Deutschland laut Klima-Risiko-Index auf Platz 3

Bisher hatte man in Deutschland den Eindruck, dass die Bundesrepublik eher zu den durch Klimawandel weniger bedrohten Staaten der Erde gehört.

Doch bedingt durch Hitzewellen, Dürren und Stürme in 2018 ist laut der Entwicklungsorganisation Germanwatch Deutschland nach Japan und den Philippinen auf Platz 3 der Liste der in 2018 am meisten durch Wetterextreme betroffenen Staaten.

Klima-Risiko-Index von Germanwatch

Betrachtet man allerdings den langfristigen Klima-Risiko-Index sind nach wie vor Staaten und Gebiete mit mittlerem und vor allem niedrigerem Entwicklungsstatus betroffen. Allen voran Puerto Rico, Myanmar und Haiti.

Der Index basiert auf Daten der Munich Re und dem IWF. Berücksichtigt werden zur Bewertung Todesopfer und Sachschäden (auch in Relation zur Einwohnerzahl und zum BIP) durch Wetterextreme.

Für Deutschland werden in dem Report 1.234 Hitzetote angegeben. Die Landwirtschaft habe durch die Dürre mit erhöhten Temperaturen und weniger Niederschlag zudem massive Ernteausfälle zu verzeichnen gehabt.

Der Bericht zeigt, dass vermehrt auch die Industriestaaten vom Klimawandel betroffen sind. Allerdings werden die Klimawandelschäden gerade in den Entwicklungsländern teilweise unzureichend erfasst.

Bei der aktuell stattfindenden UN-Klimakonferenz in Madrid soll mit der internationalen Klimafinanzierung insbesondere den ärmeren Ländern geholfen werden, die über kaum Krisenkräfte und Anpassungsmöglichkeiten an die Herausforderungen des Klimawandels verfügen.

Nationale Alleingänge nicht hilfreich

Bei aller Kritik und den Schwierigkeiten eines Klima-Risiko-Index sollte auf jeden Fall klar sein, dass beim Klima die Menschheit in einem Boot sitzt und entsprechend nur gemeinsam handeln kann.

Einseitige Verbots- und Verzichtskultur und von Panik angetriebener Aktionismus sind trotz allem Handlungsbedarf nicht der richtige Ansatz. Ebenso ist es nicht hilfreich, wenn einige Staaten sich komplett heraushalten.

Statt planwirtschaftlicher Vorgaben wäre es besser auf die Funktionen des Marktes zu vertrauen und z.B. einen Emissionshandel mit CO2-Zertifikaten bei fixer Obergrenze des CO2 (definiert durch die Klimaziele von Paris) umzusetzen.

Vorrangig auf Innovation und Digitalisierung setzen heißt allerdings nicht, dass es in Einzelfällen nicht auch angebracht sein kann, mit gesetzlichen Vorgaben und ggf. Verboten Grenzen abzustecken. Aber eben nur nachrangig, dann aber mit aller Konsequenz des Rechtsstaates.

Wie kompliziert es oft ist die umweltfreundlichste Variante zu wählen zeigt das Thema Plastiktüte. Von der CO2-Bilanz her ist tatsächlich eine Papiertüte kritischer als die Plastikvariante. Die Bioplastiktüte wiederum benötigt Maisdünger und der verursacht auch reichlich CO2. Am besten ist da wohl der Baumwollbeutel, der zwar einiges an CO2 bei der Herstellung ausstößt, aber ab der 30sten Nutzung die beste Alternative ist. Und theoretisch kann man den mehr als 2.000 mal nutzen.

 

Manspreading und She-Bagging

Wie weit es zwischen den beiden Hauptgeschlechtern Frau und Mann schon gekommen ist, merkt man an der teilweise sehr emotional geführten Diskussion zum Manspreading.

