Yin-Yang-Power

Wer ein Verständnis für die Kräfte von Yin und Yang hat, der geht sein Leben objektiver und optimistischer an. Dies betrifft nicht nur das Privatleben, sondern auch den Job und die Erhaltung der Gesundheit.

Ausgewogenheit und Harmonie sind erreichbar, hat man erst erkannt, dass alles sein Gegenteil hat und mit diesem unmittelbar verbunden ist. Wer diese Erkenntnis akzeptiert, der versteht nicht nur Emotionen besser einzuordnen und findet zielorientierte und objektive Lösungen, sondern der gewinnt auch Energie.

Yin Yang Power
Entwickeln Sie Kraft und Energie durch die Yin-Yang-Power

Die Lebensphilosophie der Harmonie und des Ausgleichs strebt einen gesunden Mittelweg ohne andauernde Extreme an. Durch diesen Mittelweg lassen sich Selbstsicherheit und Zufriedenheit steigern. Dies führt zu einer höheren Motivation und zu mehr Lebensenergie.

Natürlich lassen sich Gefühlsausbrüche wie übermäßige Freude und spontane Traurigkeit auch damit nicht kontrollieren. Das ist auch nicht das Ziel, denn diese gehören zum Leben dazu.

Die emotionale Freiheit in Form des Durchbrechens von Blockaden und Hemmungen ist sogar ein wichtiges Ziel, das zur Befreiung des eigenen ICHs von den unterdrückenden Elementen beiträgt. Es geht um das Ausleben der eigenen Identität und Persönlichkeit, das (ggf. dosierte) Hinauslassen von Emotionen und die objektive Ausgleichsfindung im Alltag.

Die Ereignisse des Lebens, die anspruchsvolle Arbeitswelt und gesundheitliche Belastungen sind Fakten, die sich auch mit einer festen Lebensphilosophie nicht ignorieren lassen.

Mit einem Verständnis über die auf uns täglich einwirkenden Kräfte von Yin und Yang lassen sich aber übermäßige Freude und spontane Traurigkeit insgesamt besser ausleben, verstehen und verarbeiten.

Wer danach lebt, der sieht selbst in der Dunkelheit die baldige Morgenröte und erkennt die Notwendigkeit der Ruhe bringenden Nacht. Er empfindet Achtung und Liebe für sich selbst, für andere und für das Leben an sich.

Dies ist ein wichtiger Schlüssel zum eigenen persönlichen Glück.

 

Körper, Geist und Seele verarbeiten lassen

Während und nach dem Essen verarbeitet unser Körper Nahrungsmittel. Jeder Mensch weiß, dass eine ausgewogene Ernährung (angepasst auf den eigene Stoffwechseltypus) die eigene Gesundheit am ehesten erhält.

Wer dauerhaft zu viel Fett isst oder massiv zu Süßigkeiten greift, der wird vermutlich übergewichtig, träge und krank. Eine ausgewogene Ernährung mit vitamin- und mineralstoffreicher Kost, mäßigem Fleischverzehr und “guten” Kohlehydraten mit Gemüse und Obst gilt vielen als empfehlenswert.

Daneben ist ein Verzicht auf Alkohol, Nikotin und andere Schadstoffe ideal für unseren Körper.

Und so ist es auch mit unserem Geist. Unser Kopf muss jede Sekunde massenhaft Informationen und Ereignisse verarbeiten. In unserer hektischen und auf Effizienz getrimmten Welt sind die Abläufe schneller und belastender, als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit.

Hinzu kommt eine explodierende, aufputschende und überdrehte Kommunikations- und Medienlandschaft.

Wir müssen daher mit unserem Geist ebenfalls eine Art Stoffwechsel ausüben und letztlich nur die verwertbaren Elemente herausfiltern. Und ferner auf die relevanten Informationskanäle beschränken.

Es gibt dabei nur einige Informationen und Ereignisse die für uns wirklich relevant sind. Ansonsten gibt es reichlich Informationsmüll und unnötigen belastenden Ballast. Letztlich sollten nur die wirklich relevanten Teile dauerhaft von unserem Geist aufgenommen werden. Das ist keine einfache Angelegenheit, die sich aber üben und erlernen lässt.

Dazu zählt auch dem Smartphone guten Gewissens Pausen zu gönnen.

Ähnlich verhält sich dieser Prozess auch mit der Seele. Die Seele ist im Gegensatz zu Körper und Geist nicht sichtbar. Sie ist jedoch unser Spiegel, unser Selbstbild und Basis unserer Persönlichkeit.

Körper, Geist und Seele bilden eine Einheit und fungieren nur dauerhaft in Harmonie, wenn der Stoffwechsel auf allen drei Ebenen gut funktioniert.

Wer einen gestörten seelischen Stoffwechsel hat, der leidet immens. Diesem Menschen hilft es nicht, wenn sein Stoffwechsel auf den beiden anderen Ebenen halbwegs funktioniert. Er wird wenig Lebensenergie erlangen und diese kaum halten können.

Die Schande, das Unrecht oder der Misserfolg aus der Vergangenheit schwimmen wie Schmutzpartikel in seiner Seele.

In diesen Fällen ist es wichtig, wieder mit sich selbst “ins Reine” zu kommen. Hierbei hilft eine objektive Reflexion innerhalb der Yin-Yang-Philosophie. Hilfreich sind dabei Meditationen, die den Menschen unterstützen das trübe Wasser von den Schmutzpartikeln (den bedrückenden Ereignissen der Vergangenheit) zu befreien.

 

Innere Reinigung und Blick nach vorne

Diese Innere Reinigung ist meist ein deutlich längerer Prozess als eine körperliche Entgiftungskur. Hier gilt wie so oft: Geduld und nicht zu viel auf einmal erreichen wollen. Die dunkle Energie von negativen Geschehnissen aus der Vergangenheit sitzt meist tief und verkapselt.

Wichtig ist, dass wir uns selbst und unsere Probleme als Teil dieser Welt und im Wechselspiel von Yin und Yang erkennen.

Machen wir uns klar: Wir sind ganz objektiv nicht der Nabel der Welt. Belastende Probleme aus unserer Vergangenheit mögen für uns riesig erscheinen, sind aber für die Welt meist ein winziges Problem. Mit dieser Weitsicht relativieren sich unsere Probleme und wir können belastende Blockaden langsam aber dauerhaft auflösen.

Natürlich darf man sich selbst auch nichts “schön reden”. Selbstkritik aber auch ein konstruktiver Blick nach vorne ist angemessen.

Wenn wir den richtigen Maßstab gefunden haben und unsere Seele auch mit Blick in die Vergangenheit im Reinen ist, haben wir die Möglichkeit in Gegenwart und Zukunft eine Harmonie in Körper, Geist und Seele zu finden!

Hinweis: Die Innere Reinigung funktioniert in Eigenregie nur bei leichten bis mittelschweren Problemen. Wirklich traumatische Erlebnisse und schwerwiegende Ereignisse sind nur mit ärztlicher und therapeutischer Hilfe zu heilen!

 

Mit Yin-Yang-Power durch den Alltag

Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele ist eine wichtige Bedingung zur Erlangung von dauerhafter Zufriedenheit. Eine wichtige Voraussetzung zur Gewinnung von Energie ist daneben das Positive Denken. Wer positiv denkt, wird im Alltag immer mehr Motivation finden, als ein Mensch, der negativ denkt und immer mit dem Schlimmsten rechnet.

Natürlich ist es wichtig realistische Risiken zu erkennen und entsprechend dafür vorzusorgen. Ein entsprechender Mittelweg beim Umgang mit Risiken ist sinn- und verantwortungsvoll. Pessimisten schießen jedoch über dieses Ziel hinaus und binden ihre wertvolle Energie in unverhältnismäßige Vorsorge, Ängste und Zwangsmaßnahmen.

Im Vital-Dreieck führt das Positive Denken zu einer Potenzierung der Kraft. Wir gewinnen neue Energie und können diese im Privatleben einsetzen, zum Beispiel für einen gesunden Sport, eine bessere Ernährungsplanung, für die Familie oder zur Pflege von Freundschaften.

Gesundheit, Privatleben und der Job beeinflussen sich gegenseitig.
Das Vital-Dreieck mit den drei Ebenen Gesundheit, Privatleben und Job.

Natürlich sollten wir sorgsam überlegen, wem oder was wir unsere gewonnene Energie zu Gute kommen lassen. Insbesondere sollten wir uns immer primär um unsere eigene Gesundheit als Fundament unseres Lebens kümmern. Wichtig ist hier die Ausgewogenheit, man sollte auch hier wie in anderen Bereichen des Lebens nie monoton und einseitig investieren!

Im Normalfall werden wir dafür positive Auswirkungen empfangen, ansonsten sind unsere Energieinvestitionen zu hinterfragen.

Der Energiegewinn wird neben dem Privatleben auch im Beruf zu einer höheren Motivation führen, sofern die Rahmenbedingungen passend und fair sind. Sind sie es nicht, ist zu hinterfragen, ob die Einbringung unserer Energien auf unserem Arbeitsplatz in dieser Form sinnvoll ist (mehr hierzu in der Rubrik “Job”).

 

Yin-Yang-Power: Energiegewinn durch den Mittelweg

Unabhängig von der persönlichen Einstellung zur traditionellen chinesischen Medizin und in weltanschaulichen Fragen kann man sich auch außerhalb Asiens die befreiend einfache Aussagekraft von Yin und Yang zu Nutzen machen.

Mit einem Grundverständnis der Kräfte von Yin und Yang kann man bereits viele Dinge im Alltag objektiver angehen. Sei es innerhalb der Familie, im Freundeskreis oder auf der Arbeit: Wer die entgegengesetzt wirkenden Kräfte erkennt, kann Entscheidungen objektiver und zielgenauer treffen.

Dieses Verständnis hilft einen Mittelweg zu finden: ohne andauernde Extreme, aber in annähernder Harmonie, Selbstsicherheit und Zufriedenheit. Wer ein solches Leben sucht, der ist mit Yin und Yang auf einem guten Weg und wird seine Motivation und Lebensenergie steigern (Yin-Yang-Power).

Das Verständnis von Yin und Yang fördert dabei auch einen realistischen Optimismus und das Positive Denken. In der Wechselbeziehung zwischen Gesundheit, Privatleben und Beruf (Vital-Dreieck) schaffen wir durch Positives Denken eine Potenzierung unserer Kraft.

Wir erkennen: auf die Nacht folgt unweigerlich der Tag. Nach langem, grauem Regen kommt irgendwann die wärmende Sonne. Wiederum bringt nach einem erschöpfend heißen Augusttag ein ersehnter Sommerregen wieder Leben in die Natur.

Erkennen wir im Regen nicht nur den ungemütlichen Aspekt, sondern auch das Wasser als Ursprung des Lebens. Er erspart heute nicht nur das Blumengießen, sondern er sorgt dafür, dass morgen Bäume und Pflanzen wieder grün in der Sonne stehen.

Wer dies versteht, begrüßt den Regentag mit einem Lachen. Also: Machen Sie Ihren Regenschirm auf und stärken Sie Ihre innere Kraft gegen die schlechte Laune. Denken Sie an die Sonne hinter den Wolken, die Sie bald wieder besuchen wird.

 

Mit Geduld die Komfortzone verlassen

Zeigen Sie anderen Menschen, dass man auch im Regen Freude an Bewegung und frischer Luft haben kann. Wenn Sie dann noch die anderen lächelnd grüßen, ist die Sonne schon in Ihnen und vielleicht auch den anderen aufgegangen.

Dabei darf die gute Laune und die positive Energie nicht aufgesetzt sein. Krampfhafte Dauerstrahler, laute und übermotivierte Stressmotivatoren gibt es schließlich schon genug.

Die innere Überzeugung zu den regulierenden Kräften von Yin und Yang schafft vielmehr eine selbstsichere Überzeugung und Gelassenheit, die negative Blockaden beseitigt bzw. gar nicht mehr aufkommen lässt. Natürlich ist dafür auch ein Leben im Ausgleich wichtig: Sport ist ideal als Gegenpol zu beruflichem (aber auch privatem) Stress. Es müssen allerdings Freiräume und realistische Ziele vorhanden sein, denn sonst entstehen auch durch Sport Zwang und Stress.

