Nationalparks Englands

Die meisten Nationalparks gibt es in Großbritannien in England, gefolgt von Wales und Schottland. Auch in Nordirland plant man zukünftig einen einzurichten. Von insgesamt 15 Einrichtungen liegen immerhin 10 in England, dabei wurden die ersten bereits 1951 etabliert. Damit ist England nicht nur das Land mit den meisten Einwohner, sondern auch mit den meisten Nationalparks.

peak district
Im Peak District Nationalpark

Das ist kein Zufall, denn es ist natürlich auch der flächenmäßig größte Teil des Vereinigten Königreichs. Hinzu kommt, dass in England die weltweite Industrialisierung ihren Anfang nahm und bis heute manche Ballungsgebiete genauso wie in Deutschland oder den Niederlanden auch gewissen Umweltbelastungen ausgesetzt sind. Daher ist es wichtig, die Natur des Landes besonders zu schützen.

Die Nationalparks sind beliebte Reiseziele sowohl bei Einheimischen als auch Urlaubern. Sie zeigen eine beeindruckende Natur und umfassen 7% der Landesfläche. Die ältesten sind der Dartmoor-Nationalpark, der Lake District NP und der Peak District NP.

Im Dartmoor NP in der Grafschaft Devon wurde übrigens auch das “Letterboxing” erfunden, mit dem man das Moor auf der Suche nach Truhen, Briefen und Stempeln erkundet. Das ist ein schöner Zeitvertreib, besonders natürlich bei kleineren und junggebliebenden Besuchern. Im Bereich Dartmoor findet man ferner viele prähistorische Zeugnisse wie Steinkreise und die historischen Brücken aus Granit (Clapper Bridges). Gerade Reisende, die sich für die frühen Kulturen Englands interessieren, werden hier fündig werden.

Weitere Nationalparks sind der North York Moors NP,  sowie Yorkshire Dales NP, Exmoor NP, Northumberland NP, The Broads NP und der New Forest NP. Größere Bereich der Parks befinden sich in England in privatem Besitz, auch können oft größere Siedlungen hier liegen und die Parks haben ein eigenen Nationalparkbüro.

Rechtlich unterliegen sie in England und Wales dem National Parks and Access to the Countryside Act 1949. In England findet man trotz der dichten Besiedlung der Insel also noch viel Natur und imposante Landschaften erhalten können. In letzter Zeit versucht man auch verstärkt insgesamt wieder mehr Wälder in England aufzuforsten. Übrigens findet man auch Moore und Heidelandschaften in den verschiedenen Regionen, wo eine spezielle Fauna und Flora vorzufinden ist.

 

Nationalparks Island

Seit dem Jahre 2008 gibt es auf Island drei Nationalparks. Das klingt zunächst nicht sonderlich viel, aber wer sich einmal die Zahlen anschaut, wird schnell eines Besseren belehrt: Der isländische Vatnajökull-Nationalpark umfasst eine riesige Fläche von 1,2 Mio. ha und ist damit der größte Nationalpark Europas!

thingvellir island
Der Nationalpark Thingvellir (c)

Der große Park ist das Ergebnis einer Zusammenlegung der vorherigen Nationalparks Jökulsargljufur und dem Skaftafjell. Besucherzentren gibt es u.a. an der Asbyrgi-Schlucht, dem Myvatn und in Skaftafjell. Teil des Nationalparks ist u.a. der namensgebenden riesige Vatnajökull-Gletscher (8.100 qkm), vom Volumen her der größte Gletscher Europas.

Die beiden weiteren Parks heißen Snaefellsjökull (mit dem Gletschervulkan und verschiedenen verlassenen Siedlungen wie etwa die Winterfischerhütten bei Dritvik) und Thingvellir-Nationalpark.

Letzerer befindet sich an historischer Stätte im Südwesten Islands (im sogenannten Goldenen Dreieck mit dem Gullfoss und dem großen Geysir) und ist nicht nur geologisch eindrucksvoll mit seinem See und Wasserfällen, sondern ist auch der Ort, wo in Island einst die Nation begann.

