

Norwegen ist ein vielfältigges Reiseland. Ein Norwegen Urlaub ermöglicht dem Reisenden allerlei Aktivitäten, sei es nun Kayakfahren, Wandern, Angeln oder einfach nur Relaxen. Das beliebte skandinavische Reiseland wird besonders wegen seiner landschaftlichen Schönheiten insbesondere den imposanten Fjorden, der Bergwelt und den einsamen Inseln (wie die Lofoten) geschätzt.

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Der Tyrifjord im Fylke Buskerud (c)

Die Norweger selbst lieben ihren Kurzurlaub im eigene Ferienhaus, viele Städter aus Oslo und Bergen haben eine “hytte” oder ein “Feriehus” meist mitten in der Natur. Idyllisch gelegen an einem Fjord oder See ist das Ferienhaus dann der ideale Aufenthaltsort auch für Urlauber aus dem Ausland. In Norwegen gibt es tausende Ferienhäuser, in allen Regionen des Landes. Da sollten auch für Sie das Richtige dabei sein.

Viele Deutsche durchstreifen das Land gerne mit dem Camper oder Wohnmobil. Das bietet den Vorteil, dass man in vielen bzw. allen Regionen die landschaftlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten entdecken kann. Bei einem Ferienhausurlaub dagegen hat man letztlich einen Radius für Ausflüge und genießt ansonsten das “Runterkommen” am Fjord, See oder Wald.

Wenn man die Städte Oslo, Bergen oder Trondheim besucht, dann wird man von dem breiten Kulturangebot und den vielen Sehenswürdigkeiten allerdings überrascht. Somit ist das Land nicht nur eines der schönsten Urlaubsländer, sondern auch eines der kulturell interessantesten. Und wer meint, dass es in Skandinavien kalt ist, der wird sich im langen skandinavischen Sommer wundern. Je nach Wetterlage kann es in Norwegen manchmal wochenlang sonnig sein, insbesondere im Südosten des Landes.

Westnorwegen hat allerdings schon reichlich Niederschläge und Bergen ist nicht ohne Grund eine der Partnerstädte des ebenfalls in einer westlichen Fjordlandschaft liegenden Vancouver.

Und seit der Outdoor-Bewegung ist Skandinavien wirklich gefragt. Immer mehr Menschen verbringen ihre schönste Zeit des Jahres in Skandinavien und kommen erfrischt aus einem Norwegen Urlaub zurück. Letztendlich entscheidet natürlich besonders die Unterkunft über den Erholungswert einer Reise. Auf unserer Seite können Sie einige sehr schöne Ferienhäuser buchen. Sicherlich werden Sie dort etwas finden. Ein Ferienhaus an einem Fjord oder See ermöglicht so manchem Angler den Fang seinen Lebens.

 

Norwegen Urlaub auf dem Postschiff

Ein besonderes Erlebnis im Norden sind sicherlich die Postschiffreisen oder auch Hurtigruten genannt. Wenn Sie Ihre Reise so verbringen, sind Ihnen landschaftliche Höhepunkte und wunderschöne Blicke in die Fjorde garantiert. Und in bestimmten Jahreszeiten können Sie natürlich das Polarlicht im hohen Norden sehen.

Im Winter bietet Norge, wie die Norweger ihr Land nennen, eine Winterlandschaft und eignet sich für Hundeschlittenfahrten, Skifreunde und Schneewanderungen. Skifahren im Winter ist genauso reizvoll, wie ein Norwegen Urlaub im Sommer. Eine Reise zur Weihnachtszeit ist ebenfalls eine einmalige Erfahrung.

Wenn Sie Glück haben, finden Sie auf der Reise auch einen Elch oder ein Rentier im Freien. Whalewatching wird ebenso vielerorts angeboten. Oder Sie genießen einfach nur in Ihrem Norwegen Urlaub die Wälder und Seen des Landes mit ihrer Ruhe und sauberen Natur.

Last but not least, werden Sie auf Ihrer Reise besonders von den Norwegern und ihrer entspannten und freundlichen Art begeistert sein. Mitteleuropäer erzählen nach ihren Reisen in den Norden immer wieder, dass sie nette Menschen kennengelernt haben.

Also, es wird Zeit für Ihren Norwegen Urlaub. Egal ob Sie diesen im Ferienhaus, auf dem Postboot oder im Wohnmobil verbringen – Sie werden unbeschreibliche Eindrücke aus Skandinavien mit nach Hause bringen und noch so manches mal an dieses Land zurückdenken. Vielen ergeht es so und werden dann süchtig nach Norwegen!

 

Wales – Urlaub im Land des roten Drachen

Wales ist neben England, Schottland und Nordirland einer der Teilstaaten des Vereinigten Königreichs von Großbritannien. In Deutschland ist Wales als Reiseziel für den Urlaub aber insbesondere durch seine Fußballnationalmannschaft bekannt, die in der Vergangenheit den deutschen (aber auch anderen!) Kickern hin und wieder Probleme bereitet hat.

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Flagge von Wales

Die Waliser sind nicht nur im Fußball oder Rugby für ihren Kampfgeist bekannt. Die Bekanntheit steigern konnte das Land auch mit einigen Filmen, einer der bekanntesten war sicherlich die Komödie “Der Engländer, der auf einen Hügel stieg und von einem Berg hinunterkam” mit Hugh Grant. In diesem Film sieht man einige Impressionen von der beeindruckenden walisischen Landschaft, erhält aber auch einen Eindruck von der Mentalität der Einheimischen (wenn diese auch sehr überspitzt dargestellt wird). Die Waliser zählen zu den sechs keltischen Nationen, worunter auch die Schotten, Iren, Bretonen und die Menschen in Cornwall und der Isle of Man fallen.

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Tor Bay and Three Cliffs Bay im Süden von Wales

Auf Walisisch (die Sprache ist besonders bekannt durch ihre langen und sehr ausführlich beschreibenden Ortsnamen) nennt man das Land übrigens Cymru, und heute ist diese relativ schwierige keltische Sprache neben Englisch auch weit verbreitet und wird auch im offizellen Bereich ebenfalls genutzt. Die Hauptstadt von Wales ist Cardiff (auf Walisisch: Caerdydd). Mit einer Fläche von ca. 20.760 qkm ist das Land etwas größer als das deutsche Bundesland Rheinland-Pfalz. Mit knapp 3 Mio. Einwohner ist Wales für britische Verhältnisse relativ dünn besiedelt und bieten insbesondere außerhalb der Städte eine erstaunliche Natur mit hügeligen lieblichen Landschaften aber auch Gebirgen, Mooren und weiten Wiesenbereichen. Prägend ist auch das Kambrische Gebirge, dass sich durch das Land zieht.

Die Natur wird geschützt in zahlreichen Landschaftsschutzgebieten und drei bekannten Nationalparks, dem Snowdonia Nationalpark, dem Pembrokeshire-Coast-Nationalpark und dem Brecon Beacons Nationalpark. Der Snowdonia Nationalpark leitet sich ab vom höchsten Gipfel auf walisischem Territorium, dem Snowdon (1.085 m). Der Nationalpark ist einer der ältesten und beliebtesten in Großbritannien und wird auch sehr gerne von Reisenden im Urlaub besucht. Es gibt einige wichtige Flüße im Land, besonders bekannt sind u.a. Conwy, Dee und Clwyd sowie Glaslyn, Wye und Teifi. Die Waliser sind sehr stolz auf ihr Land und auch ihre Flagge, auf der ein roter walisischer Drache zu sehen ist. Das Motto des Landes lautet passend hierzu “Y Ddraig Goch ddyry cychwyn” (zu deutsch: Der rote Drache rückt vor).

Die Geschichte von Wales geht weit zurück. Man findet noch heute einige Überreste der Kelten, später folgten die Römer. Gegen die Angelsachsen hatte sich Wales erfolgreich zur Wehr gesetzt. Das Land wurde bereits vor Schottland und England christianisiert, der Nationalheilige ist Sankt David. Später wurde Wales dann mit England vereinigt und mit den Laws in Wales Acts 1535-1542 oder auch oft kurz als Act of Union in dreizehn Grafschaften gegliedert. Aufgrund seiner reichen Bodenschätze insbesondere Kohle stark vom Bergbau geprägt. Die Arbeitsbedinungen waren hart und Wales galt als eher arme Region. Das Selbstbewusstsein der Waliser wuchs insbesondere im letzten Jahrhundert stetig und 1996 wurde die Nationalversammlung als Parlament neu eröffnet und zog 2006 in ein neues Parlamentsgebäude. Als Nationalhymne fungiert das Lied “Hen Wlad Fy Nhadau”.

Im Urlaub kann man in Wales einiges unternehmen. Es gibt zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, auch die Natur hat besonders für Wanderfreunde einiges zu bieten. Neben Wanderurlaub kann man sich aber auch die Städte (Cardiff, Swansea aber auch kleinere wie Aberystwyth), die vielen Burgen und Nationalparks anschauen, besonders reizvoll sind auch die langen Sandstrände und die Felsküste von Wales sowie Anglesey.

 

Klima – vom Golfstrom abgemildert

Das Klima und Wetter in Wales ist mild aber niederschlagsreich. Es regnet hier aufgrund der Lage am Atlantik und des Reliefs mehr als in den meisten Teilen von England. Entgegen der weitläufigen Meinung regnet es aber meist nicht tagelang, sondern durch die Unbeständigkeit und Winde ändert sich das Wetter oft schnell.

So sollte man auf jeden Fall immer für jeden Wetterwechsel passende Kleidung bereithalten. Lieber zu viel mitnehmen, als zu wenig. Eine Regenjacke, ein dickerer Pullover aber auch Sonnencreme (auch in Wales kann es besonders im Sommer durchaus heiße Tage geben mit viel Sonneneinstrahlung). Optimal sind Trekking-Hosen, die man leicht kurz und lang machen kann.

Auch bei der Auswahl des Schuhwerks sollte das wechselhafte Wetter beachtet werden. Insgesamt ist Wales meistens nicht ganz so feucht wie Irland, aber wie gesagt es regnet in der Regel mehr als z.B. im Süden Englands. Genauso wie die anderen Bereiche der Britischen Insel profitiert Wales auch vom Golfstrom, der das Wetter hier für die Breitenlage stark abmildert. So findet man Palmen aber auch andere subtropische Gewächse, die man hier nicht vermuten würde. Auch die Strände von Wales sind sehr schön und die Wassertemperaturen im Sommer meist angenehm.

Durch den Golfstrom sind auch die Wintertemperaturen besonders an der Küste recht mild.

 

Sehenswürdigkeiten – nicht nur Burgen

Im Reiseland Wales gibt es natürlich auch einige Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Neben der schönen Landschaft sind natürlich auch die Städte wie Cardiff oder Swansea durchaus einen Besuch wert. In Cardiff sollte man auf jeden Fall das Nationalmuseum besuchen, auch ein Besuch im Freilichtmuseum Museum of Welsh Life ist sehenswert. In der Stadt gibt es außerdem auch ein Museum für Technik, erstaunlich in technischer Sicht ist auch das Millenium Stadium (1999) der Stadt, das über ein verschließbares Dach verfügt. Das Castle ist ebenfalls eine Hauptsehenswürdigkeit.

In Swansea gibt es ebenfalls einiges zu sehen, besonders bekannt sind aber auch die schönen und langen Sandstrände in der Umgebung der City. Bekannt ist Wales allerdings auch für seine zahlreichen Burgen, erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang u.a. auch Caernarfon, Caerphilly (die größte Burg von Wales) und Castell-y-Bere.

Wales ist auch bekannt für seine neolithischen Gräber wie Pentre Ifan, ganz in der Nähe von Fishguard oder auf der Halbinsel The Gower auch Parc le Breos und King Arthur´s Stone. Auch alte Menhire findet man überall im Land u.a. einen südlich von Holyhead. Ein bekanntes Fort aus der Eisenzeit des Landes ist Tre’r Ceyri auf der Halbinsel Llyn.

Auch die Römer hinterließen ihre Spuren in Wales. Sehr bekannt und einen Ausflug wert ist Caerleon, nördlich von Newport. Hier gibt es ein Museum zu den Ausgrabungen und ein Amphietheater zu besichtigen. Auch sind an der Stätte sogar noch die Legionärsbaracken erkennbar.

Die größte Kathedrale von Wales findet man in St. Davids, hier wurde der Nationalheilige des Landes der Heilige David geboren. Gegenüber findet man ebenfalls noch die Ruinen des Bischofspalastes und kann diese besichtigen. Als wichtige Ortschaft im Bereich Literatur ist sicherlich Hay-on-Wye ein Kuriosum und natürlich erwähnenswert. In dem kleinen Ort gibt es nämlich bezogen auf seine Bevölkerung unglaubliche viele Antiquariate und Buchläden – das sollte man sich nicht entgehen lassen.

So hat Wales nicht nur viel Natur zum Wandern und Radfahren zu bieten, sondern auch einige Sehenswürdigkeiten an keltischer, römischer und mittelalterlicher Geschichte zu bieten! Um diese zu erkunden bietet sich auch ein Caravanurlaub in Wales an.

 

Aktivitäten – mit richtiger Kleidung durch drei Nationalparks

Wales ist ein attraktives Urlaubsland und man kann hier einiges an Aktivitäten unternehmen. Besonders reizvoll sind natürlich die drei bekannten Nationalparks mit ihrer beeindruckenden Landschaften sowie Tier & Pflanzenwelt. Die Nationalparks heißen Brecon Beacons, Pembrokeshire Coast, Snowdonia und sind alle einen Besuch wert.

Hier kann man herrliche und ausgedehnte Wanderungen unternehmen. Besonders beliebt ist auch eine Wanderung und das Bergsteigen zum Mount Snowdon, wobei diese schon anspruchsvoll ist. Es gibt allerdings unterschiedliche Strecken, wobei auch Busse genutzt werden können. Außerdem gibt es die Mount Snowdon Railway, die jedoch wetterabhängig ist.

Etwas Besonderes ist auch ein Ausflug zum Flugplatz nahe Caernarfon, von wo man aus auch Flugtouren unternehmen kann und Wales und seine Landschaft aus der Luft betrachten kann. sicher ein einmaliges Erlebnis. Ansonsten gibt es natürlich auch in Wales die unterschiedlichsten Aktivitäten wie an anderen Urlaubsorten auch. Dazu gehören Baden, Schwimmen, Kayak- und Kanutouren, anderer Wassersport wie Segeln, Trekking, Klettern und Höhlenwanderungen.

So wird es in Wales nie langweilig, denn man kann auch bei schlechten Wetter etwas unternehmen – man benötigt nur die richtige Kleidung. Und das Wetter kann sich oft schnell wieder zum besseren wenden. Natürlich kann man in den Städten auch die größeren Museen besuchen (wie z.B. das Nationalmuseum in Cardiff) oder aber auch die kulinarischen Spezialitäten der einzelnen Regionen kosten. Eine besondere Spezialität die man einmal probieren sollte ist Lamm mit Minzsoße, bekannt ist auch eine Suppe namens Cawl Mamgu. Auch ein Besuch in einem der vielen Pubs wo man die leckeren Biere probieren kann und mit den Einheimischen ins Gespräch kommt ist immer lohnenswert. In Wales wird übrigens auch Wein angebaut (das milde Klima macht es möglich), auch diesen sollte man wenn sich die Möglichkeit ergibt probieren.

 

Urlaub und Aktivitäten in Kanada

Aktivitäten

Kanada ist ein Land wo man unglaublich viele Aktivitäten ausüben kann. Da wären zunächst die vielen sportlichen Möglichkeiten zu erwähnen. Hier kann man im Sommer Kajak oder Kanu fahren und tagelang einsam den Yukon River entlang reisen. Skifahren, Schneemobiltouren oder Hundeschlittenfahrten sind typische Winter Aktivitäten. Klettern, Segeln, Trekking oder Fahrradfahren geht natürlich auch je nach Jahreszeit.

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Flagge von Kanada

Es gibt zahlreiche Wanderwege, (sogenannte Hiking Trails), wo man auf Naturlehrpfaden das Land entdecken kann. Auch hat man eine große Auswahl an Gletscherwanderungen. Dabei kann man auch mit Pferden oder aber dem Helicopter (heli-hiking) unterstützt werden.

Wer möchte kann natürlich auch die klassischen kanadischen Sportarten Eishockey  (gilt als Nationalsport) oder Schlittschuhlaufen (ice skating) betreiben. Im Eishockey wurde Kanada schon einige Male Weltmeister und Olympiasieger, bekannteste kanadische Teams in der NHL sind die Montréal Canadiens, die Toronto Maple Leafs, die Calgary Flames, die Edmonton Oilers, die Vancouver Canucks und die Ottawa Senators.

Backpacker fühlen sich in dem riesigen Land besonders wohl, denn sie finden auf ihrer Wanderung durch das Land viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Wer lieber mit dem Mountainbike unterwegs ist, findet zahlreiche Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und Höhenunterschieden. Wer sein Rad nicht dabei hat, kann entsprechende Fahrräder vielerorts auch mieten.

Aktiv die Natur des Landes genießen

Generell bietet Kanada unglaublich viel Natur und Landschaft. Diese kostbare Ressource wird durch den Staat in den vielen National- oder Provincial Parks geschützt. Aufgrund des besonderen Status gelten hier besondere Regeln, die unbedingt zu beachten sind.

Kanada ist besonders auch für seine vielfältigen Möglichkeiten im Bereich Kanutouren bekannt. Nicht umsonst nennt man die weltbekannten meist offenen Kanus auch Kanadier (Canadier). Es gibt viele ruhige Seen und langsame, kalkulierbare Flüsse. Daher ist Kanada als „Kanulocation“ durchaus auch für Anfänger geeignet. Gerne besucht werden die Kanuzonen im Algonquin Provincial Park, dem Kejimkujik Nationalpark oder am Bowron Lake. Es bieten sich dort sowohl Tagesausflüge als auch mehrtägige Touren an.

Mit dem Kajak zu Eisbergen aufbrechen – das ist eine besondere Form des Kajakfahrens und neben Kanada nur in wenigen Winkeln der Erde in dieser Form möglich. Dies verlangt allerdings schon etwas bessere Kenntnisse und Erfahrung im Umgang mit dem Paddel.

Die verschiedenen Wintersportmöglichkeiten der Rocky Mountains sind mannigfaltig. Die gemütlichen kanadischen Wintersportorte bieten eine ganz andere Atmosphäre als die überlaufenen Skigebiete in den Alpen. Abgesehen von der Schneesicherheit und der besonders angenehmen lockeren-leichten Schneebeschaffenheit in Kanada und den USA.

 

Kanadas Ski- und Wintersportgebiete

Außerdem sind die Gebiete in Nordamerika großzügiger und man hat in der Regel mehr Platz auf den Pisten und Strecken. Oft ist man mit dem Auto innerhalb weniger Minuten vom Stadtzentrum in der freien Natur und kann auf der Piste mit den Ski oder den Snowboard loslegen. In vielen kleineren Wintersportorten kann man noch dazu recht günstig Urlaub machen. So kann ein Winterurlaub in Kanada trotz Flug sogar günstiger sein, als ein Skiurlaub in den teuren Skizentren der Alpen.

Natürlich gibt es auch in den kanadischen Wintersportorten stärker frequentierte Orte mit entsprechend Restaurants, Hüttentrubel, Party und Aprés Ski. Man kann als Zuschauer natürlich auch so manches Weltcup-Rennen in Whistler (2 Autostunden von Vancouver entfernt) oder am Lake Louise im Banff-Nationalpark besuchen.

Neben diesen Gebieten sind auch Revelstoke, Big White, Mt. Norquay, Kicking Horse (alle B.C.), Marmot Basin, Castle Mountain (beide Alberta) und Mount Sainte Anne, Tremblant (beide Quebec) interessante Skiregionen. Für Heliskiing ist Last Frontier (B.C. nahe Alaska) und Bella Coola (B.C.) bekannt.

Sehr beliebt ist in Kanada auch Curling, eine Sportart die immerhin seit 1998 olympisch ist und von zwei Teams von je 4 Spielern auf dem Eis ausgetragen wird. Es ähnelt sehr dem Eisstockschießen und die kanadische Nationalmannschaft gilt als weltweit erfolgreichste.

Kurzum: Kanada ist eine der erfolgreichsten und wichtigsten Wintersportnationen. Dies ist nicht verwunderlich, denn die Saison ist lang und die Möglichkeiten sind nahezu unendlich. Dies Olympischen Winterspiele wurden 1988 in Calgary (Alberta) und 2010 in Vancouver (British Columbia) ausgerichtet. Daneben wurden 1976 die Olympischen Sommerspiele in Montreal ausgerichtet.

 

Angeln, Whale Watching und Safari

Aber auch zum Angeln kommen viele Urlauber nach Kanada. Lizenzen kann man vielerorts erwerben, auch kann man mit gecharterten Booten sogenannte „Fishing trips“ auf das offene Meer des Atlantik oder Pazifik unternehmen. Ein Angelurlaub ist also sowohl im Binnenland, als auch auf dem Meer möglich und in jedem Urlaub nicht nur für Profis ein besonderes Erlebnis.

Natürlich kann man Whale Watching Touren unternehmen und die großen Meeressäuger vor den Küsten des Pazifiks und Atlantiks bewundern. Für viele Menschen ist dieses Erlebnis so ergreifend, dass sie noch lange davon erzählen. In Kanada gibt es unzählige Anbieter und ideale Möglichkeiten die Tiere hautnah zu beobachten und zu fotografieren.

Golf ist ein beliebter Sport in Kanada – nicht nur für Reiche. Es gibt viele Anlagen, wo man auch ohne Mitgliedskarte spielen darf. Auch Safaris in die kanadische Tier- und Pflanzenwelt und Fototouren mit Moschusochsen und sogar Grizzlys bieten unvergessliche Augenblicke.

Wasserratten kommen mit Wassersport in Kanada ebenfalls auf ihre Kosten. So gibt es viele Möglichkeiten zum baden, sowohl in den Seen als auch an den schönen Stränden der Ost- und Westküste. Besonders schöne Strände gibt es auf Vancouver Island, aber auch am anderen Ende des Landes auf Prince Edward Island und in Nova Scotia. An den Küsten kann man Surfen, Segeln und auch Tauchen. Spaß kommt auch bei Wildwasserfahrten auf. Für Rafting-Freunde gibt es hier viele Möglichkeiten.

Es gibt wirklich viele Möglichkeiten, die Natur des Landes zu erkunden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass man immer mit den richtigen Anbietern und einem kompetenten einheimischen Guide unterwegs ist. Denn die Natur ist nicht nur schön, sondern kann zudem leider auch gefährlich sein. Empfehlungen hierzu geben in der Regel auch die örtlichen Fremdenverkehrsbüros.

Mit dem Hubschrauber lassen sich auch abgelegene Sehenswürdigkeiten besichtigen. Es gibt auch kombinierte Touren zu Fuss, mit dem Heli und per Ski. Dabei kann man die Berge des Landes entdecken, Skifahren, etwas besichtigen und wird dabei auch verpflegt. Alternativ kann man mit dem Wasserflugzeug Gletscher, Berge, Seen sowie Flusslandschaften in entlegenen Regionen bewundern.

Auch zahlreiche ausgezeichnete historische Stätten und Anwesen kombinieren zum Teil mit imposanter Landschaft, beeindruckenden Gärten und altehrwürdigen Gebäuden. Bekannt hierfür ist zum Beispiel der Hatley Park im Süden Vancouver Islands. Im Cretaceous Park (Badlands) in Alberta wandelt man auf den Spuren der Dinosaurier und kann bei Ausgrabungen teilnehmen.

In British Columbia kann man außerdem auf dem Shuswap Lake einen Urlaub mit dem Hausboot unternehmen. Ein Hausbooturlaub ist eine ruhige und erholsame Form des Reisens. Relaxen in Kanada – überhaupt kein Problem!

 

Heiße Quellen, Kultur und regionale Schwerpunkte

Es gibt auch zahlreiche Wellness und SPA Möglichkeiten in Kanada. Heilbäder wie zum Beispiel Grail Springs in Bancroft (Ontario) ermöglichen auf angenehmen Art einfach nur zu entspannen. Schlammpackungen, Algen aus dem Pazifik und Yoga helfen hier zur Ruhe zu kommen. Reisende aus der ganzen Welt besuchen das Temple Gardens Mineral Spa Resort in Moose Jaw (Saskatchewan) mit dem größten Pool (mit kombiniertem Außen- und Innenbereich) in ganz Kanada.

Heiße Quellen gibt es auch in British Columbia (Halcyon Hot Springs; Nakusp Hot Springs) und Alberta (Banff Upper Hot Springs; Miette Hot Springs).

Besonders interessant sind auch die zahlreichen Events im kulturellen Bereich, seien es nun die Feste der indigenen Bevölkerung oder der Akadier, Cowboys oder Einwanderer wie das Ukrainische Prärie-Festival in Dauphin (Manitoba). Die wichtigsten Metropolen sind Toronto, Montreal und Vancouver. Diese bieten das ganzen Jahr über kulturelle Veranstaltungen, Sportevents und Musikkonzerte an. Die Stadt Quebec (Ville de Quebec) gilt als französischste Stadt des ganzen Landes. Wer Rodeos mag, der sollte unbedingt die Calgary Stampede besuchen, die größte ihrer Art weltweit.

Bowling ist ebenfalls eine beliebte Feierabendsportart, ebenso kann man in vielen Einrichtungen zum Beispiel Dart oder Billard spielen.

Kanada mit dem Mietwagen oder Wohnmobil zu durchstreifen ist ideal, denn dann hat man an verschiedenen unterschiedlichen Orten die Möglichkeit die regionalen Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Allerdings hat dies den Nachteil, dass man auch sehr viel Zeit hinter dem Steuer des Wohnmobils verbringt. Auch wenn man als Urlauber nur eine Region oder Provinz besuchen will, wird man sicher auf seine Kosten kommen.

Ganz Kanada in einem dreiwöchigen Urlaub kennen zu lernen ist unmöglich. Es empfiehlt sich schon einen regionalen Schwerpunkt zu setzen. Jede Provinz hat ihren eigenen kulturellen und landschaftlichen Charakter, hinzu kommen lokale Küche und Identität. Wer das frankophone Kanada entdecken will, der sollte Quebec und New Brunswick besuchen.

Der Indian Summer ist besonders schön in den Atlantikprovinzen, aber auch in Ontario und Quebec (Umland von Montreal). Rocky Mountains und glasklare Bergseen bieten Alberta und British Columbia.

 

Sehenswürdigkeiten

Die Sehenswürdigkeiten von Kanada zu beschreiben ist eine kaum erfüllbare Aufgabe, denn das Land hat unzählige Attraktionen. Da gibt es zum einen die unglaublich weite Natur, die insbesondere in den vielen Nationalparks entdeckt werden kann. Hier gibt es Bisons, Bären und andere in Europa selten zu findende Tiere wie Biber, Otter und Polarfüchse.

Mit seinen langen Wintern ist das nordamerikanische Land natürlich auch ideal für Freunde des Wintersports. In den letzten Jahren ist Kanada mehr und mehr auch zu einem beliebten Reiseziel für den Winterurlaub geworden.

Beeindruckende Landschaften und Nationalparks

Im Glacier NP findet man ca. 400 Gletscher und eine imposante Berglandschaft. Im Pacific Rim Nationalpark den West Coast Trail und beeindruckende Regenwälder der gemäßigten Zone, im Banff NP (ältester NP des Landes und Welterbe der UNESCO) eine alpine Landschaft mit seltener Tierwelt und im Jasper NP viele Berge und Seenlandschaften.

Die NP in Saskatchewan beeindrucken durch weite, hügelige Prärie, Seevögel und Eisbären findet man in Wapusk (Manitoba), am südlichsten Punkt des Landes in Ontario am Point Pelee findet man Königsschmetterlinge, am Oberen See kann man im Pukaskwa eine besondere Wald- und Seenlandschaft vorfinden.

Besondere Felsformationen findet man in Mingan Archipelago in Quebec, Prince Edward Island zeigt weite Dünenlandschaften und Sandsteinklippen, das Cape Breton in Nova Scotia zeigt Sümpfe und andere Landschaften, Fjorde findet man im Gros Morne in Neufundland, die Bay of Fundy in New Brunswick hat den höchsten Tidenhub der Erde und viele Meerestiere lassen sich beobachten.

Auch Whale Watching ist in Kanada möglich und bietet einem eine gute Möglichkeit die riesigen Meeresbewohner einmal aus der Nähe zu sehen.

Dazu kommen die interessanten arktischen und subarktischen Gebiete in den Territorien Yukon, Nordwest-Territorien und Nunavut, wo sich Nadelwälder, Tundren und polare Tierwelt entdecken lässt. Der Wood Buffalo NP ist reich an Waldbisonherden und mit einer Fläche größer wie die Schweiz der zweitgrößte Nationalpark der Erde.

 

Faszinierende Metropolen

Dazu kommen die faszinierenden Metropolen des nordamerikanischen Landes wie Toronto, das Finanzzentrum am Ontariosee, Montreal die ehemalige Olympiastadt im frankophonen Quebec, oder die Stadt Quebec mit ihrer schönen Altstadt, Vancouver die grüne Stadt mit vielen Parks und inmitten einer interessanten Landschaft, Ottawa die Hauptstadt mit vielen Regierungsgebäuden, Halifax mit dem Uhrturm und der Zitadelle und natürlich die interessanten Metropolen Edmonton und Calgary in Alberta, wo man den kanadischen, wilden Westen mit Saloons und Country Music entdeckt.

Auf die zahlreichen Aktivitäten in Kanada gehen wir im übrigen auch detailliert hier ein: Aktivitäten. Bekannt sind z.B. die Kayak- und Kanutouren durch das Land oder entlang der Küste. Natürlich kann man auch ausgedehnte Trekkingtouren unternehmen oder Skifahren, mit dem Schneemobil oder gar Hundeschlitten fahren oder eine der vielen historischen Stätten besuchen.

Viele Events locken jedes Jahr etliche Besucher und Reisende nach Kanada, bekannt ist auch das jährliche Manito Ahbee Festival in Winnipeg (Manitoba) wo man einen guten Eindruck über Kunst, Musik und Tradition der First Nations erhält. Es gibt aber regionale Feste der Akadier in New Brunswick, Ukrainer in Manitoba und auch typische Cowboy-Events und Rodeo, sowie Ausritte und Essen am Lagerfeuer in den Prärieprovinzen.