Der normale Mensch wird sich fragen, was das überhaupt ist. Manspreading steht für die gespreizte Beinhaltung von Männern an öffentlichen Orten. Es steht besonders in Öffentlichen Verkehrsmitteln in der Kritik und ist mittlerweile Angriffsziel zahlreicher Kampagnen, zuletzt bei den Wiener Verkehrsbetrieben unter dem Slogan “Sei ein Ehrenmann und halt deine Beine zam!”.

Verbote und Sanktionen

In den USA und in Spanien gibt es bereits Verbote und Geldsanktionen beim Manspreading. Und damit nicht genug, die britische Designerin Laila Laurel hat zwei Stühle entworfen, einen für Männer und einen für Frauen. Durch Führungsschienen müssen Männer die Beine nun zusammenpressen, die Frauen dürfen breitbeinig sitzen. Für diesen meiner Meinung nach gesundheitsgefährdenden Quatsch für die Weichteile des Mannes hat die Dame natürlich auch noch einen Preis gewonnen, den New Designers Belmond Award.

Provokation ist bekanntlich alles in der heutigen Zeit. Wenn ich mich aufrege, sagt man mir oft, lass es – das nimmt sowieso niemand ernst, genauso wie das, was Politiker sagen.

Ich finde das traurig. Muss man wirklich stumpf werden und den ganzen polarisierenden Quatsch in den Medien ignorieren? Aber welchen Sinn haben dann noch Medien, wenn man zumindest das meiste was sie schreiben ignorieren muss?

Der Vollständigkeit halber sei noch auf das She-Bagging hingewiesen, welches selbstverständlich bei weitem nicht so thematisiert wird, wie das angeblich weit verbreitete Manspreading. Beim She-Bagging nimmt die Dame zuviel Platz ein mit ihren Taschen.

Gegenseitiger Respekt und Rücksichtnahme hilft

Liebe Wiener Verkehrsbetriebe, solche Themen sind keine (eigene) Kampagne wert. Und schon gar in Form des üblichen “Männer-Täter-Frauen-Opfer-Prinzips”. Das ist einfach zu billig, zu polarisierend und schlicht unfair. Sicher, bei einigen Turbo-Feministinnen kommt man damit gut an, aber diese stellen gesellschaftlich nur eine kleine aber zugegeben laute Minderheit dar. Dem Anliegen ansich tut man damit jedenfalls einen Bärendienst.

Ich fahre über 20 Jahren mit Bussen und Bahn, noch nie hat mich Manspreading (könnte ja auch einen Mann betreffen, wenn sein Sitznachbar es übertreibt) noch She-Bagging gestört. Es gab dabei zwei Lösungen, 1. im Normalfall hat mein/e Sitznachbar*in die Beine enger zusammengeführt bzw. die Tasche entfernt, damit ich Platz habe. 2. im absoluten Ausnahmefall habe ich höflich gefragt “Könnten Sie etwas mehr Platz lassen, vielen Dank!”.

Aber dazu braucht es Anstand und Selbstbewusstsein. Respekt und Rücksichtnahme auf die jeweilige Situation meines Gegenübers. Arbeiten wir daran und nicht am Geschlechterbashing. Und arbeiten wir auch am gegenseitigen Verständnis, denn als Mann muss ich zugeben, dass ich tatsächlich aus anatomischen Gründen nicht wie eine Frau sitzen kann und möchte. Bin ich jetzt ein vom Patriarchat geprägter Macho? Nein, denn ich würde auch niemals einer Frau mit breitem Becken ihre größere Fläche an der Rückenlehne streitig machen. Und nein, ich muss als Mann natürlich auch keinen Spagat in Sitzhaltung machen und damit meine/n Sitznachbar*in bedrängen.

 

Freiheitsbeschränkung durch allgemeine Dienstpflicht

Nach dem Vorschlag einer Schutzzone für Nordsyrien, den Annegret Kramp-Karrenbauer als Verteidigungsministerin vor kurzem herausgab, ist nun der Vorschlag einer allgemeinen Dienstpflicht für junge Frauen und Männer ein weiteres Kaninchen aus dem Zylinder von AKK.