Auch das leichte Bewegen heraus aus der verkrusteten Komfortzone ist wichtig. Neue Entdeckungen machen, mit neuen oder alten Freunden etwas unternehmen und lernen seinen Standpunkt zu finden und ehrlich zu vertreten. Und den Mut mitbringen sich weiterentwickeln. Mut um zu neuen Ufern aufzubrechen, das ist nicht einfach, aber manchmal unumgänglich.

Nicht nur “Ja” sagen, sondern auch “Nein” sagen. Der ehrliche Umgang mit Gefühlen und kein Selbstbetrug. Und auch der Abbau von Blockaden aus der Vergangenheit ist wichtig. Dies alles kann langsam geschehen und muss nicht immer mit einem extremen Adrenalinkick verbunden sein.

Das langsame Herantasten an neue Ideen und das kontinuierliche arbeiten an den eigenen antrainierten Verhaltensweisen ist vollkommen okay. Langsamkeit ist sowieso eine bei den meisten Menschen vernachlässigte Eigenschaft und vollkommen zu Unrecht mit einem schlechten Image versehen.

Ziele sind nicht verbissen zu fokussieren und sowieso meist auch nicht im Eiltempo zu erreichen. Besser ist es langsame und zwanglose Wege als Ziel des persönlichen Glücks zu beschreiten und dabei die Außenkräfte von Yin und Yang gleich mitzunutzen.

Haben Sie Interesse an dieser Lebensphilosophie? Dann wünsche ich Ihnen auf dieser Seite viel Freude!

Fazit: Das Verständnis von Yin und Yang sowie der daraus resultierende Mittelweg führt zu einer höheren Zufriedenheit, Motivation (Energiegewinn) und positiven Grundeinstellung. Diese Yin-Yang-Power ist ein Gewinn für unsere Lebensqualität.

Grundvoraussetzung ist ein funktionierender Stoffwechsel auf allen drei Ebenen des Menschen, nämlich in körperlicher, geistiger und seelischer Hinsicht. Im Bereich des seelischen Stoffwechsels können sich Blockaden aus der Vergangenheit mit der Inneren Reinigung auflösen lassen.

Das Positive Denken hebt dauerhaft (bei ausgewogenem Einsatz unseres Energiegewinns, sowie passenden und fairen Bedingungen am Arbeitsplatz) alle drei Ebenen des Vital-Dreiecks.

 

Im Job zufrieden mit Yin und Yang

Viele Menschen können sich ein Leben ohne Job und Arbeit nicht vorstellen. Andere dagegen können zumindest einen längeren Zeitraum wunderbar ohne Verpflichtungen in den Tag hinein leben und ihre Freizeit sorgenfrei genießen.

Letztlich ist es unerheblich was wir uns vorstellen können oder nicht. Im Normalfall müssen wir aus finanziellen Gründen für unsere Lebensführung arbeiten. Grundbedürfnisse wollen genauso bezahlt werden, wie besondere Wünsche an unseren Lebensstandard oder gar Luxus.

Essen, Trinken, Kleidung und Unterkunft sind typische Grundbedürfnisse. Auto, Mobiltelefon, Notebook und Urlaub kann man jeweils wohl eher als Luxusgut bezeichnen. Wobei vieles davon mittlerweile eigentlich schon zur Standardausstattung des berühmten “Otto Normalverbraucher” gehört.

ausgleich zwischen arbeit und freizeit
Wichtig ist ein Ausgleich zwischen Job und Freizeit.

Grundbedürfnisse aber auch fast alles anderes, was wir an materiellen Ansprüchen benötigen, kostet Geld. Daher ist der Job und Broterwerb eine wichtige Grundlage unseres Lebens.

Auch wenn wir Glück haben und uns unsere berufliche Tätigkeit Freude macht, kostet sie doch viel Kraft und Energie. Im Vital-Dreieck kommen Gesundheit, Privatleben und Job als die drei Elemente des alltäglichen Lebens zusammen. Das Berufsleben beeinflusst dabei unmittelbar das gesamte Leben und die Gesundheit eines Menschen.

 

Regeneration und Ausgleich

Auch Menschen ohne berufliche Verpflichtung (z.B. Rentner und Pensionäre) haben Verpflichtungen und Tätigkeiten zu erledigen, die nicht der Freizeit zuzurechnen sind. Insofern betrifft das Thema Ausgleich zwischen Freiwilligkeit und Pflicht nahezu jeden.

Vielen Menschen fehlt im wohl verdienten Feierabend einfach die Kraft zum notwendigen Ausgleich und zur Regeneration vom stressigen Arbeitsalltag. Das Ergebnis ist eine Negativbilanz, die sich bei andauerndem Zustand belastend auf die Gesundheit auswirkt.

Zahlreiche Krankheiten und Leiden der heutigen Zeit sind stressbedingt. Besonders typisch hierfür sind Stoffwechselprobleme (Gastritis, Reizdarm, Magengeschwür), Rückenleiden, Migräne, Tinnitus und Depressionen.

Sowohl Körper, Geist als auch Seele leiden durch andauernden Stress. Diagnosen wie Burnout haben Hochkonjunktur und sind unter anderem ein Spiegelbild unserer auf Gewinnmaximierung und ewigem Wachstum ausgerichteten Gesellschaft. Natürlich sind auch weitere gesellschaftliche Faktoren ursächlich, wie etwa mangelnde Entscheidungsspielräume, wenig Beständigkeit und Wertebeliebigkeit.

Probleme bei der Bewältigung der Arbeit gehen fast immer früher oder später einher mit privaten Problemen. Viele Menschen geraten durch ihre schwierigen beruflichen Umstände letztlich an einen depressiven Tiefpunkt ihres Lebens.

Sie sind leicht reizbar, unausgeglichen oder cholerisch. Sie reagieren oft “über” und zeigen aggressive Verhaltensweisen. In extremen Fällen entsteht ein Gefühl von Ausweglosigkeit bis hin zu Panikattacken, Zwangs- und Angststörungen sowie anderen psychischen Störungen.

Ist erst einmal diese Spirale des Unglücks entstanden, ist eine Genesung des Betroffenen nicht leicht. Für den Betroffenen selbst erscheint sie oft unmöglich.

Wenn man an so einen Punkt angekommen ist, sollte man nicht zu stolz sein professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Man darf aber keine Wunder von anderen erwarten, letztlich kommt es immer auf einen selbst an. Nur man selbst hat den Schlüssel zum Glück in der Hand, andere können allerdings helfen diesen zu erkennen und zu nutzen.

Es mag manchmal nicht so aussehen, aber es gibt immer einen Ausweg. Schauen Sie genau hin! Sehen Sie denn nicht den Silberstreifen am Horizont?!

Man muss jedoch ein glücklicheres Leben wirklich wollen und zu einem eigenen Umdenken bereit sein. Man muss gegebenenfalls auch bereit sein lieb gewonnene Privilegien, einen hart erarbeiteten Status und eventuell den Konsum von Luxusgütern wieder aufzugeben oder einzuschränken.

Sich vom unnötig Angehafteten lösen.

Das Yin-Yang-Prinzip hilft dabei, denn hat man erst die einzelnen Kräfte und Gegenkräfte im Leben erkannt, kann man wieder Ausgleich und Harmonie finden. Im Idealfall sollte natürlich ein totaler Tiefpunkt im Berufsleben vermieden werden.

Wenn man diesen aber leider erreicht hat, kann dies trotzdem der Start zu einem besseren, passenderen Leben sein. Somit also auch eine große Chance.

 

Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit

Vom Beginn an des Berufslebens ist die Harmonie zwischen Job und Freizeit wichtig und muss im Alltag zwischen den vielen Aktivitäten gefunden werden.

Es muss neben dem Job auch Platz für Hobbys und Freizeit geben. Dieser Platz wird konkret bestimmt durch den Faktor Zeit und Kraft (Energie). Für ausgleichende Aktivitäten muss sowohl Zeit, als auch Energie zur Verfügung stehen, sonst schläft das Hobby naturgemäß ein und eine wichtige, positive Ausgleichskraft erlischt.

Es muss allerdings auch Leidenschaft im “Spiel” sein. Dies bedeutet, dass nur meine echten Hobbys meinen Ausgleich garantieren. Abgekupferte oder von anderen aufgezwungene Ausgleichsaktivitäten führen meist nicht dauerhaft zum Glück. Und auch hier gilt: weniger ist oft mehr.

Freizeitstress ist nämlich ebenso blockierend, wie Eintönigkeit und Langeweile. Weder der Hans Dampf in allen Gassen noch der vor Verpflichtung scheuende Couch-Potato sind die richtige Grundhaltung.

Bunte Farben für den Alltag
Ein bunter und ausgeglichener Alltag ist wichtig für ein harmonisches Alltagsleben.

Ebenso ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein nicht zu vernachlässigender Punkt.

Leider gibt es immer noch Arbeitgeber, die von ihren Beschäftigten knallharte und bedingungslose Hingabe erwarten. Jedes Jahr werden die zu erreichenden Vorgaben nach oben gesetzt, denn schließlich möchte das Management “Wachstum” erzielen. Leider auch allzu oft: Ohne Berücksichtigung der familiären, privaten oder gesundheitlichen Situation. Darunter haben nicht nur Mütter, sondern auch Väter zu leiden!

Beide Elternteile sollten trotz Berufstätigkeit Möglichkeiten haben ihre familiären Aufgaben innerhalb der Familie wahrzunehmen.

Wenn ein Arbeitgeber dies nicht unterstützt und keinerlei Hilfen und Flexibilität anbietet, sollte man über einen Wechsel oder beruflichen Neuanfang nachdenken. Trotz aller auftretenden finanziellen Nachteile ist die Erfüllung des Familienglücks schwerer zu wiegen, als ein Leben in einem höheren (materiellen) Status.

Für Kinder ist die Anwesenheit von Mutter und Vater wertvoller, als noch mehr Spielzeug oder anderer luxuriöser Schnickschnack. Es dürfte einleuchtend sein: ein Bauernhofurlaub mit entspannten Eltern an der Nordsee ist für Kinder schöner, als die Luxus-Fernreise in die Tropen mit gestressten Eltern kurz vor dem Burnout.

 

Kleine aber stetige Veränderungen

Seinen Job zu kündigen ist allerdings der radikalste Schritt. Der Sprung in die Arbeitslosigkeit ist riskant. Lieber sollte man als “Wechselwilliger”, falls möglich, in seinem Job zumindest so lange verharren, bis eine Alternative auftritt.

Dauerhafte Stressreaktionen, Depressionen und Burnout sind mittlerweile anerkannte Krankheiten. Sie berechtigen selbstverständlich den Gang zum Arzt ohne schlechtes Gewissen vor dem Arbeitgeber.

Mildere Maßnahmen als eine Kündigung können manchmal schon ausreichend sein und sind einen Versuch wert. Je schwieriger die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist, desto toleranter ist man allerdings bei der Akzeptanz seiner Arbeitsbedingungen.

Auf jeden Fall sollte man Hilfe und Verbündete suchen. Dies kann der Betriebsrat oder der Personalrat sein. Die Gleichstellungsbeauftragte, die Schwerbehindertenbeauftragte, der Betriebsarzt, der Konfliktbeauftragte oder andere Einrichtungen innerhalb einer Organisation sind ebenfalls Hilfe anbietende Stellen.

Natürlich sollte man auch möglichst offen (sofern möglich) das Gespräch mit den Vorgesetzten und verantwortlichen Personen suchen. In der Regel sollte es mittlerweile in den Firmen das BEM (Betriebliches Eingliederungsmanagement) geben.

Hierbei leistet der Arbeitgeber nach einer längeren Krankheit dem Beschäftigten Hilfe, um die Gründe für Krankheit und Arbeitsausfall auf dem Arbeitsplatz zu beseitigen oder zu verringern. Hierzu wird der Beschäftigte zu einem Gespräch eingeladen. Der Arbeitgeber ist laut § 84 Abs. 2 Sozialgesetzbuch (SGB) IX dazu verpflichtet.