 

Städte & Metropolen

Obwohl Kanada insbesondere für seine Natur und seine Landschaft bekannt ist, hat das Land einige herausragende Städte und Metropolen zu bieten. Da wäre allen voran natürlich Toronto am Ontariosee nahe den USA zu nennen, die größte Stadt des Landes und Hauptstadt der Provinz Ontario. Zwar ist sie nicht Hauptstadt Kanadas, aber in vielerlei Hinsicht die wichtigste Stadt u.a. auch als Wirtschaftszentrum.

Neben vielen architektonischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten ist der 553 m hohe Fernsehturm CN Tower das Wahrzeichen Torontos und das höchste Gebäude des Kontinents. Wer die Niagarafälle besucht, sollte auf jeden Fall die Metropole besuchen. Mehr zu Toronto in unserem Special zu Toronto.

Die frankophone Metropole ist Montreal in Quebec. Bekannt wurde sie nicht nur durch die Weltausstellung 1967 oder die Olympiade 1976, sondern auch durch die faszinierende Untergrundstadt. In der Altstadt findet man noch Pferdedroschken und man merkt schnell, dass Französisch die Sprache und Lebensart der Stadt ist.

Vom Mont Royal kann man die Skyline der Stadt genießen. Daneben gibt es einen sehenswerten Botanischen Garten, zahlreiche Museen, die Basilika Notre-Dame de Montreal und die riesige Centre Bell, wo die Canadiens de Montreal ihre Heimspiele austragen. Das ganze Jahr locken Events Besucher an wie das Jazz Festival, World Filmfestival, das Komödiantenfestival, der Karneval und die Formel-1.

 

Ottawa, Quebec und Vancouver

Ottawa, die Bundeshauptstadt liegt am gleichnamige Fluss in Ontario. Sie ist kleiner als die vorgenannten aber durchaus einen Besuch wert. Hier findet man zahlreiche Gebäude und Institutionen Kanadas, wie das Parlament mit dem 92 m hohen Peace Tower und dem Vorplatz mit Centennial Flame, sowie der Bibliothek und ganz in der Nähe dem Obersten Gerichtshof.

Das Kanada nach wie vor enge Verbindungen nach Großbritannien pflegt erkennt man an der Statue von Queen Elizabeth II. Sehenswert sind auch die Nationalgallerie, das Canadian Museum of Civilization (mit Ausstellungen zu den First Nations) und das War Museum. Ein beliebter Park ist der Confederation Park, besuchen kann man auch die Kathedrale Notre-Dame d´Ottawa und das bekannte Hotel Chateau Laurier.

Quebec, die gleichnamige Hauptstadt der Provinz hat noch einen richtigen Altstadtkern und ist seit 1985 Weltkulturerbe der UNESCO. Ins Auge fällt das imposante Hotel Chateau Frontenac, außerdem gibt es eine Zitadelle, ein Kunstmuseum, eine Basilika und die Stadtmauer. Auch der Karneval in Quebec ist ein bekanntes Event. Beeindruckend ist auch der 83,5 m hohe Wasserfall Montmorency-Fall.

Als eine Stadt mit besonders hoher Lebensqualität gilt Vancouver, im klimatisch begünstigten (wenn auch manchmal regnerischen) Südwesten von British Columbia. Die Stadt und das in den Bergen etwas entfernte Whistler trugen die Olympischen Winterspiele 2010 aus. Sie ist auch das Zentrum der kanadischen Filmindustrie und rangiert auf dem Kontinent direkt hinter Los Angeles und New York.

Hier haben sich schon historisch viele Asiaten niedergelassen und zuletzt kamen viele Hongkong-Chinesen vor der Übernahme der ehemaligen britischen Kronkolonie durch China hierher. Ein bekanntes Event ist daher auch das Chinesische Neujahrsfest mit Drachenbooten.

Besondere Gebäude sind unter anderem außerdem mit dem Marine Building, One Wall Centre und dem Living Shangri-La zu besichtigen. Die Skyline ist durchaus sehenswert, einen guten Ausblick eröffnet die Aussichtsplattform Vancouver Lookout. Viel Grün findet man in der Stadt und zahlreiche Parks (u.a. der Stanley Park mit Vancouver Aquarium), ein Chinesischer Garten in Chinatown und zwei Botanische Gärten machen die Metropole besonders attraktiv.

Dazu kommen viele interessante Museen wie das Museum of Anthropology und das Vancouver Maritime Museum, sowie die riesige Vancouver Art Gallery. Besonders die Landschaft um Vancouver und das nahe Vancouver Island sowie die schöne Hauptstadt von British Columbia, Victoria sind ebenfalls Gründe in diese Region zu reisen.

 

Metropolen der Provinzen

Daneben gibt es auch noch andere sehenswerte Städte wie das Zentrum der Atlantikprovinzen Halifax. Wahrzeichen der City ist der Uhrturm, weitere Sehenswürdigkeiten sind die City Hall und die Art Gallery sowie Pier 21 und die Friedhöfe, wo viele Titanic-Opfer bestattet sind.

Die Hauptstadt von Alberta ist Edmonton, die Stadt ist sehr weitflächig und hat einige Sehenswürdigkeiten wie das Fort Edmonton Park, ein Nachbau der Hudson´s Bay Company, der 149 m hohe Epcor Tower, der Bell Tower, das Alberta Railway Museum, ein Tempel der Sikhs, zahlreiche Museen wie das Royal Alberta Museum und die West Edmonton Mall, ein sehr großes Einkaufzentrum.

Ebenfalls in Alberta liegt Calgary, das durch die Olympischen Winterspiele 1988 bekannt wurde. Die faszinierende Stadt ist modern und kulturell interessant. Das Glenbow Museum liefert unter anderem Ausstellungen zum historischen Leben in Alberta und zu den First Nations. Zahlreiche Parks lockern das Stadtbild grün auf, außerdem findet man einige Westernbars, viel Country Music und ein belebtes Nachtleben.

Auch heute noch ist die Stadt ein Wintersportzentrum, jede Saison finden hier Bob- und Rodelwettbewerbe statt. Eine der bekanntesten kanadischen Eishockeymannschaften kommt ebenfalls aus der Stadt, die Calgary Flames.

Diese Städte sind aber nur eine Auswahl, es gibt daneben noch viele andere Provinzmetropolen oder auch Kleinstädte, die ihren Charme haben und mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten durchaus einen Besuch wert sind.

Zu nennen sind da unter anderem Winnipeg in Manitoba, Regina und Saskatoon in Saskatchewan, Fredericton und Saint John in New Brunswick, St. John´s in Neufundland, das hübsche Charlottetown auf Prince Edward Island und in den Territorien Whitehorse, Yellowknife und Iqaluit.

 

Toronto

Am nordwestlichen Ufer des Ontariosees liegt Toronto. Als größte Stadt Kanadas mit ca. 2,5 Millionen Einwohnern hat es einiges zu bieten und wird gerne auf Kanadareisen besucht. Als Metropolregion hat die Stadt sogar über 6 Millionen Einwohner. Tendenz steigend!

Hier ist einiges los und besonders wirtschaftlich ist die Region am Golden Horseshoe ein Schwergewicht. Dies erkennt man, wenn man den Finanz- und Bankendistrikt direkt am See besichtigt. Übrigens zählt die Börse von Toronto zu den Top7 der Welt.

Die gesamte Region zählt zu den dichtest besiedelten Bereichen Kanadas. Trotzdem gibt es hier neben dem Stadtleben auch viel Natur zu entdecken. Das Klima ist hier im übrigen gemäßigt mit ausgeprägten Jahreszeiten und ganzjährigem Niederschlag. Am meisten regnet es allerdings im Sommer. Die Nähe zu See wirkt sich mildernd aus. Im Winter liegt auch in der Stadt oft Schnee.

 

Kurzer Steckbrief

Gründungsjahr 1793
Fläche ca. 630 qkm
Einwohner ca. 2,6 Millionen
Ballungszentrum ca. 6 Millionen
Einwohnerdichte ca. 4.200/ qkm
Herkunft Briten, Franzosen, Deutsche, Italiener, Griechen, Chinesen, Inder, Koreaner, Afroamerikaner
Staat Kanada
Provinz Ontario
Region Greater Toronto Area
Zeitzone UTC -5

Toronto ist eine typische Einwandererstadt, hier leben Menschen aus allen Teilen der Erde. Chinesen, Inder, Koreaner, Afroamerikaner und Europäer aus Italien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien oder Griechenland. Es gibt Stadtviertel wie Chinatown oder Greektown, die historisch besonders von einer Gruppe dominiert werden. Englisch ist Amtssprache und wird von nahezu allen Bewohnern beherrscht, eher wenige sprechen hier die zweite Landessprache Kanadas, Französisch.

Multikulturell sind auch die Religion, hier leben Katholiken, Protestanten, Buddhisten, Hindus und Moslems. Außerdem auch orthodoxe Christen, Juden und Sikhs. Das Zusammenleben der Menschen in Toronto ist meist friedlich nebeneinander und Toronto hat den Ruf der sichersten Großstadt ganz Nordamerikas. Die Sehenswürdigkeiten der Stadt sind für eine Städtetour mehr als reichhaltig.

Es besteht unter anderem eine Städtepartnerschaft zwischen Toronto und der deutschen Stadt Frankfurt am Main. Dies führt zu einem regen Austausch in Bereich Kultur, Wissenschaft und Bildung.

 

Sehenswürdigkeiten von Toronto

Die Sehenswürdigkeiten in Toronto sind immens. Architektonische Bauwerke wie der Canadian National Tower (Wahrzeichen) fallen ins Auge. Die Stadt ist außerdem reichlich ausgestattet mit Wolkenkratzern (der höchste ist der First Canadian Place mit 298 m). Die typischen Baby-and-Gable Häuser findet man dagegen in den Vierteln  Cabbagetown, Little Italy und The Annex. Das Rogers Centre ist die Sportstätte schlechthin, denn sie hat ein komplett zurückfahrbares Dach (einzigartig weltweit) und die größte Videotafel der Erde.

Auch kulturell hat Toronto einiges zu bieten. Das Toronto Symphony Orchestra ist weltbekannt. Sehenswert sind auch die Art Gallery of Ontario, das Royal Ontario Museum und natürlich Canada´s Walk of Fame. Wer sich für Geschichte interessiert, sollte Fort York besuchen. Wissenschaftlicher geht es im Ontario Science Center zu.

Die Yonge Street ist eine der wichtigsten Straßen der Stadt und außerdem ideal zu einer Shoppingtour. Das Fairmont Royal York an der Front Street ist ein berühmtes Luxushotel. PATH bezeichnet die größte Untergrundstadt der Welt. Geschäfte, Büros und Ämter sind durch ein Fußgängertunnelsystem miteinander verbunden. Ein absolutes Highlight!

Die Konzerthalle Roy Thomson Hall, das Royal Alexandra Theatre oder das Opernhaus das Four Seasons Centre sollte man auch einmal besucht haben! Natürlich hat die Stadt auch zahlreiche Events über das Jahr zu bieten wie z.B. das Toronto International Film Festival, die Canadian Music Week und das Beaches International Jazz Festival. Weihnachtsstimmung trifft man auf der Toronto Santa Claus Parade, die seit 1905 stattfindet und seit vielen Jahren im kanadischen TV zu sehen ist.

Neben diesen ganzen Highlight ist Toronto auch eine Stadt der Parks und Gärten. Besonders erwähnenswert ist hier sicherlich der größte Park, der High Park. Er ist ein Naherholungsgebiet und besitzt auch einen Zoo. Ein wichtiger botanischer Garten sind Allan Gardens mit Gewächshäusern und etlichen tropischen Pflanzen. Für Ausflüge geeignet sind auch der Toronto Zoo und die vorgelagerten Inseln, die Toronto Islands.

 

Familienurlaub in Vorarlberg und der Bodenseeregion

Der Bodensee zählt bekanntlich zu den beliebtesten Reisezielen Deutschlands, ebenso ist das Nachbarland Österreich einer der großen Urlaubsfavoriten deutscher Urlauber.

Eine gelungene Kombination beides zu erleben ist ein Besuch in Bregenz, der Landeshauptstadt von Vorarlberg. Die Stadt ist nicht nur bekannt für die alljährlich im Sommer stattfindenden Bregenzer Festspiele auf der einmaligen Seebühne, sondern auch für zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten und Events.

hafen von lindau
Am Hafen von Lindau am Bodensee in Bayern (c)

Um Bregenz herum liegen zahlreiche kleinere Orte mit reichlich Bergluft und Wandermöglichkeiten, ideal für Familien mit kleinen Kindern.

 

Bregenz und Bregenzerwald

Wir entschieden uns über “UrlaubamBauernhof.at” für den von Familie Nigsch geführten Panoramahof Stollen im Ort Langen bei Bregenz als Urlaubsunterkunft.

Der kleine Bauernhof bietet neben einer -wie der Name zu Recht vermuten lässt- umwerfenden Panoramaaussicht zwei wunderschöne und moderne Ferienwohnungen, einen kleinen Spielplatz, viele Milchkühe, Hühner, Ponys und Katzen. Jeden Morgen gab es für uns frische Milch und Eier.

Die in Österreich übliche Gastfreundschaft ist auch hier zu unterstreichen, denn die Betreiber sind sehr freundlich und engagiert. Man fühlt sich vom ersten Moment des Urlaubs auf dem Panoramahof wohl!

Der Hof liegt idyllisch oberhalb des Ortes und bietet hervorragende Möglichkeiten auch für Wanderungen mit Kindern. Auf einem Bauernhof ist bekanntlich immer etwas los: die Katze des Hofs hatte vor drei Wochen fünf Kätzchen geworfen und somit war unsere Tochter mehr als beschäftigt. Unser Sohn kam derweil schon von seiner ersten Traktorfahrt zurück. Urlaub kann so schön sein!

Wer seine Ferien in Vorarlberg verbringt, erfährt schnell, dass die Mentalität in Vorarlberg eine andere ist, als im übrigen Österreich. Dies fängt schon bei der Sprache an, die als alemannische Sprache mehr an die Schweiz und Schwaben erinnert, als an Österreich.

Im vorarlberg museum erfährt man in diesem Zusammenhang weitere Details. Zum Beispiel die Anekdote, dass die fleißigen Vorarlberger früher ihre Sitzbänke nicht vor dem Haus (sondern dahinter) hatten, damit sie von den Nachbarn nicht der Faulheit bezichtigt werden konnten. Auch bei der frühen Einführung des Radios waren die Vorarlberger zurückhaltend, weil sie dem passiven Sitzen und Zuhören nichts abgewinnen konnten.

Das vorarlberg museum ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Nicht nur Erwachsene werden sich an den vielen Ausstellungsstücken zur Geschichte und Kultur des westlichsten Bundeslandes der Republik Österreich erfreuen, sondern auch die Kinder. Sie können römische Münzen abpausen, mit kleinen Kuhglocken musizieren oder sticken. Im Panoramaraum hat man durch ein riesiges Fenster eine schöne Aussicht auf den Hafen und kann die Eindrücke etwas sacken lassen.

Wer Bregenz besucht, der sollte bei schönem Wetter nicht nur einen Streifzug durch die gemütliche Innenstadt und entlang der Seepromenade machen, sondern auch den Hausberg Pfänder (Tipp!) erklimmen.

Dies kann man zu Fuß oder aber mit der Pfänderbahn machen. Der Berg ermöglicht mit seinen 1.062 m einen hervorragenden Blick über den Bodensee und auf 240 Alpengipfel.

Für Kinder gibt es außerdem dort oben einen spannenden Spielplatz und einen interessanten Wildpark mit der Alpentierwelt und einen schönen, aber nicht allzu anstrengenden Rundweg. Unser in eher flacher Umgebung aufwachsender Sohn fragte dann allerdings doch gegen Ende erbost, wann denn der Berg endlich aufhöre. Die spannende Seilbahnfahrt nach unten hat dann aber schnell wieder für Ablenkung gesorgt.

Was sowohl uns, als auch den Kindern sehr gefallen hat, war ein Besuch bei einem Mitglied der KäseStrasse Bregenzerwald. Wir hatten uns dazu die Alpe Gerisgschwend ausgesucht. Sie liegt unweit der deutschen [bayerischen;-)] Grenze und wird nur im Sommer betrieben.

Josef Schwärzler stellt hier noch nach alter Tradition einen herrlich-aromatischen Bregenzerwälder Alpkäse her und nimmt sich gerne Zeit um sein Handwerk auf dem ca. 400 Jahre alten Hof auch für Kinder spannend zu erklären. Unser Sohn war fasziniert von dem alten Ofen, unsere Tochter war begeistert von den Hoftieren und freundete sich schnell mit dem Kälbchen an.

Sehr praktisch wenn man Kinder dabei hat: man braucht sich nicht genieren. Unser Sohn fragte Josef alle zwei Minuten: Wann gibt es denn was zu essen? Die Verkostung des leckeren Käses war der Höhepunkt dieses schönen Ausflugs und wir nutzen natürlich am Ende die Möglichkeit dieses lokale Produkte direkt beim Erzeuger zu erstehen.

 

Bodensee

Vom Bregenzer Hafen starten zahlreiche Linien, die die Vorarlberger Hauptstadt mit den anderen Städten am Bodensee verbinden. Bei schönem Wetter bieten sich Touren zum Beispiel nach Deutschland an, wie etwa nach Friedrichshafen, Meersburg, Mainau und Konstanz.

Wir haben uns mit einer kurzen Tour nach Lindau begnügen müssen, da es an unserem letzten sonnigen Tag schon recht spät war. Die Atmosphäre im Hafen von Lindau, wo auch der Mangturm mit dem Rapunzelzopf steht, ist bei Sonne mediterran anmutend.

bodenseetour
Eine Bodenseetour ist für Familien interessant (c)

Nach Lindau haben wir an einem Regentag auch noch einmal einen Ausflug gemacht und dort das Schwimm- und Spaßbad Limare besucht. Leider war die Rutsche zurzeit außer Betrieb, was für die Kinder natürlich enttäuschend war. Exotisch anmutend, aber sehr zu empfehlen ist der angegliederte asiatische Imbissanbieter im Limare. Hier kann man nicht nur lecker essen, sondern wird auch noch sehr freundlich bedient. Und für asiatische Küchen bemerkenswert: für die Kleinen gibt es auch Pommes und Schnitzel.

Bei gutem Wetter wäre sicherlich auch ein Besuch in den vielen Bädern von Bregenz interessant gewesen, unter anderem bietet das Bregenzer Strandbad mit Familienweise und 400 m Bodenseestrand eine interessante maritime Seite der Stadt.

minigolf bodensee
Minigolf geht immer als Zeitvertreib (c)

Einmal spielen wie die Weltmeister? In diesem Sinne hat uns die Minigolfpartie in Hard begeistert. Auf der idyllisch gelegenen Minigolfanlage direkt am Bodensee und nicht weit von Bregenz wurden bereits zwei Europa- und eine Weltmeisterschaft ausgetragen.

 

Dornbirn und Umland

Für Familien mit Kindern absolut zu empfehlen ist ein Besuch in der Erlebnis Naturschau inatura (Tipp!) im gut zu erreichenden Dornbirn. Die inatura entstand 2003 auf einem ehemaligen Werksgelände und ist ein bemerkenswertes naturwissenschaftliches und interaktives Museum, wo man aus dem Stauen nicht mehr herauskommt. Es lockt nicht ohne Grund besonders jugendliche Gäste aus der ganzen Region und den Nachbarländern an.

Hier findet man nicht nur Allgemeines zum Thema Naturwissenschaft, sondern auch Hintergründe zu den für Vorarlberg relevanten Themen wie lokale Tierwelt und Lawinen. Auch auf die Landschaft der Region wird medial eingegangen und man kann auch seine Muskelkraft bei der Stromerzeugung einsetzen.

Wir haben in der Inatura soviel Zeit verbracht, dass wir für das Rolls-Royce-Museum (das wohl weltweit Größte!) keine Zeit mehr hatten. Dafür konnten wir aber wenigstens noch das Krippenmuseum von Dornbirn besuchen. Hier kommt nicht nur bei Kindern Weihnachtsstimmung auf und man findet einige beeindruckende Weihnachtskrippen aus Österreich und anderen Ländern der Erde.

Der freundliche Herr am Museumsempfang gab uns zum Glück dann auch noch den Tipp zumindest einige Minuten des Weges zur naheliegenden Rappenlochschlucht zu gehen, wo wir sehr schnell einen imposanten Wasserfall besichtigen konnten. Selbst gehfaule Kinder kommen bis zu diesem Punkt und der Wasserfall sollte die Kleinen immer begeistern.

Von Dornbirn aus bietet sich außerdem noch eine Fahrt auf der anspruchsvollen Straße zur Walsersiedlung Ebnit an. Aber Achtung: für Fachlandbewohner wie uns durchaus eine kritische Herausforderung.

Ebnit ist ein sehr schöner Ort. Leider konnten wir nur ein wenig die Aussicht und die Atmosphäre genießen, um dann später wieder in Richtung Bauernhof zu fahren.

 

Fürstentum Liechtenstein

An unserem letzten Tag machten wir einen Ausflug nach Liechtenstein. Da wir durch die Schweiz fuhren, war dieser Staat schon das vierte Land unserer Reise. Wer in dieser Region Urlaub macht, hat tatsächlich die Möglichkeit alle deutschsprachigen Staaten der Welt kennenzulernen. Wenn er will sogar an einem Tag!

vaduz und liechtenstein
Vaduz ist eine kleine aber interessante Stadt (c)

Mit einer Fläche von 160 qkm ist das Fürstentum das sechst kleinste Land der Erde, aber immerhin noch fast 80 (!) mal größer als Monaco. Mit seinen vielen und gut erreichbaren Sehenswürdigkeiten ist es ein guter Ort für Ferien – egal ob für einen Tagesausflug oder einen längeren Zeitraum.

Der Lebensstandard der Liechtensteiner ist einer der höchsten der Welt, die Arbeitslosenrate niedrig. Tausende Arbeitskräfte pendeln außerdem täglich von der Schweiz und Österreich in den Wirtschaftsstandort Liechtenstein. Die liechtensteinische Wirtschaft ist zwar stark vom Dienstleistungssektor geprägt, im Gegensatz zu manchen verbreiteten Annahmen macht der Banken- und Finanzsektor allerdings gerade einmal gut ein Viertel der Wirtschaftsleistung des Landes aus. Im Gegensatz zu vielen anderen Kleinstaaten wird in Liechtenstein auch richtig produziert, wie etwa der weltweit bekannte liechtensteinische Werkzeughersteller Hilti beweist.

Als Tourismusdestination hat sich das kleine Land mittlerweile einen Namen gemacht. Im Sommer bietet es u.a. Wandermöglichkeiten in die Bergwelt, im Winter lockt außerdem Malbun, ein modernes und attraktives Skigebiet. Vaduz, der Hauptort hat eine freundliche und gemütliche Atmosphäre. Über dem Ort thront das Schloss Vaduz, der Sitz des Fürstenhauses Liechtenstein, einem der ältesten Adelshäuser Europas.

Nachdem wir uns im Liechtenstein Center erste Informationen besorgt hatten, erhielten wir von der freundlichen Dame dort auch den Souvenir-Stempel des Fürstentums. Quasi als Beweis, dass wir das Land trotz seiner geringen Größe gefunden hatten.

Danach verfielen wir kurz in eine Starre, denn wir waren uns nun bewusst, dass jede Menge Top- Sehenswürdigkeiten um uns herum fußläufig in alle Richtungen erreichbar waren.

Wir entschieden uns, zunächst die Tour mit dem Citytrain zu machen. Die Fahrt begann unter der Freude der japanischen Fahrgäste mit einem Liedchen namens “Liechtensteiner Polka”. Der kleine Zug bewegte sich nun rund um Vaduz, wir sahen u.a. das aus dem Spätmittelalter stammende “Rote Haus”, die Hofkellerei und das Rheinpark Stadion Vaduz, wo nicht nur die liechtensteinische Nationalmannschaft, sondern auch der FC Vaduz ihre Heimspiele austragen.

Wieder am Haltepunkt angekommen, machten wir uns durch die lebendige kleine Fußgängerzone auf ins Liechtensteiner Kunstmuseum, wobei dies eher für Erwachsene interessant ist. Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen (Schleuse) und unter den Augen von Security konnten wir danach in der Schatzkammer Liechtensteins neben anderen Kostbarkeiten auch echtes Mondgestein bewundern. Dieses erhielten die Liechtensteiner als Dank der USA von der Apollo-11-Mission, für die damals von der Balzers AG bereitgestellte technische Hilfe.

Im Liechtensteiner Landesmuseum erfuhren wir mehr über die Archäologie und Natur des Landes, im oberen Stock fanden wir eine beeindruckende Sonderausstellung zu Marilyn Monroe. Wir schauten danach noch kurz den spannenden Brunnen vor dem Museum an und besichtigten danach von außen noch den interessanten Bau des Landtags.

In Vaduz findet man an jeder Ecke entweder einen Brunnen, eine Skulptur oder einen anderen Blickfang. Natürlich gibt es neben den Souvenirshops auch die vermuteten teuren Läden mit schweizer Uhren, Mode und Schmuck. Aber man fühlt sich hier als Tourist genauso willkommen, wie als Millionär. Um Vaduz herum liegt eine beeindruckende Bergwelt mit hohen, schneebedeckten Gipfeln. Eine beschauliche und zugleich imposante, neugierig machende Kulisse.

Der Tag in Liechtenstein ging dann leider wie der gesamte Urlaub viel zu schnell zu Ende. Hier hätten wir noch viel mehr entdecken können!

Die Bodenseeregion um Vorarlberg hat nicht nur Berge und Seen zu bieten, sondern auch eine interessante Kultur, interaktive Sehenswürdigkeiten, Gastlichkeit und lokale Spezialitäten.

Hier kann man sich eigentlich nur wohl fühlen!

 

Bulgarien – zwischen Balkan und Schwarzem Meer

Das Reiseland Bulgarien liegt im Südosten der Balkanhalbinsel. Es grenzt im Süden an Griechenland und die Türkei, im Norden an Rumänien und im Westen an Serbien und Mazedonien. Im Osten hat es eine bezaubernde Küste am Schwarzen Meer mit langen Sandstränden und glasklarem Wasser. Ein Urlaub in Bulgarien ist heute so selbstverständlich, wie in Spanien oder Kroatien. Früher zu Zeiten des Ostblocks waren bereits DDR-Bürger gerne in Bulgarien. Heute ist Bulgarien Mitglied der EU und der Nato und damit voll integriert in Europa.

bulgarische flagge
Flagge von Bulgarien

Ein Großteil der Landschaft Bulgariens wird geprägt durch Tiefebenen und die Hauptströme Donau und Mariza. Aber auch mächtige Gebirge wie das Balkangebirge und die Rhodopen sind charakteristisch für das Bild des Landes. Der höchste Berg Bulgariens und des gesamten Balkans ist der Musala, der im Südwesten des Landes mit 2.925 m Höhe im Rila-Nationalpark beheimatet ist.

Die Natur des Landes wird in drei Nationalparks und zahlreichen Naturparks und Reservaten geschützt. In den dichten Wäldern findet man noch Luchse, Adler, Falken, Bären, Wölfe, Dachse und andere Wildarten.

 

Rosenöl aus dem Tal der Rosen

Das Klima in Bulgarien ist von den regionalen Gegebenheiten charakterisiert. So ist es an der Schwarzmeerküste mediterran mit milden Winter und angenehmen Sommern. Andere Bereiche und die Gebirge sind kontinental geprägt, hier gibt es im Winter reichlich Schnee und auch Wintersportmöglichkeiten. Bekannte Wintersportgebiete sind zum Beispiel Aleko, Bansko und Pamporowo.

Den größten Teil der Bevölkerung machen die Bulgarien aus, eine südslawische Gruppe mit Bulgarisch als Sprache. Dies ist auch die offizielle Amtssprache des Landes. Minderheiten sind Türken, Roma, Russen und Armenier. Vertretene Religionen sind die Bulgarisch-Orthodoxe-Kirche, römische Katholiken, Protestanten und Muslime.

Der wirtschaftliche Schwerpunkt Bulgariens liegt im Süden des Staatsgebiets. Exportiert werden insbesondere Textilien, Nahrungsmittel, Maschinenteile, Energie und Metallprodukte. Die Landwirtschaft ist besonders bekannt für ihre Rosenblüten  aus dem Tal der Rosen aus denen das bekannte Rosenöl gewonnen wird. Außerdem wird orientalischer Tabak erfolgreich angebaut.

Bei den Dienstleistungen hat in den letzten Jahren auch der Tourismus wieder an Bedeutung gewonnen. Die Hotels und Ferienanlagen wurden modernisiert und sind heute meist auf einem westlichen Standard. All-Inclusive gibt es mittlerweile genauso in Bulgarien wie Familienurlaub und Clubanlagen.

Wer seinen Urlaub in Bulgarien verbringt, der sollte die traditionellen Gerichte der bulgarischen Küche unbedingt probieren. Als Balkanküche ist sie verschiedenen Einflüssen ausgesetzt gewesen und trägt sowohl mediterrane, slawische und orientalische Züge. Verschiedene Eintöpfe (Gjuwetsche) sind weit verbreitet, ebenso Lammgerichte, der Schopska-Salat, Kebaptscheta, Würste (Lukanka) und verschiedene Mezzen (Vorspeisen). Eine besondere Spezialität ist auch der Obstbrand Rakija.

 

Sehenswerte Metropolen Sofia und Plovdiv

Die Hauptstadt von Bulgarien ist Sofia, die Stadt ist das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes. Hier sollte man das Nationale Archäologische Museum besuchen, außerdem die Nationale Kunstgalerie (im alten Zarenpalast), das Akademische Nationaltheater, zahlreiche Theater und die Philharmonie.

Mehr über die Traditionen der Bulgarien erfährt man im Ethnografischen Museum, mehr zur Geschichte vom Altertum bis in die Neuzeit gibt es im Nationalen Historischen Museum. Sehenswert ist die Alexander-Newski-Kathedrale, die Sitz des bulgarisch-orthodoxen Patriarchen ist. Ebenso die Kathedrale Sweta Nedelja, die sich imposant im Zentrum Sofias erhebt. Sofia verfügt über eine Grünanlagen, von denen der große Witoscha-Naturpark einer der größten ist. Sportbegeisterte sollten dagegen das Wassil-Lewski-Nationalstadion besuchen und sich dort vielleicht sogar ein Spiel des ZSKA Sofia anschauen.