Konkret soll es dabei wohl um ein Pflichtjahr zu gemeinnützigen Tätigkeiten, also z.B. in den Bereichen Kultur, Ökologie, Sozialwesen oder Bundeswehr gehen. Eine klassische Freiheitsbeschränkung durch Staatszwang.

Verfassungsrechtler haben bei dem Vorschlag bezüglich der Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz ohnehin Bedenken (siehe: Artikel 12 GG). Aber der Vorschlag hat sicher nicht nur Nachteile. Rein praktisch könnte mit einer allgemeinen Dienstpflicht sicherlich einiges an günstiger Arbeitskraft für die Gesellschaft generiert werden.

Junge Frauen und Männer für die Gesellschaft

Ein Vorteil der allgemeinen Dienstpflicht gegenüber dem früheren Wehrdienst und Zivildienst wäre immerhin, dass auch junge Frauen miteinbezogen würden. Das würde die früher von jungen Männern empfundene geschlechtsbezogene Ungerechtigkeit bei der Wehrpflicht bereinigen.

Auch ich fand es Mitte der 90er Jahre ungerecht, dass ich 13 Monate im Krankenhaus auf der Pflegestation zwangsweise arbeiten musste, während die Mädels bereits eine Ausbildung oder ein Studium beginnen konnten. Bilanz ziehend kann ich aber gestehen, dass ich nach dem Zivildienst froh war, dass ich im Sozialbereich gearbeitet habe. Geschadet hat es nicht und wenn etwas vorbei ist, wovor man vorher eine Aversion hatte, sieht man die Sache meistens sowieso versöhnlicher.

Ein weiterer Vorteil eines allgemeinen Dienstes vor dem Berufsleben ist sicherlich auch, dass Menschen aus unterschiedlichen Bildungsschichten und verschiedenen Regionen des Landes zusammen kommen, um an einer gemeinsamen Sache zu wirken.

Der Charme der Freiwilligkeit und Freiheit

Jetzt aber zum ABER: Wäre es nicht besser, wenn man die jungen Menschen aus Überzeugung dazu bringen würde, etwas für die Gesellschaft zu tun? Wenn man zu etwas gezwungen wird, ist die Einstellung zu der Aufgabe direkt negativ. Haben wir das nötig? Es gibt tolle Aufgaben in diesem Land und für diese Gesellschaft zu erledigen. Und die jungen Menschen sind durchaus bereit dazu.

Man sollte besser den Bundesfreiwilligendienst attraktiver machen. Dies könnte z.B. durch interessantere Einsatzmöglichkeiten für Bufdis, mehr Vergünstigungen und mehr gesellschaftliche und auch fiskale Anerkennung geschehen. Dann macht das ganze Spaß und es wird ein Schuh draus!

Es ist eben doch schöner, wenn man etwas freiwillig erbringt, als unter dem Druck eines Einberufungsbescheides, oder?

 

Warum dürfen Männer nicht Gleichstellungsbeauftragter sein und auch an der Wahl hierzu nicht teilnehmen?

Problem: In den Bundesverwaltungen ist die Gleichstellungsbeauftragte gemäß § 19 Bundesgleichstellungsgesetz (BGleiG) durch eine Frau zu besetzen. Dies gilt daneben auch für die meisten Landesgleichstellungsbeauftragten und die Kommunalverwaltung.

Die jetzige Form schließt daher bewusst alle anderen Geschlechter aus. Diese Funktion kann aber nachhaltig nur legitimiert sein, wenn alle Geschlechter das Amt des oder der Gleichstellungsbeauftragten ausführen dürfen und selbstverständlich auch an der Wahl hierzu als Wahlberechtigte teilnehmen dürfen.

Umbenannte Frauenbeauftragte

Das Amt wirkt zurzeit nur wie eine umbenannte Frauenbeauftragte.

Lösung: Gleichstellungsbeauftragte dürfen alle Geschlechter werden und können auch von allen gewählt werden. Die Akzeptanz für diese Funktion und deren Anliegen würde dadurch deutlich gesteigert.