In der Regel tritt diese Verpflichtung ein, wenn der Arbeitnehmer länger als 6 Wochen im Jahr fehlt. Beim BEM soll es natürlich nicht darum gehen einen Beschäftigten einzuschüchtern, sondern diese Einrichtung ist Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagements und zum Schutz der Mitarbeiter gedacht.

Man sollte dieses Gespräch als Betroffener daher dazu verwenden, um bessere Arbeitsbedingungen zu erreichen. Wenn man dort, unter Umständen mit haus- oder fachärztlicher Hilfe, plausibel Krankheitsgründe auf der Arbeit darstellen kann, ist es möglich Verbesserungen zu erreichen.

Dies können Änderungen der Büroausstattung sein (zum Beispiel höhenverstellbarer Tisch, größerer Monitor, Entfernung von Netzdruckern, Ersatz von Teppichboden bei Allergikern), ein neues Büro (zum Beispiel mehr Licht, weniger Hitze, weniger Lärm, Einzelbüro oder Wechsel des „Büromitbewohners“) oder aber andere Rahmenbedingungen der Arbeit (zum Beispiel Telearbeit, Teilzeit oder neue Aufgaben).

Bevor man seine Arbeitsstelle wechselt, sollte man also versuchen auf diesem Wege Verbesserungen zu erreichen. Oft ist dies möglich und manchmal reichen schon kleinere Verbesserungen, um einen nahezu unerträglichen Arbeitsplatz doch in den „grünen Bereich“ zu bewegen. Zumindest für eine Übergangszeit ist dies vielleicht ein erträglicher Weg.

Sind auch die vorgenannten Maßnahmen kaum von Erfolg gekrönt und ist eben ein Stellenwechsel kaum möglich, wird die Luft dünn. Oft hängt an dem ganzen Thema dann noch mehr, denn schließlich haben viele Menschen ein Eigenheim abzubezahlen. Sofern man Kinder hat, ist deren Wohl auch vom finanziellen Einkommen der Eltern abhängig, was den Druck auf die Eltern erhöht.

Dieser Druck und die kritischen Arbeitsbedingungen können ganz schnell zu gesundheitlichen Problemen führen. Leider kann ein Hilferuf auch nachteilig auf zukünftige Beförderungen oder Gehaltserhöhungen ausgelegt werden.

Aber Karriere und Geld sind nichts im Vergleich zu Ihrer Gesundheit. Eine besser bezahlte Stelle, die mit deutlich mehr Verantwortung versehen ist, darf man auch guten Gewissens ablehnen. Fühlen Sie sich nicht gebauchpinselt, sondern bedenken Sie: Nichts ist umsonst!

Treffen Sie Ihre Entscheidung nicht für andere, sondern immer nur für sich. Weitsichtige Menschen sehen nicht nur das Wachstum, sondern auch die Probleme bei einem mangelnden Ausgleich der Kräfte.

Wenn der Job zu viel Kraft kostet, muss man hinterfragen warum dies so ist. Vielleicht setzt man persönlich die falschen Prioritäten? Vielleicht will man es allen recht machen, obwohl dies gar nicht notwendig ist?

Dies alles sollte man bedenken und gegebenenfalls die Kräfte neu verteilen bzw. am richtigen Punkt gegensteuern.

 

Motivierte Beschäftigte sind das Glück des Unternehmens

Ein Arbeitgeber sollte sich immer darüber im Klaren sein, dass motivierte Beschäftigte leistungsfähiger sind und geringere Krankheitszeiten aufweisen. Das ist einer der Gründe, warum mittlerweile immer mehr Unternehmen flexible Arbeitszeitmodelle, Job Sharing, Telearbeit oder Sport in der Mittagspause anbieten.

Es kommt natürlich immer auf den Beruf an. Manche Berufe und Gewerbe bieten keine oder kaum Flexibilität. Feuerwehrmänner im Einsatz und Piloten können ihre Arbeit nicht einfach unterbrechen.

Home Office (Telearbeit) ist bei einem Arbeitsplatz mit sensiblen Daten aus Datenschutzgründen nicht möglich, eine Soldatin im Auslandseinsatz im Krisengebiet wird ebenfalls keine Möglichkeiten für flexible Arbeitszeitmodelle finden.

Trotzdem werden Aspekte wie Teilzeit oder Telearbeit von manchen Arbeitgeber oft zu schnell und wenig durchdacht abgelehnt. Das ist schade, denn in vielen Fällen würde mehr Offenheit von Arbeitgebern und Vorgesetzten hierzu zu einer Win-Win-Situation führen.

Wichtig für die Arbeitszufriedenheit ist auch das Gefühl etwas bewegen und entscheiden zu können. Ganz viele Beschäftigte leiden unter mangelnden Entscheidungs- und Gestaltungsspielräumen.

Der Arbeitszufriedenheit hilft es außerdem seine Meinung sagen zu können. Nicht zu allem und jedem, aber zu den ureigenen Themen am eigenen Arbeitsplatz sollte dies gewährleistet sein. Wird man als Beschäftigter bevormundet und nie konsultiert macht dies unglücklich. Man muss sich außerdem auch einmal “Luft” machen dürfen, ohne dafür mit zukünftiger Ignoranz bestraft zu werden.

Bei der Berufswahl sollte man sich über die verschiedenen Kräfte und Gegenkräfte an einem potenziellen Arbeitsplatz im Klaren sein.  Es ist intensiv zu prüfen, ob diese mit dem eigenem Fähigkeits- und Charakterprofil im Einklang stehen und eine Chance auf berufliche Harmonie besteht.

Ein häufiger Fehler bei diesen Überlegungen ist das unbemerkte Stärken und Schwächen von eigenen inneren Kräften. Im Volksmund würde man sagen “der hat sich das schön geredet!”.

Man fixiert sich dabei gerne auf eine Eigenschaft, die einem besonders gut gefällt und blendet offensichtliche Nachteile aus.

Das passiert immer wieder gerne – auch in privaten Beziehungen. Im Zweifel hat man aber bei der Berufswahl den großen Vorteil, relativ unbefangen ein Praktikum ohne größere Folgen bei falscher Einschätzung machen zu können.

Lassen Sie sich daher ausgiebig Zeit für eine oder mehrere Schnupperzeiten in die Berufswelt. Lieber ein Praktikum zu viel, als eine falsche Berufswahl. Eine angemessene Orientierungsphase kann Gold wert sein!

 

Enscheidung zur Berufswahl

Die Berufswahl ist ohne Zweifel äußerst entscheidend für unseren Lebensweg. Es ist daher wichtig, eine möglichst passende Wahl zu treffen. Die Berufswahl ist von ihrem Gewicht her durchaus vergleichbar mit einer Heirat. Auch hier möchte man sich zumindest im Optimalfall für ein ganzes Leben binden.

Eine Trennung ist zwar möglich, aber meist schmerzhaft, teuer und riskant.

Bevor man sich für einen Beruf, eine Ausbildung oder ein Studium entscheidet, sollte man sich genau überlegen wo die eigene Stärken, Schwächen und Lebensvorstellungen liegen. Für diese Überlegungen sollte man sich ausgiebig Zeit nehmen, da dies nicht immer so leicht zu erkennen ist. Lieber ein Praktikum zu viel als zu wenig.

Eltern und Freunde können gute Ratgeber sein, sie können aber auch folgenschwere Fehlimpulse an einen jungen Menschen senden oder einfach zu viel Druck ausüben. Deswegen sollten diese Personen als Ratgeber sehr vorsichtig sein mit ihren Tipps.

Und auch bei Beratern gilt Qualität vor Quantität. Wenn ich jeden frage und mir jeder etwas anderes erzählt, weiß ich am Ende weniger die Richtung als vorher.

Eltern neigen oft dazu ihren Kindern das vorzuschlagen, was sie selber gerne gemacht hätten. Aus ihrer subjektiven Sicht ist das gut gemeint und ehrenhaft, kann aber fatale Folgen haben. Ein unausgewogener Ratschlag aus dem Wunschdenken eines Ratgebers kann die natürlichen Kräfteverhältnisse eines jungen Menschen aushebeln und die falschen Kräfte stärken.

Das ist Nährboden für Fehlentscheidungen. Deswegen sollten hier gute Ratgeber die eigenen Kräfte des ratsuchenden Menschen wirken lassen. Sicher können Ratgeber ihre Erfahrungen und Einschätzungen äußern, aber zurückhaltend und ausgewogen.

Ein guter Ratgeber hört viel zu und redet wenig.

Natürlich ist es im Beruf nie unmöglich einen neuen Weg einzuschlagen. Man sollte allerdings dem ausgewählten Job eine aufrichtige Chance geben, denn manchmal ist es erst Liebe auf den zweiten Blick.

Oft sehnt man sich einen Jobwechsel herbei, aber läuft letztlich nur vor eigenen Problemen weg, die in einem anderen Beruf ebenfalls Schwierigkeiten machen würden. Dann ist es besser, man versucht über Änderungen der eigenen Verhaltensweisen und der vorhandenen Rahmenbedingungen den jetzigen Job passender zu gestalten. Dazu gehört natürlich auch das Neinsagen zu lernen und eigene Grenzen zu erkennen und nach Außen anzuzeigen.

Das ist allerdings unbequem und erfordert sachlich-konstruktive (Selbst-)kritik sowie Mut und Geduld. Kommt man zu dem Entschluss, dass ein ganz anderer Beruf zum Beispiel über eine Umschulung erlernt werden sollte, dann ist es auch ein harter Weg.

Generell gilt, dass eine frühe Neuorientierung oft weniger kompliziert ist, als eine lange Leidensphase mit bereits aufgetretenen gesundheitlichen Problemen. In der heutigen Zeit ist ein Berufswechsel immerhin meist leichter als früher möglich. Früher wusste man bereits bei der Geburt eines Menschen, was das Kind einmal werden wird. Diese Zeiten sind heute zum Glück vorbei.

Trotzdem bedeutet oft eine falsche Berufswahl auch heute noch unnötige Leidenszeit, die einen Menschen ein Leben lang negativ beeinflussen kann.

 

Leben mit Yin und Yang

Es ist sicher nicht einfach, den Begriff “Leben” in seiner Gesamtheit zu erfassen.

Viele Wissenschaften wie beispielsweise die Biologie, Chemie oder Philosophie beschäftigen sich schon seit Jahrtausenden mit dem “Leben”, haben dabei aber immer nur einen für sie relevanten Teilbereich im Blickfeld.

Im Vital-Dreieck wird das Privatleben elementar bestimmt vom Zustand der individuellen Gesundheit. Ein harmonisches Leben findet seinen idealen Zustand in einer gesunden körperlichen, geistigen und seelischen Verfassung.

Sehr häufig verwendet man heute den Begriff “Leben” im Zusammenhang mit Privatleben und Berufsleben. Nicht erst seit dem Aufkommen von Ideen zur Work-Life-Balance streitet die Menschheit über die Frage, ob der Job und das Privatleben zusammengehören oder der Beruf getrennt vom “wahren” Leben angesehen wird.

Japanischer Garten
Je vielfältiger eine Landschaft, desto entscheidender die Perspektive der Betrachtung.

Man könnte auch sagen: Integration der Pflicht in die Kür oder lieber ein getrenntes Programm? Die Unterscheidung zwischen Freiwilligkeit und Pflicht  (Privatleben und Job) sollte aber nie die Differenzierung zwischen Gut und Böse sein.

Denken Sie positiv: Pflichtaufgaben können auch Spaß machen und gehören genauso zu einem erfüllten Leben wie freiwillige Aktivitäten in der Freizeit.

 

Perspektivwechsel zur Selbsterkenntnis

Möchten wir Zufriedenheit erlangen, sollten wir unter anderem einen Ausgleich zwischen Privatleben und Job finden. Und selbst Menschen, die keinen Job ausüben (z.B. Rentner und Pensionäre) haben Pflichtaufgaben.