Überhaupt ist Bulgarien ein sportlich sehr erfolgreiches Land. Nicht nur im Fußball, sondern auch in Sportarten wie Volleyball, Tennis, Sportgymnastik, Motorsport und Gewichtheben hat sich das Land einen Namen gemacht. Im Schach ist Bulgarien durch Weltmeister wie Wesselin Topalow und Antoaneta Stefanowa international bekannt.

Plovdiv (auch Plowidiw), die zweitgrößte Stadt, liegt in der Thrakischen Ebene an der Mariza am Fuße der Rhodopen. Die Stadt ist kulturell bedeutend und hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie etwa das Archäologische Museum (mit dem Goldschatz von Panagjurischte), das Historische Museum, das Bulgarische Luftfahrtmuseum sowie Theater und Oper. Besuchen sollte man hier auch das Römische Stadion und das Antike Theater. Die Altstadt zeigt die typischen, alten bulgarischen Häuser.

 

Urlaub an der Schwarzmeerküste Bulgariens

Bulgarien zählt einige Welterbestätten der UNESCO wie etwa die Kirche von Bojana (in Sofia),die Felskirchen von Iwanowo, die Altstadt von Nessebar, der Nationalpark Pirin und das Kloster Rila.

Hauptanziehungspunkt für Last-Minute-Reisen ist allerdings die bulgarische Schwarzmeerküste. Sehr beliebt ist der Goldstrand (Slatni pjasazi). Der 3,5 km lange Sandstrand ist teilweise 100 m breit und bei Bulgarien wie deutschen Urlaubern sehr beliebt. Die Badesaison ist hier von Mai bis Oktober und das Klima ist hier im Sommer um die 30 °C warm. Hier wird es allerdings nie wirklich heiß, da meist eine angenehme Brise vom Meer weht. Die Wassertemperaturen sind im August um die 25 °C und die Hotels, Restaurants aber auch Diskotheken haben dann allerhand Events zu bieten.

Von hier aus ist man auch schnell in Varna (Warna) und kann die Großstadt und ihre beliebten Sommerfestivals erkunden. Besuchen kann man das Marinemuseum, die Kathedrale oder die Byzantinischen Thermen. Im örtlichen Aquarium kann man die Fauna des Schwarzen Meeres besichtigen. Es lohnt sich auch ein Ausflug zum Höhenkloster Aladscha.

Sehr beliebt ist auch Sonnenstrand (Slanchev bryag) in der Bucht von Nessebar. Von hier aus ist man schnell in Burgas, wo man ebenfalls eine Kathedrale findet, sowie zahlreiche antike Überreste der Develtum. Die Lage am Meer und zu den schönen umliegenden Seen machen die Stadt zu einem beliebten Ausflugsziel für Urlauber.

Weitere attraktive Urlaubsorte in Bulgarien sind unter anderem Primorsko, Achtopol, Nessebar, Pomorie, Sozopol und Sweti Wlas.

 

Ewiger Frühling auf den Kanaren

Die Kanarischen Inseln kurz Kanaren liegen als vulkanisch entstandene Inselgruppe vor der Küste Afrikas. Die sieben sonnigen Inseln Gran Canaria, Fuerteventura, Teneriffa, Lanzarote, La Gomera, La Palma und El Hierro sind jede für sich eine eigene Schönheit.

spanische flagge
Flagge von Spanien

Die Kanaren sind ein sehr beliebtes Reiseziel. Kein Wunder, denn die Inseln des Ewigen Frühlings haben das ganze Jahr über ein ausgesprochen mildes, subtropisches Klima zu bieten.

 

Mildes Kanaren-Klima mit 300 Sonnentagen

Über 300 Sonnentage und selbst im Winter angenehme Temperaturen lassen hier nicht nur eine ganzjährige Urlaubssaison zu, sondern haben schon so manchen Auswanderer hierhin gelockt.

Dabei ist für jeden etwas dabei: Wer es grün mag, der reist in den Inselnorden der Inseln Teneriffa, Gran Canaria, La Palma oder La Gomera. Hier an der Nordhängen der Gebirgsketten ist es feuchter, als im Süden und auf den Inseln Fuerteventura und Lanzarote, wo man dafür aber beste Strände und konstant blauen Himmel vorfindet.

Auf den Märkten der Inselkette werden Bananen, Avocados, Zitrusfrüchte und frischer Fisch angeboten. Die Landwirtschaft profitiert ebenso wie der Fremdenverkehr von dem angenehm-konstanten Klima. Frische und regionale Erzeugnisse lassen sich hier besonders in den kulinarischen und traditionellen Gerichten der Restaurants und Tavernen genießen.

Es ist zudem jedem Kenner bekannt, dass auf den Kanaren selten ein Tag vergeht ohne Fest. Da wird die Mandelblüte, das Dorffest des Schutzheiligen, Fronleichnam oder Karneval gefeiert. Die Feste bieten eine gute Gelegenheit mit den Menschen und Traditionen in Kontakt zu kommen. Es wird viel getanzt, es gibt Musik und lokale Spezialitäten.

Der Karneval in Santa Cruz auf Teneriffa erinnert nicht ohne Grund an Rio und Südamerika, denn die Wurzeln sind zum Teil identisch. So findet man auch hier heiße Rhythmen zwischen Samba und Salsa, sowie bunte Umzüge.

Die Infrastruktur der südlichsten spanischen Autonomen Gemeinschaft ist ausgesprochen gut entwickelt, die teilweise erst neu gebauten Straßen erschließen selbst hinterste Winkel und trotzdem kommt selten Hektik und Stress auf. Der Tourismus ist heute der wichtigste Wirtschaftsfaktor auf den Inseln, die mittlerweile alle ihren eigenen Insel-Flughafen haben.

Die Beschäftigten, egal ob in den Hotels, Restaurants oder den anderen Freizeit- und Vergnügungseinrichten haben nicht nur berufsbedingt meist gute Fremdsprachenkenntnisse. Neben Spanisch sprechen die Canarios in der Regel auch Englisch und/oder Deutsch. Dazu haben sich viele Engländer und Deutsche hier niedergelassen und sind heute im Fremdenverkehr beschäftigt.

Die Chancen stehen auf den Kanaren also gernell gut mit dem ein oder anderen interessanten Aussteiger aus den deutschsprachigen Ländern in Kontakt zu kommen. Die gute Erreichbarkeit ist ebenfalls ein dickes Plus der Inseln, denn man ist hier bereits nach gut 4,5 h Flugzeit und per Direktflug angekommen.

 

Wandern am Teide oder auf La Palma

Die hochinteressante Natur der Kanaren wird in den vier Nationalparks geschützt. Von diesen Nationalparks ist sicherlich der Nationalpark Teide der Bekannteste. In diesem Park steht nicht nur der namensgebende höchste Berg Spaniens, der Teide (3.718 m hoch), sondern hier findet man spannende Landschaften, Sanddünen, seltenen Tiere- und Pflanzen sowie imposante Panoramen. Nicht ohne Grund zählt dieser Nationalpark zum Weltnaturerbe der UNESCO.

Nebelwälder und dichte Lorbeer- und Kiefernwälder gibt es auf den Kanaren ebenso, wie die berühmten Drachenbäume, Orchideen, Pinien, Kakteen und Palmen. Auch die Vogelwelt ist virtuos und bunt. Wanderfreunde werden im übrigen nicht nur Teneriffa, sondern auch La Palma und den dortigen Nationalpark Caldera de Taburiente mit seinem riesigen Vulkankrater und einmaligen Naturerlebnissen zu schätzen wissen.

Freunde des Vulkanismus werden dagegen Lanzarote ausgesprochen faszinierend finden. Die bizarren Landschaften und dampfenden Lavalöcher, sowie ein Ritt auf einem der vielen Dromedare lassen Urlaubsgefühle der besonderen Art entstehen. Hier findet man eine interessante und eher unerwartete Mischung aus Island, Afrika und Hawaii.

 

Strände und Wassersport auf den Kanaren

Badefreunde und Windsurfer lieben die Kanaren ebenfalls. Bekannte Strände befinden sich unter anderem auf Fuerteventura: Der 20 km lange Sandstrand an der Playa de Sotavento, die Playa de Cofete oder die Playa Blanca direkt bei Puerto del Rosario sind sehr beliebt bei Urlaubern. Auf Teneriffa ist besonders die Playa de Las Visitas, die Playa de las Teresitas und die Playa Del Duque zu empfehlen.

Sehr gut schnorcheln und im klaren Wasser nach Fischen suchen, kann man auch an der Playa de Papagayo auf Lanzarote. Und richtig etwas los ist an der viel besuchten Playa de Las Canteras auf Gran Canaria. Hier findet man Surfschulen, Bars und Cafes – hier kann man sich einige Tapas gönnen oder einfach nur den 3 km langen Sandstrand genießen.

Egal, welche Aktivität man im Last-Minute-Urlaub auf den Kanaren ausüben möchte, man wird fast immer gute Möglichkeiten vorfinden. Insbesondere Wassersport mit Surfen, Segeln und Tauchen findet gute Bedingungen vor. Wer möchte kann Hochseeangeln betreiben oder eine Whale-Watching-Tour unternehmen und eine der zahlreichen Walarten vor der Küste der Kanaren live erleben.

Fast jeder Teneriffa-Urlauber besucht außerdem den Loro Park, der riesige Aquarien, Shows mit Delfinen und Orcas, eine Tigerinsel sowie ein Pinguinarium bietet. Die dortige Katandra Treetops ist eine riesige Vogelvoliere mit vielen Papageien, aber auch anderen exotischen Vogelarten. Weitere interessante Parks, auch für Kinder, sind der Cactus Park und der Camel Park. Ein riesiger Freizeit- und Dschungelpark ist der Parque Las Aguilas.

Sehenswert sind außerdem die zahlreichen Botanischen Gärten auf den Kanaren. Einen Besuch lohnt in diesem Zusammenhang auf jeden Fall der Jardin de aclimatacion in La Orotava mit beeindruckender Pflanzensammlung und Kanarienvögeln. Ein bekanntes Museum, welches sich mit der frühen Geschichte der Inseln (und den mittlerweile ausgestorbenen Ureinwohnern der Inseln, den Guanchen) befasst ist das Museo de la Naturaleza y el Hombre in Santra Cruz auf Teneriffa.

Ganz gleich also, ob Sie Natur, Strände, Events, Sonne oder kulinarische Genüsse entdecken möchten – die Kanaren sind das ganze Jahr über ein ideals Ziel für Ihre Last-Minute-Reise!

 

Europas Staaten: Türkei

Wer die Türkei bereist, macht Urlaub in einer geheimnisvollen Welt zwischen Europa und Orient. Hier an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien gibt es unglaublich viel zu entdecken. Dieses Reiseportal möchte Sie davon überzeugen, dass die Türkei ein guter Ort für Ihren Urlaub ist. Neben den Naturschönheiten, herrlichen Stränden und Küsten sowie Inseln gibt es auch viel Geschichte im Land zu entdecken. Ganz zu schweigen von der türkischen Badekultur und den Entspannungsmöglichkeiten im türkischen Hammam.

tuerkische flagge
Flagge der Türkei

Istanbul, die weltbekannte Kulturmetropole mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten wie dem Topkapi-Palast und Hagia Sophia, sowie die Hauptstadt Ankara sind ebenfalls eine Reise wert. Antike Stätten wie Ephesos locken alljährlich Millionen von Reisenden in die Türkei. Das Archäologische Museum in Istanbul ist ebenfalls ein Ort um die bewegende Geschichte der Türkei zu erleben.

Beliebte Baderegionen sind die Türkische Riviera, Orte wie Antalya, Alanya und Side sind besonders beliebte Reiseziele. Auch Bodrum ist ein Badeort der Superlative mit regem Nachtleben und historischer Kreuzritterburg. Daneben hat die Türkei zahlreiche Stätten und Plätze, die zum Welterbe der UNESCO erklärt wurden. Und dies alles bietet das Land zu moderaten Preisen an und nicht wenige sind überzeugt, dass hier das Preis-Leistungsverhältnis besonders beachtet wird. Exklusive Hotels mit fünf Sternen bieten Allinklusive-Angebote an, zu Preisen die an anderen Zielen des Mittelmeers nur einfache Unterkünfte ohne Frühstück bieten.

segelschiff tuerkei
Segelschiff in der Türkei

Dazu kommt, dass die Türkei oft wesentlich grüner ist als viele denken, waldreiche Gebiete reichen zum Teil bis an die Küsten und vermitteln insbesondere außerhalb des Hochsommers ein Bild von üppiger, mediterraner Natur. Die Türken gelten dabei als besonders gastfreundlich und viele Reisende verbringen ihren Urlaub alljährlich bei ihren Freunden. Das Interesse der Türken an Deutschland ist auch traditionell groß, haben doch viele Verwandte in Almanya. Viele Menschen die man im Urlaub trifft haben bereits in Deutschland gelebt und besitzen Sprachkenntnisse, die sich für eine Tätigkeit im Tourismus und Fremdenverkehr qualifizieren. So fühl man sich schnell wohl in den Land, dass einem dazu eine hervorragende Küche zu bieten hat.

Die Buffets sind üppigst ausgestattet mit feinsten Kreationen des Orients aber auch mit internationalen Gerichten. Insbesondere Freunde des guten Essens wissen die Restaurants in den Ferienanlagen zu schätzen, die traditionelle Fleisch- und Fischgerichte, Salate, Gebäck und vieles mehr anbieten. Oft auch mit allabendlichen Animationsprogramm und folkloristischen Darbieten oder Bauchtanz. Die Ferienanlagen sind oft so weitläufig, dass man dem Animationsprogramm aber ebenso auch ungestört fernbleiben kann. So kann jeder individuell glücklich werden im Urlaub. Tagsüber bieten sich Fahren zu den imposanten Naturschönheiten des Landes an, oft verbunden mit Besuchen der viele antiken und archäologisch sehenswerten Stätten der Türkei. Baden, Tauchen, in der Sonne relaxen, Wassersport, Golf, Fahrradfahren, Klettern oder Wandern – dies alles ist in diesem Urlaubsland möglich.

Die Türkei, ein Land das man nicht nur einmal im Leben bereisen sollte!

Ein so riesiges Land wie die Türkei wird schnell unübersichtlich, daher hier ein kurzer Überblick zu den wichtigsten Fakten über das Land zwischen den Kontinenten Europa und Asien:

Name     Republik Türkei bzw. Türkiye Cumhuriyeti
Staatsform     Parlamentarische Republik (seit 1923)
Kontinent     Asien/ Europa
Zeitzone     UTC +2/+3
Int. Telefonvorwahl     +90
Staatsfläche     ca. 814.500 qkm
Einwohner     ca. 78 Millionen
Hauptstadt     Ankara
weitere Städte     Istanbul (größte Stadt des Landes), Izmir, Bursa, Adana, Gaziantep, Konya, Antalya, Kayseri, Diyarbakir und Mersin.
Sprache(n)     Türkisch (Amtssprache), daneben sind u.a. auch Kurmandschi, Zazaki, Arabisch und Aserbaidschanisch verbreitet
Völker     meist Türken (ca. 80%), Minderheiten sind Kurden, Zaza, Tscherkessen, Bosniaken, Araber, Georgier, Armenier, Bulgaren und Griechen
Religionen     99 % Moslems (meist Sunniten), wenige Christen (Armenier, Griechen), Juden, Jesiden
Höchster Berg     5.137 m (Großer Ararat)
Längster Fluß     1.355 km Kizilirmak
Größter See     Van Gölü (3.713 qkm)
Küstenlänge     über 7.200 km (angrenzende Meere sind Mittelmeer, Ägäis, Marmarameer und Schwarzes Meer
Nachbarstaaten     Griechenland, Bulgarien, Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Iran, Irak und Syrien
Größte Inseln     Gökçeada 279 qkm, Marmara Adası, Bozcaada
Klima     Aufgrund der Größte und des Reliefs unterschiedlich. Mittelmeerklima an den Küsten, im Gebirge und im Landesinneren kontinentaler und kühler, zum Teil schneereiche Winter.
Naturkatastrophen     Erdbeben
Nationalfeiertag     23. Oktober (Ausrufung der Republik durch Mustafa Kemal)
Nationalhymne     Istiklal Marsi
Währung     Türkische Lira (TL)
Wirtschaftszweige     Textilien, Tourismus, Elektronik, Automobile
Mitgliedschaften     UNO, NATO, OECD, IWF, G-20, OIC, OSZE und (seit 2005) EU-Betrittskandidat
Internet-TLD     .tr
Kfz-Kennzeichen     TR

 

Klima

Das Klima in der Türkei ist aufgrund der Größe des Landes sehr unterschiedlich. Insbesondere die Ägäis und die Türkische Riviera sind aufgrund ihres milden und mediterranen Klimas ganzjährig als Reiseziel attraktiv. Genießen Sie Sonne und Strand ähnlich wie auf Mallorca oder in einem Ferienhaus in Korsika. Auch hier gedeihen Zitrusfrüchte, Olivenbäume und Wein. Niederschläge fallen meist in den Wintermonaten, im Sommer ist es eher trocken.

Im Bereich des Schwarzen Meeres ist die Küstenregion feuchter, hier werden Tee, Mais und Haselnüsse angebaut. Hier findet man üppige und feuchte Wälder. In den zentralen Gebieten im Binnenland und in den Gebirgen der Türkei herrscht ein eher kontinentales Klima mit heißen Sommern aber auch kalten, schneereichen Wintern.

Auch in der Türkei gibt es Wintersportzentren und Skifahren ist hier problemlos möglich. In den Gebirgsregion kann es zudem schnell zu einem Wetterwechsel kommen, auf den man bei seinen Wandertouren oder Ausflüge gerichtet sein sollte. Natürlich ist die ideale Reisezeit auch abhängig von den unterschiedlichen persönlichen Präferenzen, aber generell sind Frühling und Herbst natürlich angenehmer als Sommer oder Winter. Im Sommer kann es mitunter schon sehr heiß werden, was den Badeurlauber aber kaum stören mag. Im Frühling ist die Landschaft grüner und die Temperaturen besser für Ausflüge und Wanderungen.

 

Regionen

Ein so großes Land wie die Türkei wird natürlich stark von regionalen Einflüssen geprägt. Die Regionen des Landes sind daher landschaftlich als auch kulturell sehr vielseitig und unterschiedlich. Verwaltungstechnisch ist das Land in 81 Provinzen unterteilt, denen ein Gouverneur vorsteht. Diese gliedern sich in Landkreise und Gemeinden.

Zur Hauptstadt der Türkei wurde Ankara 1923 erklärt. Vorher unter den Osmanen war dies Istanbul, das jedoch nicht so zentral liegt. Ankara ist die zweitgrößte Stadt des Landes und liegt im Zentrum Anatoliens. Hier ist das Klima trocken, die Sommer heiß, die Winter kalt aber schneereich. Hier liegt das Dienstleistungszentrum und industrielle Zentrum des Landes. Wirtschaftlich und kulturell hat weiterhin Istanbul die Nase vorn. Insbesondere auch im Bereich der Medien (TV, Radio, Zeitungen) ist Istanbul stark prägend für das ganze Land.

Hier am Bosporus am Eingang der Türkei, zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer ist das Klima milder und mediterran. als Metropolregion ist Istanbul eine der größten Städte der Erde! Aufgrund der tektonischen Beschaffenheit ist aber gerade diese Region oft von Erdbeben betroffen. Die türkische Ägais wird städtisch stark von der drittgrößten City der Türkei, Izmir geprägt. Nach Istanbul hat die Stadt den zweitgrößten Hafen des Landes und ist auch in wirtschaftlicher Hinsicht bedeutend. Weitere regionale Metropolen sind u.a. Bursa, Diyarbakir (im Südosten), Adana, Gaziantep, Konya und die Urlaubermetropole Antalya.

Landschaftlich lässt sich das Land gliedern in die Bereiche Marmararegion (Europäischer Teil und asiatischer Teil um das Marmarameer mit Istanbul und den Dardanellen) mit hügeliger, waldreicher Landschaft und den Metropolen Istanbul und Bursa, Ägäisregion mit Izmir und den antiken Stätten wie Troja, Pergamon, Ephesus und Milet. Heri findet man Mittelmeervegetation mit Oliven, Zypressen und Wein. Die lange Küste der Türkei am Ufer des Schwarzen Meeres bildet die Schwarzmeer-Region, hier ist das Klima feuchter und kühler und es werden Tee, Tabak und Mais angebaut. Weite Feuchtwälder sind hier noch zu finden.

Die Mittelmeer-Region bildet die südliche Küste des Landes mit den bekannten Urlaubsorten. Hier werden Zitrusfrüchte und Baumwolle angebaut, Einfluss haben insbesondere die begrenzenden Gebirge Amanos- und Taurusgebirge. In der Mittelmeerregion befinden sich so namhafte Urlaubsorte wie Antalya, Side oder Alanya. Die von der deutschen Reiseveranstaltern in der Region Antalya erschlossene Bereich reicht im Süden bis Tekirova im Osten bis Alanya.

In Zentralanatolien findet man den berühmten Salzsee Tuz Gölü und starke Erhebungen mit kalten, kontinentalem Klima. zu diesem Bereich zählt auch Kappadokien mit seinen Felsenkirchen und Dörfern in Tuffstein, in Südostanatolien befinden sich die Flüsse Euphrat und Tigris, Bereich die historisch schon antike Hochkulturen prägten. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis in den Irak und nach Arabien.

 

Istanbul

Istanbul (die europäische Kulturhauptstadt 2010) ist die mit Abstand größte Stadt der Türkei und in vielerlei Hinsicht ein Brückenkopf zwischen Orient und Okzident. Sie gliedert sich in ganze 39 Stadtteile, die alle ihren eigenen Charakter haben und jeweils wie eine eigene Stadt wirken. 25 davon befindet sich in Europa, 14 in Asien. Hier begegnen sich also die Kontinente Europa und Asien und hier lebte man schon immer zwischen den Kulturen. Wirtschaftlich als auch kulturell ist Istanbul das Zentrum der Türkei.

Neben Türken leben hier Kurden, Zaza, Armenier, Juden, Bosporus-Deutsche, Griechen, Russen, Araber und andere Völker der Region. Istanbul ist eine der liberalsten Metropolen des Landes und viele Zeitungen und Fernsehsender haben hier ihren Sitz. Hier leben auch die meisten Christen in der Türkei und die weltoffenen Metropole hat viele Städtepartnerschaften weltweit u.a. mit Köln im Rheinland.

In Deutschland ist die türkische Metropole auch bekannt aus sportlicher Sicht, spielen hier doch Fenerbahçe Istanbul und Galatasaray Istanbul. Letztere beiden Vereine sind natürlich international nicht so bekannt wie die ersten beiden, spielen aber ebenfalls in der Süper Lig. Aber auch im Basketball und Volleyball macht man international auf sich aufmerksam, genauso wie durch den Grand Prix der Türkei im Istanbul Park Circuit.

Verkehrstechnisch ist die Stadt gut vernetzt und bietet Flughäfen, Bahnhöfe und dem Hafen Möglichkeiten in alle Richtungen sowohl ins In- und Ausland. Gerne wird es mittlerweile auch von Deutschland aus für Städtetouren, Studienreisen oder Klassenfahrten besucht. Sie verbindet Thrakien auf europäischer mit Anatolien aus asiatischer Seite. Sie liegt am Bosporus am Marmarameer, einem Bindeglied zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer. Leider ist die Stadt aufgrund ihrer geografischen Lage auch tektonisch kritisch zu betrachten und anfällig für Erdbeben.

Die historische Altstadt wurde aufgrund ihrer vielen Sehenswürdigkeiten zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Die zahlreichen Überbleibsel und Relikte der Vergangenheit bezeugen eine reiche Geschichte der vielen Völker wie Griechen, Römer, Byzantiner, Osmanen und heute Türken. Neben den vielen Moscheen findet man hier auch den Ökumenischen Patriarch von Konstantinopel mit seinem Sitz in der Stadt.

Klimatisch herrscht hier Mittelmeerklima, wobei es durchaus im Sommer sehr heiß und im Winter kalt werden kann. An einem milden Frühlings- oder Herbsttag dürfte man die Stadt am angenehmsten empfinden. Auf den nahem Prinzeninseln (Naherholungsgebiet für viele Istanbuler) findet man noch ein einzigartige Natur und weite Teile der Stadt sind ebenfalls grün und bieten Parks und Grünanlagen zur Erholung. Bekannte Parks sind der Yildiz-Park mit den Sultansvillen und dem gleichnamigen Palast, der Gülhane-Park und Miniatürk (mit vielen Miniaturabbildungen wichtiger Bauwerke wie dem Felsendom in Jerusalem). Den höchsten Punkt Istanbuls findet man im Büyük Çamlica-Park auf 267 m).

Viele Museen bietet sich an, gerne besucht werden die Hagia Sophia, der Topkapi-Palast, das Museum für türkische und islamische Kunst, viele Kunstmuseen und Galerien, die Chora-Kirche, das Archäologische Museum, das Museum Istanbul Modern und der Dolmabahçe-Palast (u.a. früherer Sultanspalast). Zahlreiche Brücken verbinden die Stadtteile wie die Galatabrücke und die Atatürkbrücke sowie die sehr alte Kanuni-Sultan-Süleyman-Brücke (erbaut 1567). Beeindruckend ist auch der 236 m hohe Fernsehturm Endem. Überhaupt gibt es einige sehr hohe Gebäude in der Stadt wie das Hotel InterContinental, Sapphire of Istanbul und Diamond of Istanbul. Besonders bekannt ist auch das Denkmal der Republik am großen Taksim-Platz.

Auch Kultur wurde schon immer groß geschrieben, man findet hier Theater, Opern und Konzerte. Besonders bekannt ist das Show Center in Maslak, das Platz für riesige Events und Veranstaltungen bietet. Bekannte Orchester der Stadt sind das staatliche Sinfonieorchester und das Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra,  sehr beliebt ist auch die Staatsoper, die außerdem ein Ballett beinhaltet. Wer Opern mag, sollte einmal das Süreyya-Opernhaus  besuchen.

Das ganze Jahr über findet gut besuchte Events statt wie das Newroz Fest mit Open-Air, das internationale Musikfestival, das Filmfestival, der Istanbul Marathon und das Theaterfestival. Dazu kommt ein aufregendes Nachtleben mit Clubs, Diskotheken und Bars mit Livemusik und Folklore. Langweilig wird es in dieser pulsierenden Metropole jedenfalls nie, denn man trifft hier Menschen aus Europa, den USA und sogar aus Neuseeland!

 

Musik

In Puncto Musik gilt dem Grunde nach das Gleiche wie für die Türkei als Land: Vielseitigkeit. Die türkische Musik wurde und wird beeinflusst von verschiedenen Kulturen und so findet man Elemente des Balkans, Arabiens und Indiens sowie Europas in seiner Musikwelt.

Besonders bekannt ist die Türkei heute für Ethno-Pop aber auch Rock- und Hardrock. Das türkische Musik auf dem internationalen Markt ankommt haben schon einige Künstler und Musiker aus dem Land am Bosporus bewiesen. Den Eurovision Song Contest 2003 gewann Sertab Erener mit ihrem Titel “Everyway that I can”. Bekannte Künstler sind auch Yonca Evcimik, Tarkan, Mustafa Ceceli, Mustafa Sandal – nur um  exemplarisch einige Namen zu nennen.

Elemente von Folklore und traditioneller Musik werden gerne mit moderner Musik gemischt. Daraus entstehen Stilrichtungen wie anatolischer Rock, türkischer Hip Hop und Arabeske. Ein besonders bekanntest Instrument ist die Saz, ein typisches, langhalsiges Zupfinstrument.  Die Zurna ist dagegen ein Kegeloboe, Davul eine Rahmentrommel. Beide Instrumente komme gerne auf Hochzeiten zum Einsatz. Natürlich haben auch die Minderheiten der Türkei ihre eigenen Richtungen, so gibt es Aleviten und Romalieder. Eine eigene Musik haben auch die Mevlevi-Derwische.

 

Türkisch

Die Amtssprache der Türkei ist Türkisch. Aber nicht nur dort, ebenfalls Amtssprache ist es in Nordzypern, Zypern und regional auch in Mazedonien, dem Kosovo und Rumänien. Enge Verwandte des Türkischen sind Aserbaidschanisch und Turkmenisch. Weitere sog. Turkstaaten befinden sich in Zentralasien, dies sind Kasachstan, Kirgisistan, Turkmenistan und Usbekistan.

Auch diese sind verwandt mit der Türkei. Türkisch gehört zum westoghusischen Zweig in der Gruppe der Turksprachen. Diese sind wiederum Teil der Altaischen Sprachen. Neben den genannten Ländern gibt es auch zahlreiche Muttersprachler in den klassischen Auswanderungsländern der Türken, dies sind insbesondere Deutschland, Österreich, Schweiz und andere Staaten Westeuropas, Nordamerikas und Australien.

Das Institut für die türkische Sprache Türk Dil Kurumu gibt das offizielle Wörterbuch der türkischen Sprache (Büyük Türkçe Sözlük) heraus. Besonders viele Lehnwörter stammen aus dem Arabisch, Französischen und Persischen. Einige aber auch aus dem Englischen, Griechischen und Deutschen (z.B. dübel, hamster, kindergarten).

Es gibt im Türkischen einige besondere Buchstaben. Es gibt einige gute Möglichkeiten auch online einen Sprachkurs zu absolvieren. Natürlich können sehr viele Türken Deutsch oder auch Englisch. Es kommt aber in der Türkei wie überall immer gut an, wenn man ein paar Worte in der Landessprache beherrscht.

Einige Gruß-Floskeln für den Alltag:

Hallo = merhaba

Guten Morgen = günaydin

Guten Tag = iyi günler

Guten Abend = iyi geceler

Auf Wiedersehen = güle güle

 

Fauna und Flora

Die Fauna und Flora der Türkei ist für ein Mittelmeerland durchaus artenreich. Mehr als 1/4 des Landes besteht noch aus Wald. Besonders viele Pflanzenarten gibt es hier, ca. 9.000 Arten leben auf dem Staatsgebiet. Auffallend ist dabei der hohe Anteil endemischer Pflanzen, also Pflanzen die nur hier vorkommen.