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, denn Geschlechterförderung sollte in einer Demokratie keine Einbahnstraße sein.

Alternativ sollte man die Gleichstellungsbeauftragten abschaffen und z.B. durch eine(n) Diversity-Beauftragte(n) ersetzen. Das Aufgabenfeld wäre dann weiter gefasst und könnte sich so ein positiveres Image aufbauen.

Denkfehler einer zwanghaften 50:50-Gleichstellung

Die Ideologie der zwanghaften Erreichung einer 50:50-Zielmarke “Gleichstellung” entpringt meines Erachtens einem planwirtschaftlichem Denkfehler, der mittlerweile allzu oft eine Bestenauslese unmöglich macht oder einen entsprechenden Kampf mit der Gleichstellungsbeauftragten auslöst.

Das belastet/hemmt im Alltag regelmäßig Exekutive wie Judikative und ist für viele demotivierend und auch Ressourcenverschwendung. Nach meinem persönlichen Eindruck werden z.B. Beurteilungen, Beförderungen und nicht zuletzt Stellenbesetzungen im Zweifel mit einer Besserstellung der weiblichen Beschäftigten vergeben, um unnötigen Diskussionen und Widerständen mit der Gleichstellungsbeauftragten aus dem Weg zu gehen.

Gerechtigkeit ist das nicht und damit ist gesellschaftlich langfristig niemandem gedient.

 

Warum sich das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend umbenennen sollte

Problem: Obwohl auch Männer spezifische Probleme haben, wie z.B. eine höhere Obdachlosenquote, höhere Suizidrate und kürzere Lebenserwartung, werden diese nahezu komplett gesellschaftlich ignoriert.

Auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erwähnt außer Frauen andere Geschlechter im Namen nicht. Mit dem aktuellen Namen dokumentiert das Ministerium demonstrativ: Es fehlt in der Geschlechterpolitik weiterhin ein ganzheitlicher Ansatz.

Lösung: Die Umbenennung des Ministeriums z.B. in Bundesministerium für Familie, Geschlechter und Generationen wäre ein erster notwendiger Schritt mit Symbolwirkung. Frauen wären deklaratorisch weiterhin im Namensbestandteil enthalten, Männer und Diverse aber auch.

Bei der Umbenennung darf es natürlich nicht bleiben. Der Aufbau und die Arbeit des Ministeriums müsste entprechend angepasst werden, so dass es als Institution die Gleichberechtigung, Gleichstellung und Chancengleichheit der Geschlechter ganzheitlich fördern muss.

 

Warum bei Koalitionen die Flaggenkunde an Bedeutung gewinnt

In der komplexer gewordenen politischen Landschaft werden neuerdings die Flaggen verschiedener Staaten zur Darstellung von Regierungskoalitionen bemüht.

Die erste Variante war dabei die Jamaika-Koalition:

In Deutschland bedeutet das eine Regierungskoalition aus CDU (schwarz), FDP (gelb) und den Grünen (grün). Dieses Bündnis mag für viele Menschen einen gewissen Charme haben, in einigen Bundesländern wie Schleswig-Holstein wurde diese Kombination auch schon in Regierungsverantwortung realisiert.

Man sollte sich als Wähler allerdings darüber im Klaren sein, dass dies kein Wunschbündnis ist, wählt man zum Beispiel grün um Jamaika zu ermöglichen, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass man seine Stimme letztlich ungewollt Grün-Rot-Rot geschenkt hat.

zimbabwe koalition

Manchmal reicht es aber nicht für Jamaika, dann benötigt man noch einen weiteren Partner. Nimmt man dann zur Erreichung einer Regierungsmehrheit die SPD (rot) oder ggf. die Linkspartei hinzu, hat man die Zimbabwe-Koalition.

kenia koalition

Hat die Große Koalition (GroKo) an Größe verloren, muss sie die Grünen mit in das Regierungsboot nehmen. Dies symbolisiert die Kenia-Koalition, die leider auf die Liberalen verzichtet.

angola koalition

Kombiniert sich die Große Koalition mit den Liberalen, dann kann man die Angola-Koalition bilden. Man könnte hier auch von einer Deutschland-Koalition sprechen, allerdings ist die deutsche Flagge unten nicht gelb sondern gold.

bahamas koalition

Seitens der AfD wurde auch schon die Bahamas-Koalition thematisiert, welche die CDU, die FDP und die AfD beinhalten würde.

