Warum bei Koalitionen die Flaggenkunde an Bedeutung gewinnt

In der komplexer gewordenen politischen Landschaft werden neuerdings die Flaggen verschiedener Staaten zur Darstellung von Regierungskoalitionen bemüht.

Die erste Variante war dabei die Jamaika-Koalition:

In Deutschland bedeutet das eine Regierungskoalition aus CDU (schwarz), FDP (gelb) und den Grünen (grün). Dieses Bündnis mag für viele Menschen einen gewissen Charme haben, in einigen Bundesländern wie Schleswig-Holstein wurde diese Kombination auch schon in Regierungsverantwortung realisiert.

Man sollte sich als Wähler allerdings darüber im Klaren sein, dass dies kein Wunschbündnis ist, wählt man zum Beispiel grün um Jamaika zu ermöglichen, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass man seine Stimme letztlich ungewollt Grün-Rot-Rot geschenkt hat.

zimbabwe koalition

Manchmal reicht es aber nicht für Jamaika, dann benötigt man noch einen weiteren Partner. Nimmt man dann zur Erreichung einer Regierungsmehrheit die SPD (rot) oder ggf. die Linkspartei hinzu, hat man die Zimbabwe-Koalition.

kenia koalition

Hat die Große Koalition (GroKo) an Größe verloren, muss sie die Grünen mit in das Regierungsboot nehmen. Dies symbolisiert die Kenia-Koalition, die leider auf die Liberalen verzichtet.

angola koalition

Kombiniert sich die Große Koalition mit den Liberalen, dann kann man die Angola-Koalition bilden. Man könnte hier auch von einer Deutschland-Koalition sprechen, allerdings ist die deutsche Flagge unten nicht gelb sondern gold.

bahamas koalition

Seitens der AfD wurde auch schon die Bahamas-Koalition thematisiert, welche die CDU, die FDP und die AfD beinhalten würde.

Das sind nur einige Koalitionen, die immer mal wieder in den Medien mit Flaggensymbolik erwähnt werden.

Was man von den einzelnen Varianten hält, sei einmal dahingestellt. Es wird auf jeden Fall klar, dass das Bilden einer Mehrheit bzw. Regierung mit der zunehmenden Zersplitterung der Parlamente auf Landes- und Bundesebene nicht einfacher wird.

Während früher die klassischen Koalitionen CDU und FDP (schwarz-Geld) oder SPD und Grüne (rot-grün) ebenso wie die Großen Koalitionen mit zwei Koalitionspartnern auskam, werden jetzt drei oder mehr benötigt.

 

Warum das Gendersternchen eine Rosinenpicker*in ist

Wer kennt nicht das Gendersternchen? Es hat dem Gendergap und dem Binnen-I den Rang abgelaufen und ist mittlerweile im Alltag, insbesondere aber in den Sozialen Medien häufig anzutreffen.

Ich selbst muss gestehen, dass ich es im Vergleich zu den beiden anderen Alternativen tatsächlich netter finde. Ein Sternchen gefällt mir besser als ein Unterstrich oder als ein großes “I” mitten im Wort.

Was viele allerdings nicht wissen: das Gendersternchen hat nur eine Teilzeitstelle. Es ist bei den anderen Buchstaben des Alphabets nicht sonderlich beliebt und seine Kolleg*innen beschimpfen es gerne als Rosinenpickerin oder Drückbergerin.

Gendersternchen sucht sich nur angenehme Begriffe

Konkret werfen die anderen Buchstaben dem Gendersternchen vor, dass es immer nur bei schönen Begriffen erscheint. Stehen jedoch Begriffe in negativem Kontext überlässt es den anderen lieber die Arbeit. Dabei behauptet es aber von sich selbst, es sei besonders gerecht und auf Gleichstellung aus.

Und es stimmt, das Gendersternchen macht gerne mit bei Gewinner*innen, Akademiker*innen und Doktor*innen. Auch so im Alltag findet man es oft, egal ob bei Schüler*innen, Klima*aktivistinnen und Polizist*innen.

Wird es aber ernst und man spricht von Verbrechern, Tätern, Terroristen und Extremisten meldet sich das Gendersternchen krank. Gesundet dann aber meisten sehr schnell, wenn es um erfolgreiche Unternehmer*innen geht.

Der Rat für deutsche Rechtschreibung konnte sich auch vielleicht deshalb noch nicht richtig durchringen das Gendersternchen für die amtliche Rechtschreibung zu empfehlen. Die Grünen bzw. die Grün*innen haben es dagegen bereits 2015 auf ihrem Parteitag als anzuwendenden Form für mehr “Geschlechtergerechtigkeit” beschlossen.

Generisches Maskulinum historisch gewachsen

Ich persönlich finde das generische Maskulinum als historisch frei gewachsene Sprachentwicklung ehrlich gesagt vollkommen ausreichend. Es gibt gute und schlechte Begriffe und die haben nichts mit Geschlecht zu tun. Gerade Frauen verwenden auch heute noch oft das generische Maskulinum und haben damit überhaupt kein Problem.