Da das Klima im Süden insbesondere im Sommer trocken ist, gibt es hier Pflanzen wie immergrüne Hecken, Oliven- und Johannisbäume sowie eichen und Sträucher. An den Küsten findet man meist die typischen Mittelmeervegetation, angebaut werden regional auch Obst und Baumwolle. An der feuchteren Schwarzmeerküste auch Tee, Mais und Haselnüsse.

Nadelbäume, Sträucher und Kiefern findet man in den steppenartigen Landschaften.  In den Halbwüsten trifft man auf Gänsefußgewächse. In den trockenen und kalten Bereichen Nordostanatoliens findet man oft die Rotföhre (Waldkiefer). In den besonders trockenen Zonen sind auch Kakteen anzutreffen.  Die Libanonzeder steht in den Hochlagen, genauso wie Schwarzföhre und Kilikische Tanne.

Auch heute noch findet man in der Türkei Wölfe, Braunbären, Wildschweine und Luchse. Selten geworden sind Kamele, besonders zahlreich ist die Vogelwelt insbesondere in den Überwinterungsphasen. Dann trifft man Pelikane, Störche, Kormorane, Nachtigallen und Fasane an. Besonders bekannt bei Vogelfreunden ist der Kuscenneti-Nationalpark.

 

Sport

Auch in der Türkei ist, wie in vielen anderen Ländern, Fussball der beliebteste Sport. Die höchste Liga im Land ist die Turkcell Süper Lig. Erfolgreichste Vereinsmannschaften sind Galatasaray, Fenerbahce und Besiktas aus Istanbul sowie Trabzonspor und Bursaspor.

Die türkische Nationalmannschaft ist in den letzen Jahren sehr erfolgreich aufgetreten. Der türkische Verband TFF (gegründet 1923) ist Mitglied in der europäischen UEFA, daher spielt die Türkei in den Qualifikationen gegen Mannschaften aus Europa.

Die erste WM-Teilnahme war 1954 in der Schweiz. Erst bei der WM 2002 (in Korea und Japan) nahm die Nationalmannschaft der Türkei wieder an einer Endrunde teil. Nachdem man im Halbfinale gegen Brasilien mit 0:1 verlor, besiegte man im “kleinen Finale” Südkorea und wurde WM-Dritter. Ein großer Erfolg der von den Fans bejubelt wurde. Bei der EM

Neben Fußball sind auch andere Ballsportarten wie Basketball und Volleyball beliebt, es gibt aber auch Wasserball, Tennis, Handball und vieles mehr. Bei Olympischen Spielen holte man Medaillen in Disziplinen wie Leichtathletik, Ringen, Judo, Boxen, Gewichtheben und Taekwondo.

 

Küche

Die türkische Küche ist aus der Nomadenküche der türkischen Stämme entstanden und wurde maßgeblich von den Nachbarvölkern beeinflusst. Starke Einflüsse hat sie dabei von der arabischen, persischen, indischen und kurdischen Küche erhalten. Als moslemische Küche hält sich die Küche an die Speisevorschriften des Islam ein. Während man auf Schweinefleisch verzichtet wird Lamm, Kalb oder Rind gegessen.

Durch die vielen türkischen Zuwanderer in Deutschland gibt es heute vor allem in den Städten viele Möglichkeiten türkisch zu essen. Vor allem natürlich im preisgünstigen Imbiss- und Dönerbuden Angebot. Es gibt allerdings auch gehobene Restaurants mit orientalischer und türkischer Küche, die einem dann auch andere Seiten und die Vielfalt der Region vorstellen.

Natürlich haben die Osmanen auch die Küchen des Balkans beeinflusst. Typische türkische Gerichte sind Kebap (gegrilltes Fleisch) in der Form als Döner Kebap, Iskender Kebap oder Adana Kebap und Köfte (Frikadellen). Es gibt außerdem einige bekannte Eintöpfe und Suppen wie die Hochzeitssuppe oder die Rote Linsensuppe Mercimek corbasi. Etwas besonderes sind auch gefüllte Teigtaschen (Manti)

Als Salat isst man in der Türkei gerne den beliebten Hirtensalat, Raukensalat oder Auberginensalat. In Deutschland kennt man sie auch: die schmackhaften und mit Reis gefüllten Weinblätter. Natürlich gibt es auch eingelegte Oliven oder andere leckere Aufstriche, immer gerne mit mediterranen Gewürzen, Olivenöl und Knoblauch zubereitet.  Kleine Appetitanreger sind die vielen Möglichkeiten ein Meze zu probieren. Ein leckeres Getränk ist das auch in Deutschland erhältliche Joghurtgetränk Ayran. Als Süßspeise gibt es Baklava aber auch Sütlac (Milchreis) und andere Kleinigkeiten. Die türkische Pizza (Lahmacum) kann mit verschiedenen Zutaten gefüllt werden. Typisch für die Küche der Türkei ist auch das Fladenbort (Pide) und die beliebten Sesamkringel (Simit).

 

Auswandern

Gerade in den letzten Jahren wandern mehr und mehr Menschen auch in die Türkei aus. Insbesondere auch bei Deutschen ist das Land als neue Heimat gefragt. Dabei hat es von den Zahlen sogar klassische Einwanderungsländer zum Teil überholt.

Daneben wandern auch Aussiedler in die Türkei, also Menschen, die türkischer Abstammung sind und größtenteils in den Nachbarländern leben und noch die Sprache beherrschen. Dies sind insbesondere Einwohner aus Bulgarien und anderen Balkanstaaten, dem Iran, Ukraine und Griechenland.

Was macht die Türkei als Auswanderungsland aber so interessant? Generell tragen sicherlich das angenehme Klima, die landschaftlichen Schönheiten und Vielfalt, die Gastfreundschaft, die niedrigen Lebenshaltungskosten und der Reiz einer Heimat zwischen Orient und Okzident bei. Die Infrastruktur des Landes wurde besonders in vielen größeren Städten und Orten sowie in den touristischen Gebieten enorm verbessert. Zwar gibt es immer noch unterentwickelte Region aber beim Human Development Index der UNO rangiert das Land noch vor den Fidschi-Inseln in der Südsee, China, Thailand, Paraguay, Ägypten oder Südafrika. Auch rein rechtlich sind die Voraussetzungen in der Türkei seinen neuen Wohnsitz zu nehmen, leichter zur erreichen als in anderen Staaten.

Allerdings sollte man die Sprache nicht unterschätzen, denn die Amtssprache Türkisch sollte man beherrschen. Auch wenn Deutschkenntnisse weit verbreitet sind, kann man mit Türkisch natürlich nur wirklich integriert werden. Die Türkei ist ferner zwar seit 1924 ein laizistischer Staat, d.h. Staat und Religion sind getrennt, trotzdem ist das Land ein moslemisch dominiertes Land. Dazu kommt die andere Mentalität, die durchaus eine gewisse Anpassungsfähigkeit voraussetzt um sich hier auch dauerhaft wohlzufühlen. Wer damit aber klar kommt, hat in der Türkei ein attraktives, bezahlbares und nicht allzu fernes Auswanderungsziel gefunden!

 

Typisch

Was ist typisch Türkisch? Dazu sollte man am besten selber in die Türkei fahren und sich ein Bild abseits von Klischee und Vorurteilen bilden. Als typisch Türkisch gelten sicherlich bei den meisten Menschen in Deutschland die Stichworte Bauchtanz, Döner, mediterrane Küche und Zaziki, Ethno-Pop, Kopftuch, Islam und Folklore.

Aber auch die Gastfreundschaft, die türkische Badekultur, die bunten und großen Hochzeitsfeiern, die reichhaltige Küche (die eben nicht nur aus Döner im Fladenbrot besteht sondern wesentlich vielseitiger ist), das moderne Istanbul mit selbstbewussten jungen Frauen und westlichen orientierten Medien sind typisch für dieses Land zwischen Orient und Okzident. Und auch der Gegensatz zwischen einem modernen, westlich orientierten Land und einem traditionellen, islamischen Land tritt oft zu Tage und kennzeichnet die Brücke Asiens.

Auch die einzelnen Völker in der Türkei, die als Minderheiten ihre eigenen Traditionen leben, geben den von ihnen bewohnten Regionen durchaus auch andere Erscheinungsbilder. Politisch sollte man wissen, dass die Türkei es nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg geschafft hat aus einem Osmanischen Reich mit Sultan, eine relativ moderne und laizistische Republik zu werden. Dies verdankt es noch heute insbesondere Mustafa Kemal (später Atatürk), der bis heute im Land verehrt wird.

Die türkische Mentalität, die mitunter sehr temperamentvoll ist, wird einem auch bei einem Fußballspiel (sei es ein Ligaspiel oder eines der Nationalmannschaft) bewusst werden. Der Stolz mit der das ganze Stadion die Nationalhymne singt, ist in gewisser Weise auch typisch. Trotzdem, am besten sollte man sich sein eigenes Bild machen, von dem was einem in der Türkei begegnet. Dabei wird man neben den Klischees auch bisher Verborgenes entdecken und zu schätzen wissen!

 

Geschichte

Die Geschichte der Türkei reicht weit in die Vergangenheit zurück. Insbesondere im Osten und in den Gebieten um Euphrat und Tigris waren in der Antike bereits Hochkulturen ansässig. Beirets zuvor waren in der Jungsteinzeit Menschen hier ansässig. Ein Zeugnis dafür ist z.B. Göbekli Tepe im Südosten der Türkei, die älteste bekannte Tempelanlage der Welt.

Es folgten u.a. die Kulturen der Assyrer, Hethiter, Lyder und Griechen. Im Westen findet man noch heute Hinweise auf die Mykenische Kultur. Für Archäologen ist die Türkei in jeglicher Hinsicht ein interessanter Ort, denn hier gibt es Museen aber auch Ausgrabungsstätten wie in Ephesus, Troja und Milet. Später folgten die Römer und danach wurde es nach der Reichsteilung ein Teil von Byzanz. Byzanz bzw. Ostrom wurde von Constantinopel aus regiert, dem heutigen Istanbul.

Im 11. Jahrhundert wanderte die Fürstendynastie der Seldschuken ein. Diese Türken kamen aus Zentralasien und Westchina. In der Schlacht von Mantzikert schulgen sie 1071 die Armee von Byzanz. Damit begann die Landnahme Anatoliens durch die Türken, die jedoch durch Mongolenangriffe geschwächt wurden. Um 1299 gründet Osman I. das Osmanische Reich. 1453 wurde Byzanz endgültig geschlagen und Constantinopel eingenommen.

Das Osmanische Reich drängte nun über den Balkan nach Europa, wurde jedoch 1683 in der Schlacht am Kahlenberg bei Wien von einem deutsch-polnischen Heer gestoppt. In der Folgezeit befreiten sich die Balkanstaaten wie Serbien, Bulgarien, Griechenland und Montenegro. Auch in Nordafrika setzen sich europäische Mächte mit Kolonien fest (Briten, Franzosen, Italiener). Daher kämpfte das Osmanische Reich mit den Mittelmächten Deutschand, Österreich-Ungarn und Bulgarien gegen die Entente cordiale bestehend aus Großbritannien, Frankreich und Russland sowie später Italien.

Der Krieg endete 1918 mit der Niederlage der Mittelmächte, die Türkei sollte durch den Vertrag von Sévres massive Gebietsverluste erleiden. Griechenland sollte die Kontrolle über Ízmir erhalten, Italien sollte Adana und Frankreich Kilikien erhalten. Im Gebiet im Erzurum sollte ein armenischer Staat entstehen. Ab Mai 1919 wirde durch Mustafa Kemal (später Atatürk) der Widerstand gegen diese harten Bedingungen organisiert. Es folgten Kämpfe insbesondere gegen Griechenland das 1922 Ízmir wieder an die Türkei verlor. Im Vertrag von Lausanne wurde der vorherigen Friedensvertrag zum Teil revidiert.

Nachdem das Land wieder befreit von ausländischen Truppen war wurde 1923 die Republik ausgerufen und in der Folgezeit das Land von Mustafa Kemal modernisiert (Kemalismus). Das Land orientierte sich mehr an Europa und wurde Laizistisch (Religion und Staat wurden getrennt). Das Sultanat, das Kalifat und die Scharia wurden abgeschafft. Der gregorianische Kalender löste den islamischen Kalender ab. Auch die arabische Schrift wurde durch die Lateinische ersetzt.

Atatürk starb 1938 doch bis heute wurde die Modernisierung der Türkei von seinen Nachfolgern weiter vorangetrieben. 1945 wurde die Türkei Gründungsmitglied der UN, 1952 trat die Türkei der NATO bei. 1974 übernahm in Griechenland das Militär die Macht, es drohte der Anschluss Zyperns an Griechenland. Die Türkei entsandte Truppen nach Nordzypern und es kam zu Kämpfen. Nach dem Waffenstillstand war die Insel de facto geteilt in die Republik Zypern im Süden und die Türkische Republik Nordzypern. Auch in der Türkei intervenierte einige Male das Militär und verhängte das Kriegsrecht. 1982 wurde die neue Verfassung per Volksabstimmung angenommen. Insbesondere in den 1980er Jahren wurde der Kurdenkonflikt stärker, die PKK wurde bekämpft. Seit 1999 wurden weitere Reformen vorangetrieben, die den Weg der Türkei in die Europäische Union ebnen sollen. Seit 2005 hat die Türkei den Status eines Beitrittskandidaten zur EU erhalten.

 

Wirtschaft

Wirtschaftlich hat die Türkei in den letzten Jahren und Jahrzehnten deutlich gegenüber Europa aufgeholt. Allerdings gibt es noch immer deutliche Unterschiede zwischen dem Westen und Osten des Landes. Insbesondere der Bereich im äußersten Westen um Istanbul ist modern industrialisiert und hat hohe Kennzahlen im Vergleich zu den ländlichen Regionen des Ostens.

Zwischen der EU und dem Land besteht seit 1996 eine Zollunion. Der stärkste Sektor ist der Bereich Dienstleistungen, gefolgt von Industrie und Landwirtschaft. Die Landwirtschaft beschäftigt allerdings zu ihrem Anteil an der Volkswirtschaft überdurchschnittliche viele Arbeitnehmer (fast 1/3).

Lange Jahre litt das Land unter einer starken Inflation der Türkischen Lira. Wichtige Wirtschafts- und Produktionszweige sind die Textil-, Automobil- und Maschinenindustrie. Importiert werden u.a. Erdöl und Erdgas. Außerdem spielt der Tourismus eine wichtige Rolle. Wichtige Handelspartner sind Deutschland, Russland, Italien und Großbritannien.

 

Aktivitäten

Ein so vielseitiges Land wie die Türkei bietet nahezu unendliche viele Möglichkeiten sich während eines Urlaubs zu betätigen. Aktivitäten und Möglichkeiten des sportlichen oder spielerischen Zeitvertreibs gibt es jedenfalls reichlich.

Wassersportler werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Die lange Küste des Landes mit den vielen Buchten und Inselchen bietet ideale Voraussetzungen für Wassersport. Baden, Sonnen und Schnorcheln sind  Betätigungen während eines Türkeiurlaubs, die noch mit einfachsten Mitteln bereits schöne Erlebnisse einbringen. Unter Wasser kann man interessante, subtropische Fische entdecken und sich an dem glasklaren Wasser des östlichen Mittelmeers erfreuen.

Wer sich gerne entspannt kann sich an den idyllischen Badebuchten und Stränden des Landes tun, er kann allerdings auch ins türkische Bade (Hammam) gehen und dort die alte Badekultur der Osmanen mit  anschließender Massage erleben.

Die Türkei liegt an den Meeren Marmarameer, Mittelmeer, Schwarzes Meer und Ägäis und bietet sich auch für Kreuzfahrten und Blaue Reisen an. Von Deck aus sieht die Küste wieder ganz anders auch und ein Zwischenstopp ermöglicht immer einen interessanten Landgang. Natürlich sind Ausflüge zu den historischen Stätten und archäologischen Ausgrabungen wie Troja, Ephesos und Milet ebenfalls immer interessant. Wer sich für Archäologie interessiert ist in der Türkei jedenfalls goldrichtig!

Auch der in Europa immer beliebter gewordene Sport Golf kann auf türkischen Golfplätzen in interessanter Landschaft ausgeübt werden. Natürlich werden in der Türkei wie in jedem anderen Land auch internationale Sportarten wie Basketball, Fussball, Tennis oder Volleyball ausgeübt. Besonders in den Touristenzentren und Ferienanlage findet man dort allerhand Möglichkeiten. An Stränden spielt man auch gerne Beachvolleyball oder schaut dabei zu.

Besonders etabliert hat sich die Türkei in den letzten Jahren auch als Wanderparadies, zahlreiche Wanderwege wie der Lykische Weg oder der Paulus Weg haben eine lange historische Tradition und bieten gute Möglichkeiten das Land intensiv per Pedes zu erkunden! Daneben gibt es noch viele andere Möglichkeiten und Aktivitäten, die man am besten vor Ort erlebt. Dabei sind viele Attraktionen, die man nicht immer unbedingt mit einem Mittelmeerland verbindet wie z.B. Wintersport im Gebirge.

 

Urlaub

Ein Urlaub in der Türkei bietet ideale Möglichkeiten um Abwechslung und Erholung zu finden. Egal was man sucht, man wird in diesem riesigen und vielseitigen Land eigentlich immer fündig! Warum vielen Reisende die Türkei für Urlaubsreisen bevorzugen und jedes Jahr mindestens einmal ihr Urlaubsparadies besuchen ergibt sich eben auch aus dieser Vielseitigkeit, denn so manch Sehenswertes ist hier zu finden.

Vergleicht man das Land mit anderen Urlaubsdestinationen so kann man schnell feststellen, dass es klimatisch im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern nahezu ganzjährig bereist werden kann. Hier gibt es natürlich auch Hauptsaison und Nebensaison, aber trotzdem ist man eben auch in den ruhigeren Monaten auf Gäste eingestellt. Dies bietet eine ganz andere Urlaubssituation, eine bessere Infrastruktur und Möglichkeiten auch außerhalb des Trubels der Sommermonate.

Während es im Winter in Zentralanatolien schneit und man Skifahren kann, sonnt man sich an der Türkischen Riviera und an der Ägäis im mediterranen Flair und Klima. In anderen Ländern werden sogar Hotels geschlossen, in der Türkei macht man Urlaub. In den letzten Jahren ist die Infrastruktur besonders in den touristischen Gebieten enorm verbessert worden. Rückständig ist hier kaum noch etwas und manche Regionen Europas hat das Land schon überholt. Und das bei immer noch günstigen Preisen und einer Gastfreundschaft die ihres gleichen sucht. Während die Rentner und Pensionäre gerne hier überwintern, kommen Familien aber auch Singles eher in der Saison.

Besonders auch Familien werden attraktive Familienhotels und -anlagen zu günstigen Preisen mit Allinclusive und viel Animation geboten. Etliche Spiel- und Bademöglichkeiten, Attraktionen und Events oft ohne Aufpreis machen den Urlaub interessant. Das hervorragende und vielfältige kulinarische Angebot sind ebenfalls ein oft genannter Pluspunkt der Türkei (genauso natürlich wie die ausgereifte Badekultur) gegenüber anderen Mitbewerben im mediterranen Europa. Gerne werden auch die Kreuzfahrten bzw. Blauen Reisen unternommen, die die Küsten mit dem Schiff entdeckbar machen. Auch Sprachreisen werden mittlerweile gerne von Europa aus in die Türkei unternommen, ist doch die Türkische Sprache auch in Deutschland durchaus eine gefragte Fremdsprache geworden. Ein Lastminute Urlaub online bietet günstige Urlaubsmöglichkeiten.

Wassersport, Tauchen, Schnorcheln, Wandern, Klettern ja und sogar Wintersport – dies ist alles in diesem Land zwischen Orient und Okzident möglich. Dazu die reiche Geschichte, die fremde orientalische Kultur mit den Basaren und bunten Märkten. Bunte Folklore und Trachten, zum Tanzen einladende Musik und Ethnopop sowie ein aufregendes Nachtleben in den Städten aber auch den touristisch wichtigen Orten sorgen für viel  Gesprächsstoff wieder in der Heimat. Archäologische Stätten (auch für einen Bildungsurlaub) locken etliche Kultur- und Geschichtsinteressierte in das Land und lassen Vergangenheit lebendig erleben!

Die Türkei- ein Urlaubsland der Superlative!

 

Uruguay in Südamerika

Uruguay ist ein kleines Land in Südamerika. Mit knapp 177.000 qkm ist es ungefähr halb so groß wie Deutschland. Mit ca. 3,3 Millionen Einwohner ist es sehr dünn besiedelt und bietet weite Grasebenen, Flußlandschaften und Küstenzonen. Es liegt am Atlantik und am Rio de la Plata. Bekannt ist Uruguay u.a. für Mate-Tee, Gauchos, Tango, die uruguayische Riviera und als Fußballnation. Das Urlaubsland Uruguay ist bei deutschsprachigen Urlaubern nicht unbedingt an der Tagesordnung aber insbesondere Südamerikaner wissen die herrlichen Sandstrände und die gute Infrastruktur zu schätzen.

uruguayische flagge
Flagge von Uruguay

Auf dem Kontinent grenzt es an die Staaten Argentinien und Brasilien. Die Hauptstadt ist Montevideo, eine der interessantesten Städte Südamerikas. Hier findet man interessante und repräsentative Bauwerke, breite alleen und Parks. Für Besucher sind die zahlreichen Museen interessant wie etwa  Museo Histórico Nacional und das Museo de Arte Contemporáneo.
Auch das Nachtleben, die vielen Tango-Bars und die vielen Events machen die Stadt interessant. An der uruguayischen Reviera liegt die kleine Stadt Punta del Este, der bekannteste Badeort des Landes. Hier findet man lange Sandstrände, Kiefern- und Pinienwälder, Felsküsten und ein angenehmes subtropisches Klima. Der Ort ist angesagt in Südamerika und hier treffen sich viele Stars der südamerikanischen Szene.

Unweit des Ortes befindet sich die Isla de Lobos, die unter Naturschutz steht, und wo man die größte Seelöwen-Kolonie des ganzen Kontinents beobachten kann. Ansonsten bietet Uruguay noch viele Sehenswürdigkeiten wie die typischen Estancias, wo man auch heute noch Gauchos trifft. Im Nordosten befindet sich einige hervorragende Thermalbäder für einen attraktiven Wellnessurlaub!

Daneben sollte man auf seinen Reisen nach Uruguay natürlich auch einmal das Nationalgetränk den Mate-Tee probieren. Auch Oldtimer findet man in Uruguay oft und Liebhaber der alten Fahrzeuge werden sich hier wohl fühlen. Viele Fahrzeuge sind noch im Gebrauch und werden zum Teil noch als Gemüsewagen etc. eingesetzt. Für Nostalgiker ist Uruguay also genau das Richtige, zumal hier sehr gastfreundliche Menschen leben und auch selten Stress aufkommt. Kulinarisch bietet das Land saftige Steaks direkt von den Naturweiden des Landes.

 

Haziendaromantik, schöne Strände und Tango

Uruguay, das Land am Rio de la Plata ist in Europa, den USA und Kanada relativ unbekannt und steht im Schatten seiner großen Nachbarn Brasilien und Argentinien. Zu Unrecht wie wir meinen, denn Uruguay hat, obwohl es nach Surinam das kleinste Land Südamerikas ist, viel zu bieten. “Uruguay” ist eigentlich nur die Abkürzung für den offiziellen Staatsnamen “Republica Oriental del Uruguay”, was in etwa “Republik östlich des Uruguay” bedeutet. Seine Hauptstadt ist Montevideo, die gerne auch von Buenos Aires aus als Tagesausflugsziel besucht wird. Hier befindet sich auch ein Großteil der touristischen Sehenswürdigkeiten des Landes.

Das Land ist flächenmäßig in etwa halb so groß wie Deutschland, hat aber gerade einmal etwas mehr als 3 Millionen Bewohner. Deutschland dagegen 82 Millionen! Aus diesen Zahlen wird schnell klar, dass in Uruguay noch viel Platz ist. Und wenn man bedenkt, daß im Ballungsraum um Montevideo mehr als die Hälfte aller Einwohner lebt, kann man sich vorstellen, wie gelassen und stressfrei es im Hinterland auf den Estancias zugeht!
Uruguays Landschaft unterstützt das Gefühl der Weite noch, da es eher flach bis hügelig geprägt ist. Es ist quasi die Fortsetzung der argentinischen Pampa und geprägt von Landwirtschaft und Graslandschaften. Da verwundert es schon fast, dass der höchste Punkt Uruguays immerhin noch auf 514 m kommt (Cerro Catedral). Große Estancias mit ökologisch schonender Rinder- und Schafzucht mit den traditionellen Gauchos prägen auch heute noch das Binnenland. Hier setzt man mehr auf Naturweiden als auf Pflanzenschutzmittel und Technologie.

Urlaub in Uruguay

Auch touristisch ist Uruguay ein beliebtes Urlaubsland, allerdings hauptsächlich aufgesucht von Gästen aus den südamerikanischen Nachbarstaaten. Von Europäern wird es meist von Argentinien und Buenos Aires aus auf ihren Reisen besucht. Dabei hat es durchaus ein eigenes touristisches Potenzial. Seine Seebäder an der Küste, der uruguayischen Reviera, gelten als mondäner Treffpunkt südamerikanischer Stars. Bekanntester Ort ist Punta del Este, wo u.a. Modenschauen und Sportevents wie Segelregatten stattfinden.Wem das zu viel Trubel ist und wer mehr die Natur kennenlernen möchte, sollte einen Ausflug auf die Isla de Lobos machen, denn die unter Naturschutz stehende Insel beherbergt die größte Seelöwen-Kolonie von Südamerika.
Überhaupt wird Ökologie und Ökotourismus in Uruguay groß geschrieben. Die saubere Natur des Landes, die stolzen Estancias und Gauchos stehen für eine Viehhaltung auf Naturweiden und wenig Technologie. Ein wenig Nostalgie wird einen auch erreichen, wenn man die vielen Oldtimer in den Straßen der Städte und Dörfer sieht. Liebevoll restaurierte alte Ford A-Modelle und viele andere Fahrzeuge aus den alten Tagen sind hier noch aktiv im Dienst.
Montevideo kann mit dem Schiff von Buenos Aires aus besucht werden. Es ist das Zentrum von Uruguay sowohl in kultureller, wirtschaftlicher und politischer Hinsicht. Hier haben außerdem auch einige internationale, südamerikanische Organisationen ihren Sitz wie Mercosur und ALADI. Hier gibt es imposante Regierungsgebäude, breite Alleen, bekannte und zentrale Plätze, Museen und Theater. Und natürlich auch zahlreiche Grünflächen wie den Prado und den Parque Rodó, mit seinen Palmen und Eukalytus-Bäumen. Das Nachtleben von Montevideo ist natürlich aufregend und man findet Diskos, Bars und die traditionellen Tangolokale. Tango, jawohl ganz recht. Denn Tango ist in Uruguay genauso typisch wie für Argentinien. Er ist damit ein genauso typisches Merkmal wie der Mate-Tee, das Lieblingsgetränk der Einheimischen im Alltag.
Wer einen Wellness-Urlaub sucht, der wird im Nordosten des Landes fündig, denn hier gibt es einige heilsame und therapeutische Heilbäder, genauso wie riesige Aquaparks für die ganze Familie. Die Salto Grande Thermalquellen sind der größte Wasserpark Südamerikas. Auch Golfsportler kommen in dem Land auf ihre Kosten, denn es gibt einige sehr schöne und landschaftlich reizvoll gelegenen Golfplätze.
Das Land hat ein subtropisches bis gemäßigtes Klima und ist mediterran geprägt. Sogar Wein wird hier angebaut und kann in Weinkellereien sogar verkostet werden. Am bekanntesten ist sicherlich der begehrte Tannat-Wein. Die Jahreszeiten sind vorhanden, aber nicht mit extremen Temperaturen ausgestaltet. Stärke Südwestwinde, die Pamperos sind allerdings berüchtigt und sind ernst zu nehmen. Sie bringen auch schon einmal drastische Temperaturstürze mit sich.

Ansonsten ist Uruguay geprägt von seinen Flußsystemen Rio Uruguay, Rio Negro und dem Mündungsdelta dem Rio de la Plata. Es gibt einige Hügelketten, aber hauptsächlich weite, satt grüne Ebenen. Hier findet man eine interessante Fauna und Flora, denn nicht nur Präriegräser gibt es hier. Einheimische Harthölzer wie Urunday und Jacarandabäume, sowie eingeführte Zedern, Zypressen, Kiefern und Eukalyptus sind verbreitet. Außerdem findet man Wilkatzen, Ameisenbären, Gürteltiere, Schildkröten, Otter und viele Vogelarten wie Sittiche, Kolibris und Kanincheneulen.

Das Image als Land der Gauchos und Estancias mit Ursprünglichkeit, schönen Küstenstädten und sauberer Natur steht Uruguay gut und wird sicherlich noch viele Besucher in das Land locken.
Basisinfo:
Name Uruguay
Kontinent Südamerika, grenzt an Brasilien und Argentinien
Fläche ca. 177.000 qkm
Einwohner ca. 3,3 Mio.
Einw./qkm ca. 19
Abstammung Meist europäischer Abstammung (Spanien, Italien), Minderheiten sind Mestizen und Bewohner afrikanischer Abstammung
Religion Römisch-Katholisch, protestantische und jüdische Minderheit
Hauptstadt Montevideo
Sprache Spanisch als Amtssprache (La-Plata Spanisch), Umgangssprachen auch Portuñol und Fronterizo
Staatsform Präsidialrepublik
Verwaltung 19 Departamentos
Währung Uruguayischer Peso
Wirtschaft Landwirtschaft (insb. Viehzucht), Lebensmittelerzeugung, Biotechnologie, Tourismus, IT, Finanzdienstleistungen
Unabhängig seit 1825 (1828 anerkannt)
Nationalfeiertag 25. August
Nationalhymne Orientales la Patria o la Tumba
Sportarten Fußball, etwas Basketball, Reitsport, Polo (Pato), Criolla (Rodeo)

 

Wirtschaft

Wirtschaftlich ist Uruguay eng mit Argentinien verflochten, so dass es Krisen beim großen Nachbarn auch immer zu spüren bekommt. Trotzdem gilt Uruguay immer noch als die “Schweiz Südamerikas”, da die Wirtschaft an südamerikanischen Verhältnissen eher solide und stabil ist. Außerdem hat Uruguay einen gewissen Sozialstaat.