Daher betrifft dieses Thema letztlich alle. Jeder sollte deshalb grundlegend seine eigene Wohlfühlzone zwischen Freiwilligkeit und Pflicht definieren. Das ist jedoch nicht einfach und setzt voraus sich selbst und seine wahren Bedürfnisse zu kennen.

Sich selbst und das eigene Leben zu verstehen ist jedoch die schwierigste Wissenschaft auf Erden.

Wer sich selbst versteht, hat mehr als einen Doktortitel verdient. Es gibt viele Schwierigkeiten auf diesem Weg zur individuellen Selbsterkenntnis. Eine besonders große Hürde ist die Angst und die Flucht vor den eigenen Schwächen. So einfach wir die Schwächen unserer Mitmenschen entdecken, so schwer fällt uns der Blick auf uns selbst!

Das Problem hierbei ist der subjektive Blickwinkel. Um uns selbst zu erkennen dürfen wir nicht wie gewohnt die Welt als ICH wahrnehmen, sondern den Blick der Welt auf das ICH betrachten.

Wir müssen einen Perspektivwechsel vollziehen, um uns kennenzulernen.

Nicht ohne Grund sagt man: Den kenne ich besser, als er sich selbst! (vermutlich kann der andere das Kompliment zurückgeben!).

Das trifft in vielen Fällen zu und deshalb ist der Perspektivwechsel schwierig, aber unerlässlich.

An diesem scheitern jedoch die meisten. Wer hat dafür auch heute noch Nerven und Zeit? Es geht schließlich um Wachstum und Gewinnmaximierung. Die nächste Sondertilgung steht an, es ist nur noch ein Parkplatz frei und der Urlaub muss gebucht werden. Sonst verstreichen Fristen bzw. es ist nichts mehr zu haben.

Der Kampf um Ressourcen erscheint im Alltag allgegenwärtig. Wer zu langsam ist steht am Ende mit leeren Händen da, oder? Zumindest glauben wir das und lassen uns immer weiter antreiben. Wer kennt nicht den “frühen Vogel” mit dem Wurm im Schnabel?

Wir müssen uns aber die Zeit nehmen. Sei es zur Selbstreflexion oder zur Entscheidungsfindung in den elementar wichtigen Fragen unseres Lebens.

Die Objektivität in der Betrachtung auf uns selbst ist unverzichtbar, um zu erkennen wer wir sind und wo unsere Möglichkeiten liegen.

Wenn uns dies gelingt, haben wir beste Möglichkeiten in unserem Leben die “richtigen” Entscheidungen zu treffen. Oder zumindest passende und gute Entscheidungen, denn “richtig” ist in diesem Zusammenhang letztlich zu eindeutig. Bekanntlich führen oft viele Wege zum Ziel oder nach Rom.

Sei es bei der Heirat, der Berufswahl, der Wahl unserer Freunde, unserer Hobbys oder beim Hauskauf. Ein Perspektivwechsel und eine Auszeit zur gründlichen Entscheidungsfindung ist wichtig und zahlt sich nachher für gewöhnlich aus.

“Perspektivwechsel” heißt dabei nicht, es der Welt ab jetzt immer Recht zu machen und das zu werden, was andere an mir sehen wollen. Das Projekt so aufzuziehen wäre schlecht und würde scheitern!

Wir müssen uns mit den Augen der anderen sehen, aber das sein und werden was wir wollen. Im Idealfall mit Objektivität und einem realistischen Optimismus!

 

Mit Objektivität die Gegenkräfte finden

Wir müssen nachvollziehen, wie unsere Beziehungen zu den Kräften in unserem Umfeld funktionieren. Wo ergeben sich Reibungspunkte und was kann man machen, um diesen entgegenzusteuern.

Dies erfordert einen weiten Horizont und ein hohes Interesse an meiner Umwelt.

Meist hat man dabei mehr Kraft und mehr Möglichkeiten, als man annimmt. Wer allerdings glaubt von nun an sein Leben “in die Hand zu nehmen”, der leidet an Selbstüberschätzung und ignoriert die vielen Gegenpole zu seinen persönlichen Vorhaben.

Wir müssen mit den Kräften um uns herum zusammenarbeiten, nicht gegen sie.

Je nachdem kann ein radikaler Befreiungsschlag oder Systemausstieg zwar Sinn machen, aber ein sanfter und kontinuierlicher Wandel ist unter normalen Bedingungen immer sinnvoller, nachhaltiger und weniger risikoreich.

Seien Sie nicht zu streng mit sich selbst und gönnen Sie sich Ruhe und Zeit, um den richtigen Weg zu finden. Auch einmal ein paar Schritte zurück sind erlaubt, wenn man feststellt auf dem Holzweg gewesen zu sein.

Wenn man sich und seine Gegenkräfte objektiv betrachtet, fällt es einem leichter seinen Lebensweg zu finden!

 

Höhepunkte und Tiefpunkte harmonisieren

Eine effektive Art sich selbst zu verstehen ist der Trick die jeweiligen Tageshöhen und Tagestiefen zu betrachten. Emotionale Höhe- und Tiefpunkte sind immer starke Verschiebungen zwischen Yin und Yang und daher außerhalb der Harmonie.

höhepunkte und tiefpunkte im leben
Leben in Harmonie.

Welche Personen, Gegenstände oder Situationen bescheren mir diese Höhe- und Tiefpunkte. Sind die Höhepunkte echt? Waren die Tiefpunkte vermeidbar? Habe ich dieses Lob oder diese Kritik verdient?

Wer meint es wirklich gut (und schlecht) mit mir?

Passen meine Freunde zu mir oder sind auch Menschen dabei, für die ich mich aufopfere, aber von diesen selbst nur Kritik ernte? Die Unterscheidung zwischen Freund und Feind ist meist zu pauschal. Yin und Yang sind oft differenzierter verteilt, als man denkt und ein falscher Freund ist schlimmer als ein ehrlicher Gegner.

Wer oder was ist in der betreffenden Situation meine eigentliche Gegenkraft und wie beeinflusst sie mich?

Gegenkräfte sind für uns unangenehm, bieten aber auch die Möglichkeit uns selbst zum Positiven zu verändern.

Es mag paradox erscheinen, aber Gegenkräfte bringen einen manchmal viel zielorientierter zu dauerhaftem Erfolg, als Unterstützer.

Jeder möchte ein möglichst glückliches Leben führen. Das wahre glückliche Leben ist aber nicht das Leben im Überfluss, sondern das harmonische Leben in Zufriedenheit. Wer ein glückliches Leben im Gleichgewicht der Kräfte Yin und Yang führen möchte, der sollte seine Höhe- und Tiefpunkte erkennen und versuchen diese kontrolliert in seinem Sinne zu harmonisieren.

Ursächliche Kräfte für unsere Tiefpunkte können durch eine objektive Analyse erkannt werden. Wir haben dann die Möglichkeit uns auf diese einzustellen oder entsprechende Gegenkräfte gezielt einzusetzen. Dies können innere und/oder äußere Kräfte sein.

Nicht jedes Problem ist lösbar und nicht jede kritische Situation vermeidbar. Aber wir können durch unser Handeln nahe am Optimum leben und Sicherheit erlangen. Dabei muss nicht die erste Idee zum Erfolg führen. Wichtig ist, dass man sich nicht entmutigen lässt und irgendwann wird man eine zuverlässige Gegenkraft zur Harmonisierung finden.

Das Prinzip von Yin und Yang lässt natürlich auch positive spontane und überschwängliche Emotionen zu. Glücksmomente und Freude sind durchaus willkommen. Wer das Prinzip von Yin und Yang jedoch verinnerlicht hat, kann aufkommende Freude länger auskosten.

Jeder Surfer freut sich über schöne, lang andauernde Wellen. Ein Tsunami aber bringt ihn zu Fall.

Es gibt natürlich ganz konkrete Fragen im Leben zu klären. Ist man mit seinem Partner/seiner Partnerin wirklich glücklich? Liebe ich und bin ich ein liebenswerter Mensch? Habe ich den richtigen Job gewählt und macht mir dieser auch heute noch Spaß? Habe ich den richtigen Ausgleich in meiner Freizeit? Habe ich die richtigen Freunde?

Und vor allen Dingen: achte ich auf mich selbst und meine Gesundheit?

Diese Faktoren sind wichtig, denn diese bestimmen maßgeblich unser Leben. Hier sollte man seinen idealen persönlichen Ausgleichspunkt finden. Das ist nicht immer einfach, sind wir doch das Ergebnis von Jahrzehnte auf uns einwirkenden Erlebnissen.

 

Gegenkräfte positiv nutzen

Gerade im Umgang mit Menschen ist es hin und wieder unumgänglich eine deutliche Gegenposition einzunehmen.

Manchmal müssen wir harte Grenzen aufzeigen. Zeitweise ist ein klares “Nein!” einfach angebracht. Dies ist absolut vereinbar mit dem Yin-Yang-Prinzip. Allerdings sollte man hiermit angemessen umgehen und keine unnötigen Fronten aufbauen.

Deutlichkeit muss nicht zwangsläufig mit Härte oder gar Unhöflichkeit verbunden werden. Falls möglich sollte man harte Entscheidungen charmant und diplomatisch bekannt geben, denn unnötige Härte lässt unnötige Gegenkräfte aufkommen.

Auch sollte man sich selbst nicht unnötig emotional hineinsteigern. Vermeintlich gute Berater sind zu hinterfragen. Leider wird man manchmal von anderen unnötig aufgewiegelt oder als Ochse vor deren Karren gespannt.

Wut und Zorn sind in diesem Fall schlechte Berater und verzerren die Objektivität sowie die wahre Beziehungsrelation von Yin und Yang.

Wobei Wut und Zorn im allgemeinen durchaus zu akzeptierende und nicht zu unterdrückende Elemente unseres Lebens sein sollten. Wut und Zorn sind allerdings wohl dosiert hinauszulassen, anstatt zu unterdrücken.

Das Hineinfressen von Emotionen führt bekanntlich eher zu Krankheit, als zum Glück.

Trotzdem sollte man die richtige und angemessene Dosis finden und nicht in blinde Wut geraten. Sind wir ehrlich und leben unsere Gefühle angemessen aus, kann dies positive Veränderungen hervorrufen. Wut und Zorn sind letztlich auch immense Energien, die wir für uns nutzen können.

Bei Problemlösungen ist allerdings eine nüchterne Objektivität immer angebracht, auch wenn es schwer fällt. Wenn wir die verschiedenen Kräfte und Gegenkräfte erkennen, sind wir in der Lage uns in das System einzubinden und zu verwirklichen. Nutzen Sie die Kraft des positiven Denkens:

Oft ist die Gegenkraft nicht mein Feind, sondern hat teilweise auch positiven Einfluss auf mein Leben.

Neben Verständnis für die Gegenkräfte ist das Zusammenspiel mit den mich augenscheinlich unterstützenden Kräften wichtig. Arbeiten im Team ist immer erfolgreicher, als den Wettbewerb als Einzelkämpfer zu führen.

Seien Sie ein Teamplayer und feiern Sie Erfolge als Team. Nur das sichert den dauerhaften Erfolg für alle. In Krisen suchen Sie Hilfe bei Familie und Freunden, genauso wie diese bei Ihnen Hilfe finden.

Machen Sie aber Unterschiede und erzählen Sie nicht jedem blauäugig Ihre intimsten Geheimnisse. Freundschaft muss wachsen und das braucht Zeit und Vertrauen. Bedenken Sie immer, jeder Tag verändert die Welt – Schritt für Schritt.

Und aus Gegenkräften können Ihre Unterstützer werden, genauso wie umgekehrt!

 

Gesundheit

Eigentlich ist es jedem klar: Gesundheit ist die Grundlage der persönlichen physischen Existenz und das wertvollste Gut, dass wir haben.

Geld, Doktortitel, die Villa und der Sportwagen – diese Dinge sind alle nichts wert, wenn man krank ist.

