Typisch Schweden

Es gibt vieles, das als typisch für Schweden angesehen wird. In einem Urlaub im Land wird man einiges davon bestätigt sehen, anderes vielleicht nicht. Typisch schwedisch sind natürlich erst einmal die bekannten Marken, die das Land in der Welt bekannt gemacht haben.

fotos schweden mit flagge

Da wäre z.B. der Autohersteller Volvo, aber auch der Möbelhersteller IKEA mit seinen kultigen Möbeln und Möbelhäusern weltweit. Wer ein bisschen Schweden-Feeling finden will, fährt am besten einfach mal zu IKEA, denn dort gibt es schwedische Namen für moderne Möbel, schwedisches Essen und sogar Feste.

Natürlich dürfen auch Elch- und Rentiergerichte sowie Köttbullar nicht fehlen. Zum Frühstück haben die Schweden einen riesige Auswahl an Knäckebrot, denn in dieser Sparte sind sie sehr erfinderisch. Die bekannte Marke Wasa findet man auch in fast jedem Supermarkt in Deutschland.

Typisch für Schweden sind natürlich die endlosen Wälder, Nadelwälder, Birgen und andere. Die vielen Seen und tausende Inseln in der Schärenlandschaft. Leider auch die vielen Millionen Mücken, wobei man an der Küste weniger mit ihnen zu tun hat, als am idyllischen Haus am See.

Die saubere, gepflegten und kulturellen Städte und Metropolen allen voran Stockholm, aber auch Göteborg und Malmö mit ihren Museen, Kirchen, Kultureinrichtungen, Theatern aber eben auch viel Grün und Wasser drum herum. Diese Symbiose aus Stadt und Natur ist irgendwie auch typisch schwedisch.

Dann der schwedische Sozialstaat, die offene und transparente und besonders auch tolerante Gesellschaft, die mittlerweile eine Einwanderungsgesellschaft wie so viele in Europa geworden ist. Ist ja auch logisch, denn ein so schönes Land mit einem so guten System kann nicht geheim gehalten oder ein Insider-Tipp bleiben.

Die friedliche Neutralitätspolitik die Schweden über Jahrhunderte aus Kriegen herausgehalten hat und dem Land blühende Wirtschaft, Staat und Gemeinwohl beschert hat. Während sich in Europa die anderen die Köpfe einschlugen, haben die Schweden auf Frieden gesetzt und waren eigentlich dadurch immer auf der Seite der Gewinner.

Vielleicht haben sie deshalb so gut lachen und sind, trotz der langen Winternächte auch zu dieser Jahreszeit freundlich und hilfsbereit. Die Mentalität der Schweden ist manchmal etwas reserviert, aber meistens doch von einem optimistischen Menschenbild geleitet. Zumindest kommt es einem so vor, wenn man als Urlauber das Land bereist. Vielleicht liegt es an der umgebenden Natur, dem vielen Platz oder aber der sozialen Absicherung.

Typisch für Schweden sind natürlich auch die Wintersportarten, allen voran auch die erfolgreiche Eishockey-Nationalmannschaft, die bei Weltmeisterschaften traditionell zu den erfolgreichsten zählt. Im Wintersport sind die Schweden meist gut vertreten, sei es Biathlon, Langlauf oder Alpin. Aber auch in anderen Sportarten, sogar im Fußball können die Schweden es mittlerweile mit den besten Mannschaften der Welt aufnehmen und sind bei Weltmeisterschaften schon lange keine Exoten mehr.

Das hübsche Ferienhaus am See, die Stuga ist natürlich auch typisch schwedisch. Die rot gestrichenen Blockhäuser mit weißen Fensterrahmen sind zum Sinnbild des Landes geworden, genauso wie Angelurlaub, Segeln entlang der Ostseeküste und die Dalarnapferde sowie die Mittsommerfeiern, auf den es meist heiß her geht.

Prägend für das Bild Schwedens in der Welt war im Besonderen auch die schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren die mit Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Wir Kinder aus Büllerbü oder Ferien auf Saltkrokan (nur um einige Beispiele zu nennen!) die ein Bild von einer heilen Welt zeigten.