Auch politisch ist das Land eines der ruhigeren Südamerikas, zumindest seit 1985 als es nach einer Militärdiktatur wieder eine Demokratie wurde. Durch die erfolgreiche Landwirtschaft ist Uruguay heute noch stark exportorientiert. Das Land ist Teil des gemeinsamen Binnenmarktes in Südamerika, der Mercosur-Region.

Die Landwirtschaft in Uruguay gilt als besonders extensiv, insbesondere wird der Einsatz von chemischen Düngern selten angewendet. Auch der Technologieeinsatz ist gering. Vielmehr setzt man auf Naturproduktion und schickt die Tiere auf große Koppeln, Naturweiden und verzichtet auf Zufütterung.

Dadurch ist Uruguay nicht so produktiv wie andere Staaten, hat aber ein positives Image was Nachhaltigkeit und Ökologie angeht. In diesen Bereich zielen auch Kampagnen in Richtung Tourismus (historische Estancias, Folklore).

Weitere Sektoren sind IT-Branchen, Biotechnologie, Bergbau, Erdölverarbeitung sowie die Herstellung von Bekleidung, Elektrogeräten, Aluminium und die chemische Industrie.

 

Uruguayer

Wenn man sich in Uruguay umsieht, wird man schnell feststellen, dass das Land und seine Bewohner noch sehr europäisch wirken. Das ist natürlich kein Zufall, denn die Uruguayos stammen mehrheitlich von Spaniern, Italienern oder anderen Europäern ab. Auch Uruguayer deutscher, österreichischer oder schweizer Herkunft sind nicht selten.

Einige Orte sind noch sehr von den geprägt von den Einwanderen wie z.B. Nueva Helvecia. Insgesamt ist der deutsche Einfluß aber nich ganz so stark wie z.B. im nicht weit entfernten Paraguay. Von den einstigen Ureinwohner den Indianern (Charruas etc.) leben heute keine mehr in Uruguay, allerdings ist ein Anteil von Menschen indianischer Abstammung (Mestizen) mit ca. 8% vorhanden. Allerdings ist dies deutlich weniger, als in anderen südamerikanischen Staaten wie Paraguay, Ecuador oder Bolivien. Es gibt daneben in Uruguay auch eine Minderheit von Einwohnern afrikanischer Abstammung (ca. 2%).

Uruguay ist insgesamt ein mehrheitlich europäisch geprägtes Land ist, so dass auch Spanisch die Amtssprache ist. In der Grenzregion zu Brasilien wird ein Spanisch/-Portugiesisch-Gemisch gesprochen, das als Portunaol oder Fronterizo bezeichnet wird.

Uruguays Bevölkerung neigt tendenziell zu einer starken Auswanderung, so dass viele Uruguayos in Argentinien, Brasilien, USA, Australien oder in Europa leben. Aber auch als Einwandererland ist das Land beliebt geworden, da es aufgrund seiner stabilien Verhältnisse und attraktiven Steuerpolitik vielen Menschen sehr attraktiv erscheint. Trotzdem sollte man nicht außer Acht lassen, dass auch Uruguay seine Probleme hat.

 

Politik

Uruguay gilt als ein politisch stabiles Land, insbesondere für Südamerika. Die Verfassung von 1967 definiert Uruguay als demokratische, rechtsstaatliche Präsidialrepublik. Die Verfassung und die Justiz orientieren sich stark an spanischen Tradtionen und Vorbildern.

Der Staatspräsident hat weitrechende Vollmachten und wird alle 5 Jahre, wie das Parlament (Zweikammerparlament) gewählt.

Die Parteienlandschaft war lange dominiert von den Blancos (Partido Nacional) und den Colorados (Partido Colorado). Bei der letzten Wahl konnte sich allerdings erstmals ein Mitte-Links Bündnis durchsetzen (Encuentro Progresista – Frente Amplio).

Verwaltet wird das Land durch 19 Provinzen (departamentos), die allerdings wenig Befugnisse haben, so daß man das Land als Zentralstaat bezeichnen kann.

 

Sehenswürdigkeiten

In Uruguay gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Diese können wir hier nicht alle aufführen, möchten aber zumindest auf die wichtigsten hinweisen. Zunächst ist da natürlich Montevideo, dass gerne von Argentinien-Reisenden von Buenos Aires besucht wird. Von dort aus kann man nämlich bequem per Schiff über Nacht anreisen und hat dann einen guten Start in der Stadt.

Allerdings kann man Montevideo auch direkt über einige europäische Flughäfen erreichen. Man landet dann auch dem Aeropuerto Internacional de Carrasco. Daneben kann man natürlich auch mit dem Auto oder Bus aus den Nachbarländern einreisen.

Montevideo hat viele Sehenswürdigkeiten wie etwa das bekannte Teatro Solis, verschiedene Museen (u.a. Museo Rómantico, das Museo Torres García, Museo de Carnaval, das Museo del Gaucho, das Museo de Arte Contemporáneo und natürlich das Museo Histórico Nacional (mit einigen alten, traditionellen Wohnhäusern) sowie auch das Museo Municipal de Bellas Artes „Juan Manuel Blanes“ mit dem hübschen Japanischen Garten.

Besuchen sollte man auch die Plaza de Independencia mit Stadttor, Denkmal zu General Artigas und dem angrenzenden Regierungspalast. Das höchste Gebäude der Stadt und ganz Uruguays ist mit 157 m der Torre de las Telecomunicaciones. Von dort aus hat man einen schönen Ausblick auf Montevideo. Neben einigen Kirchen, der Kathedrale und den vielen schönen Parks (wie dem Prado-Park) ist die Stadt auch bekannt für ihre vielen Events und natürlich dem lebhaften Nachtleben.

Neben Montevideo hat Uruguay aber noch viele andere nennenswerte Orte wie etwa die Uruguayische Riviera mit den endlosen Sandstränden, Felsküsten und pittoresken kleinen Badeorten, die sich wie Perlen an die Atlantikküste reihen. Hier liegen sie, die Ferienorte der Einheimischen, Argentinier aber auch anderer Südamerikaner und Stars. Die Orte heißen Carrasco, Atlántida und Piríapolis, und stehen für ein einmaliges Ambiente.

Der bekannteste Ort ist hier Punta del Este, der besondere Liebling bei Argentiniern und Einheimischen, denn hier ist im Sommer immer etwas los. Die Stadt ist in den letzten Jahrzehnten zu einer touristischen Hochburg des Landes herangewachsen. Hier stehen viele Villen und Ferienhäuser, natürlich auch riesige Hotels. In Punta läßt es sich gut leben und man kann außerdem einen Abstecher zur Isla de Lobos machen und dort die Seelöwen beobachten.

Uruguay ist auch ein Land für Golfer, denn die Landschaft ist hervorragend für Golf geeignet. Wo sonst findet man weite Grasebenen und Hügellandschaften vor Flüßen, Meer und Wald kombiniert mit erstklassigen Hotels und Ressorts?

Wer mehr auf Wellness und Thermalbäder steht, wird auch mit diesem Wunsch in Uruguay fündig, denn im Nordosten gibt es einige bekannte und heilsame Thermalquellen. An den verschiedenen Orten gibt es unterschiedliche Vorzüge. In Almirón findet man z.B. die einzige Quelle mit Salzwasser und in Daymán den Hydrithermal Complex und nicht weit davon den Aquapark Acuamanía. Den größten Wasserpark südamerikas findet man bei den Salto Grande Thermalquellen.

Wer eine typische Ranch des Landes erleben will, sollte San Nicanor reisen. Hier werden Wellness und Landleben kombiniert. Daneben kann man ausgedehnte Spaziergänge unternehmen oder die Landschaft mit dem Pferd erkunden.

Uruguay hat viel zu bieten. Und durch den Ökotourismus erschließt sich das Land auf eine entspannte Weise! Interessant ist auch die Teilnahme an einer Südamerika Kreuzfahrt, denn dann kann man gleich mehrere Reiseländer des Kontinents kennenlernen.

 

Klima

Das Klima von Uruguay ähnelt in etwa dem von Südfrankreich und Norditalien. Allerdings ist Uruguay vom sog. Ostseitenklima beeinflußt und das ganze Jahr über recht niederschlagsreich. Im subtropischen Norden sind die Niederschläge höher (bis 1.400 mm) als im gemäßigteren Süden. Der geringste Regen fällt in der Region um Punta del Este (unter 1.000 mm).

Vielleicht ist gerade deswegen das quirlige Punta del Este der beliebteste Ferienort des Landes. Hier treffen sich die Reichen und Schönen Südamerikas, insbesondere Argentinier fühlen sich hier wohl und kaufen auch gerne Immobilien in dieser Region.

Der Januar ist mit ca. 22 °C Durchschnittstemperatur der wärmste Monat des Jahres, der Juni der kühlste (ca. 10 °C). Die Jahreszeiten sind also durchaus spürbar in Uruguay. Im Landesinneren sind die Unterschiede zum Teil noch deutlicher. Der März gilt als der regnerischste Monat des Jahres.

Montevideo hat ca. 2.800 Sonnenstunden im Jahr. Eine besondere Spezialität Uruguays sind die Pamperos, diese starken Südwestwinde bringen kältere Luft aus Patagonien ins Land und suchen hin und wieder die Küstenregionen des Landes heim. Auch zählt Uruguay zu den Länder, wo es hin und wieder zu Tornados kommen kann, allerdings ist das Land nicht vergleichbar mit dem Tornado-Alley in den USA oder in manchen Gegenden Kanadas.

Typisch für das Klima in Uruguay ist der schnelle Wetterwechsel, so kann es manchmal über einen Tag hinweg große Temperaturunterschiede geben. dies hängt insbesondere mit dem Fehlen von schützenden Gebirgen zusammen. Es ist ein vergleichbarer Effekt wie in den USA, wo Schneestürme auch schon bis in die Südstaaten hineinreichen können.

In Südamerika treffen die tropischen Luftschichten auf kühlere Luft aus der Antarktis. Im Winter kann es dann manchmal für einige Tage auf einmal frühlingshaft werden, im Sommer plötzlich kalt. Da die Häuser bezüglich Heizungen und Isolierung nicht immer so ausgerüstet sind, wie in Mitteleuropa sollte man für diesen Fall auch warme Kleidung oder Decken mitführen.

Die Pamperos sind kalte Stürme und bringen kalte Luft aus Patagonien und der Antarktis nach Uruguay. Die kalte, trockene Luft aus Patagonien wird kaum durch Gebirge aufgehalten und kann sich daher bis in die Pampa, Buenos Aires und Uruguay ausbreiten.

Leider werden auch die Küstenregionen Uruguays dann hin und wieder verwüstet. Meist treten die Pamperos zwischen Oktober und Januar auf, allerdings können sie theoretisch das ganze Jahr über auftreten. Sie finden ihre Entsprechung in der Nordwestwetterlage in Europa.

Die heftigen Stürme entstehen, wenn warme tropische Luftmassen aus dem Norden auf die kalte Luft des südlichen Südamerika trifft. Ein Pampero kann die Lufttermperaturen drastisch senken. Dann wird ein regelrechter Temperatureinbruch vermerkt. Es kommt zu starkem Regen und Gewitter. Diese Phase nennt man auch Pampero Húmedo, darauf folgt dann ein trockenerer Wind, der Pampero Seco.

 

Nationalmannschaft & Sport

Die Fußball-Nationalmannschaft von Uruguay (die Urus) ist äußerst erfolgreich (auch wenn das erste Länderspiel im Jahre 1902 mit 0:6 gegen Argentinien verloren wurde). Besonders in den Anfängen des Sports und den ersten Weltmeisterschaften waren die Mannschaften des Landes sehr erfolgreich. Uruguay wurde der erste Fußball-Weltmeister überhaupt, nämlich 1930. Der höchste Sieg des Landes war ein 9:0 gegen Boliven (1927).

Nach dem Krieg konnte man 1950 den Titel gegen Brasilien gewinnen. 1970 (in Mexiko) wurde Uruguay WM-Vierter. In den Folgejahren waren noch einige WM-Teilnahmen dabei, jedoch konnte die Mannschaft erst wieder 2010 an alte Erfolge anknüpfen und kam bis ins Halbfinale, wo man allerdings 2:3 gegen die Niederlande verlor.

Im Spiel um Plazu 3 verlor es dann ebenfalls 2:3 gegen Deutschland. Auch die Copa América wurde bereits mehrfach gewonnen (zuletzt 2011 im Finale gegen Paraguay). Die Nationalmannschaft hat übrigens zwei Spitznamen: Charrúas (altes Indianervolk aus Uruguay) und La Celeste (die Himmelblauen).

Die Uruguayer sind ziemlich sportbegeistert. Auch hierzulande sind die Urus bekannt durch ihre Fußballnationalmannschaft, die immerhin 1930 und 1950 Weltmeister wurde. Auch in letzter Zeit war Uruguay bei Weltmeisterschaften dabei, allerdings nicht immer ganz so erfolgreich, wobei es in Südamerika jederzeit für eine Überraschung gut ist und immer besonders motiviert gegen die “Großen” Brasilien und Argentinien aufspielt.

Den Copa America haben die Urus auch schon einige Male nach Montevideo geholt. Neben diesem Sport gibt es auch einige, die Basketball oder eine besondere Form des Polo, das Pato der Gauchos spielen.

Bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika wurden die Urus sogar Vierter, nachdem sie im Halbfinale den Niederlanden und später im Spiel um Platz 3 Deutschland mit 2:3 knapp unterlag. Weitere beliebte Sportarten in Uruguay sind übrigens noch Basketball, Rugby (“Los Teros” nennt man die Nationalmannschaft), Pato (zwei Mannschaften auf Pferden kämpfen um eine Lederente), Criolla (uruguayisches Rodeo).

Im Basketball gewinnt Uruguay regelmäßig gute Platzierungen und sogar Medaillen bei der amerikanischen Basketballmeisterschaft. Außerdem gewann man in dieser sportart Bronze bei den olympischen Spielen 1952 und 1956.

Außerdem wird vereinzelt Polo und Springreiten ausgeübt. Meist von wohlhabenderen Zeitgenossen. Boccia haben die italienischen und spanischen Einwanderer mitgrebracht. Es zählt zu den vielen Freizeitsportarten, genauso wie einige Wassersportarten und Reiten.

Der Tango entstand um 1880 in der La-Plata Region, insbesondere in Montevideo und Buenos Aires. Der Tango ist sowohl Tanz als auch Musikrichtung. Seit September 2009 zählt er zum UNESCO Kulturerbe der Menschheit.

Der ursprüngliche Tango wurde durch Regeln später zum Standardtango und Teil des Welttanzprogramms. Der weniger reglementierte Tango dagegen wird weltweit gerne auch Tango Argentino genannt. Wie so oft hat man also nach dem weltweiten Siegeszug des Tanzes Uruguay übersehen und schreibt die Entwicklung namentlich den Argentiniern zu.

In Argentinien und Uruguay spricht man im übrigen nur schlicht vom “Tango”. Und wer einmal in Montevideo war, der kann gut nachvollziehen warum dieser Tanz mindestens so uruguayisch wie argentinisch ist!

Für seine Größe hat Uruguay ein gutes Netz an Golfplätzen. Mit seiner grünen und ebenen bis hügeligen Landschaft und den vielen Wasservorräten ist das kleine Land allerdings auch ein ideales Reiseziel für Golfliebhaber und -Sportler. Uruguay ist geradezu prädestiniert für den Golfsport.

Egal ob man Plätze an einem Berg, Fluß oder am Meer bevorzugt, Uruguay bieten dies alles. Die Golpfätze sind über das ganze Land verteilt und ermöglichen das Spielen auch im Urlaub. Es gibt auch die Möglichkeit das Land schwerpunktmäßig als Golfer zu erkunden. Golfanlagen sind in:

Montevideo (Club de Golf del Uruguay, Club de Golf del Cerro)
Punta del Este (Cantegril Country Club, Club del Lago Golf, La Barra Golf Club)
Canelones (La Tahona Golf Club)
Four Seasons Golf Club, Carmelo
Colonia del Sacramento (Sheraton Golf & SPA Resort)
Río Negro (Fray Bentos Golf Club)

 

Nationalhymne

Die Nationalhymne von Uruguay heißt Orientales la Patria o la Tumba. Der Text stammt von Francisco Esteban Acuña de Figueroa. Dieser ist auch der Verfasser der Hymne von Paraguay.

Die Hymne hat viele Strophen hier die ersten vier:

Orientales la Patria o la Tumba!
Libertad o con gloria morir!
Es el voto que el alma pronuncia,
Y que heroicos sabremos cumplir!

|Libertad, libertad Orientales!
Ese grito a la Patria salvó
Que a sus bravos en fieras batallas
De entusiasmo sublime inflamó.|
De este don sacrosanto la gloria
Merecimos tiranos temblad!
Libertad en la lid clamaremos,
Y muriendo, también libertad!

Dominado la Iberia dos mundos
Ostentaba sus altivo poder,
Y a sus plantas cautivo yacía
El Oriente sin nombre ni ser;
Mas, repente sus hierros trozando
Ante el dogma que Mayo inspiró,
Entre libres, déspotas fieros,
Un abismo sin puente se vió.

Su trozada cadena por armas,
Por escudo su pecho en la lid,
De su arrojo soberbio temblaron
Los feudales campeones del Cid:
En los valles, montañas y selvas
Se acometen con muda altivez,
Retumbando con fiero estampido
Las cavernas y el cielo a la vez.

 

Deutsche in Uruguay

Uruguay hat vielen deutschsprachigen Zuwanderern eine neue Heimat geboten. Ab 1850 verstärkte sich die Einwanderung und es kamen mehr und mehr Deutsche und Deutschsprachige in das kleine südamerikanische Land.

Besonders im Süden und Osten kauften sie Estancias auf und siedelten sich dort zwecks Landwirtschaft an. Verschiedene Namen zeugen davon wie Alemannia, Nuevo Berlin und Nueva Germania. Nueva Helvetica (Colonia Suiza) geht auf eine Gründung von Schweizern 1862 zurück.

Natürlich kamen auch Österreicher und andere deutschsprachige Personen (Elsässer) ins Land. Vor, im und nach dem Zweiten Weltkrieg kamen ebenfalls viele Menschen aus Deutschland hier an. Bis heute sind einige zehntausend Menschen in Uruguay deutscher Abstammung.

Damit bildet diese Volksgruppe einer der stärksten Zuwanderergruppen im Land, wenn auch deutlich hinter den Uruguayern italienischer und spanischer Abstammung. Auch das Goethe-Institut (Montevideo) ist hier aktiv. Es gibt deutsche Zeitungen, Vereine, Schulen und Kindergärten.

 

Feiertage

Uruguay hat einige Feiertage über das Jahr hinweg. Neben einigen lokalen Festtagen, sind folgende Tage in der Regel landesweit vorgegeben:

01.01. Neujahrstag
06.01. Hl. Drei Könige
Dazu kommen zwei Karnevalstage,  Gründonnerstag und der Karfreitag.
Im April ein Feiertag für Expedition der 33 Orientalen
01.05. Tag der Arbeit
    05. Schlacht von Las Piedras
19.06. Geburt von General Jose Artigas
18.07. Tag der Verfassung
25.08. Unabhängigkeitstag
11.10. Kolumbustag (Día de la Raza)
02.11. Allerseelen
25.12. Weihnachtstag

 

Küche

Generell wird in Uruguay weniger Wert auf Frühstück und Mittagessen gelegt. Auch darin ähnelt das Land also ganz den mediterranen Ländern Europas. Die Küche des Landes ist außerdem stark beeinflußt von italienischen und spanischen Traditionen.

Aus Italien kommen Elemente wie Pizza und Pasta, aus Spanien die traditonelle Küche mit Meeresfrüchten und Rindfleisch. Die Uruguayer sind wie die Argentinier Freunde und Meister des Grillens. Das bietet sich schließlich auch an, ist doch das Rindfleisch der Viehherden auf den dortigen Naturweiden ideal geeignet. Besonders bekannt ist Asado, eine spezielle Variante des Grillens auf dem Holzkohlegrill. Man kann es mit verschiedenen Fleischsorten ausführen.

Der Chivito ist eine Art Burger mit einer dünnen Scheibe mit saftigem Rindfleisch. Verbreitet allerdings nicht jedermanns Sache sind Innereien, die ebenfalls gegrillt werden. Als Nachtisch gibt es oft Süßspeisen wie Kuchen oder Eis mit Dulche de leche (Milch-Karamell). Getrunken wird gerne Mate-Tee oder Clericó (Mischung aus Schaumwein, Saft und Früchten). Es gibt übrigens auch Wein aus Uruguay, den man einmal probieren sollte, sofern man die Möglichkeit hat.

Auch in Uruguay ist der Mate-Tee eine Art Nationalgetränk. Gewonnen wir er aus dem Mate Strauch bzw. Mate-Baum, der in Südamerika beheimatet ist. Schon die Ureinwohner Südamerikas konsumierten Mate. Heute sind die größten Anbaugebiete in Brasilien (Rio Grande do Sul), Argentinien, Paraguay und Uruguay.

In diesen Ländern wird der Mate-Tee auch regelmäßig getrunken. Dabei geht der Konsum durch alle gesellschaftlichen Schichten und Bereich. Im Alltag trifft man oft auch Menschen, die Thermoskannen in der Hand haben. Das sind in der Regel Matetrinker.

Der Export von Mate ist eher gering, da diese Eigenart nur in wenigen anderen Ländern und Regionen noch nennenswert betrieben wird. Ausnahmen sind z.B. die Kanaren, der Libanon und Syrien. In anderen südamerikanischen Staaten wie Bolivien und Peru werden auch andere Aufgussgetränke generell als Mate bezeichnet. Bevor man diese trinkt, sollte man unbedingt klären, was da konkret aufgegossen wurde!

 

Uruguayische Riviera

Die Uruguayische Riviera ist eine der touristischen Highlights von Uruguay. Sie beginnt östlich von Montevideo und beinhaltet herrliche Sandstrände, Felsküste und Dünenlandschaften. Hier ist im Sommer Saison und besonders auch die argentinischen Nachbarn schätzen diese Region.

An diesem Küstenabschnitt liegt auch, ca. 140 km von Montevideo entfernt, das mondäne Punta del Este (kurz auch nur “Punta” genannt), die Perle Uruguys. Hier treffen sich die Stars und Sternchen der südamerikanischen Szene. Dementsprechend ist der Ort nicht unbedingt billig, allerdings auch mit guter Infrastruktur versehen. Punta liegt auf einer Halbinsel und hat ruhiges Wasser in Richtung Bucht und stärkere Wellen Richtung Atlantik aufzuweisen. Langeweile kommt hier nicht auf, denn man findet Restaurants, teure Hotels und viele Geschäfte der teureren Liga.

Die Strände und Sanddünen liegen attraktiv von Kiefern gesäumt vor den Parks und gepflegten Gartenanlagen der Villen und Ferienhäuser. Hier läßt sich gut leben und erholen! Weitere bekannte und gediegende Orte, die sich wie Perlen an der Küste entlangsäumen sind u.a. Carrasco, Atlántida und Piríapolis.

 

José Gervasio Artigas

Der Name José Gervasio Artigas steht wie kein anderer für den Unabhängigkeitskamp der Uruguayer. Er ist der Nationalheld Uruguays und war ein bedeutender General, sein Antlitz ziert viele Plätze in Uruguay. Geboren wurde er 1764 in Montevideo, er starb 1850 in Paraguay, nahe Asuncion.

Artigas führte den Unabhängigkeitskampf gegen die spanische Kolonialmacht und man nannte ihn auch Jefe de los Orientales (Führer der Östlichen, gemeint ist Uruguay als Land östlich des Flußes Uruguay). Nach der Besetzung von Montevideo durch portugiesisch-brasilianische Truppen flüchtete er nach Paraguay.

Er war bekannt für seine revolutionären Ideen, seinem Wunsch nach einem südamerikanischem Bundesstaat nach US-amerikanischem Vorbild und seine freiheitlichen Ideen. Unter ihm wurde auch eine Agragreform durchgeführt, wo die armen Landbewohner auf Kosten der Großgrundbesitzer Land erhielten.

Er gilt noch heute als Freiheitskämpfer und wird nicht nur in Uruguay verehrt. Es gibt Standbilder in Santiago de Chile, New York und Washington D.C. von ihm. Der ehemalige Hauptbahnhof von Montevideo wurde auch nach ihm benannt.

 

Montevideo

Die Hauptstadt von Uruguay ist Montevideo. Mit ca. 1,3 Millionen Einwohnern (als Ballungsraum sogar fast 2 Millionen) ist sie das wirtschaftliche, kulturelle und administrative Zentrum des kleinen Landes. Montevideo gilt als eine der sichersten Städte Südamerikas und seine hohe Lebensqualität ist unbestritten.

Gegründet wurde die Stadt bereits am 24. Dezember 1726. Die City ist aufgeteilt in 59 Stadtteile (barrios). Viele (z.B. Pocitos) waren einst eigene Städte und wurden erst durch das immense Wachstum von Montevideo eingemeindet.

Das Klima ist hier besonders angenehm und vergleichbar mit dem in Südfrankreich. Die Stadt hat zahlreiche Städtepartnerschaften darunter auch das benachbarte Buenos Aires in Argentinien und Caracas in Venezuela.

Montevideo hat einige Sehenswürdigkeiten wie das Teatro Solis, das bedeutenste Theater des Landes und eines der wichtigsten ganz Südamerikas. Daneben ist allerdings auch das Teatro El Galpón landesweit bekannt. Es gibt außerdem zahlreiche Museen in der Stadt wie das Museo Rómantico oder das Museo Torres García im Stadtteil Ciudas Vieja. Sehenswert sind auch das Museo de Carnaval, das Museo de Arte Contemporáneo und natürlich das Museo Histórico Nacional (mit einigen alten, traditionellen Wohnhäusern) und das das Museo Municipal de Bellas Artes „Juan Manuel Blanes“ mit dem schönen angrenzenden Japanischen Garten.

Ein besonderes Museum ist das Museo del Gaucho, hier wird einem der Gaucho, seine Arbeit und sein Leben vorgestellt. Mit vielen Ausstellungsstücken bekommt man einen guten Einblick in das Leben der uruguayischen Gauchos.

Der Jardín Botánico Profesor Atilio Lombardo ist ein Botanischer Garten in der Stadt. Da Montevideo Hauptstadtfunktion hat, gibt es auch viele repräsentative Bauwerke und Paläste hier. Erwähnenswert sind u.a. der Palacio Estevez, Palacio Piria, Torre Ejecutiva (Sitz des Präsidenten) und das höchste Gebäude des Landes der Torre de las Telecomunicaciones (157 m). Von dort hat man einen schönen Überblick über Montevideo.

Daneben gibt es in der Stadt einige bedeutende Kirchen und die Kathedrale. Das ganze Jahr über finden zahlreiche Events und Sportveranstaltungen statt. Es gibt einige Sportstadien, sowie Parks und Plätze mit entsprechende Märkten. Im Prado-Park steht ein Denkmal als Postkutsche (La Diligencia) und eines, dass an die Charrua-Indianer errinert. Hier finden auch zahlreiche Events statt. Spielkasinos sind im Hotel Carrasco und im Parque Hotel. Im Parque Batlle y Ordóñez steht das Estado Centenario (1930 erbaut). Hier wurde das erste Endspiel einer Fußball-WM ausgetragen. Im Park steht auch das Monument La Carreta.

Weitere interessante Parks sind u.a. der Parque del Cerro (Panoramaaussicht vom Cerro-Berg mit Museo Militar General Artigas) Parque Lecocq, Parque Rivera und der Parque Rodó. Montevideo ist also durchaus eine grüne Stadt!

Als einer der schönsten Plätze der Stadt gilt die Plaza de Independencia mit dem Denkmal für den Nationalhelden General Artigas. Im Westen steht hier das alte Stadttor (Puerta de la Ciudadela). An diesem Platz steht auch südlich der Regierungspalast. Die  Avenida 18 de Julio beginnt am Palacio Salvo. Das Parlamentsgebäude (Palacio Legislativo) im neoklassizistischen Stil ist ebenfalls eine Besichtigung wert. Den Busbahnhof findet man an der Plaza de Libertad, genauso wie die Freiheitsstaue von Montevideo.

Die sind nur einige Sehenswürdigkeiten dieser aufregenden Stadt. Montevideo wird nie langweilig. Auch das Nachtleben ist beachtlich auch kulinarisch hat die Stadt einige gute Restaurant zu bieten. Wer nach dem Abendessen noch tanzen möchte, findet Tanzbars und Diskotheken, so dass ihm die Stadt sicher nicht langweilig wird.

 

Punta del Este

Etwa 140 km östlich von Montevideo befindet sich der bekannte Badeort Punta del Este (auch gerne kurz  schlicht “Punta” genannt). Hier leben knapp 20.000 Einwohner aber in den Sommermonaten vergrößert sich der Ort durch Feriengäste aus Argentinien, Brasilien und anderen Teilen Uruguays deutlich. Der Ort ist auch bekannt für seine schönen Sonnenuntergänge.

Seit 1986 ist die Stadt sogar über den internationalen Flughafen Capitán de Corbeta Carlos A. Curbelo International Airport direkt erreichbar. Es gibt Busverbindungen nach Montevideo, außerdem hat die Stadt einen schönen Yachthafen.

Die Stadt liegt auf einer Halbinsel wobei das Meer zum Atlantik hin mehr Wellen hat als zur Bucht. An dieser Stelle gibt es herrliche Sandstrände, wobei sich diese in die Playa Mansa (zum Fluß) und Playa Brava (zum Atlantik) unterscheiden. Hier entstanden in den letzten Jahrzehnten Hotels, Villen und viele Ferienhäuser. Das Strandbad gilt als einer der mondänsten Badeort ganz Südamerikas und hier findet man viele Stars und Sternchen der südamerikanischen Szene. Wahrzeichen sind Los Dedos (die Finger), eine Handskulptur die am Strand besichtigt werden kann.

In Punta del Este mündet der breite Rio de la Plata in den Atlantik und ist mit ca. 220 km hier der breiteste Strom der Welt. Wassersportlicher lieben die Insel Gorriti, die zwar unbewohnt aber touristisch erschlossen ist. Auflugsfahrten bieten sich auch zu der unweiten Isla de Lobos ein, wo ein große Seelöwenkolonie beheimatet ist.