Wichtiger als solche anstregenden Formalismen ist sicherlich die Gleichwertigkeit aller Geschlechter in den Köpfen der Menschen zu erreichen. Natürlich geschieht dies auch über Sprache, aber man sollte es nicht übertreiben, denn sonst sind nachher alle so genervt, dass man eher negative Gefühle und Ressentiments erzeugt.

Aber wenn man denn das Gendersternchen unbedingt fest im Betrieb der deutschen Sprache aufnehmen will, dann sollte das nur in Vollzeit gehen. Wobei dann immer noch das Problem bleibt, dass ein Wort welches mit “innen” endet für mich immer noch als eigentlich nur rein weiblich erkannt wird.

Das wiederum wäre ja dann ein ähnliches Problem wie beim generischen Maskulinum, also ein generisches Femininum light. Und selbst Feminist*innen sind mit dem Gendersternchen unzufrieden, da sie es negativ finden, dass nach dem Wortstamm zunächst das Gendersternchen folgt und erst dann die weibliche Endung. Sie fühlen sich zurückgesetzt, weil die weibliche Endung als letztes folgt.

Die Frage ist, wie es Männern dabei geht, dass in diesem Land ansonsten eigentlich immer kategorisch die weibliche Form zuerst genannt wird. Aber das ist bekanntlich egal, leben wir doch nach Ansicht der meisten insbesondere linksgrünen Politiker*innen und Journalist*innen im Patriachat des (alten) weißen Mannes.

 

Warum der Liberalismus so wichtig ist

Ohne den Liberalismus wären wir heute noch Untertanen, so sind wir Bürger.

[Anmerkung: Ich bitte um Nachsicht, dass ich diesen Satz nicht politisch korrekt formuliere: “Ohne den Liberalismus wären wir heute noch Untertaninnen und Untertanen, so sind wir Bürgerinnen und Bürger”.

oder alternativ: “Ohne den Liberalismus wären wir heute noch Untertan*innen, so sind wir Bürger*innen”.]

Grundbedürfnis Freiheit

Eigentlich sollte jedem Menschen daran gelegen sein, die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit einzufordern. Freiheit ist sozusagen ein Grundbedürfnis. Jedes Lebewesen sehnt sich nach Freiheit. Nur dann ist es optimistisch, ist es glücklich. Oder hat zumindest die Chance glücklich zu werden.

In einem unfreien System, in einer autoritären Diktatur ohne Meinungsfreiheit, Freizügigkeit und reichlich Zwängen sowie Vorgaben ist maximal nur der Kleingeist glücklich. Wobei solche Systeme Mitläufern eine gewisse Sicherheit liefern – aber nur solange sie mitlaufen und nichts in Frage stellen.

Trotzdem fordern erstaunlich viele Menschen heute eine starke Führung an der Spitze. Oder zumindest mehr neue Gesetze und viel Regulierung. Und wenn man diese (noch) nicht bekommt, dann schaltet man zumindest moralisch-gesellschaftliche Zwänge vor.

Dann gibt es natürlich noch die Konservativen. Der typische Konservative, der am liebsten alles so lassen will wie es ist oder gar das Rad der Geschichte zurückdrehen will. Er ist von Ängsten und Pessimismus vor Neuem geprägt. Er ist davon überzeugt früher war alles besser und weiß dadurch nicht neue Chancen zu nutzen.

Manche Menschen dagegen glauben noch heute fest an die Vorteile des Sozialismus. Aber in der Praxis fehlt immer noch ein erfolgreiches Beispiel. Konservativismus und Sozialismus haben sicherlich ihre faszinierenden Aspekte.

Freiheit schafft Selbstvertrauen und Motivation

Aber nur der Liberalismus ermöglicht uns eine freie Entfaltung und die Entwicklung einer optimistischen Grundhaltung. Liberale haben Selbstvertrauen und Motivation. Dies gilt auch für die Wirtschaft, denn nur wer seine kreativen Ideen ausleben darf, kann Innovationen schaffen. Denkverbote, Bürokratie und zwanghafte gesellschaftliche Umgangsformen, die am Ende nur noch angstgesteuerte Rituale anstatt freier Wille aus Überzeugung sind, würgen jegliche Freude am Leben, der Arbeit oder an der eigenen persönlichen Entfaltung ab.

Ebenso kontraproduktiv wirken drastische Umverteilungsmaßnahmen durch übermäßige Besteuerung und hohe Transferleistungen in Relation zum Arbeitslohn. Wobei natürlich die soziale Marktwirtschaft und die Notwendigkeit eines moderaten Sozialstaats auch von modernen Liberalen nicht angezweifelt wird.