Die Tierwelt auf Island ist aufgrund der arktischen Lage nicht sonderlich artenreich, wobei dies nicht für die Vogelwelt gilt. Neben vielen Seevögeln an der Küste Islands wie die drolligen Papageitaucher, Eissturmvögel, Tölpel und Trottellummen findet man im Landinneren auch Schneehühner, Rotdrosseln, Odins- und Thorshühnchen, Goldregenpfeifer und Kurzschnabelgänse.

Auch Schwäne wie Singschwäne und Trompeterschwäne sind zu finden. Besonders viele Enten (wie die Spatelente) findet man am Myvatn im Norden des Landes.

Außerdem findet man auf Island Greifvögel, wie verschiedene Falkenarten.

Andere Tiere die man auf Island antrifft sind der Polarfuchs, der bereits vor dem Menschen hier lebte. An der Küste findet man auch noch Seehunde. Eisbären und Moschusochsen gibt es trotz aller Gerüchte nicht auf Island.

Eingeführt wurden die vielen Islandschafe und andere Nutztiere. Immer wieder trifft man natürlich auch die legendären und weltweit gefragten Islandpferde wild hier an. Island pferde sind besonders genügsam und liebenswürdige Pferde, die besonders durch ihren Gang Tölt bekannt sind.

Für Urlauber werden auch Touren mit Islandpferde in die Natur des Landes von verschiedenen Veranstaltern angeboten.

Die Pflanzen auf Island fallen durch einige endemische Arten auf. Wenn man die Insel im Juni bereist, fallen einem regelrechte „Meere“ von Lupinen ins Auge. In der Folgezeit der Landnahme durch die ersten Siedler wurde die Wälder des Landes vielfach abgeholzt, heute findet man meist nur kleine Birkenwälder, aber auch Ebereschen und Wollweiden.

Vielfach wird sich aber um eine Wiederaufforstung Islands bemüht. Ansonsten findet man viele Moose und Flechten auf Island. Man findet auch Löwenzahn, Engelwurz und Alpenröschen.

Übrigens: Da dies Isländer mittlerweile die geothermale Energie der Insel sinnvoll für Gewächshäuser nutzen, findet man hier auch Früchte wie Bananen, exotische Schnittblumen und Wein.

 

Nationalparks & Fauna und Flora Kanadas

Nationalparks

Kanadas weite und schützenswerte Tier- und Pflanzenwelt sowie die teilweise noch unberührte Landschaft werden durch verschiedene Schutzmaßnahmen gesichert. Die 44 Nationalparks von Kanada werden verwaltet von der staatlichen Parks Canada.

kanadische flagge
Flagge von Kanada

Die Behörde hat ihren Hauptsitz in Ottawa und dient dem Schutz der nationalen Kultur- und Naturgüter. Neben den Nationalparks verwaltet sie auch einige National Parks Reserves (7), National Marine Conservation Areas (3), National Landmark (1) und etliche National Historic Sites wie besondere Gebäude und Orte mit historischem Charakter.

In den Reserves dürfen die indigenen Völker noch jagen und fischen. Neben diesen Parks haben die Provinzen und Territorien noch eigen Provincial bzw. Territorial Parks.

Besonders bekannte Nationalparks sind der Banff-Nationalpark in Alberta, sowie der Glacier Nationalpark und der Yoho Nationalpark in British Columbia. diese Parks sind auch die ältesten des Landes und wurden bereits 1885 bzw. 1886 gegründet. Ein besonders junger (2003) Nationalpark ist der Gulf-Islands-National Parks zwischen Vancouver Island und dem Festland.

Mit einer Fläche von 44.802 qkm (in etwa so große wie die Schweiz!) ist der Wood-Buffalo-NP der Größte des Landes, seit 1983 ist er auch Weltnaturerbe der UNESCO. Er befindet sich auf den Gebieten von Alberta und den Nordwest-Territorien.