 

Sprache

Offizielle Sprache in Uruguay ist Spanisch (Castellano). Allerdings wird in Uruguay durchaus ein eigener Dialekt gesprochen, das als Río-de-la-Plata-Spanisch bezeichnet wird. Diese Variante wird auch in Argentinien gesprochen und gilt als die entfernteste Variante des modernen Castellano.

Durch die unterschiedliche Aussprache und sogar verschiedene Bedeutungen von Substantiven kommt es regelmäßig zu Missverständnissen zwischen Uruguayern und anderen Spanisch sprechenden Personen aus lateinamerikanischen Ländern. Auch in der Grammatik gibt es Unterschiede.

Ein Grund für die andere Aussprache liegt auch an der großen Einwanderergruppe aus Italien. Durch die Grenze zu Brasilien hat auch das Portugiesische Einfluß auf den Dialekt in Uruguay genommen. In der Grenzregion wird im Übrigen eine Mischsprache namens Portuñol gesprochen. Eine andere Bezeichnung ist auch Fronterizo.

Verbreitet Fremdsprachen in Uruguay sind Italienisch, Französisch seltener Englisch oder gar Deutsch. Natürlich gibt es auch Sprachkurse zum Erlernen der spanischen Sprache.

 

Tourismus

Der Tourismus gehört in Uruguay zu den aufstrebenden Wirtschaftssektoren. Besonderen Wert legt man Uruguay im Übrigen auf den Ökotourismus, man möchte das Land und seine Natur mit den wirtschaftlichen Interessen kombinieren. Die saubere Natur des Landes, ist die wichtigste Quelle für den Tourismus und dieser kann nur florieren, wenn sie erhalten bleibt.

Das Land bietet einige Vorteile, die es in die Waagschale werfen kann. Unter anderem ist seine Natur sauber und die romantischen Estancias bieten die Möglichkeit, das Leben der Landbewohner und Gauchos zu erleben.

Montevideo ist eine spannende Stadt und bietet ebenfalls viele Sehenswürdigkeiten und kulturelle Erlebnisse. Daneben ist die Möglichkeit die frischen Produkte vom Land vor Ort zu essen äußerst reizvoll. Verschiedene Gerichte wie Asado sind Grillgerichte. Beim Asado werden verschiedene Fleischsorten auf dem Holzkohlegrill gegrillt.

Ein beliebter Badeort ist Punta del Este. Hier findet man herrliche Sandstrände und die High-Society Südamerikas, also viel Stoff für Reiseberichte. Außerdem Wahrzeichen wie die “Los Dedos”, die Steinskulptur einer Hand und den Leuchtturm. Ausflüge werden zur Isla de Lobos angeboten, hier kann man die große Seelöwenkolonie beobachten. Die Isla Gorriti ist ein Treffpunkt für Wassersportler.

Uruguay hat einiges für den Tourismus zu bieten und wartet auf den interessierten Reisenden, der einen Urlaub in diesem Land verbringen möchte.

 

Gauchos

Die Gauchos sind die typischen Vertreter der viehzüchtenden Landbewohner in Uruguay aber auch Argentinien und Paraguay. In Montevideo hat man ihnen sogar ein eigenes Museum gewidmet, nämlich das Museo del Gaucho.

In der uruguayischen Volklore stehen sie ähnlich wie die Cowboys aus Nordamerika für die Tradition und die Erschließung des Landes. Auch heute ist der Begriff weltweit bekannt und wird auch im Tourismus Marketing der Länder hin und wieder eingesetzt.

Wer das Leben auf dem Land kennenlernen möchte, sollte einmal auf einer Estancia übernachten in der es Möglichkeiten gibt mit den heimischen Gauchos den Alltag zu erleben. Besonders empfehlenswert ist natürlich auch dann an einem Asado-Grillen teilzunehmen!

 

Einreise

Nach derzeitigem Stand benötigen Deutsche Staatsbürger bei einem Aufenthalt bis zu 90 Tagen kein Visum (August 2010). Auch der Kinderreisepass bzw. Kinderausweis wird anerkannt. Der Personalausweis alleine reicht allerdings nicht aus, um nach Uruguay einzureisen.

Bei der Einreise erhält man einen Einreisezettel, dieser wird bei der Ausreise wieder abgegeben. Die Einreise nach Uruguay kann von einigen europäischen Flughäfen als Direktflug erfolgen. Bekanntester Flughafen ist der Aeropuerto Internacional de Carrasco nahe Montevideo.

Die Einreise nach Uruguay ist natürlich auch über die Grenzübergänge der Nachbarländer per Auto oder Bus möglich. Aktuelle Informationen zur Einreise nach Uruguay findet man auf den Seiten vom Auswärtigen Amt. Die Seite sollte man vor der Einreise auf jeden Fall besuchen, um auf dem aktuellen Stand zu sein!

Viele Urlauber machen gerne einen Abstecher von Buenos Aires in Argentinien mit dem Schiff über den Rio de la Plata nach Uruguay. Besonders gerne wird ein Ausflug in das geschichtsträchtige Colonia del Sacramento in diesem Zusammenhang wahrgenommen. Diese Stadt hat heute etwas mehr als 21.000 Einwohner und gilt als älteste Stadt von Uruguay.

Vieles erinnert hier noch an die Portugiesen, die hier ebenfalls einmal herrschten und hier einen wichtigen Stützpunkt unterhielten. Die Altstadt von Colonia del Sacramento zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Uruguay bietet sich als als Transitland an um einen Reise nach Paraguay oder Brasilien zu machen, ebenso aus der anderen Richtung natürlich nach Argentinien oder Chile.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang natürlich das beachten der jeweiligen Einreisebestimmungen, die von Land zu Land auch in Südamerika variieren können. Generell gilt Uruguay als eines der am wenigsten von Korruption betroffenen Staaten Südamerikas, der frühere Name war nicht umsonst die “Schweiz Südamerikas”.

Auch was die Einwanderung angeht ist Uruguay relativ liberal, die Einwanderungsbedingungen sind im Gegensatz zu vielen anderen Ländern auf der Welt durchaus noch zu erfüllen. Hierüber sollte man sich aber erst Gedanken machen, wenn man mehrmals in Uruguay gewesen ist und das Land kennengelernt hat. Die Anreise per Flugzeug wird in der Regel nicht über einen Direktflug erfolgen, sondern über ein oder mehrere Stopps (z.B. Sao Paulo).

 

Wein

Uruguay ist zwar kein besonders bekanntes Weinland, im Gegensatz zu Chile, hat aber durchaus einige gute Tropfen vorzuweisen. Eigentlich auch logisch, immerhin sind Italiener und Spanier die größten Einwanderungsgruppen. Diese brachten den Wein und die Reben aus ihrer alten Heimat mit.

Ende des 18. Jahrhunderts wurden die ersten Pflanzen eingeführt und ab 1870 in den Handel gegeben. Die Weinanbaugebiete sind über das ganze Land verteilt, wobei ein Schwerpunkt im westlichen Landesteil und im Süden liegt. Fast 2/3 der Produktion erfolgt in Montevideo und im Departemento Canelones.

Bekanntester Wein aus Uruguay ist der Tannat, er ist auch die älteste Rebsorte. Er wird gerne zu den typischen Grillspeisen aber auch Wild getrunken. Angebaute Sorten sind u.a. auch Torrontés Riojano, Merlot, Cabernet Sauvignon, Chardonnay und  verschiedene Dessertweine. Es gibt einige Weinkeller und Weingüter im Land und eine Verkostung sollte man als Freund des Getränkes des Dionysios mitmachen.

Es wird übrigens gemunkelt, dass Uruguay nur deshalb auf dem internationalen Weinmarkt noch nicht so bekannt ist, weil die Uruguayos ihren exzellenten Wein am liebsten selber trinken. In der Tat wird der produzierte Wein in Uruguay hauptsächlich für den Konsum im eigenen Land erzeugt.

Weißwein aus Uruguay ist ebenfalls sehr beliebt, wenn auch nicht so typisch für die Anbauregion. Dabei gibt es sehr interessante und fruchtige Noten, die durchaus einen Geschmack mit Äpfeln, Pfirsischen und Melonen kombinieren.

 

Oldtimer

Wie überall in Südamerika findet man auch in Uruguay noch alte Autos. Diese Oldtimer werden zum Teil noch aktiv als Gebrauchsfahrzeuge genutzt. Wer also für die guten alten Zeiten schwärmt und die Autos aus der Vergangenheit liebt, wird in Uruguay sicherlich so manches Objekt zu seiner Begeisterung finden. Weit verbreitet sind übrigens die alten Fordmodelle (z.B. der Ford A).

Oft haben sich schon Reisende in einen Oldtimer verliebt, diesen gekauft und nach Europa gebracht. Es gibt mittlerweile auch einige Anbieter die in diesem Nischensegment tätig sind und Autos aus Uruguay importieren.

Je nachdem wie der Währungskurs steht, kann man durchaus ein Schnäppchen machen. Für Liebhaber können solche Angebote sher interessant sein. Egal ob man sich einen nicht mehr fahrtüchtigen Wagen kauft  und ihn wiederherstellt oder einen sorgfältig restaurierten Oldtimer. In Deutschland wird man sicherlich  mit einem derartigen Fahrzeug die Blicke auf sich ziehen!

 

Mercosur

Der Mercosur (portugiesisch: Mercosul) ist der gemeinsame Markt Südamerikas. Grundlage der Gemeinschaft war der Vertrag von Asuncion (Paraguay) vom 26. März 1991. Vollmitglieder sind Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Venezuela (formell noch nicht aufgenommen).

Assoziierte Staaten sind Chile, Bolivien, Peru, Kolumbien und Ecuador. Bolivien hat mehrfach Interesse an einer Vollmitgliedschaft bekundet. Arbeitssprache sind Spanisch und Portugiesisch. Der Hauptsitz der Gemeinschaft befindet sich in Montevideo.

Der Binnemarkt des Mercosur umfasst mehr als 260 Millionen Menschen. Geplant ist auch eine gesamte Amerikanische Freihandelszone zu schaffen (FTAA). Hier gibt es aber noch eine Gegensätze und Hürden  der südamerikanischen Staaten insbesondere zu den USA zu überwinden.

 

Thermalquellen

Im Norden von Uruguay bietet das Land ideale Bedingungen für einen Erholungs- und Wellnessaufenthalt, denn hier befinden sich wohltuende Thermalquellen. Hier zwischen den Flußlandschaften, Auen und grünen Ebenen kann man in dem dünn besiedelten Land die Natur auf neuen Wegen erfahren und relaxen.

Bekannte Thermalquellen sind in Almirón (einzige Salzwasserquellen, eingebettet zwischen Hügeln und Wäldern), Arapey (Salto), Daymán (therapeutisch mit dem Hydrothermal Complex, in der Nähe befindet sich auch der für Familien interessante Aquapark Acuamanía), Guaviyú (Palmen und exotisches Flair mit sehr mineralhaltigem Wasser) und die Salto Grande Thermalquellen (riesiges Gelände als Teil des Hotel Horacio Quiroga nahe einem See, größter Wasserpark Südamerikas mit Kurbereich, Spaßzonen und Events).

Etwas besonderes ist sind auch die Thermen von San Nicanor, denn sie befinden sich auf einer Ranch. Eine ideale Kombination aus Natur, Ranch und Erholung wartet hier auf die Besucher. Hier kann man auch übernachten, sowie auf dem Rücken der Pferde die interessante Landschaft entdecken, sowie an Wanderungen teilnehmen.

 

Isla de Lobos

Die Isla de Lobos ist mit der Fähre von Punta del Este gut zu erreichen. Sie ist ca. 9 km vom Ferienort entfernt und ist ausgewiesenes Naturschutzgebiet. Sie darf zwar nicht betreten werden, aber trotzdem ist sie eine besondere Attraktion.

Hier leben nämlich etwa 200.000 Seehunde, Seelöwen und Seeelefanten. Diese Population stellt damit die größte Kolonie dieser Tiere in ganz Südamerika. Die Beobachtung der Tiere ist ein besonderes Highligt und erfolgt von den Auslugsbooten aus. Auf der Insel leben auch viele Vogelarten, die Insel ist also auch ausgesprochen interessante für Ornithologen.

Ein weiterer Blickfang ist auch der 59 m hohe Leuchtturm, der das einzige Bauwerk auf der Insel darstellt. Er wird unterhalten von der Marine des Landes.

 

Isla Gorriti

Die Isla Gorriti liegt in der Bucht von Maldonado im Río de la Plata kurz vor dessen Einmündung in den Atlantik. Hier am breitesten Fluß der Erde findet man eine schöne Insel, die ein beliebtes Ausflugsziel für die Bewohner von Punta del Este oder Reisenden darstellt.

Die Insel ist nicht besonders groß, sie hat eine Länge von 1,7 km und ist an ihrer schmalsten Stelle nur 160 m breit (an der breiteste immerhin 700 m). Benannt wurde die Insel nach Francisco Gorriti, einem Oberst aus der Zeit des Unabhängigkeitskrieges gegen die Spanier.

Die Isla Gorriti ist mit einem Pinienwald bedeckt und es gibt zwei Strände, den Playa Honda im Westen und den Puerto Jardín im Norden. Die Insel kann mit Ausflugsbooten von Punta del Este erreicht werden und Wandermöglichkeiten.

Außerdem gibt es einige historische Überbleibsel aus dem 18. Jahrhundert (Bauruinen und alte Kanonen) auf der Insel. Man kann auch Wasserpsort betreiben und den vielen Segelbooten zuschauen, die auch gerne hier halt machen.

Auswandern

Auswandern nach Uruguay galt lange als Geheimtipp. Das kleine Land in Südamerika ist erstaunlich stabil und nicht so überlaufen wie andere Einwanderungsländer.  Im Vergleich zu Ländern wie USA, Kanada oder Neuseeland hat man hier auch recht gute Bedingungen um an eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung  zu erhalten. Uruguay hat niedrige Lebenshaltungskosten und ist steuerlich zum Teil sehr attrativ da es niedrige Steuern hat.

Auslandseinkünfte profitieren von den in Uruguay geltenden Territorialprinzip. Immobilien sind ebenfalls im Vergleich zu anderen Ländern erschwinglich. Wer also die engen Städte mit den knappen Neubaugebieten in Deutschland leid ist, hat hier gute Karten, denn Land ist hier meist noch sehr günstig zu haben. Dazu kommt ein Klima, dass ebenfalls mediterran und angenehm ist. Dies alles hat auch aus Uruguay ein beliebtes Einwanderungsland gemacht.

Die Kriminalität ist ebenfalls relativ niedrig und Uruguay wird immer noch gerne die “Schweiz Südamerikas” genannt. Auch das Gesundheitssystem ist im Vergleich zu anderen Ländern gut., Korruption ist  in der Verwaltung kaum verbreitet. Dadurch gehört das Land sicherlich zu den lateinamerikanischen Ländern, die am attraktivsten als Auswanderungsland sind.

Letzendlich sollte eine Einwanderung jedoch gut überlegt sein und man sollte das Land kennen. Auch in Uruguay gibt es eine ganze Reihe Nachteile und auch hier findet man leider nicht das Paradies auf Erden. Die Amtssprache Spanisch sollte ebenfalls beherrscht werden und man sollte Uruguay und die Mentalität der Uruguayer schon durch Reisen kennengelernt haben.

 

Neuseeland, das Kiwiland

Der Inselstaat Neuseeland liegt im südlichen Pazifik und ist Teil Ozeaniens. Neuseeland ist eine parlamentarische Monarchie mit der Queen of England als Staatsoberhaupt und im Commonwealth of Nations. Die Maori nennen das Land Aotearoa Neuseeland besteht aus einer Südinsel und der etwas kleineren Nordinsel. Neben diesen beiden Hauptinseln zählen noch zahlreiche kleinere Inseln zum Staatsgebiet wie Stewart Island, Waiheke Island und Great Barrier Island. Weitere zum Staat zählende Inseln sind die fernen Kermadec-Inseln, die Chatham-Inseln sowie einige subantarktische Inseln (u.a. Campbell-Inseln und Auckland-Inseln). Reisen nach Neuseeland sind genau das richtige für Naturfreunde und Menschen, die vor einer weiten Anreise für imposante Landschaften nicht zurückschrecken.

neuseelaendische flagge
Flagge von Neuseeland

Auch die Atolle von Tokelau gehören zu Neuseeland, Autonomie genießen ferner die Cook-Inseln und Niue. Die Hauptstadt von Neuseeland ist Wellington. Mit einer Fläche von 268.680 qkm ist das Land etwas größer als Großbritannien. Das Kfz-Kennzeichen ist NZ, die Internetendung .nz. Nationalfeiertag ist der Waitangi-Day am 6. Februar. Durch den Vertrag von Waitangi wurde Neuseeland britische Kolonie. Unabhängig wurde es 25. November 1947 mit dem Statut von Westminster.

Neuseeland ist ein dünn besiedeltes Land. Die Kiwis, wie sich die Neuseeländer selbst nennen, stammen meist aus Großbritannien, Irland, Deutschland und anderen europäischen Ländern ab. Diese Volksgruppe wird Pakeha genannt. Es folgen die polynesischen Ureinwohner die Maori. Desweiteren leben auch einige Asiaten, meist Chinesen und Inder auf den Inseln, sowie Polynesier aus Samoa, Tonga oder den den Cookinseln.

Stärkste Kirchen sind Anglikaner und Katholiken, es folgen weitere christliche Gemeinschaften, die einheimische Ratana sowie Buddhisten, Hindus und Moslems. Gesprochene Amtssprachen sind Englisch und Maori (Te Reo Maori). Neuseeland ist nicht erst seit dem Herrn der Ringe und weitere Filmproduktionen als Urlaubsparadies berühmt geworden.

Die Landschaften sind auf kleinstem Raum bereits sehr vielfältig und das Klima reicht von kalten und gemäßigten Breiten zu den Subtropen auf der Nordinsel. Die phantastische Natur des Staates wird in vielen Nationalparks geschützt. Die Südinsel ist mit ihren Fjorden, allen voran dem Milford Sound im Fiordland ein beliebtes Reiseziel. Bekannteste Stadt ist hier Christchurch, eine sehr britisch anmutende City. Besonders im Süden ist die Landwirtschaft mit Schafzucht ein wichtiger Arbeitgeber. In Rotorua findet man heiße Quellen  (Whakarewarewa) und den bekannten Pohutu-Geysir, sowie eine Kunst- und Schnitzakademie der Maori.

Weitere Sehenswürdigkeiten für Reisen nach Neuseeland sind Queenstown und seine umliegende Landschaft am Lake Wakatipu, die Metropole Auckland (mit Sky Tower, One Tree Hill, Hafen, Kelly Tarlton’s Antarctic Encounter & Underwater World und exzellenten Bade- und Surfmöglichkeiten), die Coromandel Peninsula und die Bay of Islands, nur um einige Beispiele zu nennen. durch seine starken Winde ist Neuseeland auch ein attraktives Segelrevier. Natürlich hat auch Wellington einiges zu bieten, wie das Nationalmuseum Te Papa Tongarewa, die Botanischen Gärten, das Hyde Park Museum und das Film Cente.

Sehenswert ist auch das alte, aus Holz gebaute Regierungsgebäude und der moderne Bienenstock (Beehive) mit dem Büros der Regierung. Besonders nett wirkt der Naturhafen und die grüne Landschaft, in der sich die City einschmiegt. Wellington ist im übrigen Zentrum der neuseeländischen Filmindustrie. An alte Zeiten dagegen erinnert die Wellington Cable Car, mit der man durchaus einmal eine Fahrt machen sollte.

 

Neuseeland – Land der Kiwis

Viele halten Neuseeland für das vielseitigste Land der Erde. Von Deutschland aus gesehen, ist es das entfernteste Reiseziel der Welt und somit schon mit einem langen Flug verbunden. Und trotzdem wird es jährlich von tausenden Besuchern aus Deutschland bereist und das nicht ohne Grund. Neuseeland hat einen besonderen Zauber und strahlt eine besondere Faszination aus. Diesem kann man sich nur schwer entziehen, denn es ist eine Mischung aus verschiedenen Zutaten. Man nehme die Fjorde Norwegens, schmücke sie aber mit Palmen und mildem Klima. Daneben stehen die neuseeländischen Alpen, die mit dem Mount Cook immerhin 3.754 m erreichen und außerdem beste Skigebiete offerieren.

Wer glaubt, nur auf Island oder Lanzarote gibt es Vulkanismus, der wird sich wundern. Die pazifischen Inseln bieten in Rotorua am gleichnamigen See auf der Nordinsel unter anderem die Thermalfelder von Whakarewarewa und den Pohutu-Geysir, die beide zu den beeindruckendsten Attraktionen des Landes zählen. Hier werden die Häuser mit Erdwärme beheizt und es riecht nach Schwefel, denn hier ist die Erde noch aktiv. Faszinierend ist auch ein Besuch in der Kunst- und Schnitzakademie der Ureinwohner der Inseln, den Maoris. Sowohl auf der Südinsel, als auch auf der Nordinsel gibt es herrliche Strände, zum Teil unberührt. Surfer, Badefreunde und Taucher werden sich auf dem Inselarchipel wohlfühlen. Ganz zu schweigen von Segelfreunden, die auch den Inselarchipel lieben gelernt haben.

Neuseeland ist also mehr als Schaf und Kiwi. Kiwis, egal ob man nun die Frucht oder den flugunfähigen Vogel meint, sind wirklich süß! Wobei dies für den Kiwi-Vogel natürlich nur im Sinne von knuffig gemeint ist, denn der niedliche Kerl steht bekanntlich unter Naturschutz. Das ist natürlich auch nicht anders zu erwarten, in einem Land, wo sich seine menschlichen Bewohner schon nach dem Vogel benennen. Überhaupt bemüht sich das Land sehr um Ökologie und Umweltschutz, denn wie anfällig das Paradies mit seiner einzigartigen Tierwelt ist, zeigt z.B. das Ozonloch und seine Auswirkungen.

Im mildem Klima gedeiht auf herrlichen Weingütern ein Wein wie in Frankreich oder Italien. Der Bekanntheitsgrad des neuseeländischen Weines wird immer größer, mehr und mehr Fans des Rebensaftes haben gefallen an Produkten aus dem Land der Kiwis. Neuseeland hat Regenwälder, Wasserfälle, hochalpine Schneeparadiese und sattes Weideland. Hier wird intensiv Viehzucht betrieben und heute findet man in deutschen Eisschränken Hirsch und Lamm aus Down Under.

Nicht zu vergessen sind natürlich das multikulturelle Auckland, Wellington oder Christchurch. Die Städte bieten eine außerordentliche hohe Lebensqualität und sind nie weit von der Natur entfernt. Ausgedehnte Parks und Meeresbuchten machen selbst Großstädte zu Ferienorten mit dem Urlaubsflair eines Fischerdorfes. Daneben hat das Land der Kiwis viel Exotik zu bieten, denn die Maoris treten heute selbstbewusst mit ihren Traditionen in Erscheinung. Hier trifft Europa auf Polynesien, Asien auf Ozeanien und hier leben mittlerweile Einwanderer aus den verschiedensten Teilen der Erde.

Es ist kein Zufall, dass das Land auch zum Auswandern ein gefragtes Zielland ist. Mit Englisch als den Alltag beherrschende Sprache kommt man hier immer durch, wenn auch die Sprache der Maoris mittlerweile ebenfalls offiziellen Status genießt. Die hilfsbereiten und entspannten Menschen in Down Under machen den Urlaub aber auch das Leben hier insgesamt attraktiv. Sie sind stolz auf ihre Heimat und auf viele Eigenheiten aber auch Erfolge wie die beste Rugby-Nationalmannschaft (die All Blacks) weltweit. Der Alltag gestaltet sich unkonventionell und immer wieder möchte man sich kneifen um sicher zu gehen, das man nicht träumt. Niemals wird es eigentlich langweilig, dazu gibt es hier einfach zu viel zu entdecken. Die Inseln haben einfach nahezu für jeden etwas im Angebot.

Wer doch einmal mehr erleben will, sollte in das beliebte Queenstown am Wakatipu-See in der Region Otago (Südinsel) reisen, denn dort gibt es Bungeejumping und viele anderen Abenteuersportarten. Die Landschaft lädt zum Mountainbiken, Wassersport, Wandern, Skifahren oder Jetboot-fahren ein. Hier gibt es auch eine Gondelbahn und einen alten Dampfer, mit dem man den See erkunden kann.

 

Neuseeland in den Medien

Überzeugt?! Sie sollten Neuseeland aber selbst bereisen. Machen Sie Urlaub in dem Land, wo bekannte Filmkulissen liegen, Herr der Ringe, Xena, Hercules und “Die Chroniken von Narnia”, nur um einige zu nennen. Diese Filmkulissen haben mit dazu beigetragen, dass immer mehr Menschen dieses Land erleben wollen. Und auch im Fernsehen ist Neuseeland in Relation zu seiner Größe ziemlich im Fokus. Auswanderer-Dokumentationen, Landschaftberichte – nahezu täglich findet man etwas im TV zu diesem interessanten Inselreich. Es gibt aber auch andere Medien, die sich fortlaufend mit diesem attraktiven Reiseland beschäftigen. Geht man in den Buchladen oder schaut man sich die Reisezeitschriften an, so findet man ebenfalls immer einen Band zu diesem Urlaubsland.

Ergänzend hierzu freuen wir uns aber auch über Ihren Besuch in unserem Portal und hoffen die ein oder andere zusätzliche Information liefern zu können. Auch insbesondere in unserem Blog, wo wir über Aktuelles aus Neuseeland berichten. Erleben Sie eine völlig andere Welt am anderen Ende des Globus!

 

Basisinfo zu Neuseeland

 Name New Zealand, Aotearoa
 Kontinent Ozeanien
 Fläche ca. 268.700 qkm (etwas größer als Großbritannien)
 Einwohner ca. 4,3 Mio.
 Bevölkerungsdichte 16/ qkm
 Hauptstadt Wellington
 Größte Stadt Auckland
 Zusammensetzung 70% europäischer Abstammung, 15% Maori, ansonsten Asiaten, Polynesier
 Sprachen Englisch, Maori
 Religionen Anglikaner, Presbyterianer, Katholiken, Methodisten, Baptisten, Ratana-Kirche
 Klima Subtropisch (Norden) bis gemäßigt (Süden)
 Währung Neuseeland-Dollar (NZ$)
 Wirtschaft Landwirtschaft mit Schaf- und Rinderzucht, Obst- und Gemüseanbau, Tourismus, Bodenschätze, Dienstleistungen, Erneuerbare Energien (Wasser, Solar, Wind)
 Staatsform Parlamentarische Monarchie
 Staatsoberhaupt Queen of England, vertreten durch Generalgouverneur
 Regierungschef Premierminister
 Unabhängig seit 25. November 1947 (Statut von Westminster)
 Nationalhymne God Defend New Zealand (daneben God save the Queen)
 Nationalfeiertag 6. Februar
 Nationalvogel Kiwi
 Sportarten Rugby, Cricket, Segeln, Adventure (Bungee, Zorbing etc.), Fußball
 Regierung http://newzealand.govt.nz

 

Sprache

Was viele nicht wissen: in Neuseeland hat nicht nur Englisch den Status einer Amtssprache, sondern auch Te Reo Maori, die Sprache der Ureinwohner der Inseln. Daneben ist auch auch die neuseeländische Gebärdensprache mit einem offiziellen Status ausgestattet.

Englisch, in seiner neuseeländischen Aussprache und Variante hat Ähnlichkeiten mit dem australischen Englisch, allerdings auch viele eigenen Wörter. Insbesondere die Maoris verwenden zudem ebenfalls noch einige andere Wörter und Slangs.

Die polynesische Sprache der Maoris war lange auf dem Rückzug, wurde aber in den letzten Jahrzehnten wieder mehr gefördert und trägt heute auch zum erstarkenden Selbstbewusstsein der Ureinwohner bei. Seit 1987 hat es einen offiziellen Status als Amtssprache und wird auch in Schulen gelehrt, nicht nur für die Maoris selbst.

Daneben wird das Sprachenbild komplettiert durch Fremdsprachen in den Schulen wie Französisch, Deutsch oder gar Japanisch. Da Neuseeland ein Einwanderungsland ist, werden natürlich auch die Sprachen der Einwanderer gesprochen, man trifft daher ferner u.a. auch hin und wieder auf Hindi, Mandarin oder andere chinesisch Sprachen und Samoisch (Polynesische Sprache aus Samoa).

Einige Floskeln in Te Reo Maori (ohne Betonungsmerkmale):

Kia Ora = Hallo

Neuseeland = Aotearoa

Pakeha = Neuseeländer europäischer Abstammung

Tenei ra = Heute

Inanahi = Gestern

Apopo = Morgen

Tamariki = Kinder

Tama = Sohn

Tamahine = Tochter

Wahine = Frau, Ehefrau

Tane = Mann, Ehemann

Koha = Geschenk

Maunga = Berg

Awa = Fluss

Wai = Wasser

Moana = Meer

Motu = Insel

Waka = Kanu

Waiata = Lied

Haka = Tanz

Zahlen 1-10:  tahi, rua, toru, wha, rima, ono, whitu, waru, iwa, tekau.

 

Neuseeländer – die Kiwis

Die Neuseeländer nennen sich selbst gerne auch Kiwis und das sagt schon viel über die humorvolle und selbstironische Art dieser Menschen aus. Man nimmt sich in der Regel nicht so ernst und ist in vielen Dingen unkomplizierter als Europäer oder Nordamerikaner.

Die Kiwis sind meist bescheiden, denn Reichtum war auf Neuseeland nie leicht zu bekommen. Im Gegenteil, lange Zeit waren die Inseln abgeschieden, geografisch isoliert “am Ende der Welt” und man kämpfte hart um seine Ressourcen. Daher ist bis heute das Zurschaustellen von Reichtum oder Protzen hier kaum vorhanden.

Man ist bei seinen Wurzeln geblieben und lebt mit der Natur und ihren Gefahren. So schön Neuseeland ist, so gefährlich ist es auch. Viele Menschen haben bei Erdbeben, Stürmen oder anderen Ereignissen schon ihre Leben oder ihr Hab und Gut verloren oder mussten zumindest Rückschläge hinnehmen.