Der Liberalismus ist in der heutigen Zeit allerdings (vielfach) subtil, aber ebenso massiv unter Druck geraten: Aus offiziell liberalen Systemen werden Gesellschaften mit Flugscham, heimlichen Fleischverzehr und Rechtsfertigungsmantras jeglicher Art. Im vorauseilenden Gehorsam erfindet man gesundheitliche Gründe für das “dreiste” Fahren eines SUV, rechtfertigt sich für ein vielleicht zu gewagtes Kompliment oder dafür, dass man einem Mann vor einer Frau die Hand gegeben hat. Konservative Überbleibsel gepaart mit pseudomoderner Hypermoral.

Auch der gute alte Grundsatz „In dubio pro reo“, also im Zweifel für den Angeklagten, hat lange überlebt, gilt aber heute vor allem in den (sozialen) Medien nicht mehr.

Die riskantesten politischen Kandidaten unserer Zeit sind nebenbei natürlich Doktortitelinhaber. Sämtliche politische Leistungen erblassen vor einem falschen Zitat in der Doktorarbeit. Frohlocken kann daher heute wohl jener, der nicht das Makel des Doktortitels hat.

Gegen Polarisierung und für die Freiheit

Als Mensch der liberalen Mitte fällt einem unweigerlich auf: die Polarisierung nimmt erschreckende Formen an. Und auch Gestaltungswillen findet man kaum noch. Ambitionierte Vorschläge sind riskant und daher heute selten geworden. Zu groß ist die Angst Opfer eines Shitstorms und einer Entrüstungskampagne zu werden.

Ideen und Innovationen machen Verordnungen Platz. Selbstbewusste, freie Sprache weicht dem vorgeschriebenen Einheitsbrei, Textbausteinen und gefloskelten Worthülsen. Keiner will das, aber das System ist bei vielen stärker, als der individuelle Wille. Der Mensch geht halt gern den Weg des geringsten Widerstands.

Als optimistischer Liberaler glaubt man allerdings trotz allem, dass sich am Ende alles zum Guten entwickelt. Trotzdem möchte ich nicht darauf vertrauen und die Hände in den Schoss legen, sondern den Liberalismus in der Gesellschaft mit diesem Portal unterstützen.

Denn: Der Liberalismus hat aus Untertanen mündige Bürger gemacht. Aber diese Entwicklungsstufe ist nicht eingefroren, auch aus einem Bürger kann ein Wurm oder Duckmäuser werden.

 

Die Länder Europas

Die Europäische Union ist nicht gleichzusetzen mit Europa, da nicht alle Staaten der EU beigetreten sind. Außerdem gibt es einige Länder, deren Staatsgebiet nicht komplett in der EU liegt, wie etwa Russland, die Türkei oder Kasachstan.

karte von europa
Satellitenkarte von Europa

Die Länder bzw. Staaten Europas sind, in Klammern steht die Hauptstadt:

Belgien (Brüssel)
Bosnien und Herzegowina (Sarajevo)
Bulgarien (Sofia)
Dänemark (Kopenhagen)
Deutschland (Berlin)
Estland (Tallinn)
Finnland (Helsinki)
Frankreich (Paris)
Griechenland (Athen)
Irland (Dublin)
Island (Reykjavik)
Italien (Rom)
Kasachstan (Nur-Sultan)
Kosovo (Pristina)
Kroatien (Zagreb)
Lettland (Riga)
Liechtenstein (Vaduz)
Litauen (Vilnius)
Luxemburg (Luxemburg)
Malta (Valletta)
Moldau (Chisinau)
Monaco (-)
Montenegro (Podgorica)
Niederlande (Amsterdam)
Nordmazedonien (Skopje)
Norwegen (Oslo)
Österreich (Wien)
Polen (Warschau)
Portugal (Lissabon)
Rumänien (Bukarest)
Russland (Moskau)
San Marino (-)
Schweden (Stockholm)
Schweiz (Bern)
Serbien (Belgrad)
Slowakei (Bratislava)
Slowenien (Ljubljana)
Spanien (Madrid)
Tschechien (Prag)
Türkei (Ankara)
Ukraine (Kiew)
Ungarn (Budapest)
Vatikanstadt (-)
Vereinigtes Königreich (London)
Weißrussland (Minsk)

 

Europas Staaten: Portugal

Portugal ist eine Republik im äußersten Südwesten Europas auf der Iberischen Halbinsel. Zu Portugal gehören auch die Azoren-Inseln und Madeira. Einziges Nachbarland des Landes ist Spanien, ansonsten wird es vom Atlantischen Ozean umgrenzt.

portugiesische flagge
Flagge von Portugal

Die Hauptstadt des Staates ist Lissabon bzw. Lisboa, wie die Portugiesen sagen. Lissabon ist mit ihren vielen kulturellen Hotspots eine idealer Ort für eine Städtereise im Süden Europas. Viele vergleichen die Metropole mit ihrer Straßenbahn, der Ponte 25 de Abril (Hängebrücke über den Tejo), der Ponte Vasco da Gama (längste Brücke Europas) und dem milden Klima mit San Francisco in Kalifornien.