Ganz anders, aber auch typisch für Sverige sind die Krimis aus Schweden. Bekannte Krimiautoren wie Håkan Nesser, Henning Mankell, Maj Sjöwall, Per Wahlöö und in letzter Zeit besonders auch Stieg Larsson mit seiner Millenium-Trilogie sind wahre Beststeller geworden.

Dies sind nur einige Beispiele, es können noch viele andere Beispiele genannt werden, die das gemessen an der Einwohnerzahl kleine Land hervorgebracht hat. Wie der Regisseur Ingmar Bergman oder Musikgruppen wie ABBA, Roxette oder The Cardigans.

 

Typisch England

Es gibt viele Dinge die typisch für England sind. Viele davon mögen passend sein, einige aber auch Klischee, wobei natürlich auch daran oft ein Stückchen Wahrheit vorhanden ist. Typisch für die Engländer ist sicherlich eine gewisse Höflichkeit, aber auch Eigentümlichkeit die man bewusst pflegt. So ist man auf der Insel stolz darauf eben in Britain zu leben und nicht auf dem Kontinent.

scones und union jack
Scones und Teatime – typical english (c)

Auch die Fähigkeit sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und Traditionen zu pflegen, wie etwa die Teatime gelten als typisch. Die Teekunst und die pünktliche Teatime der Engländer ist weltweit bekannt und hängt natürlich auch mit dem British Empire und den einst in britischer Hand befindlichen Regionen, wo besonders guter Tee wächst. Zur Teatime gehören natürlich auch englische Scones mit Clotted Cream und Marmelade. Vieles auf der Insel ist anders, verschiedenen Maßeinheiten und der Linksverkehr sind nur einige Beispiele an die man sich als Urlauber und Auswanderer gewöhnen muss.

Sport und Wetten sind ebenfalls typisch. Da man sich als Mutterland des Fußballs sieht, ist natürlich dieser Sport besonders wichtig, egal ob die Nationalmannschaft oder die lokale Heimmannschaft antritt. Leider sind die englischen Fans durch die Hooligans verrufen, dabei ist die Stimmung in englischen Stadien hervorragend und die Engländer singen ihre (manchmal auch etwas obszönen) Lieder stolz im ganzen Stadion.

Die britische Boulevardpresse ist ebenfalls ein Markenzeichen der Insel, die international ihres Gleichen sucht. Das als typisch britisch und englisch angesehen Essen hat international keinen guten Ruf und ist als fade und fettig verrufen. Fish & Chips können aber durchaus lecker sein und es gibt auch andere englische Gerichte, ebenso sind die Steaks schmackhaft. Und heute ist England ja auch mehr als nur das, denn die Einwanderernation hat mehr Internationalität mit intensiven Einflüßen aus den Kolonien aufgenommen. Moderne Spitzenköche toben sich außerdem unter dem Beifall des internationalen Publikums mit neuen Kreationen aus. Wer also behauptet Großbritannien sei kulinarisch nicht interessant liegt absolut falsch.

Auch Geschichte ist immer wichtig in einem Land, dass einst die Welt fast beherrschte. Überall trifft man auf historische Zeugnisse ob es nun Stonehenge oder die zahlreichen Sehenwürdigkeiten in London oder anderswo ist. England war schon immer klassenbezogen und noch heute merkt man anhand der Sprache und Kleidung als welcher Schicht jemand kommt. Der Unterscheid zwischen Arm und Reich ist in England meist deutlicher als z.B. in Deutschland. Englische Snobs werden weltweit belächelt, ebenso die Hüte der Damen auf Hochzeiten oder andere familiären oder öffentlichen Anlässen. Englischer Humor gilt als “schwarz” aber auch selbstironisch. Humor haben die Briten und deshalb sollte man auch nicht immer alles so ernst nehmen auf der schrillen Insel.

Politisch und geschichtlich lag immer eine gewisse Distanz zu Kontinentaleuropa vor, die bis heute vorhanden ist. Man wollte einen gewissen Abstand und war zufrieden, wenn auf dem Kontinent die Balance of Power bestand (also ein ausgelichenes Kräfteverhältnis zwischen den Großmächten), die den Engländern den Rücken frei hielt für den Aufbau ihres Kolonienreiches.