Lange Zeit galten die Neuseeländer auch Hinterwäldler, als letzte Kolonie bevor der Globus zu Ende ist. Heute im Zeitalter der Langstreckenflüge und gefragten Filmkulissen, dem Wiederentdecken von Natur und Sauberkeit, da ist das Land nun in aller Munde und die Kiwis plötzlich cool und crazy. Neuseeland ist ein Einwanderungsland, aber auch ein Auswanderungsland. Viele Menschen, insbesondere auch von der Südinsel zieht es nach Australien, USA, Kanada oder Europa.

Knapp 15% der Neuseeländer sind Maoris, die in den letzten Jahren mehr und mehr ihre eigene Identität wiederentdeckt haben. Insbesondere die Anerkennung der Maori-Sprache als Amtssprache war ein wichtiges Zeichen. Trotzdem haben sie es immer noch schwerer als andere und die Armut in dieser Volksgruppe ist immer noch hoch.

Die Einwanderer kamen meist früher aus England oder Schottland sowie den Britischen Inseln insgesamt, andere aus Deutschland, anderen Staaten Westeuropas oder Italien, Kroatien und Osteuropa. Heute wandern insbesondere auch Asiaten, meist Inder, Chinesen, Vietnamesen ein. Sie bringen ihre Küche und die Philosophien Ostasien ins Land. Auch für Zuwanderer aus dem pazifischen Raum ist Neuseeland immer noch ein wichtiges Land zum arbeiten. Fast 1/4 der Bevölkerung ist nicht im Land geboren.

Entsprechend bunt ist auch das Gemisch der Religionen, wobei Anglikaner und Katholiken die größten Kirchen darstellen. Es folgen Presbyterianer, Methodisten, Baptisten aber auch Moslems, Hindus, Juden und Buddhisten.

Haka – gerne auch vor dem Rugby-Spiel

Der Haka ist genauso typisch für Neuseeland, wie der Kiwi. Es handelt sich beim Haka um einen Ritualtanz der Maori, wird aber heute von allen Neuseeländern aufgeführt. Er dient der Einschüchterung des Gegners, als auch der eigenen Motivation. Er soll den eigenen Kämpfern Mut machen und den Gegner ängstigen.

Internationale Berühmtheit hat der Tanz durch die “All Blacks” erhalten, die neuseelänische Nationalmannschaft im Rugby. Sie führt vor jedem Spiel einen Haka auf, der alleine schon deshalb den Besuch eines Spiels lohnen lässt. Den ersten Haka führten die All Blacks bereits 1884 auf. Auch im Schulsport in Neuseeland wird gerne vor dem Spiel ein Haka aufgeführt, dabei gibt es unterschiedliche Versionen.

Andere Länder Polynesiens, wie Tonga, kennen ähnliche Tänze. Ein Rugby-Spiel zwischen Neuseeland und Tonga ist also bereits vor dem Spiel sehenswert!

Etwas ganz besonderes an Neuseeland ist natürlich seine seltene und endemische Tierwelt. Aufgrund der isolierten geografischen Lage des Inselreiches leben hier Tiere, die man sonst nirgendwo in dieser Form auf der Erde findet. Die Tier und Pflanzenwelt wird in den 14 Nationalparks (unterhalten vom New Zealand Department of Conservation) besonders geschützt.

Einer der besonderen Bewohner ist u.a. der Kiwi, der den Neuseeländern besonders ans Herz gewachsen ist. Der flugunfähige und nachaktive Geselle ist noch weit verbreitet in Neuseeland und gliedert sich auf in 5 regionale Arten. Überhaupt ist die Vogelwelt auf Neuseeland ausgeprägt und durch das Fehlen von Landsäugetieren (außer einigen Fledermäusen), konnte diese sich früher hier in Nischen sehr gut entwickeln.

Durch eingeführte Arten wie Ratten, Igel, Hunde und Katzen sind aber viele Tiere und Arten bis heute bedroht. Der Staat versucht dagegen vorzugehen und eingeührte Arten wieder zu verdrängen. Bekannte, flugunfähige Vögel sind auch der Takahe, Kakapo, Weka und früher der riesige Moa (ausgestorben). Bekannte Papageien sind der Kaka und der Kea, der als besonders intelligend aber auch frech:-) gilt.

Man findet in Neuseeland auch Tölpel, Albatrosse und Pinguine. Bekannte Pinguine sind der  Zwerg-, Dickschnabel-, Gelbaugenpinguin. An der Küsten findet man auch Walfe, Delfine, Robben und Seelöwen. Außer einigen Schlangen im Meer findet man keine Schlangen auf Neuseeland, allerdings einige Spinnen. Giftig ist die Katipo, eine mit der schwarzen Witwe verwandte Art, die White-tailed Spinne ist von Australien aus eingewandert.

Auf Reisen sind die Sandfliegen (sandflies) sehr lästig, ihre Bisse jucken auch noch Tage später sehr stark.  Meist findet man sie in der Nähe von Wasser, regional sehr stark auf der Westküste der Südinsel. Das größte Insekt der Welt ist eine Grillenart und heißt Weta, die Maoris nennen sie Wetapunga. Auch die Pflanzenwelt Neuseelands ist erstaunlich, man findet dichte Wälder und besondere Bäume wie den Kauribaum aber auch andere besondere Erscheinungen wie den Silberfarn oder den Pohutukawa (auch als Neuseeländischer Weihnachtsbaum bekannt).

Nationalparks

Neuseeland hat 14 Nationalparks, wovon 5 sogar aufgrund ihrer Einzigartigkeit und ihrer besonderen Flora, Fauna und Landschaft zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt wurden. Der Tongariro-NP (viertältester NP der Erde) auf der Nordinsel ist sogar gleichzeitig wegen seiner 23 Maori-Klutstätten auch Weltkulturerbe der UNESCO. Die Nationalparks Neuseelands werden gerne auch im Urlaub bereist, wobei man immer anmerken sollte, dass hier besonders auf die Einhaltung der Vorschriften zum Schutze der Natur zu achten ist.

Unterhalten werden die Parks vom New Zealand Department of Conservation (DOC). Die Nationalparks sind im einzelnen:

Tongariro-Nationalpark (gegründet 1887) Weltkultur- und naturerbe der UNESCO (auf der Nordinsel).

Zum Te Wahipounamu-Weltnaturerbe der UNESCO gehören vier Nationalparks: Fiordland NP (gegründet 1952), Mount-Cook-NP (gegründet 1953), Westland NP (gegründet 1960) und der Mount-Aspiring-NP (gegründet 1964). Alle vier befinden sich auf der Südinsel.

Weitere Nationalparks sind:
Egmont-Nationalpark    
Nordinsel, gegründet 1900, Landschaft wird vom Vulkan Taranaki bestimmt.

Arthur’s-Pass-Nationalpark    
Gegründet 1929, im nördlichen Zentralbereich der Südinsel.

Abel-Tasman-Nationalpark    
Gegründet 1942, liegt im Norden der Südinsel zwischen Golden Bay und Tasman Bay.

Te-Urewera-Nationalpark    
1954 gegründet, viele unberührte Wälder, gelegen zwischen Bay of Plenty und Hawke´s Bay.
Nelson-Lakes-Nationalpark      
1956 gegründet, umfasst auf der Südinsel Teile der Neuseeländischen Alpen.
Whanganui-Nationalpark
Im Binnenland der Nordinsel wurde der waldreiche Park 1986 gegründet.
Paparoa-Nationalpark
1987 gegründet, u.a. auch mit den Pancake Rocks auf der Südinsel.
 
Kahurangi-Nationalpark
Großer Park im Nordwesten der Südinsel, 1996 gegründet.
Rakiura-Nationalpark
einziger auf der Stewartinsel, außerdem jüngster (2002) und südlichster Park Neuseelands. Bekannt bei Natur- und Wanderfreunde ist der Rakiura Track.

Auswandern nach Neuseeland

Auswandern nach Neuseeland ist schon seit längerem ein Trend insbesondere in Europa und Nordamerika geworden. Neuseeland wird immer bekannter und damit auch immer beliebter, da seine Vorzüge sich rundsprechen. Während früher Neuseeland eher als abgelegen und rückständig galt, ist es heute Kult. Die Landschaften zwischen dem Kap Reinige der Nordinsel bis Stewart-Island sind vielfältig. Man findet herrliche Strände, Fjordlandschaften, Inselwelten, schneebedeckte Gebirge und Palmen.

Wenn man sich die Filmkulissen von vielen Blockbustern anschaut, wird man immer wieder auf Drehorte in Neuseeland treffen. Dies ist kein Zufall, denn Neuseelands Natur ist unglaublich vielfältig, sauber und imposant. Kaum irgendwo anders, wird man derart viele Landschaftsbilder so nah beieinander sehen. Anders als in Australien gibt es in Neuseeland außerdem im übrigen kaum giftige Tiere. Allerdings können die Sandvlies (Sandfliegen) insbesondere im Süden etwas lästig werden.

Auch klimatisch ist Neuseeland sicher keine schlechte Wahl. Im Norden um Auckland fast noch subtropisch, ist es ansonsten eher gemäßigt, ohne große Temperaturextreme. Allerdings gibt es Regionen die recht windig sind.

Neuseeland liegt abseits der Krisenherde dieser Erde und verspricht mit seiner dünnen Besiedlung vielen Menschen auch mehr Freiraum für sich selbst und evt. ihre Familien. Seine Kultur ist hauptsächlich europäisch-westlich geprägt, wobei sich der asiatische Einfluss durch Einwanderer aus Asien in den letzten Jahren verstärkt hat. Auch die immer selbstbewussteren Maoris gestalten heute Neuseeland stärker, als noch vor einigen Jahrzehnten.

So schön Neuseeland ist, so gilt aber auch, dass es hier nichts zu verschenken gibt. Auch wenn Neuseeland durchaus als gut entwickeltes Land mit Perspektiven angesehen wird, hat es sicherlich nicht für jeden gute Job- und Erwerbsmöglichkeiten. Auch in Neuseeland gibt es Arbeitslosigkeit. Positiv sind die relativ niedrigen Steuern und die geringe Schere zwischen Arm und Reich. Finanzielle Ausreißer wie Millionäre oder gar Millardäre sind bei den Kiwis eher selten. Auch die Maßlosigkeit, wie in anderen westlichen Staaten, ist hier nicht angesagt.

Die Sozialsysteme haben, wie fast überall, allerdings auch ihre Probleme. Die Immobilienpreise sind in den letzten Jahren, je nach Region, deutlich gestiegen. Besonders Auckland gilt als besonders beliebtes Auswanderungsziel, außerdem hat auch Queenstown auf der Südinsel in den letzten Jahren viele neue Einwohner zu verzeichnen. Insgesamt leben Neuseeländer eher in den eigenen vier Wänden, manche haben sogar ein einfaches Ferienhaus (“bach”) am Meer.

Wer nach Neuseeland auswandern möchte, sollte sich auf jeden Fall auch über die Nachteile des Landes im klaren sein. Wenn man sehr an seiner Familie und bisherigen Freunden hängt, kann dies durch die immense Entfernung durchaus ein Problem werden. Es ist schon schwierig Kontakt zu halten, da eine Tagesflugreise sicherlich nicht laufend durchgeführt werden kann. Außerdem ist der Zeitunterschied mit 12 h Unterschied der deutlichste, den es gibt. Wenn man also um 13.00 Uhr Ortszeit mal eben “zuhause” anruft, klingelt man in Deutschland die Leute vermutlich um 1.00 Uhr morgens aus dem Bett. Im übrigen sollte man gut überlegen, wo man in Neuseeland die besten Chancen für sich sieht und das Land vorher, am besten mehrfach, intensiv bereist haben.

Man sollte außerdem wissen, dass auch Neuseelands Paradies nicht perfekt ist. Es liegt auf dem Ring of Fire und ist daher größtenteils bedroht durch Erdbeben. Auch Vulkanausbrüche sind nicht auszuschließen. Außerdem kann es zu starken Stümen kommen, je nach Region zu Tsunamis, Überschwemmungen, Erdrutschen und die Problematik Ozonloch sollte ebenfalls bekannt sein.

Auch die Enwanderungsbedingungen sind zu prüfen, schließlich sollte man auch wirklich eine Chance auf dauerhafte Ansiedlung im Land haben, wenn man schon den Schritt ans andere Ende der Welt macht. Informationen zum Auswandern erhält man von den zuständigen neuseeländischen Behörden, aber auch von der Informationsstelle des Bundesverwaltungsamtes.

 

Geschichte

Neuseeland wird Ende des 13.-/ Anfang des 14. Jahrhunderts von Polynesiern entdeckt und besiedelt. Die Maoris gaben ihrer neuen Heimat den Namen Aotearoa (dt. etwa “Land der langen, weißen Wolke”). Für die Herkunft dieser Bezeichnung gibt es unterschiedliche Theorien (u.a. das die Polynesier von See aus zuerst die Wolken um Neuseeland sahen).

Durch die Jagd starben u.a. der Moa, ein flugunfähiger Vogel, der einem Strauß ähnelte und der Haastadler (größter Greifvogel der Neuzeit) aus. Später baute man auch die Süßkartoffeln an. 1642 entdeckte Abel Tasman die Westküste der Südinsel Neuseelands, damit begann die Geschichte der europäischen Besiedlung. In der Golden Bay im Norden der Südinsel gab es einen Kampf mit den Maoris, bei der vier niederländische Seeleute starben.

Einige Zeit gab Hendrik Brouwer, ebenfalls ein Niederländer, dem Land den Namen Nieuw Zeeland (Australien war damals als Nieuw Holland kartografiert). Im Herbst 1769 startete der Brite James Cook von Tahiti aus Richtung Neuseeland. Man erreicht die Poverty Bay auf der Nordinsel und hatte auch erste Kontakte mit Maoris. Neben feindseligen auch erste positive Annäherung, Cook umsegelte zuerst die Nord- dann die Südinsel und machte einen längeren Aufenthalt im Gebeit der Marlborough Sounds. Die Inseln werden kartografiert und die Flora und Fauna erkundet. Der Franzose Jean François Marie de Surville erreichte kurze Zeit nach Cook die Inseln. Es folgen Walfänger und Robbenjäger, außerdem reisen Missionare nach Neuseeland um die Maori zu christianisieren. Es entwickelte sich sogar Handel zwischen Einwanderern und Ureinwohnern.

Durch die Einwanderer kamen Waffen ins Land und die Maoris bekämpften sich zum Teil gegenseitig. In den Musketenkriegen 1829-1835 sterben Tausende. Auch Krankheiten aber auch Kämpfe mit Einwanderern dezimieren die Zahl der Ureinwohner. 1832 schickt die Krone James Busby als britischen Gesandten und Resident nach Neuseeland, er soll vermitteln und den Handel kontrollieren. Am 20. März 1834 einigen sich einige Maori-Führer auf eine gemeinsame Flagge für die Stämme von Neuseeland. Am 28. Oktber 1835 unterzeichnen mehrere Maori-Anführer die von Busby ausgearbeitete Declaration of Independence of New Zealand. Der Staat der Vereinigten Stämme hat aber nur kurze Zeit Bestand, denn die Gegensätze zwischen den Kolonialmächten Frankreich und Großbritannien führen dazu, dass die Briten bereits 1840 das Land übernehmen. Am 6. Februar unterzeichnen der Generalgouverneur William Hobson und mehrere Maori-Anführer den Vertrag von Waitangi (Ortsteil von Paihia auf der Nordinsel). Neuseeland wird damit zwar britisch und zunächst Teil der australischen Kolonie New South Wales (ab 31. Mai 1841 eigenständige Kolonie), die Maoris erhalten aber Bürgerrechte und Landbesitz.

Es kamen nun, angeborben durch die New Zealand Company mehr und mehr Einwanderer (von den Maoris als Pakeha bezeichnet) in das Land. Dies führte jedoch zu Problemen mit den Maoris, die letzlich in den Neuseelandkriegen (The Land Wars) gipfelten, bei denen es in der Zeit zwischen 1843-1872 tausende Opfer gab. Die Siedler wurden dabei massiv von der erfahrenen britischen Armee unterstützt. 1861 wurde die Hauptstadt von Russel bzw. Auckland ins Zentrum der Inseln nach Wellington verlegt. Damit wollte man auch die Südinsel besser kontrollieren, da es dort mitunter separatistische Strömungen gab. 1867 erhielten die männlichen Maori Wahlrecht, am 18. September 1893 führte Neuseeland als erstes Land überhaupt das Wahlrecht für Frauen ein.

Ab 1907 erhielt Neuseeland den Status eine weitgehend unabhängigen Dominions von Großbritannen. Das Land unterstütze die Briten im Zweiten Burenkrieg und im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Am 25. Dezember 1947 unterzeichnete es den Statut von Westminster und wurde damit unabhängig und Mitglied im Commonwealth of Nations. Es gehörte bereits 1945 zu den Gründungsmitgliedern der UN. 1951 wurde mit Australien und den USA der ANZUS-Pakt als militärisches Sicherheitsbündnis geschlossen, das jedoch 1984 aufgrund der Anti-Atom-Politik von Neuseeland von den USA gekündigt wurde.

Zwischen den Kriegen entwickelte sich ein für angelsächsische Länder eher untypischer Wohlfahrtsstaat, der jedoch spätestens mit dem Beitritt Großbritanniens (wichtigster Handeslpartner von NZ) in die EG und damit veränderten Marktbedingungen drastisch gekürzt wurde. Ab den 1980er Jahren wurde der Markt liberalisiert, die Verwaltung gestrafft und gekürzt, Gesetze dereguliert und Staatsunternehmen privatisiert. Besonders die hohe Arbeitslosigkeit war ein großes Problem. 1986 erklärte sich Neuseeland zur Atomwaffenfreien Zone und geriet dadurch auch immer wieder in Konflikte mit Frankreich, dass im Pazifik regelmäßig Atomtests durchführte.

1987 wurde der Maori-Sprache der Status einer Amtssprache zuteil, bereits seit einigen Jahren wurden die Ureinwohner mehr und mehr gefördert. Die Neuseländer versuchen hier insbesondere gegenüber den Australiern mit gutem Beispiel voranzugehen. Allerdings ist bis heute die Situation der Maoris nicht konfliktfrei. 1996 wurde das britische Mehrheitswahlrecht durch ein personalisiertes Verhältniswahlrecht nach deutschem Muster abgelöst. 1999 übernahm Helen Clark (seit 2009 Leiterin des UN-Entwicklungsprogramms) das Amt der Premierministerin und nahm in der Folgezeit einige Privatisierungen zurück.

Wirtschaft

Die Wirtschaft von Neuseeland war lange stark landwirtschaftlich geprägt und ist es bis heute. Insbesondere die Schafzucht als Wolle- und Fleischlieferant ist bis heute sehr wichtig, auch die Rinderzucht ist wichtig. Dazu kommt Obst- und Gemüse wie Kiwis, Avocados, Macadamia-Nüsse und Wein. Neuseeländische Weine sind in den letzten Jahren sehr bekannt, auch in Europa geworden.

Die Währung Neuseelands ist der Neuseeland-Dollar (NZ$), dieser ist offizielles Zahlungsmittel auch in Tokelau und Niue, auf den Cook-Inseln zahlt man mit dem Cook-Inseln-Dollar, der jedoch wertmäßig an den NZ$ gekoppelt ist.

Lange war das Land stark mit Grossbritannein verflochten, musste sich aber nach dessen EG-Beitritt anderweitig orientieren. Infolge dessen wird auch einiges liberalisiert und staatliche Unternehmen privatisiert. Allerdings wurden diese Privatisierung später zum Teil wieder rückgängig gemacht.

Als geologisch relativ junges Land ist Neuseeland nicht allzu reich an Bodenschätzen, allerdings gibt es größere Vorkommen von Gold, Silber und Eisensand. Daneben werden auch Stein- und Braunkohle gewonnen. Auch gibt es u.a. nahe der Stadt New Plymouth (Nordinsel) Erdöl und Erdgasressourcen.

Auch die Dienstleistungsbranche ist in den letzten Jahrzehnten angestiegen, besonders der Tourismus verzeichnete hoche Wachstumszahlen. Die Fjord- (Milford Sound) und Gletscherlandschaften der Südinsel, aber auch die Wälder, Seen, Küsten und die Metropolen Auckland und Wellington locken Reisende an. Besonders beliebt ist auch die Bay of Islands, Rotoroa und Queenstown. Die Natur aber auch die seltene Tier- und Pflanzenwelt Neuseelands wird in einige Nationalparks geschützt.

Durch seine landschaftlichen Voraussetzungen und Ressourcen gewinnt Neuseeland den Großteil seines Energiebedarfs über erneuerbare Energien (hauptsächlich Wasserkraft). Auch die tektonischen Voraussetzungen ermöglichen die Gewinnung von Geothermalenergie.

Mit Australien hat das Land eine Freihandelszone, außerdem hat man mit Singapur, Brunei und Chile über das P4-Abkommen (TPP) eine Freihandel eingeführt. Weitere Länder sollen hinzukommen und so Neuseeland wirtschaftliche Möglichkeiten verbessern.

 

Erdbeben

Neuseeland ist von seiner Landschaft, Tierwelt, Wohlstand, Gesellschaft und Klima sicherlich ein Land, das zu den schönsten und attraktivsten der Welt zählt. Leider gibt es auch in diesem Paradies auch Nachteile und sogar Gefahren. 

Eine davon sind Erdbeben, die in Neuseeland landesweit vorkommen können. Die Inseln liegen auf dem Pazifischen Feuerring (Ring of Fire) und sind daher genauso wie Japan aber auch die Westküste der USA und Chile häufig betroffen von Erdbeben.

Um die 15.000 Erdbeben können jedes Jahr gemessen werden, allerdings sind nur sehr wenige davon für den Menschen spürbar. Dieses können es dann allerdings in sich haben und die Erdbeben vom 4. September 2010 und 22. Feburar 2011 haben insbesondere in Christchurch für Zerstörungen und Todesopfer gesorgt. Es gibt geografische Schwerpunkte, allerdings ist das ganze Land anfällig für Erdbeben. Die Region  Northland nördlich von Auckland gilt nach jetzigen Erkenntnissen als die am wenigsten gefährdete Zone.

Auckland selbst liegt auf zahlreichen, schlummernden Vulkanen und auch der Tauposee ist entstanden auf der Caldera eines Supervulkans. Tektonisch ist Neuseeland also sehr aktiv.

 

Ozonloch

Wer sich mit Neuseeland beschäftigt, stösst schnell auf das Thema Ozonloch. Der Inselarchipel gehört zu den am stärksten von diesem Umweltproblem betroffennen Ländern. Auch wenn es hierzulande nicht mehr so im Fokus der Medien steht, ist das Ozonloch immer noch gefährlich. Besonders FCKW wird für das Ozonloch verantwortlich gemacht.

Aufgrund der Beschaffenheit des Südpols mit seinem flachen und runden Erscheinungsbild werden hier die Polarwirbel wenig gestört, dadurch entstehen sehr tiefe Temperaturen. Dadurch entstehen polare Stratosphärewolken, die wiederum Chlorradikale hervorrufen die Ozonmoleküle zerstören. Auch in der Arktis am Nordpol gibt es das Phönomen, allerdings sinken die Temperaturen hier in der Polarnacht nicht so stark, der Effekt ist daher schwächer.Allerdings ist das Problem nicht das ganze Jahr über gleich, im antarktischen Frühjahr (Herbst) ist es in der Regel in der Südpolregion am größten.

Australien, Neuseeland, Südafrika aber auch Chile und Argentinien liegen recht nah an der Südpolarregion und haben daher die meisten Probleme. Die zerstörte Ozon-Schicht lässt mehr UV-Strahlung auf die Erde und kann zu Schäden auf der Haut aber auch den Augen führen. Während Menschen zu speziellen Sonnenschutz-Cremés, Sonnenhüten, Kleidung und Sonnenbrillen greifen können, haben Tiere keinen Schutz. Daher sind auch Tiere stark betroffen, aber auch bei den Menschen ist die Hautkrebsrate erhöht. Im Fernsehen werden in den Nachrichten spezielle “Burning Times” angezeigt, d.h. Zeiten in denen man ohne Schutz in der Sonne sein kann. Dies sind aber nur wenige Minuten und die Kiwis sind daher sehr umsichtig mit dem Umgang im Freien. Besonders sensibilisert sind auch die Eltern.

Seit dem Montreal-Protokoll von 1987 (in Kraft getreten 1989) und dessen Folgen erholt sich die Ozonschicht allerdings wieder, man rechnet damit dass sie sich in den nächsten Jahrzehnten deutlich erholt.

 

Sport

Wichtigster Sport in Neuseeland ist eindeutig Rugby. Die Nationalmannschaft die All Blacks (wegen der schwarzen Spielkleidung) ist die erfolgreichste Rugbymannschaft der Erde und führt die Weltrangliste an. Vielleicht liegt es am einschüchternden Haka, denn die Mannschaft vor jedem Speil aufführt.

Das Tri Nations Turnier das Neuseeland mit Australien (Wallabies) und Südafrika (Springboks) ausspielt, gilt als das härteste im Bereich des Rugbys. Innerhalb des Landes spielen Vereinmannschaften übrigens den Air New Zealand Cup aus. Natürlich ist auch Fussball im Land beliebt und insbesondere bei den Frauen nimmt die Nationalmannschaft regelmäßig an den Weltmeisterschaften teil, bei den Männern überzeugten die Kiwis bei der WM 2010 in Südafrika mit der Endrundenteilnahme und sogar drei Unentschieden (1:1 gegen die Slowakei und später Italien und 0:0 gegen Paraguay).

Daneben gibt es aber noch weite Sportarten, in denen das Land erfolgreich ist. Durch die Insellage und die windigen Küstenbereiche ist es Heimat vieler Segler und eine Segelnation. Hier werden auch einige Wettbewerbe ausgetragen. Auch im Bereich der Leithathletik gewinnt Neuseeland regelmäßig Medaillen, auch bei den Olympischen Spielen. Außerdem nimmt es wie viele andere ehemalige britische Kolonien an den Commonwealth Games teil, 1950, 1974 und 1990 fanden diese im übrigen in der Heimat der Kiwis statt.

Daneben gibt es auch Wintersport, da es in Neuseeland aufgrund seines Klimas und der Berge (neuseeländische Alpen) auch einige Wintersportmöglichkeiten gibt.

 

Wein aus Neuseeland

Das Neuseeland auch ein exzellentes Anbau- und Produktionsland von Wein ist hat sich mittlerweile rundgesprochen. Kein Wunder, denn das Klima und die Böden bieten teilweise herovrragenden Voraussetzungen für einen guten Tropfen.

Die Weinanbaugebiete verteilen sich über beide Hauptinseln. Angebaut werden u.a. Sauvignon, Chardonnay, und Burgundersorten. Angebaut wird in folgenden Regionen, in denen man manchmal auch Weingüter besichtigen kann: Auf der Nordinsel in den Bereichen Northland, Auckland, Gisborne, Waikato (Bay of Plenty), Wellington (Wairarapa-Martinborough) und Hawke´s Bay (viele Rotweine).

Auf der Südinsel liegt im Bereich Marlborough das größte Anbaugebiet des Landes, außerdem Otago, Nelson und Canterbury. Otago ist die südlichste Weinregion der Erde mit bekannten Pinot Noir. Gerade in den letzten Jahren hat man in Neuseeland auch gemeinsam Wissenschaftlern neue Regionen erschlossen um ideale Voraussetzungen zu schaffen. Die Erntemenge nahm seit den 90er Jahren deutlich zu und bereits heute arbeiten ca. 6.000 Menschem im Sektor Weinerzeugnisse, damit kommt dem Wein eine zunehmende wirtschaftliche Bedeutung zu.

 

Kiwiana – ein Stück Neuseeland

Als Kiwiana wird alles bezeichnet, was Teil der neuseeländischen Identität geworden ist. Das ist natürlich wesentlich mehr als nur die Kiwi-Frucht, der Kiwi-Vogel, dem neuseeländischen Wein oder die Millionen Schafe. Kiwi, so nennen sich die Neuseeländer selbst, nach dem niedlichen, flugunfähigen Vogel. Kiwiana definiert, was es heißt ein Kiwi zu sein. Das können Gegenstände aber auch Sitten und Traditionen sein.

Lange Zeit galt Neuseeland als rückständig, würde von England und weltweit eher als abgelegenes Bauern- und Farmland gesehen. Heute, seit dem Herrn der Ringe und einer Welt, wo man immer mehr erfährt, von anderen Kulturen, ist das Selbstbewusstsein der Kiwis gestiegen.

Neuseeland setzt Trends, sowohl in Sachen Landschaft, Natur als auch durch seine Menschen und Innovationen. Kiwiana ist daher heute eine Bezeichnung, die den Neuseeländer stolz auf seine junge Geschichte und neue Identität blicken lässt. Bungee-Jumping ist auf der Südinsel richtig bekannt geworden und Zorbing, dass Hinunterrollen eines Berges, angeschnallt in einer PVC-Kugel mag in vielen Teilen der Welt als “crazy” gelten, in Neuseeland wurde es entwickelt. Lange Zeit war Neuseeland hat die erfolreichste Rugby-Nationalmannschaft der Erde, vor jedem Spiel führen die All Blacks, wie sie sich nennen, den Haka-Tanz auf. Und ganz gleich welcher Herkunft, ob Maori, Pakeha oder mit anderen Vorfahren!

Als Kiwiana wird z.B. auch die Obsttorte Pavlova bezeichnet, außerdem Hokey Pokey-Bonbons und das Eis, Jaffas (Schokoladenkugeln mit Orangenhülle), die Paua-Muschel, der Silberfarn, der Neuseeländische Weihnachtsbaum, Gummistiefel und natürlich die Buzzy Bee, das lustige Holzspielzeug für Kinder. Lemon & Paeroe, das erfrischende limonadenähnliche Getränk ist natürlich auch Kiwiana. Als Kiwiana wird auch gerne die Eigenschaft der Neuseeländer bezeichnet, mit einfachen Mitteln, gute Resultate zu erzielen und dabei bescheiden zu bleiben.

 

Filme

Neuseeland ist in den letzten Jahren sehr bekannt als Filmkulisse für erfolgreiche Filme und Serien geworden. Allen bekannt sein dürfte, dass die Trilogie “Herr der Ringe” (insgesamt 17 Oscars!) hier gedreht wurde. Die imposanten und lieblichen Landschaftsaufnahmen habe viele Zuseher fasziniert und zu einem Touristenboom in den Folgejahren des Kinoerfolgs geführt. Regisseur der Filme war übrigens der Neuseeländer Peter Jackson, der hierfür immerhin drei Oscars erhielt.