Die kanadischen Nationalparks können im Rahmen eines sanften Tourismus besichtigt werden, man benötigt hierzu eine Erlaubnis (Permit) bzw. den National Pass (Jahreskarte). Die Nationalparks lauten:

 

Nationalparks verwaltet von Parks Canada

Nationalpark Provinz bzw. Territorium Größe in qkm
Aulavik-Nationalpark Nordwest-Territorien 12.199
Auyuittuq-Nationalpark Nunavut 20.500
Banff-Nationalpark Alberta 6.641
Bruce-Peninsula-Nationalpark Ontario 270
Cape-Breton-Highlands-Nationalpark Nova Scotia 950
Elk-Island-Nationalpark Alberta 194
Forillon-Nationalpark Québec 240
Fundy-Nationalpark New Brunswick 206
Georgian-Bay-Islands-Nationalpark Ontario 12
Glacier-Nationalpark British Columbia 1.349
Grasslands-Nationalpark Saskatchewan 906
Gros-Morne-Nationalpark Neufundland und Labrador 1.805
Gulf-Islands-Nationalpark British Columbia 33
Gwaii-Haanas-Nationalpark British Columbia 1.470
Ivvavik-Nationalpark Yukon 10.168
Jasper-Nationalpark Alberta 10.878
Kejimkujik-Nationalpark Nova Scotia 381
Kluane-Nationalpark Yukon 22.015
Kootenay-Nationalpark British Columbia 1.406
Kouchibouguac-Nationalpark New Brunswick 239
La-Mauricie-Nationalpark Québec 544
Mingan-Archipelago-Nationalpark Québec 150
Mount-Revelstoke-Nationalpark British Columbia 260
Nahanni-Nationalpark Nordwest-Territorien 4.766
Pacific-Rim-Nationalpark British Columbia 500
Point-Pelee-Nationalpark Ontario 15,5
Prince-Albert-Nationalpark Saskatchewan 3.875
Prince-Edward-Island-Nationalpark Prince Edward Island 22
Pukaskwa-Nationalpark Ontario 1.878
Quttinirpaaq-Nationalpark Nunavut 37.775
Riding-Mountain-Nationalpark Manitoba 2.973
Sirmilik-Nationalpark Nunavut 22.200
St.-Lawrence-Islands-Nationalpark Ontario 9
Terra-Nova-Nationalpark Neufundland und Labrador 400
Tuktut-Nogait-Nationalpark Nordwest-Territorien 16.340
Ukkusiksalik-Nationalpark Nunavut 20.000
Vuntut-Nationalpark Yukon 4.400
Wapusk-Nationalpark Manitoba 11.475
Waterton-Lakes-Nationalpark Alberta 525
Wood-Buffalo-Nationalpark Alberta, Nordwest-Territorien 44.802
Yoho-Nationalpark British Columbia 1313

 

 

Die Flora & Fauna von Kanada ist überwältigend. In Kombination mit der unglaublichen Weite macht sie einen Urlaub in diesem Land zu einem Naturerlebnis. In den vielen Provinz- aber auch Nationalparks kann man eine erstaunlich Vielfalt entdecken und noch dazu einiges über die Tiere und ihren Lebensraum erfahren.

Das Land ist bekannt für seine großen Waldgebiete, Seen- und Berglandschaften sowie weiten Ebenen. Die Tundren des Nordens und die Eisregionen mit ihrer spezifischen Tier- und Pflanzenwelt machen ebenfalls einen großen Teil des Landes aus.

 

Riesige Nadelwälder im Norden

Kanada wird zu mehr als zwei Dritteln von Wildnis bedeckt, das lässt viel Platz für Natur. Besonders riesige Nadelwaldgebiete sind typisch für den nördlichen bewaldeten Bereich. Weiter südlich findet man Mischwälder aus Ahorn, Buchen, Kiefern, Birken, Kastanien und Walnussbäume. In anderen Bereichen findet man auch Zitterpappeln, Douglasien und Zedern. Andere Regionen sind noch mit weitem Grasland bedeckt, wobei die riesigen Prärieweiten der Vergangenheit angehören, da heute landwirtschaftliche Nutzung vorliegt.