Und trotzdem wird die eigene Gesundheit im verbissenen Alltagskampf des Berufs- und Privatlebens oft wenig beachtet. Im Vital-Dreieck zwischen Gesundheit, Privatleben und Job beeinflussen sich jedoch diese drei Bereiche gegenseitig.

japanischer garten
Der Weg durch einen Japanischen Garten.

Fundament des Lebens

Die Wechselbeziehung ist klar: Eine schlechte Gesundheit führt zu Krankheitszeiten auf der Arbeit und auch am Privatleben kann man nur eingeschränkt teilnehmen. Genauso bringen Probleme auf der Arbeit oder im Privatleben die Gesundheit in Bedrängnis.

Unsere Gesundheit ist das Fundament des Lebens. Wird dieses Fundament nicht gepflegt und saniert folgt unweigerlich ein größerer Schaden.

Das schönste und prächtigste Haus, der höchste Wolkenkratzer bricht letztlich zusammen, wenn das Fundament zerfällt.  

Es leuchtet jedem ein, dass ein ausgeglichener Lebenswandel ohne dauerhafte Extrembelastungen für die Gesundheit große Vorzüge bietet.

Dies bedeutet nicht, dass man nicht auch einmal über die Strenge schlagen darf. Das auf Dauer angelegte Lebenskonzept und der Alltag sollten jedoch auf einen Ausgleich der Kräfte Yin und Yang ausgelegt sein.

Viele Krankheiten und Leiden entstehen durch Einseitigkeit. Körper, Seele und Geist leiden und es folgen auf dauerhafte einseitige Belastungen Störungen auf allen drei Ebenen, die letztlich zur Krankheit führen.

Sehr gefährlich ist in diesem Zusammenhang das Unterdrücken von Energien. Lassen wir unsere intensiven Gefühle im Alltag nicht zu, dann laufen wir Gefahr krank zu werden. Die aufgestauten Energien suchen sich eine Stelle des Körpers und hinterlassen dort ihre Spuren.

Eine Hauptursache für verschiedene Krankheiten wie Rückenleiden, Migräne, Tinnitus, Magen- und Darmprobleme, Depressionen (inklusive Burnout) sind Stress- und Unterdrückungsfaktoren – meist durch den Job, im privaten Bereich oder beidem.

Wenn einem die Arbeit “über den Kopf” wächst, man sich zu sehr in seine Aufgaben verrennt und kaum Anerkennung erntet, dann lassen meist gesundheitliche Probleme nicht mehr lange auf sich warten.

Versuchen Sie gesundheitlichen Leiden vorzubeugen. Statt Symptome einseitig zu behandeln, müssen wir auch die Verhaltens- und Lebensmuster des Alltags harmonisieren.

Ist eine Krankheit erst einmal entstanden, ist die Behandlung weitaus schwieriger als eine gute auf Ausgleich ausgerichtete Vorbeugung. Ausgleich bedeutet in diesem Fall zum Beispiel Sport, Entspannung, Ruhephasen, Aktivitätsphasen und auch das Hinauslassen von aufgestauten Energien.

Da wir alle “nur” Menschen sind, entstehen jeden Tag unzählige Emotionen in uns. Diese sollten wir in irgendeiner Form ausleben. Schaffen wir es im betreffenden Moment nicht, diese gegebenenfalls dosiert auszuleben, müssen wir mindestens zeitnah einen Ausgleich schaffen. Ob dies der Sandsack im Keller, das Jodeln im Wald, das Squashspiel oder das Toreschießen im Garten ist, bleibt dabei jedem selber überlassen.

 

Die traditionelle Chinesische Medizin

Die traditionelle Chinesische Medizin (TCM) zählt als jahrtausende alte Heilkunde zu den sanften Verfahren und unterscheidet anders als die klassische Schulmedizin zwischen Körper, Geist und Seele. Der Mensch ist hier ein Gebilde aus energetische Flüssen und Zusammenspielen.

Die Energie (Qi) durchströmt auf den Leitbahnen (Meridianen) den Körper, wie ein Fluss die Landschaft.

Wird der Fluss des Qi durch äußere Faktoren (zum Beispiel extremes Klima, mangelnde Hygiene oder schlechte Nahrung) oder innere Faktoren (zu viele Ängste, Zorn, Wut aber auch extreme Freude) gestört, schwindet die Harmonie. Es folgen früher oder später Krankheitssymptome. Wie bei einem aufgestauten Fluss kommt es zu innerlichen Überschwemmungen und Schäden.

Sowohl die Energie als auch die einzelnen Organe werden jeweils Yin (Herz, Niere) und Yang (Magen, Darm) zugeordnet. Eine Qi-Schwäche ist ebenso schädlich wie eine Qi-Fülle.

Nur eine harmonisch fließende Lebensenergie lässt auf einen gesunden Menschen schließen.

Behandlungsmethoden der Chinesischen Medizin sind die Akupunktur, Bewegungs- und Meditationsübungen (Qigong, Taijiquan), Massagen (Tuina, Shiatsu) sowie das Einhalten von Diäten und Ernährungsvorschlägen. Daneben kommen auch Arzneimittel zum Einsatz.

Insbesondere die sanften Bewegungsübungen (Innere Kampfkünste) wie Qigong und Taijiquan, aber auch die Akupunktur finden mittlerweile weltweit immer mehr Fürsprecher und Anwendung.

Lange wurde die TCM im Westen ignoriert. Mittlerweile setzt sich allerdings mehr und mehr die Einstellung durch, dass die westliche Schulmedizin durchaus durch Heilkundeverfahren wie die TCM sinnvoll ergänzt werden kann.

Man mag zur chinesischen Medizin stehen, wie man will. Einleuchtend ist auf jeden Fall der Ansatz, dass harmonische Bedingungen in einem ausgeglichenen Umfeld gesundheitsförderlich sind.

Dieses Prinzip macht sich auch das Feng Shui zu nutze, wo räumliche Barrieren im Wohn- und Lebensraum entfernt werden um Energien fließen zu lassen und damit den Wohlfühlfaktor zu erhöhen.

Wer starken Belastungen im Arbeitsleben ausgesetzt ist, braucht im Privatleben Ruhe und Erholung, aber auch Aktivität und Sport. Für Ausgleich gibt es dabei kein Patentrezept. Im Normalfall weiß der eigene Körper und Geist jedoch selbst, wonach er sich am meisten sehnt. Man muss sich selbst nur zuhören. Sich weniger künstlich zu Aktivitäten zwingen, sondern vielmehr das machen, worauf gerade eine spontane Lust aufkommt.

Wer frei sein will, der muss seinen eigenen Freiheitsdrang auch zulassen.

 

Ausgleich im Leben finden

Ein gutes Buch lesen, fernsehen, Musik hören oder tanzen. Zeit mit der Familie, den Freunden oder dem Haustier verbringen. Besuche von Museen, Konzerten, Theatern oder Fußballspielen schaffen neue Eindrücke und sind Beispiele für einen guten Ausgleich.

Powersportarten, Joggen, Fußball, Tennis sind ebenfalls ideal, um Stress durch Aktivität abzubauen.

Aber Vorsicht: Vermeiden Sie eine Überladung der Freizeit, denn Freizeitstress wirkt kontraproduktiv.

Für einen Gärtner kann ein Computerspiel ein Ausgleich sein. Für einen Menschen mit Bürotätigkeit bietet sich eher eine körperliche Aktivität an.

Stärken Sie mit dem Ausgleich den Gegenpol zu Ihrer Haupttätigkeit. Stärken Sie entweder ihre Yin- oder Yang-Kraft.

Gartenpflege
Gartenpflege als Ausgleich.

Sport hat gleich mehrere Vorteile: er wirkt befreiend auf Körper UND Geist. Übergewichtige profitieren dazu noch vom unterstützenden Abnehmeffekt. Glückshormone werden ebenfalls ausgeschüttet. Was will man mehr? Wichtig ist nur, dass man sich dabei nicht überfordert. Dies gilt sowohl beim Pensum, als auch bei der Auswahl der Sportart.

Ein sanfter Sport wie Nordic Walking oder Wandern kann dabei schon ausreichen. Es muss nicht immer eine Extremleistung sein. Zum Dampf ablassen eigenen sich allerdings auch sehr gut Ballsportarten.

Die deutlichen körperlichen und psychischen Belastungen in unserer “modernen” Arbeitswelt führen nicht ohne Grund zu einem Ausbau von Wellness-, Spa- und Erholungsangeboten.

Die schönste Massage und das teuerste Wellnesswochenende nützen aber nichts, wenn nicht nachhaltig die Gründe von Erschöpfung hinterfragt werden und Anpassungen im Alltag erfolgen.

Es gilt einen Ausgleich zwischen Familie und Beruf, Karrierewillen und Bescheidenheit, Familie und Freunden, Pflicht und freiwilligem Engagement, Ruhe und Sport sowie vielen weiteren Faktoren zu schaffen.

Finden Sie den Mittelweg zwischen notwendigem Ernst, aber auch lockerer Heiterkeit. Ehrgeiz ist zwar manchmal angebracht, aber Verbissenheit und Ungeduld haben noch niemandem geholfen.

Vertreten Sie vielmehr ihren Standpunkt und erkennen sie, dass Sie nicht die Welt retten können. Manchmal muss man auch lernen auf die Kräfte von Yin und Yang zu vertrauen. Sie werden früher oder später den gewünschten Erfolg bringen.

Denken Sie außerdem an sich selbst. Das wird gerne vergessen. Die eigenen Bedürfnisse muss man zunächst mit Sorgfalt und Ruhe definieren.

Wer oder Was ist mir wirklich wichtig? Was mache ich freiwillig und was aus Tradition oder Pflichtgefühl?

Das ist nicht einfach und vom ein oder anderen Faktor muss man sich auch befreien. Ballast und unnötig Angehaftetes abwerfen und das Leben entrümpeln sind wichtige Faktoren zum Finden des richtigen Wegs zum Glück.

Auch Nein-Sagen ist ein wichtiger Prozess, den viele erst (wieder) lernen müssen. Den eigenen Standpunkt zu vertreten und dabei andere vielleicht zu verletzten belastet viele Menschen. Dies ist aber unumgänglich, will man selbst Zufriedenheit erlangen.

Letztlich muss man sowohl an sich selber, als auch an seinem Umfeld arbeiten.

Fachärzte können über mangelnde Patientenzahlen nicht klagen, ebenso wie Apotheken und Pharmaunternehmen. Die Frage ist, ob viele Medikamente nicht verzichtbar wären, wenn man rechtzeitig mehr auf Ausgleich setzen würde, als auf Bekämpfung von Symptomen.

Das haben mittlerweile auch viele Arbeitgeber erkannt. So wird dem Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie endlich mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Home Office, Teilzeit und andere Möglichkeiten helfen Müttern und Vätern neben dem Job auch für die Familie da zu sein.

Es gibt in manchen Unternehmen auch Angebote wie (kostenlose) Fitnesskurse, Yoga oder Rückengymnastik am Arbeitsplatz. Eine gute Idee, denn so setzt der Ausgleich der Kräfte bereits am Arbeitsplatz ein.

Das ist aber nur die halbe Miete. Auch im Privatleben müssen ausgeglichene Kräfte vorliegen. In jeder Partnerschaft muss dafür jeder zu seinem Recht kommen. Dazu zählen zum Beispiel auch einmal Frauenabende und Männerabende ohne den Partner. Genauso wie gemeinsame Stunden von Papa und Mama ohne die Kinder.

Genauso wie eine faire Aufteilung der Arbeitsbelastungen des Haushalts und Alltags. Was dabei als “fair” zu bezeichnen ist, ist natürlich die spannenste Frage.

An dieser sind leider schon viele Beziehungen zerbrochen. Was fair ist, muss natürlich in einer Partnerschaft selbst ergründet werden. Diesbezüglich ein kleiner Hinweis: Generell neigt der Mensch dazu den anderen zu beneiden und sein Schicksal als das schlechtere anzusehen. Dann sieht man vieles nicht, was die/der Andere leistet.