Auch der Filma “Das Piano” mit Holly Hunter von 1993 spielte in Neuseeland und wurde in Englisch und Maori gedreht. 1994 wurde das sozial- und gesellschaftskritische Werk “Die letzte Kriegerin” mit Rena Owen und Temuera Morrison verfilmt.

Schöne Landschaftsaufnahmen sah man bereits auch in den 1990er Jahren in den Verfilmungen von Hercules  (1995-1999) mit Kevin Sorbo und Xena (1995-2001). Xena wird dabei von der Neuseeländerin Lucy Lawless verkörpert, die 19968 in Auckland geboren wurde und sowohl vor als auch nach Xena in zahlreichen Filmen zu sehen war bzw. ist. Die Schauspielerin hat Deutschland und die Schweiz bereist und spricht auch etwas Deutsch.

Daneben gibt es noch sehr viele andere Filme, die in Neuseeland gedreht wurden u.a. auch Die Chroniken von Narnia und Vertical Limit.

 

Medien

Für ein so geografisch isoliertes Land, das noch dazu selbst relativ dünn besiedelt ist, sind Medien natürlich sehr wichtig. Auch in Neuseeland möchte man wissen, was auf der Welt passiert oder zumindest in der eigenen Region.

Die wichtigste Tageszeitung kommt aus Auckland und heißt New Zealand Herald, weitere wichtige Zeitung sind die Dominion Post aus Wellington und “The Press” aus Christchurch, die die größte Auflage auf der Südinsel hat.

Das öffentlich-rechtliche Radioprogramm sendet Radio New Zealand, dass sich seit 1995 in einen nationalen, internationalen und klassischen Part aufteilt. Es gibt daneben auch private Anbieter von Radioprogrammen. Fernsehen kam erst spät auf die Inseln der Kiwis, erst 1960 wurde das erste TV-Prgramm gesendet und damals nur in Auckland empfangen. Farbfernsehen kam passend zu den British Commonwealth Games (heute nur noch Commonwealth Games) nach Neuseeland. Seit 1989 sind auch einige Privatsender wie der Musikkanal C4 neben den öffentlichen TV One und TV2 von  Television New Zealand auf dem Markt. News und Informationen sendet auch speziell TVNZ 7.

 

Außengebiete

Zum Staatsgebiet von Neuseeland zählen auch einige Außengebiete bzw. Territorien, die sich in freier Assoziierung mit dem Land befinden. Daneben gibt es auch noch viele Inseln, die sich weit ausserhalb des Territoriums des Landes befindet, wie die Kermadecinseln, Chathaminseln und die subarktischen Inseln (Auckland-, Antipoden-, Bounty-, Campbell- und Snaresinseln).

Neuseeland bekräftigte in der Vergangenheit auch Anspruch auf das Ross-Nebengebiet, einem kleinen Teil der Antarktis. Das Gebiet hat eine Fläche von ca. 413.000 qkm und wird von knapp 300 Wissenschaftlern bewohnt. In der Scott Base befindet sich ein Postamt mit eigenen Briefmarken (Ross Dependency). Aufgrund des Antarktisvertrages sind die Ansprüche zurzeit aufgeschoben.

 

Cook-Inseln

Die Cook-Inseln bzw. Cook Islands befinden sich als eigener Staat in unabhängiger Assoziierung mit Neuseeland. Sie sind auch von Deutschland anerkannt. Insgesamt haben die Inseln eine Fläche von 242 qkm und ca. 19.000 Einwohner, meist Maoris. Neben Englisch wird hier das Cook Islands Maoris, eine polynesische Sprache gesprochen. Die meisten Einwohner sind Christen, die Hauptstadt Avarua befindet sich auf der Hauptinsel Rarotonga. Neben einigen größeren Inseln sind einige auch sehr abgeschieden sowie flache Atolle. Die höheren Inseln habe üppige Tropenvegetation mit Kokospalmen und anderen tropischen Gewächsen.Die Cook-Inseln haben mit .ck eine eigene Internet-TLD.

 

Niue

Auch Niue gilt als unabhängiger Staat in freier Assoziierung mit Neuseeland. Niue liegt ebenfalls geografisch sehr isoliert im Pazifik. Mit einer Fläche von 261 qkm ist es eines der größten gehobenen Atolle der Erde, knapp 1.400 Menschen leben hier. Diese sind meist Polynesier und Christen. Hauptstadt ist Alofi an der Westküste der Insel. Sprachen sind Englisch und Niueanisch das eng mit der Sprache der Tonga-Inseln verwandt ist. Aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Lage, sind viele Niueaner nach Neuseeland ausgewandert. Die Landwirtschaft ist hauptsächlich für den Eigenbedarf da, Niue setze auf den Tourismus, leidet aber unter der Abgeschiedenheit und noch ausbaufähigen Infrastruktur. Die Internet-TLD .nu wird gerne von Skandinaviern und Niederländern als Alternative genutzt.

 

Tokelau

Tokelau hat eine Fläche von 12 qkm und ca. 1.400 Einwohner. Viele Einwohner sind aufgrund der schlechten Erwerbsmöglichkeiten schon nach Neuseeland abgewandert. Dort leben mittlerweile mehr Tokelauer als auf den Inseln selbst. Die Atolle befinden sich weit im Südpazifik und heißen Atafu, Fakaofo (Sitz der Verwaltung) und Nukunonu. Man spricht hier neben Englisch auch eine eigene Sprache, Tokelauisch ist eine polynesische Sprache und hat hier den Status einer Amtssprache. Die Menschen sind meist Christen, die Landwirtschaft produziert für den Eigenbedarf. Die Inseln wurden bekannt durch die Internet-TLD .tk, aber auch aufgrund der Tatsache das sie besonders vom Anstieg des Meeresspiegels betroffen sind.

 

Auckland, die City of Sails

Auckland, die mit Abstand größte Stadt auf Neuseeland und einzige Millionenmetropole, ist für viele der erste Anlaufpunkt zur Erkundung des Landes und eines der besonderen Reiseziele, die man eigentlich auf jeden Fall besuchen sollte. Mit ca. 1,3 Millionen Einwohnern leben ungefährt ein Drittel aller Neuseeländer hier, trotzdem wirkt die Stadt vielerorts noch ländlich. Bis heute wird hier eher in die Breite als in die Höhe gebaut. Lange Vororte mit Einfamilienhäusern und großen Grundstücken lassen die Grundfläche der Stadt anschwillen, aber auch ländlich und grün wirken. Das Stadtbild ist geprägt von weitläufigen Parkanlagen, geschützen Meeresbuchten und Hafenanlagen, die der Stadt auch den Beinamen “City of Sails” geben.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist es relativ schwierig die Stadt zu erkunden, immerhin plant man langfristig den ÖPNV auszubauen. Die Westhaven Marina ist der größte Yachthafen der Südhalbkugel. Erwähnenswert ist auch, dass Auckland auf über 50 zurzeit inaktiven Vulkanen angesiedelt ist. Erdbeben spürt man hier zwar seltener und schwächer als an anderen Stellen Neuseelands, aber auch hier macht man sich Gedanken, was wäre, wenn einer der Vulkane wieder ausbricht. Davon merkt man aber wenig, wenn man in Parnell durch die Shopping-Center wandelt oder eines der internationalen Restaurants besucht. Die ruhenden Vulkane verpassen der City ein hügeliges Antlitz und ermöglichen teilweise hervorragende Aussichten.

Auckland ist auch der beliebteste Ansiedlungspunkt für neue Einwanderer, insbesondere aus Asien und dem Pazifik. Dadurch ist die Stadt besonders multikulturell und bunt. Obwohl sie nicht die Hauptstadtfunktion ausübt (dies ist bekanntlich Wellington), ist sie in vielen Punkt das Zentrum Neuseelands. Auch klimatisch liegt es in einer begünstigten, subtropischen Zone der Nordinsel. Rund um die Stadt gibt es herrliche Strände zum Baden oder Surfen. Ein beliebter Strand ist z.B. Mission Bay, nicht weit vom Zentrum entfernt. Weitere Strände sind Devonport, Long Bay, Maraetai und Takapuna. Hier kann man zum Teil auch exzellent Surfen. Die Harbour-Bridge spannt sich über den Hafen der Stadt, hier kann man auch den Bungee-Springer zuschauen.

Die Stadt hat außerdem zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Neben zahllosen Yachthäfen ist sicherlich ein Blick auf die Skyline interessant. Tausende Segelboote ankern in Aucklands Häfen, das sieht man sicherlich an wenigen Orten der Erde. Anschauen sollte man auch den Fernsehtum Sky Tower (328 m!), das Hafenviertel mit Ferry Building, das Aotea Center, die Town Hall und die Auckland City Gallery. Am Ferry Building kann man auch eine Bootstour zur Vulkaninsel Rangitoto Island buchen. Wer lieber segelt, kann auch einen Segeltörn von Auckland aus über die Tourist Office buchen. Der Tamaki Drive hat eine sehenswerte Promenade und man trifft hier Maoris und Polynesier, die sich beim Sport vergnügen. Auch der Fischmarkt sollte einen Besuch wert sein und bietet sich an für einen Imbiss. Viaduct Harbour ist eine beliebtes Viertel zum essen und ausgehen.

Vom One Tree Hill und dem Mount Eden ergeben sich schöne Ausblicke über Auckland. Oberhalb des Mount Eden weiden sogar Kühe, es gibt wohl wenige Weltstädte wo man so etwas sieht. Das Auckland War Memorial Museum liegt im Auckland Domain Park. Hier kann man auch sehr authentische Maoris Tänze sehen (Haka). Wer Mitbringsel sucht kann den Otara Market besuchen und wird doch auch kulinarische Spezialitäten aus Polynesien vorfinden. Ein außergewöhnliche Aquarium in mit Antarktisausstellung ist die Kelly Tarlton´s Antarctic & Underwater World. Auch der Zoo der Stadt kann besucht werden und vermittelt einen guten Vorgeschmack auf die Tiere der Inseln. Ein bekanntes Event ist die Pasifika, die im März jedes Jahr im Western Springs Park stattfindet. Sie ist das größte polynesische Fest der Südhalbkugel und es gibt viele Aufführungen und Tänze zu sehen. Auch das Polyfest, hier gibt es Wettbewerbe zwischen Schülern aus den einzelnen Gruppen Polynesiens (u.a. Maoris, Niue und Cook-Inseln), ist ein beliebter Besuchermagnet.

Auch sportlich ergibt sich in der Metropole einiges. Die heimischen Blue sind eine erfolgreiche Rugby -Mannschaft, sie spielen im Eden Park dem größten Stadtion Neuseelands, genauso wie die Mannschaft der Auckland Rugby Football Union. Im Fussball wird die Stadt durch den erfolgreichen Auckland City FC vertreten, ausserdem gibt es jedes Jahr das Straßenrennen “Round the Bays” und weitere Sportarten wie Cricket, Tennis und Schwimmen und sogar Eishockey (2 Stadien). In Auckland hat man es also wirklich schwer sich zu langweilen!

 

Die Nordinsel – mildes Klima und Vulkane

Die Nordinsel Neuseelands wird durch die 35 km breite Cookstraße von der größeren Südinsel getrennt. Ihre Fläche beträgt ca. 114.600 qkm. Sie ist allerdings stärker besiedelt als ihr südlicher Nachbar. Neben der größten Stadt Neuseelands Auckland, befindet sich auch die Hauptstadt des Landes Wellingston auf ihr. Sie ist vulkanisch geprägt, im Inneren gibt es mehrere aktive Vulkane, von denen der Ruapehu (2.797 m) der Höchste ist. Der Norden der Nordinsel ist subtropisch geprägt und besonders angenehm. Hier gibt es auch im Winter quasi keinen Frost und es ist die wärmste Region des Inselreichs.
Viele Menschen erreichen Neuseeland über den Internationalen Flughafen in Auckland. Von dort aus starten sie mit ihrer Reise durch das Land. Auckland ist eine multikulturelle Stadt mit internationalem Flair, einer Skyline und vielen größeren und kleinen Häfen. Um die Stadt befinden sich zahlreiche schöne Badestrände.
Aber auch hier gibt es schöne Strände und verschiedene Events. Weitere beliebte Reiseziele auf der Nordinsel sind u.a. Rotoroa (mit Geysir, Thermalfeldern und Kunstakademie der Maori), die Waitomo Caves (drei beeindruckende Höhlen), die landschaftliche reizvolle Coromandel Peninsula (mit Regenwald, Thermalquellen und schönen Strände, sowie Tauch- und Segerevieren), die Bay of Islands (Fischen, Segeln, Baden) und die Hawke´s Bay mit der architektonisch interessanten Stadt Napier. Hier ist das Klima besonders sonnenreich, die Stadt hat eine schöne Uferprommenade und herrliche Gartenanlagen.
Nördlich von Auckland kommt man in die Region Northland, der äußerste Norden Neuseelands mit dem angenehmsten Klima. Ganz im Norden am Kap Reinga (mit der Ninety Mile Beach), das heute eher kahl ist und früher mit Kauri-Wäldern bedeckt war. Nördlich von Daragville findet man den Waipoua Kauri Forest mit dem über 51 m hohen Baum Tane Mahuta. Viele dieser Bäume wurden durch die Harzgewinnung geschädigt und heute wird aufgeforstet. Schöne Strände findet man auch an der Hibiscus Coast, wenn es kalt ist kann man auch Thermalbäder besuchen (z.B. in Waiwera).
Whangarei hat einen netten Stadtkern sowie Clapham Clock Museum zu bieten, außerdem sollte man sich im Park die Whangarei Falls anschauen. Für viele das Paradies ist aber die Bay of Islands mit üppiger Vegetation und vielen Inseln, wie der Name schon sagt. Diese Region wird auch von Neuseeländern gerne besucht. Ebenfalls beleibt ist die ehemalige Hauptstadt des Landes Russel, die idyllisch im viktorianischen Stil an der Bucht liegt. Hier gibt es ein Captain Cook Museum und das Hotel Duke of Marlborough. In der Oneroa Bay gibt es schöne Strände.
Waitangi ist besonders für Schulklassen aber auch Touristen geschichtlich interessant. Es gehört zur Stadt Paihia und hier kann man das Waitangi House besichtigen wo die Geburtsstunde des modernen Neuseelands war. Es gibt ein Besucherzentrum und verschiedene Maoriskunstwerke zu sehen, auch das Marae. In Paihia kann man noch das Shipwreck Museum besuchen.
Eine bekannte Landschaft für den Anbau von Obst ist um den Ort Kerikeri, hier findet man auch mit dem Kemp House (ältestes Gebäude) und dem Stone Store (ältestes Steinhaus) zwei Anziehungspunkte für Reisende. Auch die Rainbow Falls ganz in der Nähe sind sehenswert.
Vulkanisch aktiver ist die Region um Rotorua, hier findet man dampfende Quellen, Badeplätze und Geysire aber auch den Tongariro National Park mit drei aktiven Vulkanen. Architektonisch ist auch die Stadt Napier, die nach dem schweren Erdbeben 1931 wieder im sehenswerten Art-Déco Stil wieder aufgebaut. Urlauber besuchen hier auch gerne die Statue der Pania. Besonders bekannt ist auch die Bay of Plenty mit angenehmen, sonnenreichen Klima ideal für Urlaub aber auch den Anbau von Kiwifrüchten. Im Binnenland der Nordinsel kann man den riesigen Lake Taupo besuchen, der aus einer Caldera entstanden ist. Hier schlummert wohkl noch immer ein Supervulkan. Es bieten sich Fahrten zu den am Ufer liegenden Maoris Rock Carvings an.
Wellington dagegen ist der administrative, kulturelle und künstlerische Mittelpunkt des Landes.  Die Stadt wurde 1865 zur Hauptstadt und profitierte dadurch von den Sezessionsbestrebungen der Südinsel, denen damit erfolgreich entgegengewirkt wurde. Von hier aus war das Land einfach zentraler zu verwalten. Hier gibt es daher viele Regierunsgebäude, von denen das Parlamentsgebäude (Beehive) sicherlich das Bemerkenswerteste ist. Auch die Cable Car, das Old Government Buildung (größtes Holzgebäude der Südhalbkugel), das Nationalmuseum (Te Papa Tongarewa) und der Botanische Garten sind beliebte Anziehungspunkte Wellingtons. Wenn es auch nicht so groß wie Auckland ist, ist es trotzdem eine lebendige Metropole mit internationalem Flair.
In der Geschichte hatte die Stadt es allerdings nicht leicht, denn Erdbeben sind hier häufiger und die City liegt auch an einer sehr windigen Stelle. Die Wellingtoner stört dies nur bedingt und sie genießen die Lebensqualität der landschaftlich schön gelegenen Stadt. Als Sitz mehrerer Hochschulen gibt es hier auch ein interessantes Nachtleben und eine bekannte Musikszene.  Besonders beliebt ist auch der Stadtteil Te Aro. Auch die Filmindustrie ist hier aktiv und es hat als Zentrum der neuseeländischen Filmindustrie den an Hollywood angelehnten Spitznamen Wellywood.
Von der Nordinsel kommt man mit der Fähre zur Südinsel. Wer Neuseeland wirklich kennen lernen möchte, sollte auf jeden Fall beide Inseln besuchen, da sie schon sehr unterschiedlich sind.

 

 

Die Maori im Land der langen weißen Wolke

Der niederländische Seefahrer Abel Tasman war der erste Europäer, der Neuseeland erblickte. 1642 entdeckte er die Südinsel Neuseelands. Hendrik Brouwer nannte kurze Zeit später das Land “Nova Zelandia” und James Cook legte 1769 an. Noch vor diesen Entdeckern, war aber bereits das polynesische Volk der Maori in Neuseeland angekommen.

Die Maori besiedelten Neuseeland oder Aotearoa (“das Land der langen weißen Wolke”) vermutlich in mehreren Wellen von Ost-Polynesien aus. Nach ihrer Mythologie stammen sie von der Insel Hawaiki. Sie kamen mit Kanus (waka) über das Meer und beziehen sich und ihre spezielle Herkunft zum Teil noch heute auf bestimmte wakas.

Als die europäischen Entdecker den Fuß an Land setzten, beschrieben sie die Maori als kriegerisch. Die einzelnen Stämme führten auch Kriege gegeneinander. Es kam zu Kontakten zwischen Robben- und Walfängern und es kamen mehr und mehr europäische Siedler nach Neuseeland. Dabei gab es sogar nicht wenige Fälle, wo Europäer sich der Kultur der Maori anschlossen. Da einige Stämme mehr Kontakt zu Europäern hatten, als andere, war auch die Bewaffnung unterschiedlich. Es kam zu blutigen Musketenkriegen zwischen den Stämmen.

Auch eingeschleppte Krankheiten dezimierten die Zahl der Maori. Am 6. Februar 1840 wurde zwischen den Briten und den Maori der Vertrag von Waitangi geschlossen. Neuseeland wurde britische Kolonie, die Maori sollten Land, Fischgründe und ihre Besitztümer behalten. Allerdings gab es Unklarheiten im Vertrag, die zu Konflikten führten. Zwischen 1845 – 1872 kam es in den Neuseelandkriegen auch zu Auseinandersetzungen zwischen der Britischen Krone und den Maori.

Auch heute noch gibt es das Waitangi-Tribunal, dass Ansprüche der Maori untersucht, die zu Entschädigungen oder Rückgaben führen können. Leider sind viele Maori auch heute noch benachteiligt. Allerdings wird mit allerlei Maßnahmen versucht, dies zu ändern. Die Sprache der Maoris, das “Te Reo Maori” ist ebenfalls seit 1987, neben Englisch, Amtssprache Neuseelands. Dies war ein wichtiger Schritt, auch für das Selbstbewusstsein der Ureinwohner. Seit 2004 gibt es auch einen eigenen TV-Sender (Maori Television), der in dieser Sprache ausstrahlt. Bereits seit den 1970er Jahren wurde die Sprache in Schulen und Kindergärten gelehrt.

Auch offizielle Internetseiten sind zweisprachig und öffentliche Bedienstete sollen zumindest Grundkenntnisse der Maori-Sprache haben. Ebenso ist die Nationalhymne Neuseelands zweisprachig wobei zuerst die Maori-Strophe dann die englische Strophe gesungen werden. So ist es gelungen eine Sprache und Identität, die auf dem Rückzug war, wieder als Identitätsmerkmal zu stärken und damit auch die Kultur zu erhalten.

Knapp 600.000 Neuseeländer bezeichnen sich als Maori. Noch mehr haben zumindest entfernte Maori-Vorfahren. Viele Traditionen, Gesänge, Tätowierungen und Wörter sind im Alltag Neuseelands wieder mehr präsent. Wenn man die Situation der neuseeländischen Ureinwohner mit den Aborigines in Australien vergleicht stellt man schnell fest, dass die Maoris als nationale Minderheit eine bessere Position hatten und auch heute noch haben. Allerdings gibt es auch heute noch Verbesserungsbedarf, wobei dies mit bevorzugter Förderung auszugleichen versucht wird. Aber immer noch ist das Einkommen in der Maoribevölkerung niedriger als im Landesdurchschnitt, genauso wie Lebenserwartung und der Anteil der Menschen mit Schulabschluss. Es gibt also immer noch etwas zu tun.

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern hat sich die Bevölkerung Neuseelands aber auch relativ gut durchmischt, viele Neuseeländer haben auch einen oder mehrere Maoris in ihrem Stammbaum und auch die Pakeha, also “weißen” Neuseeländer sind mit vielen Ausdrücken und Verhaltensweisen der Maorikultur aufgewachsen. Das beste Beispiel hierfür ist natürlich der Haka-Tanz, denn die Allblacks, die Rugby-Mannschaft der Kiwis vor dem Spiel aufführen. Viele Ortsnamen aber auch Begriffe im Neuseeländischen Englisch bestehen aus Wörter der Maorisprache. ein gewisser Optimismus ist daher durchaus angebracht.

1994 kam der Film “Once Were Warriors” (dt. “Die letze Kriegerin”) in die Kinos, der besonders auf die schwierige Situation der Ureinwohner in den Städten aufmerksam machte.Seit den 1990er Jahren sind auch die Tätowierungen (Ta moko) wieder weit verbreitet, viele Maoris betonen dadurch auch im Alltag das Bekenntnis zu ihrer alten Tradition. Wer heute nach Neuseeland reist wird auch feststellen, dass das folkloristische und künstlerische Erbe der Maoris als touristischer Anziehungspunkt für das Land entdeckt wurde. Es gibt viele Gelegenheiten Holz- und Pounamu-Schnitzereien zu kaufen oder einigen Darbierungen und Shows beizuwohnen, wobei diese nicht immer ganz authentisch sind. Auf jeden Fall sollte man bei seinem Neuseeland-Urlaub nicht nur die imposante Landschaft, sondern auch die interessanten kulturellen Aspekte des Inselarchipels kennenlernen. Über das ganze Land verteilt findet man die Maraes, Zeremonialstätten wo noch heute Reden oder andere kulturelle Aktivitäten stattfinden. Man verwendet sie auch in modernen Schulen für Veranstaltungen, die Universität von Auckland hat ebenfalls ein Marae wo die neuen Studenten begrüßt werden.

Kiwi, als Vogel und Frucht

Fangen wir mit dem Vogel an, denn dieser hat für Neuseeland eigentlich ein noch größeres Gewicht als die Frucht und war auch namensgebend für diese. Der Kiwi-Vogel lebt auch heute noch als flugunfähiger Vogel in den Wäldern von Neuseeland. Es gibt fünf Kiwiarten, die sich auf den zwei Hauptinsel und der Stewartinsel verbreitet haben. Mittlerweile findet man sie auch auf zahlreichen kleineren Inseln des Archipels. Dort wurden sie zum Teil durch den Menschen eingeführt.

Der Vogel ist nachtaktiv und gehört zur Ordnung der Laufvögel als deren kleinster Vertreter.  Mit der Ankunft des Menschen verschwand auch der fast lückenlose Bewuchs des Landes mit Wald. Trotzdem konnte der Vogel überleben und passte sich an. Der Kiwi war und ist den Neuseeländern so sympathisch, dass sie ihn nicht nur zu ihrem Wappentier, sondern auch zur ihrem Nationalsymbol erhoben haben. Und damit nicht genug, sie bezeichnen sich sogar selbst als “Kiwis”. Alles was neuseeländisch ist, wird “kiwiana” genannt und viele Produkte und Firmen haben den Zusatz “Kiwi” um zu verdeutlichen, dass man aus Neuseeland kommt.

Ihre Laute sind nachts als schrille Pfiffe bis zu 5 km weit zu hören. Die Tiere werden bis 65 cm lang und 35 cm groß. Das Gewicht kann bis zu 5 KG betragen, wobei interessanterweise die Weibchen schwerer sind. Das Gefieder ist braun, der Kopf klein und der Schnabel lang. So wirkt der Vogel recht drollig, kann aber gut hören und besonders gut riechen. Für einen Vogel haben sie eine relativ neiderige Körpertemperatuzr von 38 °C (die meisten Vögel liegen bei 42 °C). Insgesamt ist dieser Vogel also in nahezu jeglicher Hinsicht ein Exot.

Heute lebt der Kiwi auch in Strauchlandschaften und ist relativ anpassungsfähig, benötigt aber ein Klima mit hoher Feuchtigkeit und humusreichem Boden. Durch den Menschen eingeschleppte Räuber haben den Bestand stark dezimiert und der Vogel steht unter Naturschutz. Das begann bereits mit den Maoris, die sie jagden, zum einen als Nahrungsquelle zum anderen wegen der Federn.

Auch die Europäer nutzen die Federn als Schmuck oder stopften sie aus. Es gibt leider immer noch Regionen wo er ganz verschwunden ist, trotz seiner Anpassungsfähigkeit. Immerhin wurde die Jagd 1896 verboten und 1921 wurde er unter Schutz gestellt. Kiwis waren trotzdem gezwungen neue Bereiche zu besiedeln und leben auch in den Gebirgsregionen, allerdings in der Regel nicht über 1.200 m Höhe.

Die fünf Arten heißen North Island Brown (lebt auf der Nordinsel), Okarito Brown, Haast Tokoeka, Southern Tokoeka und Great Spotted Kiwi. Besonders der Okarito Brown Kiwi gilt als stark bedroht, da es von ihm nur noch einige hundert Individuen gibt.

Die süße und international beliebte Kiwi-Frucht ist ebenfalls zu einem Symbol für Neuseeland geworden, wenn sie auch ursprünglich aus China kam.Eigentlich nannte man sie chinesische Stachelbeere, sie wurde in Neuseeland in großem Umfang angebaut und exportiert. Da sie ebenfalls bald typisch für Neuseeland wurde, bekam sie den Namen Kiwi.

Aktivitäten

Es fällt schwer Aktivitäten zu finden, die man nicht in Neuseeland machen und unternehmen kann. Aufgrund seiner klimatischen und geografischen Beschaffenheit und damit einhergehenden Vierfalt kann man das Land der Kiwis sicherlich als Paradies für Aktivurlauber beschreiben.

Dazu kommt die Ausgefallenheit der Kiwis, die immer eine Idee haben um noch eine kuriosere Sportart für sich zu entdecken. Bungee-Jumping wurde in Neuseeland bekannt gemacht, Zorbing ist sogar eine neuseeländische Erfindung (in einer Kugel aus PVC rollt man Abhänge hinunter). Es ist sicher auch kein Zufall, dass es mit Edmund Hillary ein Neuseeländer war, der 1953 als erster den höchsten Berg der Erde, den Mount Everest bestieg. Auch das Nationalsport nicht Fussball, sondern Rugby ist, sagt etwas über die Mentalität der Kiwis aus.

Man muss aber nicht unbedingt ein Fan von Extremsportarten und extremer Adrenalinausschüttung sein um sich in Neuseeland wohl zu fühlen. Die imposante Natur lässt sich auch auf angemessenen Wanderungen und Trekkingtouren genießen. Natürlich kann man in den neuseeländischen Alpen auch das Bergsteigen und Klettern ausüben. Auch jegliche Art von Wassersport ist in Neuseeland möglich. Das reicht vom Baden, Schnorcheln und Tauchen über Kajak-, Kanu– und Raftingtouren. Ein besonderes Erlebnis sind sicherlich das baden in einem Geothermalbad mit Schlamm und Wellness. Um Rotorura gibt es hierfür einige gute Möglichkeiten.

Andere mögen eher das ausgefallenere Parasailing, auch dieses in in diesem Aktivland machbar. Angler werden ebenfalls in Neuseeland ideale Möglichkeiten vorfinden, genauso wie Freunde des Wind- und Kitesurfing. Die Meere um Neuseeland sind zum Teil hervorragende aber nicht unbedingt einfache Regionen für Segler. Canyoning, Orientierungslauf aber auch Fahrradfahren, Reiten und Golf – alles Möglich in diesem Land am Ende der Welt. Wer es ruhiger mag, kann auch mal einen romantischen Strandspaziergang machen oder eines der vielen Museen in den Städten besuchen. In den Metropolen des Landes wie Auckland und Wellington finden regelmäßig auch internationale Events statt, die ebenfalls einen abwechselnden Zeitvertreib bieten. Natürlich kann man auch eines der idyllisch gelegenen und gemütlichen Weingüter besuchen. Es gibt auch viele Möglichkeiten das Land und seine Natur aus der Luft zu entdecken, sei es auf einem Hubschrauberrundflug, als Fallschirmspringer, beim Paragliding oder auf einer Ballonfahrt.

Vogelfreunde werden die Vogelwelt hier beobachten wollen und sicher einige Möglichkeiten finden, auch Walbeobachtungen sind möglich. Überhaupt bietet die exotische Tier- und Pflanzenwelt viele Möglichkeiten zu Exkursionen und Beobachtungen, genauso wie verschiedene Höhlen und Gletscher. Auch im Bereich des Wintersports gibt es nahezu die gleichen Möglichkeiten wie in den Alpen von Langlauf, Alpinski zum Snowboarden. Wichtig ist natürlich auch in Neuseeland, dass man mit ortskundigen, erfahrenen und kompetenten Menschen zusammen ist und deren Tipps entsprechend befolgt. Denn bei aller Schönheit, birgt die Natur auch auf Neuseeland durchaus Gefahren.