 

Seit 1986 auf EG und EU-Kurs

Seit 1986 ist Portugal Mitglied der Europäischen Gemeinschaft (EG) bzw. späteren Europäischen Union (EU), ein wichtiger Vertrag für die EU ist der Vertrag von Lissabon, der 2009 in Kraft trat und mit dem die EU und die EG fusionierten.

Die Währung von Portugal ist der Euro. Mit einer Staatsfläche von ca. 92.300 qkm ist es etwas größer als Österreich, aber kleiner als Bulgarien. Das Kfz-Kennzeichen des Landes ist P, die Internet-TLD ist .pt. Das Land ist eines der ältesten Europas, seine Wurzeln reichen bis ins Jahr 1143 zurück. Der kleine Staat war Jahrhunderte eine erfolgreiche Entdeckernation und Kolonialmacht und verfügte über große Kolonien in Südamerika (Brasilien), Asien (Goa, Macau, Ost-Timor) und Afrika (z.B. Angola, Mosambik).

belém palast lissabon
Der Belém Palast ist der offizielle Sitz des portugiesischen Präsidenten.

In den letzten Jahrzehnten ist das homogene Portugal mehr und mehr zu einem Einwanderungsland geworden. Insbesondere kamen die Zuwanderer aus den ehemaligen Kolonien, aber auch aus Osteuropa. Amtssprache ist Portugiesisch, eine romanische Sprache, die eng mit dem Französischen und Spanischen verwandt ist. Die stärkste Religion in Portugal ist die römisch-katholische Kirche, ein bekannter Wallfahrtsort ist Fátima im Kreis Ourém.

Portugals Landschaften sind abwechslungsreich und zum Teil sehr unterschiedlich. Insbesondere klimatisch stellt man einen großen Unterschied zwischen dem kühleren, feuchten Nordportugal und dem trockeneren Süden und der Algarve fest. Bekannte Landschaften sind der Minho (der grüne Garten) im Nordwesten, Tras-ós-Montes mit kalten Wintern, das mittlere Portugal mit der Estremadura und der Serra da Estrela, sowie der Süden mit Terras do Sado, Alentejo und Algarve. Gerade die Algarve ist bei Urlaubern wegen ihres milden Klimas, den attraktiven Steilküsten und den schönen Sandstränden besonders beliebt.

 

Portwein und Fado

Das Klima Portugals ist atlantisch geprägt und warm-mild. Der Süden ist subtropisch und trocken. Auch die Städte Portugals haben zahlreiche Sehenswürdigkeiten. So findet man in Porto (der Stadt des Portweins) die terrassenartige Altstadt Ribeira, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählte, genauso wie in Lissabon der bekannte Turm Torre de Belém und das Kloster Mosteiro des Jerónimos. Auch die Altstadt von Lissabon (Baixa) ist beeindruckend mit ihren engen Gassen und Fliesenfassaden.

urlaubsinsel madeira
Bizarre Felsenküste im Osten von Madeira (c)

Lissabon gehört zu den bekanntesten Metropolen Europas und ist besonders in Zeiten der günstigen Flüge ein beliebtes Ausflugsziel für eine Portugalreise geworden. Hier findet man Kultur, Musik, ein lebendiges Nachtleben und viele kulinarische Genüsse.

Portugal ist bekannt für seine Fischgerichte mit Kabeljau, Sardinien, Schwertfisch und Stockfisch. Daneben gibt es auch bodenständige Lamm- und Ziegengerichte. Weltbekannt ist der Portwein und der Madeirawein. Natürlich gibt es in Portugal viele Gelegenheiten den melancholischen Fado der Portugiesen zu hören.

Lissabon war Austragungsort des 63. Eurovision Song Contest, nachdem im Vorjahr in Kiew (Ukraine) der Sänger Salvador Sobral mit ,,Amar Pelos Dois” den Wettbewerb gewonnen hatte.

 

Europas Staaten: Polen

Die Republik Polen liegt in Mitteleuropa und ist dort eine der größeren EU-Staaten. Die parlamentarische Republik grenzt an Deutschland, Russland, Litauen, Weißrussland, die Slowakei und Tschechien. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Land zunächst Teil des Warschauer Paktes, ehe es nach Fall des Eisernen Vorhangs Teil der EU und Nato wurde. Die Hauptstadt von Polen ist Warschau (poln: Warszawa).

polnische flagge
Flagge von Polen

Die Währung des Landes ist der Złoty. Mit einer Staatsfläche von ca. 312.700 qkm ist Polen etwas kleiner als Deutschland und etwas größer als Italien. Unabhängig wurde das Land nach dem Ersten Weltkrieg am 11. November 1918. Die Internetendung des Landes ist .pl, die Kombination PL steht auch auf polnischen Autos für die Herkunft des Fahrzeugs.

hauptstadt polen
Schlossplatz in Polens Hauptstadt, Warschau.