 

Ausgewogene Ernährung als Grundlage

Ein wichtiger Punkt bei der persönlichen Lebensweise ist natürlich die Ernährung und das Gewicht des Körpers. Stress und unregelmäßiges Essverhalten strapazieren den Körper und führen oft zu Essstörungen.

Über- und Untergewicht sind die typischen ungesunden Beweise für unsere auf Gewinnmaximierung und wenig auf Ausgleich ausgerichtete Gesellschaft.

Das plötzliche Verlangen nach ungesundem, zu fettigem oder zuckerhaltigem Essen sind die Folge (Fressattacken).

Dabei ist eine ausgewogene Ernährung die beste Grundlage für ein gesundes Leben. Die besten Diäten nützen nichts, wenn man es nicht schafft seine Ernährungsgewohnheiten generell und dauerhaft auf den eigenen Typ anzupassen.

Neben allgemeinen Ernährungsregeln wie etwa die Zuführung von reichlich Gemüse und Obst, nicht zu viel Fleischkonsum, angemessene Kohlehydrate und ausreichend Flüssigkeit sind weitere Maßnahmen sinnvoll. So ist etwa eine zeitliche Regelmäßigkeit des Essens zu empfehlen.

Es ist außerdem wichtig sich Zeit zum Essen zu nehmen, dies gilt für die Zubereitung wie für die Nahrungsaufnahme.

Wählen Sie die Zutaten genau aus und stellen Sie fest, was Sie mögen und was Ihnen gut tut. Im Idealfall ist dies identisch, ansonsten müssen Sie etwas umstellen und einen Yin-Yang-Ausgleich finden.

Alkohol ist ebenso wie Süßigkeiten, Fastfood und Fertigprodukte zu meiden. Verlockende Power-Diäten sind wenig sinnvoll, da sie meist einseitig sind und den Körper unnötig stressen. Der Jojo-Effekt ist die logische Konsequenz dieser wenig auf Ausgleich ausgerichteten Verfahren.

Wer es schafft, seinem Body-Mass-Index (BMI) näher zu kommen, ist auf dem richtigen Weg. Der richtige Ansatz ist der Ansatz der kleinen Schritte. Nur dieser ist dauerhaft. Ein Hochspringer legt die Latte auch nicht direkt auf seinen persönlichen Rekord, sondern arbeitet sich an sein Ziel schrittweise heran.

Kleine Schritte führen nicht nur bei der Essumstellung kontinuierlich zum Erfolg, der Weg zu einem ausgeglichenen Yin und Yang-Konzept ist dann gestartet!

Wer als Übergewichtiger durch Umstellung auf eine gesunde Ernährungsweise 1 Kilo abnimmt, hat einen Pfad gefunden, der ihn zum idealen persönlichen Ausgleichspunkt bringen kann. Ganz im Gegensatz zu dem, der sich durch eine strenge Diät quält und früher oder später wieder seinen alten Essens- und Verhaltensmustern verfällt.

 

Positives Denken

Nahezu jeder möchte glücklich sein. Der perfekte Zustand von innerer und äußerer Harmonie ist allerdings selten erreichbar.

Daher ist es immer ein Gewinn, wenn wir das Leben mit Positivem Denken angehen. Egal was wir anpacken, eine positive Grundeinstellung ist immer hilfreich. Ganz gleich ob wir eine Aufgabe lösen wollen, uns ein bestimmtes Ziel gesetzt haben oder mit netten oder schwierigen Menschen umgehen.

Gehen wir mit einer negativen Grundhaltung an eine Aufgabe heran, zeigen wir wenig Begeisterung und werden letztlich scheitern. Sehen wir an einer Situation oder an einem Menschen nur das Negative, werden wir uns in unsere Ablehnung mehr und mehr hineinsteigern. Dies trägt oft unnötig zur Eskalation und zum Misserfolg bei.

Wer davon überzeugt ist, irgendwann sein Ziel zu erreichen, wird motiviert und kreativ seine Energie in die Umwelt einbringen.

positives denken im alltag
Positives Denken ermöglicht Erfolg und Zufriedenheit.

Kritiker des Positiven Denkens halten allerdings dagegen, dass dieses letztlich eine Motivation eher ausbremst, da man sich selbst betrügt und noch nicht erreichbare Ziele schon herbeiredet. Manche kritisieren auch, dass Positives Denken leichtsinnig macht oder Enttäuschungen fördert.

Mit dieser Kritik muss man sich durchaus auseinandersetzen. Diese Argumente greifen aber nicht, sofern man das Positive Denken entsprechend gemäßigt auslebt. Man darf nicht euphorisch-unrealistisch werden, zur realitätsfernen Selbstüberschätzung übergehen oder sich alles gnadenlos schön reden.

Wenn man aber eine optimistische Grundhaltung mit Realitätsbezug einnimmt, sollte dies im Normalfall immer positiv-motivierende Auswirkungen haben!

Menschen die immer nur mit dem Schlimmsten rechnen, leiden in der Regel jedenfalls selbst am meisten unter ihrer Einstellung.

Dabei ist es einfacher als man glaubt positiv zu denken. Denn es ist eine einfache Regel, die immer Hoffnung spendet: die ausgleichenden Kräfte von Yin und Yang lassen auf eine schlechte Phase unweigerlich früher oder später wieder eine gute Phase folgen.

Und eine gute Phase kommt umso schneller, je öfter wir positiv denken.

In nahezu allen Lebensbereichen profitiert man vom Positiven Denken. Egal ob im privaten Leben oder im Beruf – positiv denkende Menschen gelten als energiereich, dynamisch, lebensfroh und mitreißend.

Mit ihrer Ausstrahlung und ihren Aussagen schaffen sie es nicht selten andere mitzuziehen. Eine positiv eingestellte Partnerin oder ein positiv eingestellter Kollege wirken sich auch positiv auf die gemeinsame Beziehung und den Arbeitsplatz aus.

Im Vital-Dreieck kommt dem Positiven Denken eine wichtige Rolle zu, denn es bewirkt eine Potenzierung der Kraft. Gehen wir mit positivem Denken an unser Leben heran, gewinnen wir Energie. Diese Energie können wir zur Steigerung der Gesundheit einsetzen. Wir erhalten einen Motivationsschub, den wir z.B. für einen gesunden Sport, zur Pflege von sozialen Beziehungen oder für eine gesündere Ernährung einsetzen können.

Dies alles wird wiederum positive Auswirkungen haben. Auch im Beruf sind wir dann erfolgreicher, sofern die Rahmenbedingungen passend und fair sind.

 

Multiplikator – positiv wie negativ

Leider gibt es auch das Gegenteil. Ein pessimistischer Mensch wirkt oft ebenso ansteckend auf seine Umgebung und schafft es diese negativ zu beeinflussen.

Besonders gut zu beobachten ist diese Beeinflussung oft am Arbeitsplatz. Jeder kennt bestimmt die Situation: ein neuer und motivierter Kollege beginnt sein neuen Job und sitzt zusammen mit einem “alten Hasen” im Büro. Nach ein paar Tagen schimpft der Frischling genauso auf den “Laden” wie der Hase. Leider steckt meckern an.

Wir müssen uns alle darüber im Klaren sein, dass wir jeden Tag mit unserem Handeln, Reden und Denken diese Welt beeinflussen. Wir sind ein Teil der Gesellschaft, des Unternehmens oder der Familie. Unsere Möglichkeiten erscheinen uns oft gering, aber wer es schafft seine Umgebung mit positiven Impulsen zu beeinflussen, wird letztlich eine Dynamik starten, von der er direkt profitiert.

Wer meckert und unkt, der schadet sich letztlich durch Freisetzung negativer Energie in seine Umwelt selbst.

Wer aber motiviert, aufheitert und tröstet, der gibt positive Energie frei. Sein positiver Impuls erreicht andere, die diese positive Energie weitergeben und letztlich der gesamten Gruppe weiterhelfen.

Es gilt wie überall der Grundsatz, dass ich nur erhalte, was ich auch anderen gebe. Lobe ich meine Partner, so wird sich auch deren Bereitschaft steigern, Lob zu verteilen. Unsere Chancen auf Anerkennung unserer Leistungen werden sich erhöhen.

So erhält man selbst deutlich mehr Positives zurück. Der multiplikatorische Effekt ist immens und sollte nicht unterschätzt werden. Probieren Sie es aus!

 

Leichter gesagt, als getan – aber es lohnt sich

Natürlich ist dies meist leichter gesagt, als getan. Es gehört schon ein gutes Stück Konsequenz und Disziplin zum Positivem Denken. Und so manches Mal wird man in negative Denkstrukturen verfallen oder sich von Unken anstecken lassen. Gestehen Sie sich dies durchaus zu. Das gehört zum Leben dazu und aus einem über Jahrzehnte frustrierten Menschen wird nicht von heute auf morgen ein kraftvoller Optimist.

Positives Denken auch im Winter
Kinkaku-Tempel im Kyoto: Positive Erscheinungen überstehen Kälte und Hitze, Winter und Sommer.

Diese Entwicklung benötigt ebenso wie das Abnehmen von Übergewicht und das Entrümpeln einer Wohnung einen angemessenen Zeitrahmen.

Aber man merkt es oft schon nach den ersten Tagen. Schwere Aufgaben erscheinen auf einmal lösbar und der triste Alltag zeigt plötzlich doch wunderschöne Details in bunten Farben. Positives Denken ist natürlich kein Allheilmittel. Wichtig ist auch, dass man sich realistische Ziele mit Zwischenetappen setzt.

Wer eine große Aufgabe vor sich hat, der wird sich schnell in der Weite verlieren und frustriert aufgeben. Wer die große Aufgabe in erreichbare Etappen gliedert, der wird von Etappe zu Etappe motivierter vorankommen.

 

Erreichbare Etappen motiviert ansteuern

Wenn wir uns vornehmen ganze 20 Kilo abzunehmen, werden wir vermutlich ziemlich schnell scheitern. Es bestehen gute Chancen, dass die Diät nach den ersten zwei Tagen abgebrochen wird. Im schlimmsten Fall mit einer Fressattacke der besonderen Sorte.

Wenn wir aber unsere Ernährung gesünder und auf unseren Typ angepasst gestalten, werden wir vermutlich langsam aber auf Dauer unser Idealgewicht erreichen. Wenn wir uns keine konkrete Zahl setzen, sondern unser Leben und Umfeld als etwas Positives begreifen, dass wir mehr genießen möchten als vorher, dann wird uns das Abnehmen eher gelingen.

Das Abnehmen ist dann ein positiver und gewollter Begleiteffekt unserer neuen Lebenseinstellung.

Mit Geduld und ohne Selbstüberschätzung lassen sich positive Erfahrungen sammeln, die uns zu Optimisten machen!

Viele Pessimisten sagen, dass sie früher einmal Optimisten waren und zu oft enttäuscht wurden. Diese Menschen sollten sich fragen, warum sie enttäuscht wurden. Vermutlich haben sie zu viel von sich oder anderen erwartet. Geht man mit bescheidenen Zielen und Forderungen in sein Leben, stehen die Chancen deutlich besser nicht enttäuscht zu werden. Egal ob von sich selber oder von anderen!

Wenn wir kontinuierlich unsere realistischen (Etappen-)Ziele verfolgen, ist der Optimismus die logische Konsequenz. Wir leben dann gesünder und werden unseren gesundheitlichen Zustand stärken.

Geistig, körperlich und seelisch haben wir dann mehr Kraft für die Anforderungen unseres Lebens. Aus dieser Kraft wächst dann nicht nur ein gesunder Optimismus, sondern auch ein glücklicher und zufriedener Alltag!

 

Willkommen auf dem Weg der Mitte

Nun habe ich mich also entschlossen, mich in das große Heer der Blogger einzureihen.

“Einzureihen” ist natürlich der falsche Ausdruck, denn wer sich einreiht, ist uninteressant. Und das ist für einen Blog wohl der Anfang vom Ende.

Also, zurück auf Anfang. Ich möchte meinen eigenen Blog starten. Da stellt sich natürlich zunächst die sich geradezu aufdrängende Frage:

Warum? Um Himmels Willen, WARUM?