Das sind nur einige Koalitionen, die immer mal wieder in den Medien mit Flaggensymbolik erwähnt werden.

Was man von den einzelnen Varianten hält, sei einmal dahingestellt. Es wird auf jeden Fall klar, dass das Bilden einer Mehrheit bzw. Regierung mit der zunehmenden Zersplitterung der Parlamente auf Landes- und Bundesebene nicht einfacher wird.

Während früher die klassischen Koalitionen CDU und FDP (schwarz-Geld) oder SPD und Grüne (rot-grün) ebenso wie die Großen Koalitionen mit zwei Koalitionspartnern auskam, werden jetzt drei oder mehr benötigt.

 

Warum das Gendersternchen eine Rosinenpicker*in ist

Wer kennt nicht das Gendersternchen? Es hat dem Gendergap und dem Binnen-I den Rang abgelaufen und ist mittlerweile im Alltag, insbesondere aber in den Sozialen Medien häufig anzutreffen.

Ich selbst muss gestehen, dass ich es im Vergleich zu den beiden anderen Alternativen tatsächlich netter finde. Ein Sternchen gefällt mir besser als ein Unterstrich oder als ein großes “I” mitten im Wort.

Was viele allerdings nicht wissen: das Gendersternchen hat nur eine Teilzeitstelle. Es ist bei den anderen Buchstaben des Alphabets nicht sonderlich beliebt und seine Kolleg*innen beschimpfen es gerne als Rosinenpickerin oder Drückbergerin.

Gendersternchen sucht sich nur angenehme Begriffe

Konkret werfen die anderen Buchstaben dem Gendersternchen vor, dass es immer nur bei schönen Begriffen erscheint. Stehen jedoch Begriffe in negativem Kontext überlässt es den anderen lieber die Arbeit. Dabei behauptet es aber von sich selbst, es sei besonders gerecht und auf Gleichstellung aus.

Und es stimmt, das Gendersternchen macht gerne mit bei Gewinner*innen, Akademiker*innen und Doktor*innen. Auch so im Alltag findet man es oft, egal ob bei Schüler*innen, Klimaaktivist*innen und Polizist*innen.

Wird es aber ernst und man spricht von Verbrechern, Tätern, Terroristen, Umweltsündern und Extremisten meldet sich das Gendersternchen krank. Gesundet dann aber meisten sehr schnell, wenn es um erfolgreiche Unternehmer*innen geht.

Der Rat für deutsche Rechtschreibung konnte sich auch vielleicht deshalb noch nicht richtig durchringen das Gendersternchen für die amtliche Rechtschreibung zu empfehlen. Die Grünen bzw. die Grün*innen haben es dagegen bereits 2015 auf ihrem Parteitag als anzuwendenden Form für mehr “Geschlechtergerechtigkeit” beschlossen.

Generisches Maskulinum historisch gewachsen

Ich persönlich finde das generische Maskulinum als historisch frei gewachsene Sprachentwicklung ehrlich gesagt vollkommen ausreichend. Es gibt gute und schlechte Begriffe und die haben nichts mit Geschlecht zu tun. Gerade Frauen verwenden auch heute noch oft das generische Maskulinum und haben damit überhaupt kein Problem.

Wichtiger als solche anstrengenden Formalismen ist sicherlich die Gleichwertigkeit aller Geschlechter in den Köpfen der Menschen zu erreichen. Natürlich geschieht dies auch über Sprache, aber man sollte es nicht übertreiben, denn sonst sind nachher alle so genervt, dass man eher negative Gefühle und Ressentiments erzeugt.