Polen ist heute ein recht homogener Staat, neben den westslawischen Polen gibt es noch  Minderheiten von Deutschen (verstärkt in Oberschlesien), Weißrussen, Ukrainern, Schlesiern, Kaschuben, Roma, Russen, Lemken und Litauer auf dem polnischen Staatsgebiet.

 

Seit 2004 Mitglied der EU

Seit dem Jahr 2004 ist Polen Mitglied in der Europäischen Union und die größte Volkswirtschaft der ehemaligen Ostblockstaaten in der EU. Der polnische Gewerkschaftsbund Solidarność hat in den 1980er Jahren u.a. durch Streiks maßgeblich die Wende zum Westen hin eingeleitet.

Amtssprache in Polen ist Polnisch, in Oberschlesien trifft man auch einige deutschsprachige bzw. schlesischsprachige Bewohner. In einigen Gemeinden mit über 20%-Anteil ist Deutsch zweite Amtssprache. Stärkste Religionsgemeinschaft ist die römisch-katholische Kirche, die den gläubigen Polen auch während der Zeit des Kommunismus Halt bot. Insbesondere die Berufung des polnischen Kardinals Karol Wojtyla zum Papst Johannes Paul II. gab der Kirchen einen weiteren Aufschwung, der bis heute anhält.

Die längsten Flüsse Polens sind die Weichsel, die Oder, die Warthe und der Bug. Polen gehört zu den seenreichsten Ländern der Erde. Die größten Seen sind Śniardwy (Spirdingsee) und Mamry (Mauersee) in der Region Masuren sowie das Jezioro Łebsko (Lebasee) und das Jezioro Drawsko (Dratzigsee) in der Region Pommern. Polen ist mit seinen Flüssen, der Ostseeküste von Świnoujście (Swinemünde) auf Usedom und  im Westen bis nach Krynica Morska auf der Frischen Nehrung ein Paradies für den Wassersport.

 

Ostsee, Seenplatte und Nationalparks

Das Klima in Polen ist ein Übergangsklima zwischen gemäßigten und kontinentalen Einflüssen, dies sollte bei Reisen nach Polen berücksichtigt werden. Besonders in Richtung Osten kann es im Winter sehr kalt werden. Dabei gibt es je nach Region auch deutliche Unterschiede. Polen hat die unterschiedlichsten Landschaften zu bieten und ist damit ein vielseitiges Urlaubsland: Ostsee, Masurische Seenplatte und die Gebirge Sudeten, Karpaten (Hohe Tatra) und das Heiligkreuzgebirge sind neben der Gastfreundschaft und den vielen kulinarischen Spezialitäten (Krakauer Würste, Pierogi und Bigos) gute Gründe für eine Reise in das Land.

Es gibt außerdem zahlreiche Nationalparks in Polen, besonders bekannt ist der Nationalpark Białowieża mit einem der letzten Urwälder Europas und den bekannten Wisenten (Europäischer Bison). Die polnischen Städte sind nach den immensen Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs liebevoll rekonstruiert worden und zum Beispiel Danzig (dt.: Gdańsk ) und Krakau (dt.: Kraków) sind neben Warschau sehenswerte und gerne besuchte Großstädte in Polen.

 

Europas Staaten: Malta

Der Inselstaat Malta liegt südlich von Sizilien im Mittelmeer. Reisen nach Malta sind etwas für Kulturinteressierte, denn hier gibt es zahlreiche Events, aber auch ganz viel Geschichte insbesondere zur Zeit der Kreuzritter zu entdecken. Das Land ist eine Republik und besteht aus den Hauptinsel Malta, dem kleineren Gozo und Comino, sowie weiteren kleineren Eilanden. Im Zentrum des Mittelmeeres gelegen, war Malta lange umkämpft und von vielen Völkern regiert. Die Hauptstadt des Staates ist Valletta.

maltesische flagge
Flagge von Malta

Malta hat 2008 den Euro als Zahlungsmittel eingeführt. Mit einer Fläche von ca. 316 qkm ist es das flächenmäßig kleinste EU-Mitgliedsland. Allerdings ist die Insel sehr dicht besiedelt und weist einen hohen Verstädterungsgrad auf. Das Kfz-Kennzeichen von Malta ist M, die Internetendung .mt. Malta war bis zum 21. September 1964 britische Kolonie.

 

Insel der Kreuzritter

Maltas Bewohner sind in erster Linie Malteser. Diese sind Nachkommen der zahlreichen Völker, die auf Malta lebten bzw. es besetzt hielten. Somit stammen die Malteser ab von Sizilianern, Arabern, Griechen, Römern, Phöniziern (Karthagern) und sogar von den Normannen. Später herrschten die Briten und einige von ihnen sind hier geblieben. Malta ist bis heute Mitglied im Commonwealth of Nations.

valletta auf der insel malta
Blick auf Valletta, der maltesischen Hauptstadt.