Es gibt doch schon genug Zeitgenossen, die im Netz unterhaltsam oder langweilig über alles Mögliche schreiben, Podcasts erstellen oder sogar Videos präsentieren.

Es werden sich die Finger wund geschrieben und der Mund trocken geredet. Wer soll das alles lesen, hören und sehen? Und das in einer Zeit, wo die Menschen untergehen in Hektik und Stress. Sie verlieren sich in gesteigerten zum Teil sinnfreien Anforderungen im Privat- und Berufsleben und den vielen Zivilisationsnebenwirkungen unserer Zeit.

Eric, spare dir daher die Zeit und Energie. Hoffe, dass deine Ideen und Erkenntnisse nicht so wichtig sind oder wenn doch, sie von anderen erwähnt werden.

Keine schlechte Idee, oder? Ich könnte diesen Blog dann gleich wieder beenden mit dem Hinweis:

Hier könnte ein Blog stehen, aber mir fehlt eigentlich die Zeit, Kraft und Motivation dafür. Und außerdem sind andere genauso gut oder besser als ich. Deswegen empfehle ich folgende Seiten: … PS: Alles wird gut!

Zugegeben, das wäre eine vertretbare Alternative zum eigenen Blog. Niemand würde mir vermutlich einen Vorwurf machen.

Aber es wäre mir auch irgendwie zu billig. Vielleicht sollte ich doch noch etwas Zeit, Kraft und Motivation aufbringen?! Will ich doch, wie jede(r) andere, die Welt etwas beeinflussen und in meinem Fall sogar positiv.

Neue Blickwinkel auf der Suche nach Glück

So bin ich doch davon überzeugt, dass mein Blog eine Existenzberechtigung hat. Denn hier möchte ich einen besonderen Weg vorstellen: den Weg der Mitte.

Ein Weg, der die Kräfte von Yin und Yang versucht in Einklang zu bringen und jedem die Möglichkeit bietet, sein Leben und die Welt etwas objektiver und positiver anzugehen.

Die uns alle tagtäglich tangierenden Extreme, ob im realen Leben oder “nur” in den Medien, schreien nach neuen Blickwinkeln.

Man hat heute den Eindruck, dass alles schneller, emotionsloser und oberflächlicher wird. Von allem und jedem wird Wachstum gefordert, es geht um Budgets und Effizienz. Am besten noch zertifiziert und geprüft. In der Vergangenheit hart erarbeitete Werte werden aufgeweicht und Menschen mit “Rückgrat” sterben aus, wie einst die letzten Dinosaurier.

Überall wird getrickst und Schwache bleiben auf der Strecke. Gestresst und ausgebrannt sind wir süchtig nach Unterhaltung. Grenzen des guten Geschmacks werden immer mehr ausgereizt. Und viele leben möglichst weit weg von der Realität.

Wer kennt es nicht: schaut man von seinem Smartphone auf, blickt man in blasse Gesichter, deren Blicke am Smartphone kleben!

Aber es gibt auch die andere Seite: Menschen, die uneigennützig für die Gesellschaft arbeiten. Menschen, die sich für Kinder oder ältere Menschen einsetzen. Oder in Bereichen wie Umweltschutz, Sport oder Kultur.

Und nicht zuletzt Menschen, die einfach “nur” für ihre Familie und Freunde da sind. Wer aufhört zu jammern und genau hinsieht, der findet sie: Menschen, die ein Lächeln übrig haben und helfen.

Dieser Blog ist gedacht für Menschen, die ihre eigene Innere Mitte suchen. Eine Mitte zwischen den inneren und äußeren Extremen. Ich glaube, dass Ausgleich und Harmonie zum Glück und zu einer starken Lebenskraft (Qi) führen und möchte meinen Besuchern diese Philosophie näher bringen.

 

Wer hat die Zeit erfunden?

Ich frage mich manchmal, wer eigentlich so vermessen war und die Zeit erfunden hat?

Platon, Aristoteles oder Newton? Es muss auf jeden Fall schon einige Zeit her sein und derjenige hat vermutlich schon lange das Zeitliche gesegnet. Er (oder sie) hat vermutlich also nicht mehr viel damit zu tun, aber wir müssen uns mit der Zeit herumschlagen.

Wir müssen zuschauen, wie die Zeit verrinnt und wir immer älter werden. Am Anfang unseres Lebens empfinden wir dies natürlich gegenteilig, wir möchten schnell erwachsenen sein und Auto fahren oder spät ins Bett gehen.

Ist man aber erst einmal 20 Jahre alt, geht es verdammt schnell mit dem Altern. Ausbildung oder Studium sind markante Ziele, auf die man zuarbeitet und dabei die Zeit vergisst. Und schon hat man die 30 erreicht.

Ziel erreicht aber dabei die Zeit vergessen

Man geht die nächsten Ziele an. Familiengründung oder Heirat, Häusle bauen oder noch einmal Weiterbildung und zweites Studium. Der Bauch wird dicker und die Haare fallen aus. Zumindest bei den Männern. Und auch am oftmals hübschen Geschlecht nagt der Zahn der Zeit.

Hat man erst einmal Kinder, sieht man die Zeit rein optisch verstreichen. Wer Kinder hat, der  kann dem Nachwuchs beim Wachsen zuschauen, wie einem frisch gedüngten Rasen nach einem Sommerregen.

Gestern noch einen Wurm im Kreissaal auf dem Arm und heute schon die Schultüte am basteln. Und wer glaubt, dass es mit 40 wieder langsamer wird, der sollte sich einmal mit Menschen dieses “hohen” Alters oder darüber unterhalten. Die meisten sagen, je älter man ist, desto schneller vergeht die Zeit.

Kein Wunder, sind wir doch heute eingespannt in eine Routine zwischen Arbeitsleben und Privatstress. Der Film Groundhog Day oder auf Deutsch “Und täglich grüßt das Murmeltier” ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Und nicht nur, weil er eine amüsante Komödie ist, sondern weil er einen wahren Kern hat:

Eingespannt im Alltag kommt einem jeder Tag wie der andere vor.

Und obwohl wir damit nicht wirklich zufrieden sind, haben wir oft nicht die Kraft und die Idee für Abwechslung. Wir verrennen uns in berufliche und private “Projekte” und bemerken gar nicht, wie wir diese Ziele vielleicht erreichen dies aber gar nicht wahrnehmen. Warum? Weil schon wieder neue Ziele entstanden sind. Die Zeit verrennt dabei immer schneller.

Wieder neue Eindrücke sammeln

Das ist für viele ein echtes Problem, aber es gibt eine Methode, ein langsameres Zeitgefühl zu entwickeln. Sie ist eigentlich ganz logisch: Es ist wichtig wieder neue Erfahrungen im Leben zu sammeln. Grenzen zu überwinden und neue Eindrücke und Implulse zuzulassen. Ein wenig heraus aus der Comfort Zone.

Dies muss nicht mit extremen neuen Erfahrungen geschehen, sondern kann auch mit kleinen Überraschungen und neuer Achtsamkeit für das Leben um uns herum erfolgen!

Der Grund warum einem die Kindheit und Jugend im Rückblick so lange vorkommt, liegt wohl genau darin begründet. Man hatte jeden Tag neue Erfahrungen: das erste Gänseblümchen gepflückt, das erste Eis gegessen, die erste Fahrradtour und der erste Kuss. Dies alles waren Ereignisse, die sich in unserem Gedächtnis einbrannten und uns heute suggerieren, dass die Zeit damals langsamer verging.

Neue Erfahrungen sind nicht nur jungen Menschen vorbehalten.

So kann man natürlich auch als Mensch mittleren und reiferen Alters neue Erfahrungen sammeln (oder bereits vergessene wieder mit Leben füllen!) und dabei ein langsameres Zeitgefühl erreichen.

Was man dabei sucht und findet, ist jedem selber überlassen. Der eine braucht den besonderen Kick und macht Bungeejumping, dem anderen reicht auch Wandern, Inlinern oder ein neues Kartenspiel zu erlernen.

Manchmal muss man sich selbst überreden

Dabei muss man sich durchaus manchmal selber überreden und sich aus der Routine hinaus trauen. Wir kennen das doch alle: man hat keine Lust auf eine Party, weil man dort nur wenige kennt. Man raffft sich auf und geht hin mit dem Vorsatz: heute wird es aber nicht spät, ich geh´nur mal nett gratulieren und bin dann wieder durch die Türe.

Und dann? Dann wird es total lustig und doch spät, richtig spät!

Am anderen Tag redet man begeistert von den netten und coolen Menschen, die man dort kennen gelernt hat. Je weniger man erwartet, umso höher sind die Erfolgschancen.

Neue Erfahrungen können überall sein.

Gartenarbeit mit neuen Pflanzen, neue exotische Früchte im Garten anpflanzen, interessante Ausflüge an neue Orte, Geocaching oder ein Haustier (was allerdings wohl überlegt sein sollte!). Reisen in Regionen, die man bisher nicht kannte. Oder ein Campingurlaub für bisherige 5*-Hotelsnobs.

Neue Sportarten entdecken, ein neuer Job oder neue Freunde finden. Die Liste der Dinge, die ein Leben verändern und bereichern können, ist nahezu unendlich.

Unsere Zeit allerdings nicht!

 

Wo beginnt Lebensqualität?

Ein Begriff, der einem immer wieder begegnet ist: Lebensqualität. Ein schöner Begriff, denn er bringt zwei wichtige Elemente zusammen.

Ab wann spricht man aber von einem Leben in Qualität?

Jeder Mensch ist auf der Suche nach Glück. Ein glückliches Leben ist wahrscheinlicher, wenn wir es in einem Umfeld erleben, dass unseren persönlichen Qualitätskriterien entspricht.

Diese Glückskriterien definiert jede(r) anders.

Eigentlich wollen wir alle das Gleiche

Aber das ist nur die halbe Wahrheit, denn wir Menschen sind uns in vielen Punkten weiteraus ähnlicher, als wir uns zugestehen möchten.

In einer Zeit, wo jeder nach der individuellen Selbstverwirklichung sucht, werden eher die Unterschiede betont. Jede(r) hat mindestens ein Lebenskonzept auf Lager und will sich abgrenzen von der Masse.

Wir wünschen uns aber meist alle das Gleiche: Freizeit und Flexibilität, finanzielle Absicherung, eine gute Beziehung und ggf. einen gut gelungenen Nachwuchs, der es mindestens so weit bringt wie seine Eltern.

Einen möglichst angesehenen Job der halbwegs Spaß macht und was einbringt. Dazu noch ein angenehmes familiäres, soziales und sicheres Umfeld, saubere Umwelt und gesunde Lebensmittel.

Nicht zu vergessen: günstige Spritpreise und schnelles Internet.

Natürlich auch nette, coole Freunde und Bekannte, sowie genug Zeit und Möglichkeiten für Hobbys.

Und natürlich gaaanz wichtig: Gesundheit!

Gesundheit ist das wichtigste Gut. Das hat mittlerweile fast jede(r) verstanden.

Wenn wir hinter diese Punkte auf unserer Liste ein grünes Häkchen machen können, haben wir also eine hohe Lebensqualität!

Viele Menschen haben das, sind aber trotzdem nicht glücklich. “Hohe Lebensqualität” ist also nicht gleich “Glücklich”.

Es gehört neben diesen klassischen Wünschen, die jede(r) hat und einfach zu definieren weiß, auch etwas mehr.

Sport, Lebensphilosophie und ein gutes Buch

Zunächst wäre da Sport oder zumindest Bewegung.  Die körperliche Aktivität bildet ein ausgleichendes Gegengewicht zu den Anforderungen der Berufswelt. Im Idealfall an der frischen Luft, sorgt Bewegung für Glücksgefühle – vor, bei und nach dem Sport.

Die Ausschüttung von Glückshormonen ist einer der wichtigsten Motivationsgründe zum Sport. Neben dem guten Gefühl etwas für seinen Körper zu tun.