In der kanadischen Wildnis trifft man die unterschiedlichsten Tiere wie Biber, Otter, Grau- und Backenhörnchen, Eichhörnchen, Wiesel, Marder und Nerze. Wer kennt nicht die vielen TV-Dokumentationen über die kanadischen Flüsse, Seen und Nationalparks, die einem die vielen Tiere des Landes in ihrer weiten Natur zeigen?! Dabei ist die individuelle Angepasstheit immer wieder faszinierend.

Insbesondere die deutlichen Temperaturunterschiede im kanadischen Binnenland zwischen den Sommer- und Wintermonaten verlangt den Tieren einiges ab.

Natürlich findet man in den Wäldern von Kanada auch heute noch Luchse, Braun- und Schwarzbären, Elche und Karibus. Die imposanten Grizzlybären kommen heute nur noch in British Columbia, Alberta und den nördlichen Regionen vor. Aus den mittleren Landesteilen sind sie hingegen verschwunden.

 

Grizzlybären, Bisons und Wale

Sie gelten aufgrund ihrer großen Kraft sind Grizzlybären für den Menschen gefährlich, ein einziger Schlag mit der Pranke kann schon tödlich sein. Meist sind sie jedoch scheu und flüchten, aber insbesondere das Aufeinandertreffen mit Müttern und Jungtieren oder einem kranken Tier können gefährlich sein.

In Nordkanada sind die Grizzlybären schwerer als in den südlichen Landesteilen. Es gibt dabei bedeutende Unterschiede zwischen 80 – über 600 kg. Die Männchen sind generell schwerer als die Weibchen, Grizzlys werden ca. 30 Jahre alt.

Andere Tiere sind Bisons und im Norden Polarfüchse, Eisbären, Moschusochsen, Polarhasen und Wölfe. Aus Western aber auch Dokumentationen sind die riesigen Bisonherden bekannt, die einst den gesamten Nordamerikanischen Kontinent durchzogen. Leider wurde deren Zahl durch Jäger über die Jahrhunderte stark dezimiert und war lange sogar vom Aussterben bedroht.

Eher unerforscht sind die hübschen Polarwölfe aus der kanadischen Arktis. Sie leben dort von Melville bis Ellesmere Island. Dabei wechselt das Fell in Gebieten mit Dauerschnee und weiß zu gräulich oder sogar schwarz. Sie haben kleinere und rundlichere Ohren als andere Wölfe.

In den Gewässern trifft man auch Wale, Seehunde und Walrosse. In den Flüssen gibt es verschiedene Fischarten darunter auch Wildlachse und andere typische Flusstiere. Nicht ohne Grund ist Kanada ein beliebtes Reiseziel für den Angelurlaub. allerdings sollte man beachten, das lokale Lizenzen zu erwerben sind. Eine Alternativen zum Angeln im See ist auch das mieten eines Charterbootes und das Hochseeangeln.

 

Nationalparks in Mexiko

Die Natur in Mexiko ist unglaublich bunt und das Land gilt mit zwölf weiteren Staaten der Erde als Biodiversitäts-Hotspot. Das bedeutet, dass hier die Artenvielfalt besonders reichhaltig ist. Glücklicherweise setzt sich das Land für den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt ein und so gibt es u.a. 68 Nationalparks im Land, in denen besondere Schutzvorschriften und -Maßnahmen zum Zuge kommen.

weltkarte
Meiers.Info – Kontinente, Länder und Städte entdecken.

Ähnlich wie die Nationalparks in anderen großen Flächenstaaten bieten sie eine große Bandbreite unterschiedlicher Landschaftformen.