Daneben leben hier einige Ausländer u.a. aus Italien, Deutschland, Libyen und Asien. Sehr nachhaltig wurde Malta von den Kreuzfahrern geprägt, da hier der souveräne Malteserorden über die Insel herrschte.

Die Malteser sind bis heute sehr gläubig und die Religion spielt insbesondere bei den zahlreichen Festen eine wichtige Rolle. Dabei ist die römisch-katholische Kirche die dominante Religionsgemeinschaft. Das Maltesisch (Malti) ist trotz der langen britischen Kolonialzeit erhalten geblieben und die einzige, semitische Sprache Europas. Maltesisch ist außerdem die einzige mit lateinischen Buchstaben geschriebene der semitischen Sprachfamilie. Neben Maltesisch ist Englisch allerdings die zweite Amtssprache.

 

Englisch lernen am Mittelmeer

Insbesondere für Sprachurlaub ist Malta daher für viele Schüler und Studenten interessant und nicht wenige reisen nach Malta um ihr Englisch in einer Sprachschule zu verbessern. Malta ist zwar sehr trocken und hat subtropisches, trockenes Mittelmeerklima, aber Gozo ist etwas grüner und auch ruhiger als die Hauptinsel. Dafür gibt es dort viel Kultur, Nachtleben und Geschichte.

Besondere Sehenswürdigkeiten Maltas sind u.a. der Großmeisterpalast, Fort St. Elmo, die St. John´s Co Kathedrale, das Archäologische Museum, die Kathedrale St. Paul in Mdina, der Hafen von Marsaxlokk, die Tempelanlagen von Tarxien und die Blaue Lagune. Badeurlaub ist etwas schwieriger, da Malta nur wenig Sandstrände aufweist. Wer unbedingt einen Sandstrand sucht, sollte einen Ausflug nach Gozo machen.

 

Europas Staaten: Finnland

Finnland oder Suomi, wie die Finnen selbst sagen, ist ein Staat in Nordeuropa. Die Hauptstadt ist Helsinki. Als Urlaubsland ist Finnland etwas für Freunde von ruhigen Wäldern und vor allem Seen. Die parlamentarische Republik grenzt an Schweden, Norwegen, Russland und die Ostsee.

finnische flagge
Flagge von Finnland

Die Währung ist der Euro, dessen finnische Münzprägungen aufgrund der Seltenheit immer begehrt sind. Mit einer Fläche von ca. 338.450 qkm ist es etwas kleiner als Deutschland, hat aber mit 5,5 Millionen Menschen wesentlich weniger Einwohner. Das Land der tausend Seen ist daher eines der am dünnsten besiedelten Länder Europas mit viel einsamer Natur, Ruhe und Erholung.

 

Vermittler zwischen Ost und West

Amtssprachen im Land sind Finnisch und Schwedisch. Schwedisch wird insbesondere in den südlichen und westlichen Küstenregionen sowie den Åland-Inseln gesprochen. Die Åland-Inseln gehören seit 1921 nach Entscheidung des Völkerbundes zu Finnland, sie haben eine weite Autonomie innerhalb Finnlands und hier ist nur Schwedisch Amtssprache (!). Eine weitere ethnische Minderheit sind die Samen im Norden Lapplands, die vor allem für ihre Rentierzucht bekannt sind.

ferienhaus finnland
Typisches Ferienhaus (Mökki) in Finnland.

Finnisch ist eine finnougrische Sprache und daher schwer zu erlernen. Für den Besucher aus Mitteleuropa klingt die mit dem Estnischen und dem Ungarischen verwandte Sprache fremd. Aber die Finnen, die über eines der besten Bildungssysteme Europas verfügen, sprechen oft auch Fremdsprachen wie Englisch und Deutsch, manchmal auch Russisch oder Französisch.

Erst seit 1917 ist Finnland unabhängig, vorher gehörte es lange zu Schweden und später zur Russland. Politisch ist Finnland bis heute ein Vermittler auf internationaler Ebene, es ist nicht Mitglied der NATO. Als Nachbarland Russlands ist es traditionell auch um eine entspannte Lage zwischen diesem und den NATO-Staaten bemüht. 1975 wurde mit der Schlussakte von Helsinki die Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa gegründet, dem Vorgänger der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Mit den skandinavischen Ländern ist Finnland seit 1955 im Nordischen Rat verbunden, zur Europäischen Union gehört es seit 01. Januar 1995.

Das Klima Finnlands ist kalt-gemäßigt, wobei es hier besonders Richtung Osten deutlich kälter und kontinentaler wird, als im westlichen Skandinavien. Viele Regionen sind im Winter äußerst schneereich und so verwundert es nicht, dass die Finnen begeisterte Wintersportler sind und besonders im Skispringen, aber auch im Eishockey sehr erfolgreich sind. Auch sind die leistungsstarken Eisbrecher zu erwähnen, die die zugefrorene Ostsee auch im Winter für die Finnen befahrbar machen.