Aber wenn man denn das Gendersternchen unbedingt fest im Betrieb der deutschen Sprache aufnehmen will, dann sollte das nur in Vollzeit gehen. Wobei dann immer noch das Problem bleibt, dass ein Wort welches mit “innen” endet für mich immer noch als eigentlich nur rein weiblich erkannt wird.

Das wiederum wäre ja dann ein ähnliches Problem wie beim generischen Maskulinum, also ein generisches Femininum light. Und selbst Feminist*innen sind mit dem Gendersternchen unzufrieden, da sie es negativ finden, dass nach dem Wortstamm zunächst das Gendersternchen folgt und erst dann die weibliche Endung. Sie fühlen sich zurückgesetzt, weil die weibliche Endung als letztes folgt.

Die Frage ist, wie es Männern dabei geht, dass in diesem Land ansonsten eigentlich immer kategorisch die weibliche Form zuerst genannt wird. Aber das ist bekanntlich egal, leben wir doch nach Ansicht der meisten insbesondere linksgrünen Politiker*innen und Journalist*innen im Patriachat des (alten) weißen Mannes.

 

Die Länder Europas

Die Europäische Union ist nicht gleichzusetzen mit Europa, da nicht alle Staaten der EU beigetreten sind. Außerdem gibt es einige Länder, deren Staatsgebiet nicht komplett in der EU liegt, wie etwa Russland, die Türkei oder Kasachstan.

karte von europa
Satellitenkarte von Europa

Die Länder bzw. Staaten Europas sind, in Klammern steht die Hauptstadt:

Belgien (Brüssel)
Bosnien und Herzegowina (Sarajevo)
Bulgarien (Sofia)
Dänemark (Kopenhagen)
Deutschland (Berlin)
Estland (Tallinn)
Finnland (Helsinki)
Frankreich (Paris)
Griechenland (Athen)
Irland (Dublin)
Island (Reykjavik)
Italien (Rom)
Kasachstan (Nur-Sultan)
Kosovo (Pristina)
Kroatien (Zagreb)
Lettland (Riga)
Liechtenstein (Vaduz)
Litauen (Vilnius)
Luxemburg (Luxemburg)
Malta (Valletta)
Moldau (Chisinau)
Monaco (-)
Montenegro (Podgorica)
Niederlande (Amsterdam)
Nordmazedonien (Skopje)
Norwegen (Oslo)
Österreich (Wien)
Polen (Warschau)
Portugal (Lissabon)
Rumänien (Bukarest)
Russland (Moskau)
San Marino (-)
Schweden (Stockholm)
Schweiz (Bern)
Serbien (Belgrad)
Slowakei (Bratislava)
Slowenien (Ljubljana)
Spanien (Madrid)
Tschechien (Prag)
Türkei (Ankara)
Ukraine (Kiew)
Ungarn (Budapest)
Vatikanstadt (-)
Vereinigtes Königreich (London)
Weißrussland (Minsk)

 

Europas Staaten: Portugal

Portugal ist eine Republik im äußersten Südwesten Europas auf der Iberischen Halbinsel. Zu Portugal gehören auch die Azoren-Inseln und Madeira. Einziges Nachbarland des Landes ist Spanien, ansonsten wird es vom Atlantischen Ozean umgrenzt.

portugiesische flagge
Flagge von Portugal

Die Hauptstadt des Staates ist Lissabon bzw. Lisboa, wie die Portugiesen sagen. Lissabon ist mit ihren vielen kulturellen Hotspots eine idealer Ort für eine Städtereise im Süden Europas. Viele vergleichen die Metropole mit ihrer Straßenbahn, der Ponte 25 de Abril (Hängebrücke über den Tejo), der Ponte Vasco da Gama (längste Brücke Europas) und dem milden Klima mit San Francisco in Kalifornien.