Die roten Doppeldeckerbusse und Telefonzellen sind nicht immer noch so stilgetreu wie damals, aber alte Taxis findet man immer noch reichlich und auf ihre Automarken wie die Luxusmarken Bentley und Rolly-Royce sind die Briten sehr stolz. Und oft trifft man auch noch den typischen Bobby, der einem gerne weiterhilft wenn man eine Frage hat. Cricket, Rugby, Pferderennen, Wimbledon, Hockey oder Bridge – die Engländer wissen sich die Zeit zu vertreiben. Herrliche Anwesen und gepflegte Englische Gärten sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache. Genauso wie die Englische Literatur, die weltbekannt ist.

Auch die vielen Feste, die manchmal auch etwas kitischig sind, gelten als Kult, genauso wie Britpop und die anderen Musikrichtungen und Bands from Britain. Es gibt noch viele andere Beispiele, aber am besten man macht sich vor Ort ein Bild von England und den Engländern/innen.

 

Typisch Island

Es ist immer so eine Sache, wenn es darum geht etwas als typisch für ein Land oder eine Region zu charakterisieren. Als typisch Isländisch fällt einem sicherlich im ersten Moment ganz vieles ein. Zunächst wäre da Island selbst zu nennen, diese Insel hat Wesenszüge die man kaum ein zweites Mal auf diesem Planeten vorfindet.

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Der Haifoss befindet sich nahe dem Vulkan Hekla (c)

Einerseits stark vulkanisch und geothermal geprägt, andererseits so nah am Polarkreis und mit Gletschern bestückt. Heiße Quellen und Eis. Man kann jetzt in einem warmen Fluss baden und besteigt kurze Zeit später einen Gletscher oder fährt auf der Gletscherlague Jökullsarlon. Das Island Typical Iceland! Genauso natürlich wie die warmen und schönen Islandpullover mit dem typischen Muster, die man auf isländisch Lopapeysa nennt.

Die Gegensätze ziehen sich aber durch das ganze Land, manchmal ist Island karge wie eine Mondlandschaft, dann beeindruckt es durch hohe Steilküsten, Geröllberge und idyllische Wasserfälle und grüne Täler.

Dann sind da natürlich auch die skandinavischen (und ein wenig keltischen) Isländerinnen und Isländer zu nennen, die bis heute viele alte Traditionen bewahrt haben. Sie sprechen bis heute eine einmalige Sprache, die noch viele Ähnlichkeiten mit dem Altnordischen hat. Oft meint man eine Zeitreise gemacht zu haben. Die reiche Literatur und lebendige Musikszene mit Stars wie Björk machen dieses Volk mehr als interessant.

Und die isländische Küche mag in ihrer traditionellen Form durchaus gewöhnungsbedürftig sein, aber interessant ist sie allemal. Dann die Geschichte dieses Landes und Volkes – wirklich einmalig auf dieser Erde. Die Sagaerzählungen fesseln bis heute Menschen auf der ganzen Erde.

Die genügsamen Islandpferde mit ihrem typischen Tölt-Gang, die man überall im Land findet. Genauso wie die übrige Vogelwelt mit Polarfüchsen im Hochland aber auch imposanten Seevögelkolonien. Besonders auffalend sind die hübschen Papageitaucher, die von den Einheimischen Lundis genannt werden und auch wie so vieles als eine Art Symbol Islands immer wieder zu sehen sind.

Die geothermale Energie, die man im Überfluss zur Verfügung hat, bietet wirtschaftliche und landwirtschaftliche hervorragende Möglichkeiten. Island mag besonders unter der Finanzkrise gelitten haben, aber seine Ressourcen bieten dem Land trotzdem gute Zukunftschancen. Das mag auch typisch für Island sein, sich nach einer Katastrophe (wie in der Vergangenheit Vulkanausbrüchen) wieder mit viel Energie und Engagement zu erholen.