 

Wälder, Seen und Mittsommer

Finnland ist geprägt von den vielen Seen der finnischen Seenplatte und weiten Waldgebieten. Hier leben noch seltene Tiere wie Bären, Wölfe und Vielfraß. Elche sind ebenfalls weit verbreitet und Rentiere im Norden stark vertreten. Im Saimaa-Seengebiet findet man eine spezielle Ringelrobbe und auch die Vogelwelt mit Tieren wie Adlern, Birkhühnern und Moorschneehühnern vertreten.

Bekannt ist Finnland für seine Ferienhäuser (fin.: Mökki) und die Sauna, die man unbedingt einmal in Finnland erleben sollte. In nahezu jedem Ferienhaus  findet man eine Sauna, die besonders im kalten und dunklen Winter oft benutzt wird. Hier im europäischen Norden gibt es genauso wie in den Nachbarstaaten die Mittsommertage, aber auch die Polarnacht. Polarlichter sind hier ebenfalls relativ oft zu sehen. Die Finnen haben auch einige besondere Traditionen und auch sie rühmen sich der Tatsache, die Heimat des Nikolaus zu sein. Besonders bekannt wurde Finnland auch durch zahlreiche Musiker und Bands wie The Rasmus, HIM und Lordi. Letztere gewannen den Eurovision Song Contest 2006 erstmals für Finnland, das ansonsten auch für eine ruhigere Musik bekannt ist, nämlich dem finnischen Tango.

 

Europas Staaten: Luxemburg

Das Großherzogtum Luxemburg (lux.: Groussherzogtum Lëtzebuerg, frz.: Grand-Duché de Luxembourg) ist eine parlamentarische Monarchie und einer der kleinsten Staaten Europas. Als Teil der BENELUX-Staaten (gemeinsam mit Belgien und den Niederlanden) liegt das Land als Binnenland mitten in Westeuropa. Die Hauptstadt des Staates ist die Stadt Luxemburg (Stad Lëtzebuerg, Ville de Luxembourg), die ein beliebtes Reiseziel für Tages- oder Wochenendausflüge ist, aber auch ein bedeutendes Finanzzentrum Europas. Sie befindet sich in der südlichen Hälfte des kleinen Landes.

luxemburgische flagge
Flagge von Luxemburg

Als Flagge verwendet das Land eine rot-weiß-hellblaue Trikolore. Wegen der Verwechslungsgefahr mit der niederländischen Flagge verwenden Schiffe allerdings die blau-weiß gestreifte Flagge mit dem roten Löwen (De Roude Léiw).

stadt luxemburg
Luxemburg Stadt ist die Hauptstadt des Großherzogtums

 

Luxemburg und die europäische Einigung

Luxemburg hat intensive kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen zu seinen Nachbarstaaten und gehörte immer zu den Vorreitern der europäischen Einigung. Gemeinsam mit Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden gehörte Luxemburg 1951 zu den Gründungsmitgliedern der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) und ratifizierte auch als erstes Land den Vertrag von Maastricht. 1985 wurde mit dem Schengen-Abkommen der europäische Binnenmarkt vorangetrieben und benannt nach der luxemburgischen Gemeinde Schengen. 1986 erhielten die Luxemburger für ihre pro-europäische Einstellung den Karlspreis der Stadt Aachen.

Burgruine von Esch-Sauer in den Luxemburger Ardennen (c)

Als Währung wird auch hier wie in den Nachbarstaaten der Euro verwendet. Die Nachbarstaaten sind Deutschland, Frankreich und Belgien. Mit einer Fläche von ca. 2.586 qkm ist das Großherzogtum in etwa genauso groß wie das deutsche Bundesland Saarland. Das Kfz-Kennzeichen von Luxemburg ist L, die Internet-TLD .lu. Ihren Nationalfeiertag begehen die Luxemburger am 23. Juni eines jeden Jahres. Unabhängig wurde das Land auf der Zweiten Londoner Konferenz im Jahre 1867.

Die Luxemburger liegen zwischen dem deutschen und dem französischen Sprachgebiet. Das Luxemburgisch (Lëtzebuergesch) selbst ist ein möselfränkischer Dialekt, hat allerdings einige französische Lehnwörter aufgenommen. Luxemburgisch wurde 1984 zur Nationalsprache erklärt und bestimmt den Alltag im Land. Daneben sind Französisch und Deutsch Amtssprachen.

stausee obersauer
Der Obersauer Stausee ist das größte Gewässer des Landes (c)

Viele Medien erscheinen auf Deutsch, während Französisch bei Verwaltungen und Ministerien verwendet wird. Insgesamt ist die Sprachensituation sehr komplex und die Luxemburger lernen neben diesen drei Sprachen auch noch Englisch. Daneben leben noch viele Ausländer (und auch Grenzgänger als Arbeitnehmer) in Luxemburg, meist Portugiesen, Franzosen, Italiener, Belgier und Deutsche. Viele deutsche Arbeitskräfte leben in Deutschland und arbeiten in Luxemburg.