 

Seit 1986 auf EG und EU-Kurs

Seit 1986 ist Portugal Mitglied der Europäischen Gemeinschaft (EG) bzw. späteren Europäischen Union (EU), ein wichtiger Vertrag für die EU ist der Vertrag von Lissabon, der 2009 in Kraft trat und mit dem die EU und die EG fusionierten.

Die Währung von Portugal ist der Euro. Mit einer Staatsfläche von ca. 92.300 qkm ist es etwas größer als Österreich, aber kleiner als Bulgarien. Das Kfz-Kennzeichen des Landes ist P, die Internet-TLD ist .pt. Das Land ist eines der ältesten Europas, seine Wurzeln reichen bis ins Jahr 1143 zurück. Der kleine Staat war Jahrhunderte eine erfolgreiche Entdeckernation und Kolonialmacht und verfügte über große Kolonien in Südamerika (Brasilien), Asien (Goa, Macau, Ost-Timor) und Afrika (z.B. Angola, Mosambik).

belém palast lissabon
Der Belém Palast ist der offizielle Sitz des portugiesischen Präsidenten.

In den letzten Jahrzehnten ist das homogene Portugal mehr und mehr zu einem Einwanderungsland geworden. Insbesondere kamen die Zuwanderer aus den ehemaligen Kolonien, aber auch aus Osteuropa. Amtssprache ist Portugiesisch, eine romanische Sprache, die eng mit dem Französischen und Spanischen verwandt ist. Die stärkste Religion in Portugal ist die römisch-katholische Kirche, ein bekannter Wallfahrtsort ist Fátima im Kreis Ourém.

Portugals Landschaften sind abwechslungsreich und zum Teil sehr unterschiedlich. Insbesondere klimatisch stellt man einen großen Unterschied zwischen dem kühleren, feuchten Nordportugal und dem trockeneren Süden und der Algarve fest. Bekannte Landschaften sind der Minho (der grüne Garten) im Nordwesten, Tras-ós-Montes mit kalten Wintern, das mittlere Portugal mit der Estremadura und der Serra da Estrela, sowie der Süden mit Terras do Sado, Alentejo und Algarve. Gerade die Algarve ist bei Urlaubern wegen ihres milden Klimas, den attraktiven Steilküsten und den schönen Sandstränden besonders beliebt.

 

Portwein und Fado

Das Klima Portugals ist atlantisch geprägt und warm-mild. Der Süden ist subtropisch und trocken. Auch die Städte Portugals haben zahlreiche Sehenswürdigkeiten. So findet man in Porto (der Stadt des Portweins) die terrassenartige Altstadt Ribeira, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählte, genauso wie in Lissabon der bekannte Turm Torre de Belém und das Kloster Mosteiro des Jerónimos. Auch die Altstadt von Lissabon (Baixa) ist beeindruckend mit ihren engen Gassen und Fliesenfassaden.

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Bizarre Felsenküste im Osten von Madeira (c)

Lissabon gehört zu den bekanntesten Metropolen Europas und ist besonders in Zeiten der günstigen Flüge ein beliebtes Ausflugsziel für eine Portugalreise geworden. Hier findet man Kultur, Musik, ein lebendiges Nachtleben und viele kulinarische Genüsse.

Portugal ist bekannt für seine Fischgerichte mit Kabeljau, Sardinien, Schwertfisch und Stockfisch. Daneben gibt es auch bodenständige Lamm- und Ziegengerichte. Weltbekannt ist der Portwein und der Madeirawein. Natürlich gibt es in Portugal viele Gelegenheiten den melancholischen Fado der Portugiesen zu hören.

Lissabon war Austragungsort des 63. Eurovision Song Contest, nachdem im Vorjahr in Kiew (Ukraine) der Sänger Salvador Sobral mit ,,Amar Pelos Dois” den Wettbewerb gewonnen hatte.