Natürlich sollte man sich nicht überfordern. Für den Sport gilt das Gleiche, wie für den Job: zu hohe Ziele und Überforderung führen zum Scheitern.

Ebenso wichtig wie Sport für den körperlichen Ausgleich ist eine Lebensphilosophie für den seelischen Ausgleich. Eine gefestigte Grundeinstellung und ein positiver Glaube bieten Halt in unserer unruhigen und fordernden Welt.

Mehrere Studien belegen, dass der Glaube Menschen älter werden lässt und sie auch weniger anfällig für zumindest bestimmte Krankheiten sind.

Wichtig ist auch, dass man sein Herz geöffnet hat und in der Lage ist anderen Menschen Liebe und Mitgefühl entgegen zu bringen. Das klingt einfacher, als es ist. Aber letztlich ernten wir immer nur, was wir selber gesät haben.

Als drittes Element braucht nach meiner Erfahrung der Mensch auch ein geistiges Gleichgewicht. Gute und passende Literatur sollte man sich hin und wieder gönnen. Und das kann auch ein Comic-Buch oder ein sachlich-naturwissenschaftlicher Artikel sein. Einfach das, wonach mein Geist gerade Sehnsucht hat.

Und bei allen drei Elementen gilt: möglichst wenig Druck und eine entspannte Herangehensweise. Wir müssen uns heute den “Luxus” gönnen, ohne schlechtes Gewissen Zeit ins Laufen, Lesen oder in philosophische Gedanken zu investieren.

Denn sonst leben wir zwar in einem lebenswerten Umfeld, wissen dieses aber für unser eigenes Glück nicht in Lebensqualität umzusetzen.

 

Das Glück liegt in der Einfachheit

In einer immer komplizierter werdenden Welt ist es oft die Einfachheit, die glücklich macht.

Unser Verstand ist aber mittlerweile darauf getrimmt nach imposanten, innovativen Dingen zu suchen. Komplizierte Ideen, detailgetreue Technik und modernste Unterhaltung müssen es sein.

Und dann sind wir enttäuscht, wenn etwas zu spät geliefert wird oder nicht so funktioniert, wie wir es uns vorgestellt haben. Schließlich haben wir uns so darauf gefreut und dabei noch reichlich Geld investiert.

Perfekt und Detailgetreu

Wenn ich mir anschaue, wie detailgetreu heute Playmobil und Lego sind, finde ich das im ersten Moment phantastisch. Ich könnte meinen Kindern (und mir selbst) das ganze Haus mit diesen tollen Spielsachen zustellen: Wikinger-, Ritter-, Elfen- und Wildwestwelten – alles perfekt bis ins Detail.

Und dann wird mir bewusst, dass unsere Spielsachen in den 80er Jahren mindestens genauso schön waren. Das was nicht da war, wurde durch Phantasie ersetzt. Diese Zeit kriegt man natürlich nicht mehr zurück.

Wobei man natürlich noch mit dem alten Spielzeug spielen kann, sofern man es aufbewahrt hat. Ansonsten gibt es Kleinanzeigen bei Ebay und Flohmärkte. Es gibt sie also noch, die Überbleibsel aus dieser Zeit. Genauso wie man eine Folge von Hart aber Herzlich, Magnum oder Trio mit vier Fäusten im TV anschauen kann.

Retro ist cool – und zwar völlig zu Recht.

Trotzdem leben wir heute in einer anderen Zeit. Mit all ihren Vor- und Nachteilen. Wichtig ist, dass wir nicht zu hohe Maßstäbe setzen und zu perfektionistisch werden.

Ich kann manchmal im Alltag durchaus verzweifeln und stelle mir die Frage: Warum? Warum muss laufend ein neues Softwareupdate herauskommen? Und wo sind die intuitiv bedienbaren Menüpunkte hin, mit denen ich bisher so gut arbeiten konnte?

Warum nur muss alles immer weiterentwickelt werden und wird dabei eigentlich immer nur komplizierter? Welche hypernervöse und verquer denkende Personengruppe hat man im Vorfeld dazu befragt oder als Tester engagiert.

Auf dem Teppich bleiben

In einer Zeit wo sich jeder trumpfen will, ist das auf dem Teppichbleiben schwierig. Immens sind oft die gesellschaftlichen Zwänge mithalten zu müssen oder besser noch einen drauf zu setzen.

Dabei ist ein Kindergeburtstag mit spannender Schatzsuche im Wald doch manchmal spannender als professioneller Fotoshoot mit den zukünftigen Models oder der teure Besuch im Freizeitpark. Dies gilt natürlich auch für die in Mode gekommenen “Give Aways”, die immer größer werden.

Es liegt wohl leider in der Natur des Menschen. Aber Wachstum ist nicht unendlich und irgendwann macht es einfach keinen Sinn mehr sich nach oben hin abzusetzen. Dann ist es wieder Zeit für Bescheidenheit und Rückbesinnung auf alte Werte.

Es ist wie beim Essen. Der konzentrierte Genuss eines Bio-Apfels oder einer Frucht aus dem eigenen Garten kann mehr Begeisterung und Gefühl hervorrufen, wie das gesamte Massenbuffet des All-You-Can-Eat-Restaurants.

 

Freizeitstress im Land der Perfektionisten

Es ist schon merkwürdig: unterschiedliche und von einander unabhängige Umfragen belegen, dass die Deutschen mittlerweile mehr unter Freizeitstress leiden, als am Stress im Job.

Wenn man sich anschaut wie hart und erbarmungslos die Berufswelt geworden ist, kann einem bei diesem Ergebnis Angst und Bange werden.

Wie soll es denn möglich sein, diesen Stress ausgerechnet in der Freizeit noch zu steigern?

In den durchschnittlich 4 Stunden Freizeit am Tag  fühlen sich vor allem junge Menschen schlapp, müde und ausgepowert. Gerade die sollten aber doch voller Kraft sein und mit ihrer Energie die überalternde Gesellschaft bereichern, oder?

Der Zwang der immanenten Erreichbarkeit

Tablets, Computer und Smartphones spielen bei der Freizeitgestaltung heute die dominierende Rolle. Sie “helfen” bei der Terminplanung, nehmen aber auch jeglichen Spielraum für Nichterreichbarkeit und Loslassen.

Heute ist man durch sein Smartphone quasi immer für Familie und Freunde erreichbar. Aus diesem vermeintlichen Vorteil wird aber auch ein Zwang. Und Zwänge sind selten gesundheitsförderlich. So rast man gehetzt und angespannt durch den Tag. Immer unter Druck es allen recht zu machen und ein produktives Gesamtergebnis am Abend vorzuweisen.

Hier noch was liken, da noch einen Link teilen und dem muss ich ja noch gratulieren. Geschafft! Pieps! Schnell noch antworten auf das schöne Urlaubsfoto, welches mein Kumpel in der gemeinsamen Gruppe gepostet hat. Geschafft! Oh er schickt schon wieder eins…

Keine Frage: das macht alles im gewissen Rahmen Spaß. Smartphones und Apps sind nicht nur schlecht. Sie sind aber auch nicht nur gut. Und sie tragen eine nicht zu unterschätzende Suchtgefahr in sich.

Wir sind alle mittlerweile so auf Produktivität getrimmt, dass uns durch die Immanenz von Reizen und erforderlichen Reaktionen massenhaft Energie verloren geht. Wir haben dazu einen Durst nach Information, der immer wieder gestillt werden will.

Dehydriert lesen wir die neuesten Meldungen unserer abbonierten Newsportale. Und vergessen dabei vielleicht sogar die physische Flüssigskeitszufuhr.

Da kommt endlich die E-Mail, auf die ich schon lange gewartet habe. Pieps! Ein Familienmitglied hat mir gerade einen Termin in unserem gemeinsamen synchronisierten Kalender reingeschoben. Aber da kann ich doch eigentlich nicht, ich war nur zu nachlässig den Termin einzutragen…

Upps, das gibt Stress.

Das Leben geht auch mal ohne App

Willkommen in der Gesellschaft der durchstrukturierten Perfektionisten. Wer hat die meisten Hobbies, wer die meisten Zertifikate und wer läuft am schnellsten seinen Marathon?

Motivation und Leistungsanreize sind gut. Wir dürfen uns aber nicht darin verlieren!

Und wenn jemand zusammenklappt am Leistungsstress oder durchdreht ist man schockiert. Man zeigt Bestürzung … und … postet es. Gestern habe ich es im Radio gehört: Rettungskräfte kommen nicht an die Unfallstelle, weil Schaulustige mit ihrem Smartphones alles filmen.

Irgendetwas in mir sagt, dass das nicht richtig sein kann.

Wer kann denn noch Momente der Muße genießen und seine Gedanken ohne schlechtes Gewissen unproduktiv kreisen lassen? Gerade das Schweifen und Tagträumen ist aber wichtig, denn daraus entstehen oft die besten Ideen. Genauso wie das in sich ruhen und das Aufnehmen der mich soeben real umgebenen Umwelt.

Daher: schwingt euch auf eurer Fahrrad und fahrt ein paar Kilometer. Egal wieviele. Setzt euch auf eine Bank und hört die Vögel zwitschern und spürt den Wind um die Nasenspitze wehen!

Lasst aber die App stecken, die euch sagen kann welche Vogelart da zwitschert und wann das vor euch sitzende Exemplar eine Gimpels Geburtstag hat.

Geht im Wald laufen. Aber ohne App, die euch errechnet wieviel Zeit ihr pro Kilometer gebraucht habt und wieviel Schweiß eure Haut dabei ausgeschieden hat. Zumindest heute mal.

Gönnt euch zwischendurch mal eine Auszeit!

 

Die 80-Prozent Regel

Wissenschaftlich nennt man es auch das Paretoprinzip, benannt nach dem italienischen Ökonomen und Soziologen Vilfredo Pareto (1848 – 1923).

Dieser  Wissenschaftler hat eine geniale Regel formuliert und sie ist in vielen Themen und Situationen anwendbar. Die 80-Prozent-Regel besagt, dass man 80% eines Ziels mit nur 20% Aufwand erreicht.

Die verbleibenden 20% eines Ziels erreicht man allerdings nur noch mit 80% Aufwand. Sprich: Wenn du unbedingt 100% erreichen möchtest, dann musst du auch 100% (oder mehr geben).

Gibst du dich mit 80% zufrieden, dann reicht ein Fünftel an Aufwand!

 

Mit einem Fünftel an Aufwand zum Ziel

Ich glaube es ist kein Zufall, dass Vilfredo Pareto Italiener war, denn die Italiener sind ein kluges Volk und haben eine bedeutende Kultur, Musik, Architektur und Kochkunst entwickelt. Den Ruf von Perfektionisten haben sie unter anderem uns Deutschen überlassen.

Perfektionisten brauchen sie auch nicht sein, denn sie gelten als Lebenskünstler und Genießer, die trotzdem im Vergleich zu anderen Ländern, eine hohe Produktivität besitzen.

Innovation braucht Freiraum und Muße. Zwang, Druck und stumpfes Arbeiten nach Zielerreichungsquoten ist dagegen Gift für Kreativität und auch die Gesundheit.

 

Wo wir Abstriche machen entscheiden wir selbst

Perfektionistisch wollen hierzulande und heutzutage viele sein. In manchen Bereichen muss man das auch sein. In vielen Bereichen reichen aber auch die 80%. Die Kunst zu erkennen wo, dass ist die einzige Schwierigkeit.

Wo wir unseren Aufwand kürzen, dass müssen wir selbst entscheiden. Dann gewinne ich im Fußball halt nur 2:1, statt 5:1. Dann schreibe ich in der Schule halt mal eine 3. Oder dann habe ich halt mal Grünzeug ohne Aufenthaltsgenehmigung (manche nennen es Unkraut) in meinen Terrassenfugen. Die Liste lässt sich fortsetzen.

Zum heutigen Tag der Arbeit sollten wir uns diese Regel verinnerlichen. Setze ich nur 20% ein, akzeptiere etwas Schwund und genieße dafür mehr Freizeit und Lebensqualität, sollte das doch ein guter Deal sein!