Immobilien und die Lebenshaltungskosten sind hoch im Land, allerdings ist auch das Lohnniveau sehr hoch. Die Lebensqualität in dem kleinen multikulti Staat ist hoch, die Infrastruktur hervorragend. Das Land teilt sich geographisch auf in den Ösling im Norden und das fruchtbare Gutland im Süden. Als Naherholungsziele sind die Luxemburger Schweiz und das Müllerthal bekannt. Der Staat ist auch geprägt von Flüssen wie Mosel, Sauer, Our und Alzette. Bekannte Städte sind Luxemburg Stadt, aber auch Vianden, Esch an der Alzette (Esch-sur-Alzette), Echternach und das idyllisch gelegene Esch-Sauer (Esch-sur-Sûre).

vianden in luxemburg
Blick auf Vianden an der Our (c)

Luxemburg ist ein interessantes Urlaubsland, für Wanderfreunde ebenso wie für Kulturinteressierte. Der größte See Luxemburgs ist der Obersauer Stausee im nördlichen Teil des Landes. Hier kann man Segeln, Kanufahren, Schwimmen, Tauchen und Angeln. Auch kulinarisch bietet das Land mit Gerichten wie Judd mat Gaardebounen, Spezialitäten wie dem Ardennerschinken und den Weißweinen der luxemburgischen Moselregion einige Highlights.

 

Luxemburg-Stadt – kultureller Hotspot

In Luxemburg-Stadt gibt es einige Sehenswürdigkeiten die man entdecken kann wie die Katakomben Kasematten, die Kathedrale, das Großherzögliche Palais, Corniche (schönster Balkon Europas) und der Fischmarkt. Zahlreiche Events und Veranstaltungen wie das Volksfest “Schobermesse”, das Printemps Musical-festival de Luxembourg oder die Jazz-Festival Blues’n Jazzrallye finden alljährlich in der kulturell interessanten Stadt statt. Zahlreiche Museen wie das Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean oder das Festungsmuseum “Musée Dräi Eechelen” sind einen Besuch wert. Mit Menschen aus 160 Nationen ist die Hauptstadt kosmopolitisch-international ausgerichtet und Langeweile kommt hier kaum auf.

Bekannt ist Luxemburg-Stadt auch als Sitz verschiedener EU-Institutionen wie dem Europäischen Gerichtshof, dem Rechnungshof und der Europäischen Investitionsbank. Die Reste der alten Festung und die Altstadt wurden zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.

 

Europaflagge – Symbol der Einheit Europas

Am 08. Dezember 1955 war es soweit. Der Europarat erklärte die azurblaue Flagge mit den zwölf fünfzackigen Sternen zum offiziellen Symbol Europas.

eu-flagge
Europaflagge

Heute kennt die Europaflagge (offiziell im Seitenverhältnis 2:3) jeder als Flagge des Staatenverbunds der Europäische Union (EU).  Man findet die Europaflagge mit dem Sternenkranz nicht nur auf Autokennzeichen oder Euromünzen, sondern auch auf Lebensmitteln, Broschüren, Wahlplakaten, Bauschildern und vielem mehr. In den EU-Mitgliedsländern findet man sie außerdem häufig vor und in staatlichen Behörden, Amtssitzen und den Parlamenten.

1983 erklärte das Europäische Parlament die Übernahme der Flagge durch die Europäischen Gemeinschaften. 1985 stimmten dem die EU-Staats- und Regierungschefs zu und ab Mai 1986 war das blau-goldene Banner dann auch offiziell für die EG.

Gehisste Europaflagge vor blauem Himmel (c)

Seit dem Vertrag von Maastricht 1992 spricht man von der Europäischen Union – die Flagge ist natürlich geblieben. Beim Flaggenhissen sollte man darauf achten, dass die Sternspitzen nach oben zeigen, vereinzelt sich man sie im privaten Bereich tatsächlich falsch herum (!).

Die im Kreis angeordneten Sterne stehen übrigens nicht für die EU-Mitgliedsländer (anders als bei der US-Flagge, wo die 50 Sterne die Bundesstaaten repräsentieren), sondern abstrakt für die Werte Einheit, Solidarität und Harmonie zwischen den europäischen Völkern.

Als die Flagge 1986 etabliert wurde, hatte die EG allerdings tatsächlich zwölf Mitgliedsländer. Manchmal gibt es halt Zufälle. Seitdem ist die EU auf 28 EU-Staaten erweitert worden, aber es bleibt bei zwölf Sternen.

Die Zahl Zwölf steht auch für die Vollkommenheit und Vollständigkeit, ebenso wie die zwölf Tierkreiszeichen. Ideologisch gibt es allerdings auch viele andere Deutungsversuche zur Symbolik der zwölf Sterne, so sehen manche einen Bezug zu den zwölf Aposteln, zwölf Tagesstunden und Monaten, den zwölf olympischen Göttern oder den römisch-antiken zwölf Gesetzestafeln.