 

Europas Staaten: Polen

Die Republik Polen liegt in Mitteleuropa und ist dort eine der größeren EU-Staaten. Die parlamentarische Republik grenzt an Deutschland, Russland, Litauen, Weißrussland, die Slowakei und Tschechien. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Land zunächst Teil des Warschauer Paktes, ehe es nach Fall des Eisernen Vorhangs Teil der EU und Nato wurde. Die Hauptstadt von Polen ist Warschau (poln: Warszawa).

polnische flagge
Flagge von Polen

Die Währung des Landes ist der Złoty. Mit einer Staatsfläche von ca. 312.700 qkm ist Polen etwas kleiner als Deutschland und etwas größer als Italien. Unabhängig wurde das Land nach dem Ersten Weltkrieg am 11. November 1918. Die Internetendung des Landes ist .pl, die Kombination PL steht auch auf polnischen Autos für die Herkunft des Fahrzeugs.

hauptstadt polen
Schlossplatz in Polens Hauptstadt, Warschau.

Polen ist heute ein recht homogener Staat, neben den westslawischen Polen gibt es noch  Minderheiten von Deutschen (verstärkt in Oberschlesien), Weißrussen, Ukrainern, Schlesiern, Kaschuben, Roma, Russen, Lemken und Litauer auf dem polnischen Staatsgebiet.

 

Seit 2004 Mitglied der EU

Seit dem Jahr 2004 ist Polen Mitglied in der Europäischen Union und die größte Volkswirtschaft der ehemaligen Ostblockstaaten in der EU. Der polnische Gewerkschaftsbund Solidarność hat in den 1980er Jahren u.a. durch Streiks maßgeblich die Wende zum Westen hin eingeleitet.

Amtssprache in Polen ist Polnisch, in Oberschlesien trifft man auch einige deutschsprachige bzw. schlesischsprachige Bewohner. In einigen Gemeinden mit über 20%-Anteil ist Deutsch zweite Amtssprache. Stärkste Religionsgemeinschaft ist die römisch-katholische Kirche, die den gläubigen Polen auch während der Zeit des Kommunismus Halt bot. Insbesondere die Berufung des polnischen Kardinals Karol Wojtyla zum Papst Johannes Paul II. gab der Kirchen einen weiteren Aufschwung, der bis heute anhält.

Die längsten Flüsse Polens sind die Weichsel, die Oder, die Warthe und der Bug. Polen gehört zu den seenreichsten Ländern der Erde. Die größten Seen sind Śniardwy (Spirdingsee) und Mamry (Mauersee) in der Region Masuren sowie das Jezioro Łebsko (Lebasee) und das Jezioro Drawsko (Dratzigsee) in der Region Pommern. Polen ist mit seinen Flüssen, der Ostseeküste von Świnoujście (Swinemünde) auf Usedom und  im Westen bis nach Krynica Morska auf der Frischen Nehrung ein Paradies für den Wassersport.

 

Ostsee, Seenplatte und Nationalparks

Das Klima in Polen ist ein Übergangsklima zwischen gemäßigten und kontinentalen Einflüssen, dies sollte bei Reisen nach Polen berücksichtigt werden. Besonders in Richtung Osten kann es im Winter sehr kalt werden. Dabei gibt es je nach Region auch deutliche Unterschiede. Polen hat die unterschiedlichsten Landschaften zu bieten und ist damit ein vielseitiges Urlaubsland: Ostsee, Masurische Seenplatte und die Gebirge Sudeten, Karpaten (Hohe Tatra) und das Heiligkreuzgebirge sind neben der Gastfreundschaft und den vielen kulinarischen Spezialitäten (Krakauer Würste, Pierogi und Bigos) gute Gründe für eine Reise in das Land.

Es gibt außerdem zahlreiche Nationalparks in Polen, besonders bekannt ist der Nationalpark Białowieża mit einem der letzten Urwälder Europas und den bekannten Wisenten (Europäischer Bison). Die polnischen Städte sind nach den immensen Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs liebevoll rekonstruiert worden und zum Beispiel Danzig (dt.: Gdańsk ) und Krakau (dt.: Kraków) sind neben Warschau sehenswerte und gerne besuchte Großstädte in Polen.