Es folgt eine alphabetische Auflistung der einzelnen Nationalparks (Parque Nacional de…), in Klammern ist der/die betreffende(n) Bundesstaat(en) angegeben, in dem sich der Park befindet:

Arrecife Alacranes (Yucatán)

Arrecife de Puerto Morelos (Quintana Roo)

Arrecifes de Cozumel (Quintana Roo)

Arrecifes de Xcalak (Quintana Roo)

Bahía de Loreto (Baja California Sur)

Barranca del Cupatitzio (Michoacán)

Benito Juárez (Oaxaca)

Bosencheve (Estado de México, Michoacán)

Cabo Pulmo (Baja California Sur)

Cañón del Río Blanco (Veracruz)

Cañón del Sumidero (Chiapas)

Cascada de Basaseachi (Chihuahua)

Cerro de Garnica (Michoacán)

Cerro de la Estrella (Distrito Federal)

Cerro de las Campanas (Querétaro)

Cofre de Perote (Veracruz)

Constitución de 1857 (Baja California)

Costa Occidental de Isla Mujeres, Punta Cancún y Punta Nizuc (Quintana Roo)

Cumbres de Majalca (Chihuahua)

Cumbres de Monterrey (Nuevo León)

Cumbres del Ajusco (Distrito Federal)

Desierto de los Leones (Distrito Federal)

Desierto del Carmen (Estado de México)

Dzibilchantún (Yucatán)

El Chico (Hidalgo)

El Cimatario (Querétaro)

El Histórico Coyoacán (Distrito Federal)

El Potosí (San Luis Potosí)

El Sabinal (Nuevo León)

El Tepeyac (Distrito Federal)

El Tepozteco (Morelos, Distrito Federal)

El Veladero (Guerrero)

Fuentes Brotantes de Tlalpan (Distrito Federal)

General Juan N. Álvarez (Guerrero)

Gogorrón (San Luis Potosí)

Grutas de Cacahuamilpa (Guerrero)

Huatulco (Oaxaca)

Insurgente José María Morelos (Michoacán)

Insurgente Miguel Hidalgo y Costilla (Estado de México, Distrito Federal)

Isla Contoy (Quintana Roo)

Isla Isabel (Nayarit)

Islas Marietas (Nayarit)

Iztaccíhuatl-Popocatépetl (Estado de México, Morelos und Puebla)

Laguna de Camécuaro (Michoacán)

Lagunas de Chacahua (Oaxaca)

Lagunas de Montebello (Chiapas)

Lagunas de Zempoala (Morelos, Estado de México)

Lomas de Padierna (Distrito Federal)

Los Mármoles (Hidalgo)

Los Novillos (Coahuila)

Los Remedios (Estado de México)

Malinche (Tlaxcala, Puebla)

Archipiélago de San Lorenzo (Baja California)

Molino de Flores Nezahualcóyotl (Estado de México)

Nevado de Colima (Jalisco, Colima)

Nevado de Toluca (Estado de México)

Palenque (Chiapas)

Pico de Orizaba (Veracruz)

Pico de Tancítaro (Michoacán)

Rayón (Michoacán)

Sacromonte (Estado de México)

Sierra de Órganos (Zacatecas)

Sierra de San Pedro Mártir (Baja California)

Sistema Arrecifal Veracruzano (Veracruz)

Tula (Hidalgo)

Tulum (Quintana Roo)

Xicoténcatl (Tlaxcala)

Zoquiapan y Anexas (Estado de México)

 

 

Nationalparks Deutschland

In Deutschland gibt es zurzeit 16 Nationalparks. Sie schützen damit inklusive der Wasserzonen in Nord- und Ostsee eine Fläche von über eine Millionen Hektar. Rechtlich erhalten die Nationalparks ihre Ermächtigungsnorm in § 24 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG).

Neben den Nationalparks gibt es in Deutschland außerdem weitere Schutzgebiete wie etwa Biotopenschutz, Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete und Biosphärenreservate und Naturparks.

Der älteste Nationalpark in Deutschland ist der Nationalpark Bayerischer Wald. Er befindet sich in Bayern und wurde bereits 1970 eingerichtet. Er schützt nahe der Grenze zu Tschechien eine Fläche von 24.250 Hektar.

 

Ältester Nationalpark im Bayerischen Wald

Man findet hier insbesondere Fichtenwälder sowie auch Tannen und Buchen sowie noch vorhandene Reste des Urwalds. Außerdem gibt es hier Hochmoore und Moorseen. Als Vertreter der Tierwelt findet man Biber, Fischotter, Fledermäuse und Luchse. Daneben Rotwild wie Hirsche, Rehe und Wildschweine. Auch seltene Vögel sind hier anzutreffen wie etwa Auerhuhn, Haselhuhn, Schwarzstörche, Wanderfalke und der Sperlingskauz.

Im Jahre 1978 folgte mit dem Nationalpark Berchtesgaden der zweiten Nationalpark in Bayern. Die größten Nationalparks befinden sich in Norddeutschland: der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer schützt gemeinsam mit dem kleineren Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer die besondere Landschaftszone des deutschen Wattenmeers.

Sie schützen Salzwiesen sowie Misch-, Schlick- und Sandwatt. Hier leben außerdem Seehunde, Kegelrobben, Schweinswale, Seeadler, Säbelschnäbler, Seeschwalben, Möwen, Gänse und Enten. Verbreitet sind im Watt auch Herz- und Miesmuschel, die Amerikanische Bohrmuschel, die Amerikanische Scheidenmuschel und die Sandklaffmuschel. Strandkrabben, Wattwürmer, Nordseegarnelen, Seepocken und Schollen sind ebenso hier heimisch wie Sandgrundel und Hornhechte.

Gemeinsam mit dem niederländischen Wattenmeer zählen die Nationalparks auch zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Das deutschlandweit am dünnsten besiedelte Mecklenburg-Vorpommern besitzt seit 1990 gleich drei Nationalparks: den Nationalpark Jasmund (mit den Kreidefelsen von Rügen), den Nationalpark Müritz (Mecklenburgische Seenplatte) und den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft (mit Lagunenlandschaft und artenreicher Flora und Fauna).

Der Nationalpark Sächsische Schweiz (seit 1990) liegt landschaftlich reizvoll an der Grenze zu Tschechien und schützt unter anderem das Elbsandsteingebirge, eine der reizvollsten Landschaften Deutschlands.

 

Auenlandschaften, Buchenurwälder und seltene Tiere

In Brandenburg existiert der Nationalpark Unteres Odertal seit 1995 und grenzt an den polnischen Landschaftsschutzpark Unteres Odertal (Park Krajobrazowy Dolina Dolnej Odry) und den Zehdener Landschaftsschutzpark (Cedynski Park Krajobrazowy). Die großflächen Fluss-Auenlandschaften schützen Biber, Fischotter, Heckrinder, Störche, Seeadler, Zugvögel und Singschwäne sowie die seltene Flaumeiche.

Thüringen schützt mit dem Nationalpark Hainich seit 1997 insbesondere die heimischen Buchenwälder, diese sind zum Teil noch Urwälder und sind seit 2011 von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt.

Der Nationalpark Eifel befindet sich im dicht besiedelten Bundesland Nordrhein-Westfalen und schützt unweit der belgischen Grenze seit 2004 einen Bereich zwischen Eifel und Hohen Venn. Geschützt sind die Urfttalsperre und Teile des ehemaligen Truppenübungsplatzes Vogelsang. Ausgebildete Ranger und Waldführer zeigen bei Touren die Laub- und Nadelwälder, Bäche, Seen sowie Wildkatzen, Störche und seltene Eidechsen des Parks.

Der Nationalpark Kellerwald-Edersee (seit 2004) befindet sich in Hessen und beheimatet ebenfalls Buchenurwälder, die unter dem Schutz der UNESCO stehen. Der Nationalpark Harz befindet sich in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt (seit 2006) und schützt Fichten- und Buchenwälder, sowie Moore, Granatklippen und Bäche. Hier lebt seit einigen Jahren wieder der ausgewilderte Europäische Luchs.

Am Hauptkamm des Nordschwarzwalds befindet sich der Nationalpark Schwarzwald. Er existiert seit 2014 und beinhaltet die üppigen heimischen Wälder, Bergkuppen und Hochweiden sowie Moore der Region. Seit 2015 gibt es den Nationalpark Hunsrück-Hochwald, ein Park, der sich in Rheinland-Pfalz und dem Saarland befindet.